Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mi 27. Jun 2012, 13:33

In Santos kamen wir dann mitten in der Nacht an und haben davon nichts mitbekommen. Auf dem Weg nach Santos, hatte mir der Kapitän gesagt, dass in sofort nach Ankunft in Santos ein Kolben gezogen wird und durch einen neuen ersetzt wird. Da ging es dann sofort in die Maschine und habe da einmal kurz geschaut. Um 8 Uhr war der Kolben schon raus und man war jetzt in Vorbereitung den neuen einzubauen. Dazu braucht dann eine Maschinen Crew gerade mal 12 Stunden. Bei den Ausmaßen geradezu einen spitzen Zeit. Morgens nach dem Frühstück haben wir dann die Abkürzung genommen und sind nicht mit dem Taxi einmal ganz die Runde, sondern sind mit dem Schnellboot was normalerweise nur das Hafenpersonal benutzt, zur anderen Seite gefahren. Mit dem Taxi dauert das über eine halbe Stunde und mit dem Boot nur 2 Minuten. Den Tipp bekam ich von der Crew, dass der Bootsführer dieses gelegentlich machen würde. Er hat uns auch von oben bis unten gemustert. Zum Glück hatte ich mein Hamburg Süd T-Shirt angezogen. Nachdem er das Schild von HaSüd gesehen hatte, war es kein Problem mehr. Auch mussten wir zwei mal durch den Zoll und Einreise gehen. Aber auch hier keine Probleme dank dem T-Shirt. Dafür nahm der Bootsführer auch umgerechnet 25 Euro für die 2 Minuten. Kam natürlich in seine eigene Tasche. Die Crew sagte mir, dass das noch ein humaner Preis sei. Einige von ihnen haben schon 50 Dollar für 2 Minuten bezahlen müssen. Auf der anderen Seite angekommen, nahmen wir ein Taxi zum Strand von Santos. Dieser ist ca. 6 Kilometer lang und besteht nur aus weißem Sandstrand. Am Strand gibt es alles zu kaufen. Von eisgekühlten Säften und was zu Essen gibt es auch überall. Nur ohne Sandalen solllte man nicht über den Sand gehen, sonst verbrennt man sich schnell die Füße. Wir haben dann auch im Atlantik gebadet, bei 28 Grad Wassertemperatur sehr angenehm. Danach sind wir am Strand bis in die Stadt zurückgewandert und haben noch kurz bei der Lotsenstation halt gemacht. Danach hat uns ein Taxi wieder zum Schiff gebracht. Dort wurde immer noch kräftig geladen, denn wir sollten gegen 20 Uhr auslaufen.

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der erste Blick vom Schiff.

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mal gerade einen Kolben austauschen.

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der alte Kolben hängt am Haken.

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Eisenbahn im Hafen, da braucht man Zeit.

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wie auf einer Postkarte, der Strand von Santos.

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ca. 6 Kilometer lang.

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Blick auf die Hafeneinfahrt.

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das Wahrzeichen der Hafeneinfahrt, das alte Fort.

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Santos Pilot Station.

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Pilot Station etwas näher.

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die Skyline von Santos.

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wieder ein Traumwetter.

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Strandpromenade.

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altes und neues dicht zusammen.

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am Nachmittag wieder zurück am Schiff.

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vorn 4/2 festgemacht.

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der 2te hat Dienst. Alle 4 Stunden wechsel auf der Brücke. An Land alle 6 Stunden wechsel.

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die Rio de la Plata im besten Licht.

im nächsten Teil folgen Aufnahmen aus dem Hafen von Santos.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Do 28. Jun 2012, 13:18

Am späten Nachmittag habe ich dann noch einige Fotos vom Hafentreiben gemacht. An Bord war auch etwas Sress ausgebrochen, denn einige Crewmitglieder gingen in Santos von Bord und flogen dann nach Deutschland zurück. Tags zuvor waren schon 4 neue Mitglieder der Crew gelandet und haben die Nacht im Hotel verbracht. Der Chief Mate und der SBM gingen von Bord und als Ersatz kamen dann zwei neue. Zusätzlich kamen ganz neu 2 Azubis von HaSüd an Bord. Sie hatten davor eine Einweisungsfahrt auf dem "Schulschiff" Santa Rita bekommen. Dieses dient nur zur Ausbildung und fährt aber normal mit den Azubis ( Brücke/Deckspersonal) normal seinen Liniendienst. Auf der Santa Rita können deswegen auch keine Paxe mitfahren, weil dort alle Kabinen gebraucht werden. Die 2 neuen Azubis waren aber sehr nett und wurden von der ganzen Besatzung herzlich aufgenommen. Gegen Abend hatten wir uns mit dem Reefer (Kühlcontainer) Techniker Nils auf dem Kapitänsdeck verabredet, um etwas kaltes Bier zu vernichten, denn es war immer noch sehr heiß draußen. Der Nils ist auch hier im Forum und schon echt Spitze ( unser Uwe Richter konte sich auch schon davon überzeugen, denn er hatte nach uns das Vergnügen, mit ihm einige Tage mitzufahren). Ich hatte ihn schon im Hamburg kennengelernt, als ich am 6.2. die Koffer an Bord gebracht hatte. Die Ausfahrt war ein Traum, Santos war über hell erleuchtet. Die Küste und dessen Sandstrände sind auf eine Länge von über 10 Kilometern mit Strahlen Taghell erleuchtet und je weiter wir uns entfernten um so besser sah das ganze aus. Nun ging es noch einige Tage an der Küste Brasiliens entlang, bevor wir Richtung Äquator abbiegen konnten.

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Bulker Iris Arrow.

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Bagger Franseco de Girogio.

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MSC Orchestra.

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Rückwärts bis zum Anleger.

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Massengutfrachter Lanceron.

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viel los im Hafen.

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Tai Profit.

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Alianca Santos.

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Heckansichten.

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Blick Richtung Hafenausfahrt.

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liegt auch schon länger da.

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Bow Querida.

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Probefahrt im Hafen.

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man beachte die selbstgemachten Ruderblätter.

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Blick in den oberen Hafenteil.

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Blick über das Terminal.

im nächsten Teil kommen Aufnahmen vom Schiff.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » So 1. Jul 2012, 09:03

Nachdem wir Santos verlassen hatten, fuhren wir an der Küste von Brasilien entlang. Da wir die Trossen zum festmachen nicht mehr vor Tanger Med brauchten, wurden diese von der Crew ordentlich auf den Winden eingepackt, oder in den Lagerräumen verbracht. Die Kiribatis fingen nun an die Decks von der Brücke abwärts mit Farbe neu zu streichen. Bei der Hitze kein Vergnügen, aber die sind ja solche Temperaturen gewöhnt. Der SBM ließ dann für uns neues Wasser in den Pool ein. Die saugen das aus 10 Meter direkt aus dem Meer an. Einige Filter sitzen da dann noch vor und das Wasser hatte ein Temperatur von 28 Grad. In den Mund sollte man es nicht bekommen, denn es hat einen sehr hohen Salzgehalt. Da ist das Nordseewasser ein Waisenknabe gegen. Auf der Brücke ging man nun auch zum Tagesgeschäft über und der Dienst hatte wieder einen geregelten Ablauf. Der 2. Off. zeigte uns dann alles auf der Brücke. Ein kleines Problem hatten wir aber. Seit Santos ist an der Maschine etwas defekt, ein kleines Teil nur, aber mit großer Auswirkung. Wir konnten seitdem nur 12,5 oder nur 18 Knoten laufen. Dazwischen ging nichts mehr. Über 18 Knoten wäre auch noch möglich gewesen, war aber nicht nötig, weil wir sonst zu früh in Tanger angekommen wären. Die Zeit wird ja Automatisch berechnet. Der neue Anlaufhafen steht ja fest und der Computer berechnet, welche Geschwindigkeit man in den nächsten Tagen laufen muss, um in der Zeit beim Zielhafen zu sein. Wenn das dann 16 Knoten ist, mussten wir mal eine Zeitlang 18 Knoten fahren, dann waren wir wieder zu früh dann und es hieß wieder runter mit dem Tempo. In Rotterdam solllte dann das Ersatzteil geliefert werden.

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Wulstbug mit Beule und kristallklarem Wasser.

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geöffnete Lüftungsklappen für die Kühlcontainer.

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alles verstaut für die Atlantik Passage.

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Eingangsbereich zum Schiff.

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Decksplan im Fahrstuhl.

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immer gerne genutzt.

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Upper Deck mit den Büros.

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die Brücke.

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Radar und Funk auf Kanal 16.

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der Kurs auf der elekronischen Seekarte.

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hier wird der Kurs bestimmt.

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auf dem rechten Gerät sieht man die Namen der Schiffe, die da so kommen.

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die Abgastemperaturen der einzelnen Zylinder.

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Sitzecke auf der Brücke.

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eine der beiden Kabinen.

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Super Cargo.

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immer sauber unser Deck mit Kabinen.

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Offiziers Messe.

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mein Frühstück!!!!

im nächsten Teil geht es an der Küste entlang zum Äquator.

Gruß ;)
Gerd

HWZ
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von HWZ » Mo 2. Jul 2012, 16:25

Hallo Gerd,
sehr interessante Reiseberichte von Dir und Gitta über Eure Tour. Da ich Deine gesamten Bilder ja erhalten habe, kenne ich auch die nicht abgebildeten von Dir.
Bei der Durchsicht fühlen sich Birgit und ich direkt an unsere letztjährige Reise auf der Santa Catarine erinnert und wir bekommen direkt Fernweh!!!!
Weiter so, mein Lieber.

Hans - Werner und Birgit

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mo 2. Jul 2012, 17:00

Wir fuhren dann entlang der Küste Brasiliens und bogen dann in Höhe Recife rechts ab und fuhren dann auf den Äquator zu. Begleitet wurden wir jetzt von über 15 Tölpeln die den ganzen Tag um das Schiff flogen und fliegende Fische am jagen waren. Sie ließen sich aus große Höhe wie ein Stein in das Meer fallen und hatten meistens Glück, denn davon waren ja genug da. Nachts saßen sie dann auf dem Mast auf der Back und ließen dort wirklich alles fallen. Nach 2 Tagen war dort alles weiß und man hätte schon eine Guano Sammlung machen können. Jeden Tag mussten die Kiribatis mit dem Schlauch alles abspritzen. Die erste Containerreihe sah ganz böse aus. Nach einiger Zeit gesellten sich die riesigen Fregattvögel dazu. Diese jagten dann den Tölpeln die Fische wieder ab. Das ging von Sonnenaufgang bis Untergang so und das bis kurz vor den Kap Verdischen Inseln. Dann wurde denen das Wasser zu kalt und flogen wieder zurück. Hier gab es dann auch jedemege Delphine zu sehen. Sie lieben das langssame Tempo von 14 Knoten und tummeln sich dann gerne vorne am Bug. Etwas weiter weg tauchte dann eine Walfamilie mit Jungtieren auf. An einem Samstag folgte dann das Grillfest draußen im Eingangsbereich zum Schiff. Die Küche hatte riesige Mengen an Grillfleisch und Salate gemacht und ich habe dann ein 30 Liter Fass Bier für alle ausgegeben. Für die Brückenbesatzung war das natürlich Tabu, aber es gab auch alkoholfreie Getränke. Die Zapfanlage wurde aus der Messe geholt und der Kicker aus dem Fitnessraum. Es wurde ein langer Abend und das bei Temperaturen um die 27 Grad. Am Sonntag um 06.55 Uhr UTC erreichten wir den Äquator. Das Wetter war so, wie man es uns schon beschrieben hatten. Sehr diesig und warm. Manchmal prallen Sonnenschein und dann wieder ein Regenschauer von 4 Minuten. Das ist da aber normal, weil dort die Luftmassen aus der Nordhalbkugel auf die der Südhalbkugel treffen. Am anderen Tag war dann alles vorbei und die Sonne brannte wieder vom Himmel. Wir fuhren dann zwei Tage lang durch riesige gelbe Algenteppiche.

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der letzte Zipfel Südamerikas :(

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jeden Tag ein Schiff, magere Ausbeute.

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auf Augenhöhe immer um das Schiff, die Tölpel.

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und ihre Gegner, die Fregattvögel.

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Entrosten war angesagt.

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immer überall zu sehen.

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Seenotübung bei Gluthitze im Rettungsboot.

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unter Ballast Richtung Brasilien für Erzladung nach Europa.

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Grillabend.

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kleines Kickertunier mit gezapften Bier.

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es gab reichlich.

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unwirkliche Stimmung am Äquator.

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gerader Schatten.

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die erste kleineren Algenteppiche.

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und wurden immer größer.

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in einiger Entfernung einige Wale mit Jungtieren.

im nächsten Teil folgt dann ein Rundgang durch die Maschine.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Di 3. Jul 2012, 13:22

Nach dem Äquator ging es dann in die Maschine. Ohrschützer auf die Ohren und mit dem SBM auf Erkundungstour. Da ist man schon überwältigt, wenn man da runterkommt. Da steht der 8 Zylinder über 3 Etagen und ist so groß, wie ein Einfamilienhaus und dazu kommen dann noch die 4 großen Hilfsdiesel. Wir waren da über 2 Stunden unten und der SBM hat uns wirklich jede Ecke gezeigt und alles erklärt. Das Personal in der Maschine arbeitet täglich nur von 8-17 Uhr. Danach wird die Maschine von der Brücke aus gefahren. Auf Revierfahrt wie Rio de la Plata, Themse usw. egal zu welcher Zeit, ist die Maschine natürlich besetzt. So kann bei einer Notsituation sofort eingegriffen werden. Sollte einmal die Steuerung von der Brück ausfallen, kann die Maschine noch per Hand gefahren werden. Auch kann man dort alles mit den Händen anfassen, ohne das man sich mit Öl vollschmiert. da unten ist alles Piko Bello sauber und man kann sich ruhig mit Anzug und weißem Hemd bewegen. Da liegt nichts rum und auf Sauberkeit wird dort sehr geachtet. Wir waren unten bei einer Geschwindigkeit von 12 Knoten und konnten es bald ohne Kopghörer aushalten. Bei voller Fahrt mit 23 Knoten, reichen diese auch nicht mehr aus. Das einzigste wo man den Hut ziehen muss, sind die Temperaturen. Da bei geschätzten 45 Grad und mehr zu arbeiten, bedarf es schon reichlich Kondition und Routine. Mir haben die 2 Stunden schon gereicht.

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2 von 4 Hilfsdiesel von oben aufgenommen.

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Abgasanlage mit Turboladern.

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die oberste von 3 Etagen,die Einspritzanlage.

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Ersatzeinspritzeinheit.

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die Frischwasseraufbereitung. Es werden ständig 30000 Liter bereitgestellt.

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die anderen 2 Hilfsdiesel auf der Backbordseite.

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2 Etage der Maschine, Laufbuchsen und Kolben.

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hier wird das Schweröl für die Einspritzung auf Temperatur gebracht.

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nochmal die 2 Etage.

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mit Blick auf den Ersatzkolben.

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alles Blitzsauber.

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1 Etage der Maschine, Kurbelwelle.

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in diese Klappen der Kurbelwelle muss von Zeit zu Zeit reingeklettert werden zum saubermachen.

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Schwungmasse.

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Antriebswelle.

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Schwungmasse mit Zahnräder.

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Teile der Abgasanlage.

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Filteranlagen.

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Ersatzlaufbuchsen.

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komplette Werkstatt an Bord.

im nächsten Teilen folgen Bilder vom Maschinenleitstand, Frachtraum und der Ruderanlage.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Mi 4. Jul 2012, 13:07

Nach dem Mittag haben wir uns dann wieder mit dem SBM getroffen und sind dann durch den Maschinenleitstand und durch enge Luken zu den Frachträumen gegangen. Mein Glück war, dass ein Frachtraum für die Kühlcontainer komplett leer war. Es war schon ein imposanter Eindruck von oben in diesen hineinzuschauen. Der SBM bot mir an, selber die Treppen runter auf den Boden zu gehen. Das machen die sonst nie, haben aber für mich ein Auge zugedrückt. Also konte ich dann alleine da unten mal hin. Ist schon ein lautes Gebrumme da in den Schächten und als ich unten war, war es schon etwas unheimlich. Da hat man nur ein Stahlplatte unter sich und dann kommen 4000 Meter Wasser. Nach den Frachträumen konnten wir noch die Ruderanlage am Heck besichtigen. Die ist in einem riesigen Raum, der auch als Lager benutzt wird untergebracht. Ein Höllenlärm ist da zu hören. Der kommt von der Hydraulik, die die Anlage bewegt.

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Maschinenleitstand.

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Schaltpult.

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leere Kühlcontainerschächte.

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ist auch nicht einfach, da müssen die mehrmals am Tag durch zur Kontrolle.

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Spezialverpackungen mit Überbreite kommen oben drauf.

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8 Container übereinander gehen da rein.

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ist schon recht beeindruckend, wenn man da unten steht.

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Frischluftzufuhr für die Kühlcontainer.

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Zugang zur Ruderanlage am Heck.

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Ruderanlage.

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Kraftübertragung auf das Ruderblatt.

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bei Ausfall kann auch von unten gesteuert werden. Portside(immer Backbord), die andere Seite dann Steuerbord.

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richtig viel Krach da unten.

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wird auch als Lagerraum genutzt.

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viel Platz in der Ruderanlage.

im nächsten Teil eine Aufnahmen von der Atlantikquerung.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Do 5. Jul 2012, 12:50

Nach dem Äquator hatten wir nun 7 Tage vor uns bis nach Tanger Med. Langweilig wurde uns nie, da wir reichlich Termine an Bord hatten und jeder was zu erzählen hatte. Abends waren dann einige Besuche in Bar angesagt, wo jeder seine Geschichten zum besten brachte und haben natürlich reichlich zum lachen gehabt. Die Kap Verden konnten wir nicht sehen, da wir zu weit weg waren und die letzten Tölpel haben uns dann auch verlassen, denn die assertemperatur ging jetzt jeden Tag runter. Sie betrug da nur noch 24 Grad. Dazu kam dann noch ein Sandsturm der 3 Tage dauerte und von der Sahara kam. Auf Es sah alles sehr komisch aus, über uns die Sonne mit blauem Himmel und so bis 50 Meter höhe der feine gelbe Staub. Auf der Nock konnte man es nicht lange aushalten, denn der Sand setzte sich in die Augen und man hatte arge Probleme mit dem sehen. Das Schiff wurde von Tag zu Tag auch brauner und in den Ecken waren kleine braune Haufen zu erkennen. Vor den Kanaren war dann der Spuk vorbei, und wir hatten eine gute Route genau zwischendurch gewählt. Leider fand das die Durchfahrt in der Nacht statt und einige mussten ihr Vorhaben aufgeben, mal günstig nach Deutschland anzurufen. Von das aus ging es dann auf direktem Weg zur Straße von Gibraltar und zu dem neuen Hafen Tanger Med.

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Sonnenaufgang vor den Cap Verden.

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Sandsturm auf dem Atlantik.

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mal etwas Bewegung in der Bude.

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noch einige Container von den Tölpeln beschmiert.

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eine Beschädigung aus der Vergangenheit. Beule von Rotterdam im Wulstbug(Lotsenfehler).

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mal wieder ein anderes Schiff.

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mal ein Gespräch mit dem 2 Ing.

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die ersten Fischer von der Küste Afrikas.

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Bulker unter Ballast Richtung Südamerika.

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noch alles schön eingepackt auf der Back.

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nicht alles voll.

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Windensteuerstand auf der Back.

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ein Frachter auf Südkurs.

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alle 2 Tage eine Spülung.

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leichte Räucherei.

im nächsten Teil folgen dann die Straße von Gibraltar und der Hafen Tanger Med.

Gruß ;)
Gerd

Gerhard Elsing
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Gerhard Elsing » Fr 6. Jul 2012, 13:44

Am Samstagmittag fuhren wir bei Kaiserwetter in die Straße von Gibraltar ein. Wir blieben aber ganz an der Küste von Marokko und hatten den ganzen Schiffsverkehr auf der Backbordseite. Überwacht wird der ganze Verkehr von den Spaniern. Da wird dann schon mal mit 4 dicken Pötten nebeneinander gefahren, oder man wir achtern von schräg einfach überholt. Scheint aber alles da zu klappen. Tanger Med wurde komplett neu errichtet und ist ein reiner Container Hafen. Wie ich gehört habe, hat Maersk dazu reichlich Geld zugetan. Das ganze Hafengebiet wurde auch mit einem hohen Zaun und mit jedemenge Videokameras versehen. Vorher wurde das ganze Schiff verschlossen. der SBM kam mit einer großen Tüte mit Vorhängeschlössern und es wurde aber auch jede Klappe verschlossen. Die ganze Mannschaft wurde vorher auch gebrieft, wie man sich zu verhalten habe mit den Arbeitern die dann an Bord kommen würde. Die größte Sorge war, dass sich blinde Passagiere an Bord schleichen könnten. Wir durften auch nicht an Land, was auch nicht ganz so schlimm war. Weit und breit war außer Stein und Sand wirklich nichts zu sehen, wo man hingehen könnte. Habe nicht mal so etwas wie eine Kneipe gesehen. Außerdem hatten wir nur knapp 4 Stunden Liegezeit, da nur 75 Containerbewegungen nötig waren, alle runter und keiner rauf. Wir waren auch nach 6 Monaten das erste HaSüd Schiff, dass Tanger angelaufen hat. Jetzt wird dieser Hafen wieder regelmäßig angelaufen. Hier bekamen wir auch noch einen neuen "Passagier". Ein "Arzt" der im Auftrag von irgendeinem Institut die Arbeitsbedingungen und den Alltag der Crew beobachten soll. Jeder des es freiwillig von der Crew wollte, wurde von ihm befragt und die Nautischen Offiziere wurden mit einem Langzeitüberwachungssystem verkabelt. Ich habe ihn auch gefragt, aber von uns wollte er nichts wissen :mrgreen:

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die Küste von Marokko.

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im Vordergrund das HaSüd Schiff Santa Elena, dass wir schon in Südamerika getroffen haben.

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in der Ferne der neue Hafen Tanger Med.

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ganz schön hohe Berge da. Wer kann das geschriebene auf dem Berg entziffern??

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die Fähre von Algeciras.

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die Straße von Gibraltar.

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das Lotsenboot bringt 2 Lotsen.

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die Küste von Marokko.

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Kurswechsel über Steuerbord auf den Hafen.

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ein Zaun um den ganzen Hafen.

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eine alte Bekannte von der Elbe getroffen Marlene S.

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an die letzten beiden Brücken mussten wir hin.

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und wurden einmal komplett gedreht.

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ich glaube der zweite Lotse war über.

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alles im Griff.

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Algeciras auf der anderen Seite.

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Blick über den Hafen.

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Eurogate auch in Tanger.

im nächsten Teil folgen dann Bilder bis nach Rotterdam.

Gruß ;)
Gerd

Christian Costa
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Re: Mit der Rio de la Plata von Südamerika nach Hamburg.

Beitrag von Christian Costa » Fr 6. Jul 2012, 15:33

Moin Gerd,
schön, dass du uns an deiner Reise teilhaben lässt. Ich hoffe, du bringst das eine oder andere Schmankerl auch zum Treffen??

Viele Grüße
Christian

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