M Sicherheit hat geschrieben:Hallo Jens.G,
ich bin mir klar darüber was du damit sagen magst. Nach mehrmaligem Durchlesen muss ich mir diesen Vorwurf aber auch gefallen lassen. Wer mich nicht kennt, kommt hier schnell auf dumme Gedanken.
Sicherheitspolitisch ist es halt eine Tatsache, dass in ordnungslosen Ländern ausschließlich Geld regiert. Ist bei uns teilweise auch so, nur dass hier eben niemand derart auf Geld angewiesen ist. Dieses Thema hat auch nichts persönliches. Ausschließlich der Schutzgedanke steht hier im Vordergrund.
Sorry, habe mich da wohl doch mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte es wirklich genau so, wie es klingt: man kann auch für Berichte über eigene Erfahrungen trefflich Prügel einstecken. Es gingt da damals unter anderem um "Solidaritätslieferungen", die auf dem Weg vom Hafen in die Innenstadt von Luanda regelrecht "verdampften" (und an Stellen wieder auftauchten, wo man sie eher nicht vermutet hätte - Armut spielte da eine sehr untergeordnete Rolle); um W50 (LKW) die in Maputo schon nach der Überführungsfahrt quasi nicht mehr vorhanden waren und ähnlichem.
Man darf bzw. durfte mehr oder weniger berichten,
das diese Dinge passierten. Aber schon das
wie und
warum zu schildern war/ist nicht mehr
political correct. Erlaubt man sich dann noch zaghafte Hinweise auf Eitelkeiten, Korruption, Vetternwirtschaft, Stammesklüngelein oder vielleicht sogar Rassismus, landet man sehr schnell in einer Ecke in der man wirklich nicht stehen möchte.
Mittlerweile habe ich zu diesem Thema mit mir meinen eigenen Frieden geschlossen

und muss halt gelegentlich ganz tief Luft holen, wenn ich solche idealistischen Zeilen wie die von Frank lese (und dabei durchaus froh bin, das es noch Idealismus und Idealisten gibt). Sicherlich kann man nicht alle Menschen in einen Topf werfen - aber genau so sicher machen es einen die Menschen in diesem Teil der Welt nicht einfach, an das Gute in der Menschheit zu glauben...