Stena-Line

HansP
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Re: Stena-Line

Beitrag von HansP »

Chrissi hat geschrieben: Mo 29. Dez 2025, 16:13 Die meisten Fährlinien in Europa (inkl. nationale Fährlinien gerechnet) sind "Ausschreibungsfährlinien".
Und das kann auch in bestimmten weiteren Regionen (wie z.B. Kattegat) sehr sinnvoll sein, wenn die aktuelle Reederei dort seit Jahrzehnten z.B. die Route immer mehr herunterwirtschaftet, immer mehr Abfahrten einstellt und z.B. an bestimmten Wochentagen gar nicht mehr fährt.
Das ist doch so nicht richtig!

Ausgeschrieben werden in der EU ausschliesslich Fährverbindungen die der Grundversorgung dienen, also beispielsweise nationale Verbindungen zu Inseln, die nicht gewinnbringend zu betreiben sind. Hierbei können klare Vorgaben bzgl. des Taktes, der vorzuhaltenen Kapazitäten etc. gemacht werden.

Internationale Verbindungen werden, nach meinem Kenntnisstand, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht ausgeschrieben und somit auch nicht subventioniert!
Diese "eigenwirtschaftlichen" Verkehre betreiben die verschiedenen Reedereien auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten, sowie häufig in Konkurrenz zueinander, wie z.B.:

Stena Line in der Irischen See mit Irish Ferries, P&O, Cobelfret, etc.
Stena Line in der südlichen Ostsee mit TT-Line, Polferries, Unity Line, Finnlines

Von "herunterwirtschaften" kann hier also eigentlich nicht die Rede sein, eher von einer Anpassung an die aktuellen Nachfrage, bzw. an geänderter Reisegewohnheiten (auch bedingt durch neue Brücken, Tunnel, Konkurrenzangebote, etc.).

Sollte es zwischen Växjö und Aarhus einen ausreichenden Bedarf an sehr regelmässig zu transportierenden Studenten geben, welche langfristig den Einsatz einer größeren oder zusätzlichen Fähre zwischen Schweden und Dänemark rechtfertigen würde, wäre es mehr als wahrscheinlich das Stena Line (oder auch ein anderer Reeder) eine entsprechende Route einrichten, bzw. ein zusätzliches Schiff einsetzen würde.

Da es diese dauerpendelnden Stundenten aber wahrscheinlich nicht gibt, besteht offenbar auch kein Bedarf, oder warum sollte ein WIrtschaftunternehmen sich einen Gewinn entgehen lassen?
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shipfriend
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Re: Stena-Line

Beitrag von shipfriend »

Chrissi hat geschrieben: Mo 29. Dez 2025, 16:13
Weil sonst drehen wir uns hier nur im Kreis.
Chrissi, nichts für ungut, aber was würden wir nur ohne deine ständigen, endlos wirkenden Aufsätze zu Fähren, Busunternehmen, usw. machen?

Viele deiner Vergleiche, ob es jetzt letztens TT-Line mit Finnlines, Viking Line usw. waren, sind völlig verzerrt und kein bisschen zielführend, wenn wir mal das Beispiel der neuen Schiffe von TT-Line, Finnlines und Viking nehmen. Zwischen Schweden und Finnland via Åland ist nach wie vor Taxfree-Shopping an Bord möglich, die Reedereien können ganz anders rechnen und andere Konzepte wie Minicruises anbieten als eben jene in der südlichen Ostsee zwischen Polen oder Deutschland und dem Süden Schwedens, wo Güterverkehr dominiert.
Nachdem ich seit über drei Jahren in Stockholm wohne und als Passagier mehrfach im Jahr auf einschlägigen Fähren an Bord bin und auch Jahre vor meinem Umzug nach Schweden regelmäßig mit so etwas gefahren bin, kann ich das mit Gewissheit sagen.
Die von dir vermisste Livemusik gibt es auf den neuen Schiffen von Finnlines zwischen Kapellskär und Naantali übrigens, ich habe das selbst schon an Bord erlebt.

Dass, bis auf die Ausnahmen von Bornholm und die Verbindungen ab Århus ein Artensterben von Schnellfähren in der Ostsee stattfand, zuletzt Sassnitz-Trelleborg, hast du schon vergessen?
Wieso soll man also auf der Rostock-Trelleborg-Linie in Katamarane investieren, deren Kapazität für Fracht, die auf der Strecke dominiert, immens eingeschränkt ist, ebenso wie für Reisebusse? Das müsstest du mit deinen Empfehlungen zu Busunternehmen eigentlich wissen. ;)
Und Schnellfähren im Winter fahren in unseren Breitengraden nicht oder nur sehr eingeschränkt, wie sollen die Studenten zur Weihnachtszeit mit ihrem hab und gut nach Hause pendeln, etwa nur über Gedser? ;)

Wie kommt man eigentlich darauf, dass Stena Line die Kattegat-Linie herunterwirtschaftet? Die Fähren fahren mehrmals täglich zwischen Göteborg und Frederikshavn!

Die von Dir vermisste Buslinie für Studenten zwischen Rostock und Kopenhagen, wo man 5x umsteigen mit den ÖPNV sparen soll, gibt es seit Jahren mit FlixBus, oh Wunder, direkt zwischen Rostock und Kopenhagen über die Rostock-Gedser-Fähre ohne umsteigen. Und das sogar mit Fahrer, der das Gepäck ein und auslädt, also bleibt genug Platz für Luxusgüter wie Laptop, PlayStation und Winterausrüstung. :lol:
Den Kasten Billigbier aus dem Kaufland kann man auch noch mitnehmen. Ist das nicht toll?
Also ist die von dir geforderte Verbindung völlig obsolet da sie sogar schon mit FlixBus existiert und von mir sogar schon in Anspruch genommen wurde.

Wenn du von 30 Jahren Dienst für Fähren ausgehst, gibt es mehr als genug Gegenbeispiele, die diesen Zenit mehr als überschritten haben: V. Cinderella, Gabriella, Stena Spirit, Nordic Crown, Pearl, Silja Serenade und Symphony, Tom Sawyer, H. Finn, Nils Dacke, Robin Hood, King und Princess Seaways, Eckerö, Povl Anker (Bj. 1979/78!!!), um nur einige zu nennen, von den ehemaligen Ostsee-Fähren im Mittelmeer mal ganz zu schweigen!! Die Ex Mariella mit Baujahr 1985 ist nur eine von vielen dieser Altersklasse.

Ich könnte die Liste deiner Behauptungen, die sich schnell widerlegen lassen, noch beliebig fortführen, sehe aber davon ab.
Du scheinst von allem, was du schreibst, restlos überzeugt zu sein, egal, welche Argumente man gegen deine Behauptungen zurecht vorzubringen hat.
Daher werde ich mich zu deinen ausführlichen, langen Texten nicht weiter äußern und lass dich jetzt in Ruhe. Aus gutem Grund, wie sich nun zeigt.
Gruß Max
-27 Kreuzfahrten, 11 Reedereien
-Fährfahrten mit 16 Reedereien, 62 Schiffen
-Kommende Kreuzfahrtschiffe: MS7, Sapphire Princess, Iona
Johannes7
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Re: Stena-Line

Beitrag von Johannes7 »

So,

aktuell dampft die PATRIA SEAWAYS nordöstlich an Bornholm nach Göteborg vorbei.
Sie soll vom 6. Januar bis 8. Februar auf Kiel - Göteborg die STENA SCANDINAVICA vertreten.
Quelle: MT, Stena-Frachtfahrplan

Rutscht gut rein, Tschüss.
Die Schifffahrt im Herzen - seit über 30 Jahren.
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Markus K
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Re: Stena-Line

Beitrag von Markus K »

Johannes7 hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 20:51 So,

aktuell dampft die PATRIA SEAWAYS nordöstlich an Bornholm nach Göteborg vorbei.
Sie soll vom 6. Januar bis 8. Februar auf Kiel - Göteborg die STENA SCANDINAVICA vertreten.
Quelle: MT, Stena-Frachtfahrplan

Rutscht gut rein, Tschüss.
Dazu eine kleine Ergänzung:
Die eingecharterte PATRIA SEAWAYS wird zuerst die STENA SCANDINAVICA (bis 19.1.) und direkt im Anschluss die STENA GERMANICA bis zum 9.2.2026 zwischen Kiel und Göteborg ersetzen.
Anschließend taucht im Frachtfahrplan von Stena ab dem 10.2.2026 zwischen Karlskrona und Gdynia ein "REFIT RELIEF VESSEL" im Fahrplan als Vertretung für die STENA SPIRIT auf. Zeitlich passt das zusammen und es dürfte sich hierbei ebenfalls um die PATRIA SEAWAYS handeln.
Dieser Einsatz soll dann nach derzeitiger Planung bis zum 25.2.2026 andauern.
Alle Bilder sind meine eigenen oder mit Erlaubnis des Bildinhabers. Benutzung nur auf Nachfrage!

Kommende Fahrten:
Juli `26: AMERA
Chrissi
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Re: Stena-Line

Beitrag von Chrissi »

Ist auch wieder eine Verschlechterung gegenüber einer vollwertigen Ersatzfähre.
Die alte kleine Patria Seaways ist weder für Autos noch für Fußgänger buchbar - also ist die Kiel-Route über einen Monat lang halbiert und verkehrt nur noch jeden 2.Tag.

Zu "Hans P":

Bitte genau lesen - ich hatte geschrieben INKLUSIVE NATIONALE:
"Die meisten Fährlinien in Europa (inkl. nationale Fährlinien gerechnet) sind "Ausschreibungsfährlinien".

Allein in Norwegen sind es ca. 120 NATIONALE, in Griechenland auch unzählige - oft werden die jedes Jahr neu vergeben erst wenige Monate vorher - und z.B. auch in Spanien, da kann theoretisch jeder auch eine nationale Route betreiben (vorausgesetzt es gibt noch Platz in den Häfen) - aber wenn man einen staatlichen Zuschuss haben möchte - den bekommt nur der Gewinner der Ausschreibung dafür - z.B. nach Melilla aktuell Balearia mit der attraktiven Honfleur/Rusadir - und es gibt meist auch besondere Bedingungen wie z.B. 75% Rabatt für Inselbewohner. Und alles nach Marokko geht auch nur mit gewonnener Lizenzausschreibung von Marokko. Und auch in anderen Regionen - z.B. Newhaven-Dieppe wird alle 20 Jahre ausgeschrieben und gesponsert von der franz. Region dort, Gotland ist ausgeschrieben, in Dänemark ist Ausschreibung auch meist die Regel, Die 6 Fährlinien zu den Kanalinseln werden alle 20 Jahre ausgeschrieben. Wenn wir diese 6 nur mal "gegenzählen" gegen "freie" Routen in der Nähe - z.B. Brittany F-UK ab St.Malo, Cherbourg und Le Havre sind 4 - plus die beiden nach Irland von Brittany und Irish Ferries sind auch 6 Routen.

Also die meisten INTERNATIONALEN sind NICHT ausgeschrieben - aber zusammen mit nationalen Fährlinien gerechnet gibt es sehr viele ausgeschriebene Fährlinien - geschätzt vielleicht 50, 55 oder 60% von allen Fährlinien insgesamt.

Und die generelle Diskussion über die Entwicklung von Stena-Fährlinien sollten wir vielleicht einfach beenden.
Da gibt es halt einfach 2 völlig konträre Meinungen:

X) Ich meine, dass Stena Line Ende der 90er ganz oben und mit führend war im Ranking von Fährgesellschaften.
Und dass dann seit über 20 Jahren ein beispielloser Niedergang der Stena Line Fährlinien stattgefunden hat - die Flotte runter von 38 auf 23 Fähren und viele Routen komplett geschlossen und auf anderen Routen die Anzahl der Abfahrten pro Jahr und Schiffsgrößen und Komfort und Service an Bord drastisch reduziert wurden (z.B. Fred.-Oslo, Fred.-Moss, Grena-Varberg, Sassnitz-Trelleborg, Nynäshamn-Hanko, Dover-Calais, Rosslare-Cherbourg). Auch sind die Reisezeiten und Fahrgeschwindigkeiten deutlich langsamer als früher und Fussgänger können teilweise gar nicht mehr mitfahren bzw. einzelne Routen sind mehrfach wochenlang außer Betrieb weil man Fähren lieber schnell verchartert/verkauft hat (z.B. die Vinga, Vision und Livia) und die normale Routenfähre als Werftzeitersatz auf anderen Linien braucht. Und das immer höhere Durchschnittsalter der teilweise überalterten Fähren kommt noch negativ dazu. Der Stena-Fähr-Niedergang ist und war noch größer und schlimmer als bei anderen "Niedergang-Fährredereien" wie DFDS, P&O und Silja-Tallink z.B. . Andere haben Routen noch teilweise verkauft und die Käufer versuchen die Routen wieder hoch zu bringen. Aber Stena hat teilweise Routen gekauft, dann von 2 auf nur noch eine Fähre reduziert und sie dann wenige Jahre später einfach komplett eingestellt, z.B. Varberg und Sassnitz. Und auch größenmäßig wird Stena Line von immer mehr Fähr-Reedereien aus Südeuropa überholt, Balearia, GNV, Grimaldi-Group und Attica-Group sind inzwischen vorbei gezogen, kaufen/starten immer mehr Routen und machen sie größer und größer mit immer größeren und schnelleren Neubauten.

Aber bei Stena geht es nur noch darum, was kurzfristig am meisten Geld bringt für die nächste Bilanz. Beispiel: Die Vinga an DFDS ? Bringt viel mehr Geld als mit ihr z.B. die Werftzeit der Nordica zu ersetzen. Die Kunden von Fishguard-Rosslare ? Nicht so wichtig, sollen über Pembroke fahren mit Irish Ferries. 15min längere Fahrzeit bringt viel Geld wg. Treibstoffersparnis pro Jahr ? Also wird das alle paar Jahre "heimlich unauffällig" gemacht, z.B. bei Kiel-Göteborg - die fährt heute dadurch über 1 Std. langsamer als in den 90iger Jahren (von 19:00-9:00/8:00 runter auf 17:45-9:15) - nach und nach immer plus 15min - und die finanzielle Bilanz sieht sofort viel positiver aus. Fußgänger-Check-In kostet extra Personal ? Also einfach weg damit wie auf Grena-Halmstad. Restaurant weg auf Stena Nordica, Bar-Lounge weg auf den Harwich-Fähren, jede Fähr-Renovierung wird als positiv hingestellt, ist in Wahrheit aber immer nur eine Verschlechterung für die Fahrgäste, nur immer noch weniger Komfort und Service an Bord. Ausnahmen wie die renovierte Stena Vision bestätigen die Regel, aber diese Fähre ging dann schnell wieder weg weil Corsica Ferries dringend einen Ersatz für eine reparaturanfällige ex-Japan-Fähre brauchte. Die Route Irland-Frankreich innerhalb kürzester Zeit runter von 2 Fähren 6 x die Woche auf komplett weg (die Horizon mußte die Livia (plötzlich nach Neuseeland) ersetzen und die Vision ging "über Nacht" nach Korsika). Gefühlt würde Stena alle noch verbliebenen 23 Fähren auch sofort verkaufen, wenn jemand einen guten Preis zahlen würde. Ein attraktives großes Routennetz mit vielen Verbindungen von A nach B, Kunden, Fahrgäste, langfristige Planungsmöglichkeiten für Crewmitglieder etc. ? Ist alles nicht so wichtig wie schnelles Geld in die Kasse. Größter Ausverkauf und Abschaffung eines früher großen Fährliniennetzes Step by Step auf Raten über Jahrzehnte.

UND IM GEGENSATZ DAZU
Y) meinen mehrere Andere hier im Forum, dass rund um die Stena Line Fähren und Routen auch heute noch alles ganz toll ist.
Und / oder entschuldigen alles Negative mit veränderten Bedingungen von außen und zählen diverse Ausreden auf.

Und da kommen wir halt generell nicht auf einen gemeinsamen Nenner und weiteres hin- und herschreiben hier macht dann auch keinen Sinn.

Und nochmal ergänzend zur Klarstellung: Ich meine generell immer nur Fähren - und nicht einen Gesamtkonzern oder eine Firmengruppe.
D.h. vielleicht sind Stena RoRo, Bulk, Drilling oder irgendwelche anderen Sparten, Divisionen, Töchter etc. auch wirklich ganz toll.
Z.B. auch als Hafen- und Logistikzentrum-Betreiber hat Stena ja auch zugelegt in den letzten Jahrzehnten.
Und vielleicht ist der gesamte Stena-Konzern auch besser als irgendwelche anderen Konzerne oder Gruppen -
das spielt aber alles keine Rolle wenn man nur Fähren/ Fährlinien mit Fähren/ Fährlinien zwischen verschiedenen Reedereien vergleicht.

Also wenn ich z.B. nur die Obst- und Gemüseabteilung verschiedener Supermärkte miteinander vergleiche, spielt es auch keine Rolle wer vielleicht noch den größten Getränkemarkt dazu hat, die beste Fleischqualität, die größte Fischtheke oder wer noch am meisten Non-Food-Artikel nebenbei verkauft.
Johannes7
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Re: Stena-Line

Beitrag von Johannes7 »

Chrissi hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 16:57 Ist auch wieder eine Verschlechterung gegenüber einer vollwertigen Ersatzfähre.
Die alte kleine Patria Seaways ist weder für Autos noch für Fußgänger buchbar - also ist die Kiel-Route über einen Monat lang halbiert und verkehrt nur noch jeden 2.Tag.
[...]
Schon mal was von "Sauregurkenzeit" gehört? Hältst Du Kaffeersatz auch für vollwertigen Kaffee?
Zuletzt geändert von Johannes7 am Do 1. Jan 2026, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
shipspotter96
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Re: Stena-Line

Beitrag von shipspotter96 »

Das ist jetzt aber nicht völlig unüblich. Ersatzfähren wie die 'Caroline Russ' nehmen auch keine Passagiere mit. Nicht ohne Grund gehen die Schiffe im Januar und nicht im Sommer in die Werft.

Bei anderen bin ich mir teilweise nicht sicher, denn die 'Stena Gothica' hat doch auf ihrer Stammtoute ab Travemünde Passagiere mitgenommen, oder?

Und wie sieht es eigentlich bei der 'Stena Vinga' aus? Nimmt die auf ihrer Frederikshaven-Göteborg-Route nur Fracht mit? Und auf der Kiel-Göteborg-Route? Zu ihrer Bornholmzeit war sie doch sicher keine reine Frachtfähre, oder?

Ich sehe gerade, Anfang 2023 war sie ebenfalls in Kiel. Ich erinnere mich daran, sie ein mal in Kiel gesehen zu haben, das muss aber noch vor der COVID-Pandemie, also Anfang 2020, gewesen sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Stena_Vin ... n_Kiel.jpg
Zuletzt geändert von shipspotter96 am Fr 2. Jan 2026, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
brain27
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Re: Stena-Line

Beitrag von brain27 »

Man muss nur mal schauen welche Schiffe aktuell z.B. in Gdansk zum Werftaufenthalt liegen, 1x Stena, 1x Finnlines, 2x TT, alle aus Linienverbindungen. Das machen eben alle Reedereien so, die nachfrageschwache Zeit dafür zu nutzen, und alle die haben auch keine Ersatzfähren am Start (außer Stena..), dünnen Verbindungen aus. Das muss nicht ausufernd mit dem Niedergang von Stena verbunden werden. Und natürlich hat sich der Fährmarkt in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert, da sich auch Rahmenbedingungen verändert haben, wie z.B. der Markt der Billigfluglinien. Es ist ja nicht alleine das Segment der Fährverbindungen, welches Entwicklungen unterliegt.
VG Falk
HansP
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Re: Stena-Line

Beitrag von HansP »

So, ein letztes Mal gehe ich auf einige (nicht alle!) Deiner Aussagen ein, danach werde ich es mir verkneifen, da Du offenbar an Argumenten sowieso nicht interessiert bist. Es geht doch offenbar nur darum Deine eigene Meinung als Fakten zu verkaufen!
Chrissi hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 16:57 Zu "Hans P":
Bitte genau lesen - ich hatte geschrieben INKLUSIVE NATIONALE:
"Die meisten Fährlinien in Europa (inkl. nationale Fährlinien gerechnet) sind "Ausschreibungsfährlinien".
Das ist ja mal ein starkes Stück! Du hältst mir vor nicht genau zu lesen, verschweigst aber den von Dir geschriebenen darauffolgenden Satz, auf welchen ich mich in meiner Antwort bezog:
Chrissi hat geschrieben: Mo 29. Dez 2025, 16:13 Das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun. Die meisten Fährlinien in Europa (inkl. nationale Fährlinien gerechnet) sind "Ausschreibungsfährlinien".
Und das kann auch in bestimmten weiteren Regionen (wie z.B. Kattegat) sehr sinnvoll sein, wenn die aktuelle Reederei dort seit Jahrzehnten z.B. die Route immer mehr herunterwirtschaftet, immer mehr Abfahrten einstellt und z.B. an bestimmten Wochentagen gar nicht mehr fährt.
Die von Dir im Stena Line Threat getätigte Aussage bezieht sich somit eindeutig
a.) auf Stena Line
b.) auf Verbindungen über das Kattegat
c.) zwangsläufig auf die Routen Frederikshavn-Göteborg, bzw. Grenaa-Halmstad (andere Routen werden ja von Stena Line dort nicht betrieben, oder?)

Was das ganze das nun mit nationalen Fährlinien in
- Norwegen
- Griechenland
- Spanien
- Dänemark
bzw. nach
- Marokko
- Newhaven
- Jersey / Guernsey
zu tun hat erschließt sich mir nicht und geht auch noch am Thema vorbei!

Dann noch zu Deiner Conclusio bzgl. der generellen Diskussion über die Entwicklung von Stena Fährlinine und Deiner Meinung zu diesem Thema.
Du zählst unter anderem folgende Linien auf, die Stena Line in den letzten 35 Jahren geschlossen hat:

- Frederikshavn – Oslo
Ist Dir aufgefallen, dass auch DFDS, nachdem sie die Linie in ihre Hauptstadtroute integriert hatten, keinen Erfolg auf dieser Route hatte? GoNordic Cruise Line hat diesen Zwischenstopp ebenfalls nicht wieder aufgenommen, das muss doch Gründe haben, oder? Speziell, da es sich ja um eine vergleichsweise kostengünstige Integration in eine bestehende Route handelte und nicht um eine eigenständige Linie mit eigenem Schiff…
- Grenaa-Varberg
Der Nutzungsvertrag des Terminalgeländes in Varberg wurde durch die Stadt nicht verlängert, daher ist Stena nach Halmstad abgewandert.
- Sassnitz-Trelleborg
Nachdem Stena Line diese Route eingestellt hat (waren ja sehr alte Fähren, somit entspricht es eigentlich teilweise Deinen Forderungen …) hat, wie Du ganz genau weißt, FRS die Route mit einer Schnellfähre übernommen (so, wie von Dir in einem anderen Threat für die südliche Ostsee vehement gefordert!) – auch die hatten keinen kommerziellen Erfolg.
Chrissi hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 16:57 Und auch größenmäßig wird Stena Line von immer mehr Fähr-Reedereien aus Südeuropa überholt, Balearia, GNV, Grimaldi-Group und Attica-Group sind inzwischen vorbei gezogen, kaufen/starten immer mehr Routen und machen sie größer und größer mit immer größeren und schnelleren Neubauten.
Die Größe einer Reederei ist nicht per se ein Nachweis für Erfolg!

Desweiteren:
Chrissi hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 16:57 Die Vinga an DFDS? ….. Die Kunden von Fishguard-Rosslare ? …. 15min längere Fahrzeit bringt viel Geld wg. Treibstoffersparnis pro Jahr ? Also wird das alle paar Jahre "heimlich unauffällig" gemacht, z.B. bei Kiel-Göteborg - die fährt heute dadurch über 1 Std. langsamer als in den 90iger Jahren (von 19:00-9:00/8:00 runter auf 17:45-9:15) - nach und nach immer plus 15min - und die finanzielle Bilanz sieht sofort viel positiver aus. ….
Dazu:
- STENA VINGA an DFDS: Das Schiff wurde von Stena Line relativ wenig eingesetzt und ist (auch aufgrund der fehlenden Beladungsmöglichkeit über den Bug und der sehr limitierten Größe) für die meisten Stena Routen auf Dauer nicht sonderlich gut geeignet.
- Fishuard-Rosslare: Als Ersatzschiffe diente im November / Dezember 2025 die „BEN-MY-CHREE“.
- „Heimlich unauffällige“ Fahrzeitverlängerung: Was daran heimlich ist, erschließt sich mir nicht, es ist doch aus jedem Fahrplan ersichtlich! Außerdem gilt es neue(re) international verbindliche Regeln wie EU-ETS, CII und Fuel EU Maritime einzuhalten!

Zu guter Letzt:
Chrissi hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 16:57
Und / oder entschuldigen alles Negative mit veränderten Bedingungen von außen und zählen diverse Ausreden auf.
Damit entlarvst Du Dich – aus meiner Sicht – selbst!

Wenn sachliche Argumente, welche auch noch detailliert begründet werden, von Dir als „Ausreden“ diffamiert werden, dann ist eine Diskussion tatsächlich wertlos.
Overandout
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Registriert: Fr 11. Jan 2008, 12:12

Re: Stena-Line

Beitrag von Overandout »


Der Nutzungsvertrag des Terminalgeländes in Varberg wurde durch die Stadt nicht verlängert, daher ist Stena nach Halmstad abgewandert.

Ah, ok. Wusste ich so auch noch nicht. Dankefür die Info! Hatte mich damals schon gewundert.
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