Mols-Linjen
-
Rostocker7
- Mitglied
- Beiträge: 646
- Registriert: Di 23. Feb 2016, 17:23
Re: Mols-Linjen
Moin,
wie finanziert sich den der innerdänische Fährverkehr?
Molslinjen ist keine Heilsarmee, Neben den Einnahmen aus den Fährtickets bekommen sie auch Zuschüsse für Fährbetrieb haben. Im Falle von Læsø hat Molslinjen der Kommune ein Angebot von 35 Mio. DKK gemacht 18 Mio DKK steuert der dänische Staat bei. 17 Mio DKK müsste die Kommune Læsø jährlich tragen.
Dazu kommen geschätzte Kosten von jährlich 10 Mio DKK für die landseitige Infrastruktur, die auch von der Kommune getragen werden müssen.
Der Fährbetrieb von Molslinjen würde der Gemeinde Læsø jährlich 27 Mio DKK (3,61 Mio €) kosten. Pro Einwohner von Læsø sind das ca. 2100,- €. Im Jahr 2024 lagen die Kosten für Fährbetrieb bei 2,7 Mio DKK (360.000,- €), die durch Kommune Læsø begleichen musste. Das sind gerade mal 210,- € pro Einwohner.
Der neue Fährvertrag kostet somit das 10fache.
Welcher Gemeinderat wird da nicht uneins? Zumal das Geld auch nicht vorhanden ist.
Gruß
Stefan
wie finanziert sich den der innerdänische Fährverkehr?
Molslinjen ist keine Heilsarmee, Neben den Einnahmen aus den Fährtickets bekommen sie auch Zuschüsse für Fährbetrieb haben. Im Falle von Læsø hat Molslinjen der Kommune ein Angebot von 35 Mio. DKK gemacht 18 Mio DKK steuert der dänische Staat bei. 17 Mio DKK müsste die Kommune Læsø jährlich tragen.
Dazu kommen geschätzte Kosten von jährlich 10 Mio DKK für die landseitige Infrastruktur, die auch von der Kommune getragen werden müssen.
Der Fährbetrieb von Molslinjen würde der Gemeinde Læsø jährlich 27 Mio DKK (3,61 Mio €) kosten. Pro Einwohner von Læsø sind das ca. 2100,- €. Im Jahr 2024 lagen die Kosten für Fährbetrieb bei 2,7 Mio DKK (360.000,- €), die durch Kommune Læsø begleichen musste. Das sind gerade mal 210,- € pro Einwohner.
Der neue Fährvertrag kostet somit das 10fache.
Welcher Gemeinderat wird da nicht uneins? Zumal das Geld auch nicht vorhanden ist.
Gruß
Stefan
-
Rostocker7
- Mitglied
- Beiträge: 646
- Registriert: Di 23. Feb 2016, 17:23
Re: Mols-Linjen
Moin,
Molslinjien/Øresundlinjen haben Probleme bei der Umrüstung der HAMLET auf E-Antrieb. Ein neuer Termin zur Inbetriebnahme kann noch nicht genannt werden.
https://via.ritzau.dk/pressemeddelelse/ ... d=12030451
Gruß
Stefan
Molslinjien/Øresundlinjen haben Probleme bei der Umrüstung der HAMLET auf E-Antrieb. Ein neuer Termin zur Inbetriebnahme kann noch nicht genannt werden.
https://via.ritzau.dk/pressemeddelelse/ ... d=12030451
Gruß
Stefan
-
Rostocker7
- Mitglied
- Beiträge: 646
- Registriert: Di 23. Feb 2016, 17:23
Re: Mols-Linjen
Moin,
am 28. Dezember wird die HAMLET jetzt zurück auf der Route erwartet.
Die Fährpreise auf verschiedenen Routen von Molslinjen werden im nächsten Jahr auch steigen, da der dänische Staat Mehrwertsteuervorteile gestrichen hat. Die betroffenen Gemeinden prüfen, ob sie den Fährpreis noch stärker subventionieren können, um die alten Preise halten zu können.
Unterdessen läuft der Verkaufsprozess von Nordic Ferry Infrastructure (u.a. Molslinjen) weiter. EQT als Eigentümer hat eine Preisvorstellung von 4 Mrd. €. Die aktuell eingereichten Kaufgebote entsprechen noch nicht Preisvorstellungen von EQT.
https://ionanalytics.com/insights/infra ... ator-sale/
Es beleibt spannend, ob die nächste Finanzheuschrecke mit kurzfristigen Interessen oder ein seriöser Reeder mit nachhaltig langfristigen Interessen Nordic Ferry Infrastructure übernimmt. Eventuell wird das Unternehmen sogar geteilt.
Gruß
Stefan
am 28. Dezember wird die HAMLET jetzt zurück auf der Route erwartet.
Die Fährpreise auf verschiedenen Routen von Molslinjen werden im nächsten Jahr auch steigen, da der dänische Staat Mehrwertsteuervorteile gestrichen hat. Die betroffenen Gemeinden prüfen, ob sie den Fährpreis noch stärker subventionieren können, um die alten Preise halten zu können.
Unterdessen läuft der Verkaufsprozess von Nordic Ferry Infrastructure (u.a. Molslinjen) weiter. EQT als Eigentümer hat eine Preisvorstellung von 4 Mrd. €. Die aktuell eingereichten Kaufgebote entsprechen noch nicht Preisvorstellungen von EQT.
https://ionanalytics.com/insights/infra ... ator-sale/
Es beleibt spannend, ob die nächste Finanzheuschrecke mit kurzfristigen Interessen oder ein seriöser Reeder mit nachhaltig langfristigen Interessen Nordic Ferry Infrastructure übernimmt. Eventuell wird das Unternehmen sogar geteilt.
Gruß
Stefan
-
Rostocker7
- Mitglied
- Beiträge: 646
- Registriert: Di 23. Feb 2016, 17:23
Re: Mols-Linjen
Moin,
Kombardo rechnet sich für Molslinjen wirtschaftlich nicht. Molslinjen hat sich Ende 2024 aus dem Busgeschäft zurück gezogen. Sie stellen nur noch die Buchungsplattform für Vikingbus und Herning Tourist zur Verfügung. Linienkonzessionen und die komplette wirtschaftliche Verantwortung liegen bei den beiden Busunternehmen. Molslinjen bekommt das Fährgeld für die Busse und vermutlich eine kleine Vermittlungsprovision.
Die ganze Entwicklung bei Molslinjen war vorherbar, wenn man die Strukturen von solchen Private Equity - Firmen kennt. Man kauft schlecht laufende Firmen (in diesem Fall Fährlinien) und macht sie mit Investitionen über einen gewissen Zeitraum nach außen schön und versucht sie dann mit höchstmöglichen Gewinn zu verkaufen. Kapitalismus pur.
Und gerade in Norwegen und Dänemark fühlt sich EQT wohl, dann man zahlreiche Zuschüsse/Subventionen mitnehmen kann:
Für Alslinjen bekommt Molslinjen bis 2034 jedes Jahr einen Betriebskostenzuschuss von 13 Mio DKK (ca. 1,74 Mio €) vom dänischen Staat. Ebenfalls bis 2034 bekommen sie für Samsølinjen einen jährlichen Betriebszuschuss von 35,2 Mio DKK (4,71 Mio €). Für Bornholmslinjen (außer Sassnitz - Rønne) bekommt man jährlich einen Zuschuss vom Staat von um die 375 Mio DKK (rund 50 Mio €). Der dänische Staat fordert von der Reederei preislich nach oben gedeckelte Fährpreise und eine hohe Kundenzufriedenheit. Bei Nichterreichen der Kundenzufriedenheit werden Gelder gestrichen. Die Reederei ist gegenüber dem dänischen Verkehrsministerium zu einem Berichtswesen verpflichtet.
Für Langelandslinjen bekommt man keinen Zuschuss. Allerdings gibt es einem Pachtvertrag zur Versorgungssicherheit mit dem dänischen Staat. Der Fährpreis ist im Vergleich zu Alslinjen deutlich höher. Die Streckung wird auf eigene Rechnung getrieben.
Die eigentliche Molslinjen Aarhus - Odde wird ebenfalls auf eigene Rechnung betrieben. Das funktioniert nur mit schnellen Schiffen. Die Konkurrenz stellt die Strecke über die Autobahn einschließlich Storebælt-Brücke dar. Hier nutzt man die andere Förderprogramme des dänischen Staates zum Bau der drei E-Katamarane aus. Die Fährpreise schwanken stark und zu verkehrsstarken Zeiten, wie Weihnachten, langt man kräftig zu.
Keine Subventionen gibt es für Øresundslinjen. Den Umbau der HAMLET wird man auch über ein Förderprogramm mitfinanziert haben.
Bei Fanølinjen sieht etwas anders aus. Das ist eine kommunalgestützte Fährlinie. Die Kommune legt den Fahrpreis und den Fahrplan fest. Molslinjen bekommt für den Betrieb um die 36,6 Mio DKK (4,9 Mio €) von der Kommune pro Jahr. Damit sollen hauptsächlich die Ticketpreise für die Inselbewohner sowie die Frachttarife gering gehalten werden. Ferner wird eine hoher Takt garantiert.
Ein Vergleich von Molslinjen mit anderen Reedereien, wie Scandlines, Stena Line oder DFDS, ist daher nicht möglich. Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen.
Gruß
Stefan
Kombardo rechnet sich für Molslinjen wirtschaftlich nicht. Molslinjen hat sich Ende 2024 aus dem Busgeschäft zurück gezogen. Sie stellen nur noch die Buchungsplattform für Vikingbus und Herning Tourist zur Verfügung. Linienkonzessionen und die komplette wirtschaftliche Verantwortung liegen bei den beiden Busunternehmen. Molslinjen bekommt das Fährgeld für die Busse und vermutlich eine kleine Vermittlungsprovision.
Die ganze Entwicklung bei Molslinjen war vorherbar, wenn man die Strukturen von solchen Private Equity - Firmen kennt. Man kauft schlecht laufende Firmen (in diesem Fall Fährlinien) und macht sie mit Investitionen über einen gewissen Zeitraum nach außen schön und versucht sie dann mit höchstmöglichen Gewinn zu verkaufen. Kapitalismus pur.
Und gerade in Norwegen und Dänemark fühlt sich EQT wohl, dann man zahlreiche Zuschüsse/Subventionen mitnehmen kann:
Für Alslinjen bekommt Molslinjen bis 2034 jedes Jahr einen Betriebskostenzuschuss von 13 Mio DKK (ca. 1,74 Mio €) vom dänischen Staat. Ebenfalls bis 2034 bekommen sie für Samsølinjen einen jährlichen Betriebszuschuss von 35,2 Mio DKK (4,71 Mio €). Für Bornholmslinjen (außer Sassnitz - Rønne) bekommt man jährlich einen Zuschuss vom Staat von um die 375 Mio DKK (rund 50 Mio €). Der dänische Staat fordert von der Reederei preislich nach oben gedeckelte Fährpreise und eine hohe Kundenzufriedenheit. Bei Nichterreichen der Kundenzufriedenheit werden Gelder gestrichen. Die Reederei ist gegenüber dem dänischen Verkehrsministerium zu einem Berichtswesen verpflichtet.
Für Langelandslinjen bekommt man keinen Zuschuss. Allerdings gibt es einem Pachtvertrag zur Versorgungssicherheit mit dem dänischen Staat. Der Fährpreis ist im Vergleich zu Alslinjen deutlich höher. Die Streckung wird auf eigene Rechnung getrieben.
Die eigentliche Molslinjen Aarhus - Odde wird ebenfalls auf eigene Rechnung betrieben. Das funktioniert nur mit schnellen Schiffen. Die Konkurrenz stellt die Strecke über die Autobahn einschließlich Storebælt-Brücke dar. Hier nutzt man die andere Förderprogramme des dänischen Staates zum Bau der drei E-Katamarane aus. Die Fährpreise schwanken stark und zu verkehrsstarken Zeiten, wie Weihnachten, langt man kräftig zu.
Keine Subventionen gibt es für Øresundslinjen. Den Umbau der HAMLET wird man auch über ein Förderprogramm mitfinanziert haben.
Bei Fanølinjen sieht etwas anders aus. Das ist eine kommunalgestützte Fährlinie. Die Kommune legt den Fahrpreis und den Fahrplan fest. Molslinjen bekommt für den Betrieb um die 36,6 Mio DKK (4,9 Mio €) von der Kommune pro Jahr. Damit sollen hauptsächlich die Ticketpreise für die Inselbewohner sowie die Frachttarife gering gehalten werden. Ferner wird eine hoher Takt garantiert.
Ein Vergleich von Molslinjen mit anderen Reedereien, wie Scandlines, Stena Line oder DFDS, ist daher nicht möglich. Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen.
Gruß
Stefan
-
Nordlicht
- Mitglied
- Beiträge: 156
- Registriert: Mo 6. Jun 2022, 18:46
Re: Mols-Linjen
Odden - Aarhus werde ich nächste Woche einmal mit Kombardo Expressen nutzen. Es wird die Express 2 werden.
Zuletzt geändert von Nordlicht am Fr 2. Jan 2026, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
-
Nordlicht
- Mitglied
- Beiträge: 156
- Registriert: Mo 6. Jun 2022, 18:46
-
Nordlicht
- Mitglied
- Beiträge: 156
- Registriert: Mo 6. Jun 2022, 18:46
Re: Mols-Linjen
Hier sind einige Bilder der Nerthus vom 18.10.2025. Vibrationen, E-Lärm o.ä. konnte ich nicht wahrnehmen. Die Innenausstattung fand ich im Vergleich zu in Dänemark, China (Lilleøre) oder Australien (Express 2) gebauten Fähren etwas weniger qualitativ. Kiosk, Infomonitore waren vorhanden. Aber vielleicht ist Made in Türkiye eben noch neu auf dem Markt und braucht Zeit für eine bessere Qualität. Vielleicht klappt es mit der Tyrfing Ende März einmal. Da bin ich wieder in der Gegend.
Ich fand die Express 2 jetzt nicht besonders abgenutzt sondern eher im Gegenteil in einem sehr guten Zustand. Damit bin ich am 30.12.2025 gefahren. Das Außendeck ist im Sommer sicher voller.
Hatte gehofft, auf den Monitoren eine Geschwindigkeitsanzeige zu sehen.





Ich fand die Express 2 jetzt nicht besonders abgenutzt sondern eher im Gegenteil in einem sehr guten Zustand. Damit bin ich am 30.12.2025 gefahren. Das Außendeck ist im Sommer sicher voller.





-
Tim S.
- Mitglied
- Beiträge: 26085
- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 12:46
Re: Mols-Linjen
TYRFING soll nun am 16.1. in Dienst gestellt werden:
https://www.maritimedanmark.dk/samsolin ... -forsinket
https://www.maritimedanmark.dk/samsolin ... -forsinket
-
Nordlicht
- Mitglied
- Beiträge: 156
- Registriert: Mo 6. Jun 2022, 18:46
Re: Mols-Linjen
Ende März bin ich wieder in der Gegend. Dann sollte die Nerthus ja auf ihre ursprüngliche Strecke kommen.
-
Tim S.
- Mitglied
- Beiträge: 26085
- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 12:46
Re: Mols-Linjen
TYRFING (IMO: 9994369) erreichte Kalundborg von Svenndborg kommend am 14.1. und sollte nach finaler Inspektion durch Søfartsstyrelsen am 16.1. in Dienst gestellt werden:
https://tv-kalundborg.dk/nyheder/tyrfin ... lHrwLpcyvA
https://www.maritimedanmark.dk/tyrfing- ... -forsinket
https://tv-kalundborg.dk/nyheder/tyrfin ... lHrwLpcyvA
https://www.maritimedanmark.dk/tyrfing- ... -forsinket

