Sicherung vor Piraten

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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben: ist es nicht richtig sich und sein Eigentum zu schützen?
Man kann durch Suggestivfragen auch versuchen, eine Diskussion zu manipulieren, aber das weißt Du sicher auch, oder? Ebenso gehe ich davon aus, daß Du weißt, daß "Deine Methoden" zur Sicherung von Eigentum nicht von jedermann geteilt werden.

Alexander
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo Alexander,

wo ist diese Frage denn suggestiv?
In die "richtige Richtung"? Tut sie das? Oder doch eher in die, die Du für richtig hältst. "Richtung und falsch" sind meistens sehr stark vom persönlichen Standpunkt abhängig, insofern hier von der "richtigen Richtung" zu sprechen, hat einen gewissen Beigeschmack, so als Du meinst, Du allein wüsstest, was richtig oder falsch ist... ;)
Ich finde es richtig sich zu schützen. Das ist meine Meinung. Es ist die richtige Richtung, das vollumfämglich voran zu treiben. Du suggerierst mit deinem post, dass ich alleine dieser Meinung bin.

Gruß
Patrick
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben:
Es wurde hier sehr viel (zum Thema) gesagt, was tatsächlich einfach falsch ist. Unabhängig von meiner Meinung, bleiben diese Dinge auch falsch. Eine Meinungsmache gegen Sicherheitsdienste war und ist in keinster Weise hilfreich. Ich halte es auch nicht für sinnvoll über ein pro und contra von Piraterie zu diskutieren, da es hoffentlich kein pro gibt.
Des Weiteren ist es in jeder anderen Branche üblich, Eigentum und Leben schützen zu lassen. Bei diesem Thema wird plötzlich so getan als wäre das was ganz Besonderes. Dass hier Menschen sterben müssen um vielen Leuten in dieser Richtung die Augen zu öffnen erschreckt mich persönlich.
"Eine Meinungsmache" also. Hm, klingt ja fast schon nach einer Verschwörungstheorie... ;)

Nur weil es Leute gibt, die Deine Meinung nicht teilen, sondern massive Vorbehalte haben (die hier auch klar benannt wurden), heißt das noch lange nicht, daß hier "Meinungmache" (ein Begriff, der deutlich negativ belastet ist und fast schon in die Nähe von Propaganda gehört) betrieben wird. Was hier läuft, nennt man "Diskussion" bzw. "Meinungsaustausch" - das ist doch etwas anderes...

Alexander
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Da gebe ich Alexander völlig Recht. Ich finde auch, dass Patrick zu sehr seine eigenen wirtschaftlichen Interessen hier in die Diskussion ins Spiel bringt. Klingt für mich alles so, als wolle er auf Biegen und Brechen sein Konzept durchsetzen. Da ist er hier aber am falschen Platze... . Wir sind weder Wirtschaftler noch Politiker. Patrick solle die Einwände, die wir hier anbringen, schon etwas ernster nehmen.
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

"Ein weiterer Risikofaktor sind die Menschen auf den Schiffen. Etwa 1,2 Mio Offiziere und Mannschaftsdienstgrade bemannen die Welthandelsflotte.
Seeleute können zum Ziel werden. Sie können aber auch gefährlich für andere sein. Die bisher üblichen Identifikationsverfahren für Besatzungsmitglieder sind unzuverlässig. Piraten nutzen dies, um Helfershelfer auf Schiffe zu schleusen. Der übliche internationale Lichtbildausweis für Seeleute lässt sich relativ leicht fälschen - Offizierspatente übrigens auch, ebenso wie komplette Schiffspapiere, wie sich in den Fällen der Phantomschiffe gezeigt hat. Tausende von "Seeleuten" und "Offizieren" fahren mit gefälschten Papieren zur See, dies ist ein allgemeines Problem der Seefahrt, das zu nicht erheblichen Sicherheitsmängeln im Seeverkehr beiträgt. Die Lösung des Problems könnte die Einführung eines Ausweispapieres mit biometrischen Daten, Iris-Scans und Fingerabdrücken sein. Mit diesen Maßnahmen könnte man auch das Risiko des Einschleusens von Tätern in die Besatzungen von Schiffen vermindern helfen, dass aus dem Umstand resultiert, dass eine große Zahl von Offizieren und einfachen Seeleuten in der internationalen Seefahrt aus Indonesien und von den Philippinen stammt, Staaten also, in denen muslimische Extremisten und Terrorgruppen operieren und ihre Mitglieder rekrutieren.
Die Philippinen stellen mit 50000 Offizieren und 180000 Seemännern den größten Anteil an den Besatzungen, es folgen Indonesien mit 15500 Offizieren und 68000 Seemännern, China mit 34197 Offizieren und 47820 Seemännern sowie Indien mit 11700 Offizieren und 43000 Seemännern.
Die Konferenz der IMO vom 9 bis 13.Dezember 2002 hat hierauf in ihrer "Conference Resolution 8" reagiert, indem sie die International Labour Organization (ILO) dazu anregt, weiter an der Gestaltung eines verlässlichen Identifikationsnachweises und ein Sicherheitsdokument enthält. Die Resolution schlägt darüber hinaus die Einrichtung einer diesbezüglichen Arbeitsgruppe von IMO und ILO vor."

Quelle
Piraterie und Terror auf See
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
Horstl
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Horstl »

frank0265 hat geschrieben:"Ein weiterer Risikofaktor sind die Menschen auf den Schiffen. Etwa 1,2 Mio Offiziere und Mannschaftsdienstgrade bemannen die Welthandelsflotte.
Seeleute können zum Ziel werden. Sie können aber auch gefährlich für andere sein. Die bisher üblichen Identifikationsverfahren für Besatzungsmitglieder sind unzuverlässig. Piraten nutzen dies, um Helfershelfer auf Schiffe zu schleusen. Der übliche internationale Lichtbildausweis für Seeleute lässt sich relativ leicht fälschen - Offizierspatente übrigens auch, ebenso wie komplette Schiffspapiere, wie sich in den Fällen der Phantomschiffe gezeigt hat. Tausende von "Seeleuten" und "Offizieren" fahren mit gefälschten Papieren zur See, dies ist ein allgemeines Problem der Seefahrt, das zu nicht erheblichen Sicherheitsmängeln im Seeverkehr beiträgt. Die Lösung des Problems könnte die Einführung eines Ausweispapieres mit biometrischen Daten, Iris-Scans und Fingerabdrücken sein. Mit diesen Maßnahmen könnte man auch das Risiko des Einschleusens von Tätern in die Besatzungen von Schiffen vermindern helfen, dass aus dem Umstand resultiert, dass eine große Zahl von Offizieren und einfachen Seeleuten in der internationalen Seefahrt aus Indonesien und von den Philippinen stammt, Staaten also, in denen muslimische Extremisten und Terrorgruppen operieren und ihre Mitglieder rekrutieren.
Die Philippinen stellen mit 50000 Offizieren und 180000 Seemännern den größten Anteil an den Besatzungen, es folgen Indonesien mit 15500 Offizieren und 68000 Seemännern, China mit 34197 Offizieren und 47820 Seemännern sowie Indien mit 11700 Offizieren und 43000 Seemännern.
Die Konferenz der IMO vom 9 bis 13.Dezember 2002 hat hierauf in ihrer "Conference Resolution 8" reagiert, indem sie die International Labour Organization (ILO) dazu anregt, weiter an der Gestaltung eines verlässlichen Identifikationsnachweises und ein Sicherheitsdokument enthält. Die Resolution schlägt darüber hinaus die Einrichtung einer diesbezüglichen Arbeitsgruppe von IMO und ILO vor."

Quelle
Piraterie und Terror auf See

Und was hat obiges jetzt mit der offenen Piraterie vor der Somalischen Küste und im Indik zu tun ? :?
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Horstl hat geschrieben:
frank0265 hat geschrieben:"Ein weiterer Risikofaktor sind die Menschen auf den Schiffen. Etwa 1,2 Mio Offiziere und Mannschaftsdienstgrade bemannen die Welthandelsflotte.
Seeleute können zum Ziel werden. Sie können aber auch gefährlich für andere sein. Die bisher üblichen Identifikationsverfahren für Besatzungsmitglieder sind unzuverlässig. Piraten nutzen dies, um Helfershelfer auf Schiffe zu schleusen. Der übliche internationale Lichtbildausweis für Seeleute lässt sich relativ leicht fälschen - Offizierspatente übrigens auch, ebenso wie komplette Schiffspapiere, wie sich in den Fällen der Phantomschiffe gezeigt hat. Tausende von "Seeleuten" und "Offizieren" fahren mit gefälschten Papieren zur See, dies ist ein allgemeines Problem der Seefahrt, das zu nicht erheblichen Sicherheitsmängeln im Seeverkehr beiträgt. Die Lösung des Problems könnte die Einführung eines Ausweispapieres mit biometrischen Daten, Iris-Scans und Fingerabdrücken sein. Mit diesen Maßnahmen könnte man auch das Risiko des Einschleusens von Tätern in die Besatzungen von Schiffen vermindern helfen, dass aus dem Umstand resultiert, dass eine große Zahl von Offizieren und einfachen Seeleuten in der internationalen Seefahrt aus Indonesien und von den Philippinen stammt, Staaten also, in denen muslimische Extremisten und Terrorgruppen operieren und ihre Mitglieder rekrutieren.
Die Philippinen stellen mit 50000 Offizieren und 180000 Seemännern den größten Anteil an den Besatzungen, es folgen Indonesien mit 15500 Offizieren und 68000 Seemännern, China mit 34197 Offizieren und 47820 Seemännern sowie Indien mit 11700 Offizieren und 43000 Seemännern.
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Quelle
Piraterie und Terror auf See

Und was hat obiges jetzt mit der offenen Piraterie vor der Somalischen Küste und im Indik zu tun ? :?

Piraterie im Allgemeinen. Wir reden ja in diesem Thread nicht nur über somalische Piraten......
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo zusammen,

das Einschleußen von Mittätern ist tatsächlich ein Sicherheitsproblem. Dem wird mit Zutrittskontrollen begegnet.
Allerdings setzt die Wirksamkeit dieser Systeme die genaue Kenntnis der Rahmenumstände voraus.

Gruß
Patrick

Zutrittskontrollen ja, aber wenn es gefälschte Identifikationsnachweise gibt.... Du siehst ja, es fahren tausende Seeleute mit gefälschten Pässen. Das ist die Gefahr. Aber jetzt sitzen IMO und ILO an einem Tisch und beraten über fälschungssichere Ausweise für die Seeleute.

"Die bisher üblichen Identifikationsnachweise für Besatzungsmitglieder sind unzuverlässig. Und das nutzen die Piraten aus, um Helfershelfer auf die Schiffe zu schleusen..."
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo frank0265,

ich denke nicht, dass die große Bedrohung von eingeschleusten Mitarbeitern ausgeht. Die angesprochenen Kontrollen sind unbedingt nötig, werden im Bezug auf Piraterie jedoch nicht das Ergebnis bringen, das viele erwarten.

Gruß
Patricl

aber es sind Ergebnisse von Recherchen durch IMO und ILO. Kannst Du also nicht wegdiskutieren. Diese Behörden sehen eben diese Gefahren und handeln jetzt. Man wußte schon länger von dieser Problematik, hat aber viel zu lange darüber geschwiegen.

Es sind auch die Arbeitgeber der Seeleute gefragt. Bei Bewerbungen und Einstellungsgesprächen besser aufzupassen und im Zweifelsfalle auch mal nachzufragen bei den Vermittlungsagenturen/Heuerbüros...
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Reeder Stolberg

Beitrag von frank0265 »

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