
Seit dem 1.2. sitzt der Frachter „Razouk“, 6448 gt (IMO: 9162320) in Kısırkaya, Sarıyer, nahe Position 41° 16' N, 29° 01' O auf dem Strand. Er war aif de, Weg von Constanța zum Bosporus gewesen. Das Schiff setzte keinen Notruf ab. Es war am Morgen des 21.1. dem Weg zu russischen Häfen gewesen, als es vor der Küste des Bezirks Cide in Kastamonu von Drohnen angegriffen wurde. An Bord ereignete sich eine Explosion. Die Wucht des Angriffs war auf der Brücke deutlich zu erkennen. Die Fenster waren dzersplittert, und die elektronischen Geräte sowie die Kartentische wurden durch Splitter beschädigt. Es waren auch Fragmente der Munition zu sehen, u.a. ein Metallfragmentmit der Aufschrift „X 430T“ in kyrillischen Buchstaben. Nach dem Angriff brach Panik an Bord aus. Die Crew drängte den Kapitän, die Fahrt abzubrechen und bezeichnete die Weiterfahrt nach Russland als Selbstmord kommando. Dies veranlasste den Kapitän, den Kurs um 180 Grad in Richtung Bosporus zu ändern. Das Schiff machte sich mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten auf den Weg in in Richtung Marmarameer, landete stattdessen aber auf dem Strand. Am 3.2. bat die Crew um die Evakuierung des Kapitäns, der errkankt war. Er wurde mit einer Hosenboje von Bord geholt und anschließend den Sanitätern am Strand übergeben. (Eigener Bericht; Videostills: Coastalsafety)

Die RAZOUK in besseren Zeiten. Archivbild: Olaf Kuhnke