Was passiert jetzt eigentlich mit dem Rumpf? Definitiv verschrotten? Oder hatte da nicht jemand Interesse angemeldet? M.E. kann man damit schon noch etwas anfangen. Ich war vor Kurzem ein paar Tage in Bhv. und auf Hel. Abends, nach dem zweiten Alsterwasser, kamen die ersten Ideen. Hier die zwei Spitzenreiter:
Lösungsansatz 1 - Nicht ganz ernst gemeint: Umbau zu einem Drachenboot oder einer Strafgaleere für Ruderfahrten nach Helgoland – Event-Urlaub mal anders, ganz nah dran an der Sache, hat es mit Sicherheit noch nicht gegeben. Strafrudern für alle Finanz- und Kreditbetrüger, die sich auf Kosten des Steuerzahlers gesundstoßen. Das Helgoländer Börtebootrennen hatte mich da inspiriert.
Lösungsansatz 2 - In Zeiten der Finanzkrisen vielleicht etwas abgehoben aber trotzdem ernst gemeint: Der Rumpf wird so beibehalten wie er ist und mit neuen, flacheren Aufbauten versehen. Dann Ausrüsten des Schiffes mit einer konventionellen Maschine mit höherem Wirkungsgrad und einem Zusatzantrieb aus 2 Flettner-Rotoren, teleskopartig in der Höhe verstellbar um auf unterschiedliche Windverhältnisse reagieren zu können. Im Grunde genommen nichts anderes als die Wiederbelebung der alten Idee von Anton Flettner, siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Flettner-Rotor
Auch Enercon hat dieses alte Prinzip, welches auch den „angeschnittenen Ball“ um die Ecke fliegen lässt, für sich entdeckt, guckst du hier:
http://www.heise.de/newsticker/Turboseg ... ung/113728
Und was bei einem Frachtschiff funktionieren soll, das sollte auch bei einem Fahrgastschiff funktionieren. Dieses wäre dann aber meines Wissens das erste weltweit.
Leider kann man den Magnus-Effekt nur bei seitlichen Winden für zusätzlichen Vortrieb nutzen. Kommt der Wind von hinten, müssten dann die Zylinder arretiert werden und so aufgeklappt werden, dass sie als Segel wirken. Bei Wind von vorne könnten dann die Rotoren heruntergefahren werden, um nicht unnötig Widerstand zu erzeugen.
Mit diesem Zusatzantrieb ließen sich Energie einsparen und dadurch die Betriebskosten senken. Ggf. käme man dann auch mit weniger Fahrgästen aus. Vielleicht gibt es sogar noch Fördermittel für einen energiesparenden Antrieb! Einsatzgebiet: Fahrten in der Deutschen Bucht zu den Nord- und Ostfriesischen Inseln und Helgoland – für’s Erste.
Ein solches Schiff hätte durchaus eine gewisse Anziehungskraft und würde Altes mit Neuem vereinen.
Ich habe da mal ein wenig gespielt:

Was meint ihr dazu? Hätte so etwas heute eine Chance?
Grüße
Wasteman

