Unglücks-Thread

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

OOCL Sunflower verlor 32 Container im Sturm, weitere 57 wurden bewchädigt:
https://m.youtube.com/watch?v=JrknZ35JOjg
Manitoba
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Manitoba »

Tim S. hat geschrieben: Do 9. Jan 2025, 12:32 Bulkcarrier ALGOMA VERITY (IMO: 9183776) lief auf dem Delaware River auf Grund:
https://6abc.com/post/cargo-ship-algoma ... /15780571/
https://www.fox29.com/news/cargo-ship-s ... lin-bridge
Mangelhafte Kommunikation und Fehleinschätzung der Manövrierfähigkeit der „Algoma Verity“ waren lt. NTSB u.a. ursächlich für das zweimalige Auflaufen des Frachters.

Der übergebene Lotse übergab das Schiff an den übernehmenden Lotsen mit der Information, dass dieses von Natur aus nach Backbord driftet. Mit dieser Information hielt der 2. Lotse das Schiff vorsorglich nach Steuerbord gegensteuernd tw. außerhalb des Fahrwassers auf Kurs. Das Nichteintreffen dieser Manövriereigenschaft in Verbindung mit den fehleingeschätzten erwarteten Strömungsverhältnissen führte schließlich zu einer ersten Grundberührung und kurze Zeit später zum Auflaufen.

Untersuchungsbericht: https://www.ntsb.gov/investigations/Acc ... IR2606.pdf
Gruß Michael
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

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2.034 / 5.000
Am Nachmittag des 24.3. erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier „LMZ Pluto“, 33044 gt (IMO: 9585326), mit 23 philippinischen Besatzungsmitgliedern und einer Ladung Kunstdünger an Bord auf dem Weg von Murmansk (Russland) nach Santa Marta in der Norwegischen See westlich von Rørvik einen Maschinenausfall und setzte um 17:40 Uhr einen Notruf ab auf Position 65° 21' N, 003° 23' O. Es herrschte sehr schlechtes Wetter in dem Seeebiet. Der Kapitän des Schiffes forderte die Evakuierung der Besatzung an, woraufhin zwei SAR-Hubschrauber vom JRCC Südnorwegen zum Schiff entsandt wurden. Kurz nach 20:30 Uhr Ortszeit war die gesamte Besatzung sicher abgeborgen durch den Rettungshubschrauber aus Ørlandet und den SAR-Hubschrauber aus Heirdunn. Beide Hubschrauber mussten vor ihrem Flug zum Flughafen Værnes bei Trondheim auftanken. Es wurden keine Verletzungen gemeldet.
Die Behörden überwachten die Drift des Schiffes, um Umweltrisiken und Navigationsgefahren zu minimieren, bis sich der Sturm so weit gelegt hatte, dass eine Bergungsaktion möglich war. Das Patrouillenboot „Jarl“ (IMO: 9544425) machte sich auf den Weg zum Unglücksort und sollte den Massengutfrachter am Abend erreichen, hatte aber ebenfalls mit den widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen.
Die Reederei arbeitete an einem Bergungsplan, während die norwegische Küstenverwaltung die Situation weiter überwachte und fortlaufend Berechnungen der Driftrichtung des Schiffes durchführte. Diese ergaben, dass das Schiff ab dem 28.3. nordwärts in Richtung von Ölförderanlagen treiben treiben würde. Die Seeverkehrsleitstelle in Vardø verfolgte den Havaristen. Das Überwachungsflugzeug der norwegischen Küstenverwaltung war am 25.3. vor Ort, um sich ein visuelles Bild von der Lage zu machen.
Die„Jarl“ erreichte das Gebiet in der Nacht dzum 26.3. Die Reederei LMZ Shipping war gemäß internationaler Schifffahrtsvorschriften für die Bergung des Schiffes verantwortlich und schloss einen Bergungsvertrag mit der Firma T&T Salvage und dem Schlepper „Sea1 Ruby“ (IMO: 9413444) ab. Sie teilte mit, dass voraussichtlich am 28.3, Rettungskräfte vor Ort sein würden. Der Wind war noch immer stark.
Um zu verhindern, dass die „LMZ Pluto“ in Richtung der Ölförderanlagen trieb, plante die norwegische Küstenverwaltung am 27.3, eine Notschleppoperation. Rettungskräfte der Feuerwehr Bergen wurden mit dem Hubschrauber SAR Queen des MRCC zur „LMZ Pluto“ geflogen und dort abgeseilt, um eine Schleppverbindung zur „Jarl“ herzustellen und das Schiff bis zum Eintreffen des Bergungsschleppers unter Kontrolle zu halten.
(Eigener Bericht; Foto: Kystverket)
Tim S.
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Erstmals wurde in norwegischen Gewässern eine umfassende Notschleppaktion mit öffentlichen Ressourcen durchgeführt. Einsatzkräfte der RITS-Einheit aus Bergen werden auf die 'LMZ Pluto' abgeseilt. Das Schiff tri2b westlich der Haltenbanken. Es bestand die Befürchtung, dass das Schiff auf Ölförderanlagen im norwegischen Festlandsockel zutreiben könnte. Das Küstenwachenschiff „KV Jarl“ nahm den Havaristen am 27.3. auf den Haken und hielt ihn vom Schelf ab. Die RITS-Einsatzkräfte wurden nach erfolgreichem Einsatz wieder vom Schiff aufgenommen und an Land geflogen. Parallel dazu ist das Bergungsteam der Reederei an Bord gegangen, um eine Schlepptrosse am Bug festzumachen. Der Schleppvorgang sollte frühestens am 29.3. beginnen. Die Operation fand unter sehr schwierigen Wetterbedingungen mit starken Winden statt. Die Situation von der Seeverkehrszentrale in Vardø und den Überwachungsflugzeugen der norwegischen Küstenwache verfolgt. Die erfolgreiche Operation markierte einen Meilenstein in der norwegischen Seenotvorsorge und lieferte wichtige Erfahrungen im Umgang mit großen, manövrierunfähigen Schiffen unter schwierigen Bedingungen.
Eigener Bericht, Fotos: Kystvakten
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