DSR -Geschichte
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Otto110
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- Registriert: Mi 24. Jun 2009, 07:42
Re: DSR -Geschichte
Hallo DSR-Freunde,
hier einige Informationen zu einigen ehemaligen DSR-Schiffen :
1. Dampfschlepper "Sassnitz" (Baujahr 1895), andere Namen "Otto" und "Elibor III"
- nach Verkauf durch DSR von 1957-1964 Einsatz als Binnenschiff beim Wasserstrassenamt Eberswalde im Aussenbezirk Hohensaaten
- 1964 Abbruch beim Wasserstrassenamt Eberswalde
2. Schlepper "Belt" (Baujahr 1957, Rufzeichen DATF / Y6DF)
- ab 1990 Eigner AC Fontijn, Amsterdam, Niederlande
- ab 1999 Eigner J.M.H.J. Peters, Nijmegen, Niederlande
- ab 20?? neuer Eigner van Gink ?
3. Bereisungsboot "Wal" (Baujahr 1957, Rufzeichen DASZ / Y5RZ)
- 1957-1973 als "Ruden" Einsatz als Seenotrettungsboot am Standort Insel Ruden
- 1973 Verkauf an DSR, Umbenennung in "Wal"
4. MS "Langenwerder", Baujahr 1990
- 1996 Eigner Dutch Underwater Constructors (DUC), Urk, Niederlande, Schiffsname "Aquanaut"
- 2002 neuer Eigner Duw-, Sleep en Bergingsbedrijf H.J.P. Foekema, Urk, Niederlande
Gruss
Ingolf
hier einige Informationen zu einigen ehemaligen DSR-Schiffen :
1. Dampfschlepper "Sassnitz" (Baujahr 1895), andere Namen "Otto" und "Elibor III"
- nach Verkauf durch DSR von 1957-1964 Einsatz als Binnenschiff beim Wasserstrassenamt Eberswalde im Aussenbezirk Hohensaaten
- 1964 Abbruch beim Wasserstrassenamt Eberswalde
2. Schlepper "Belt" (Baujahr 1957, Rufzeichen DATF / Y6DF)
- ab 1990 Eigner AC Fontijn, Amsterdam, Niederlande
- ab 1999 Eigner J.M.H.J. Peters, Nijmegen, Niederlande
- ab 20?? neuer Eigner van Gink ?
3. Bereisungsboot "Wal" (Baujahr 1957, Rufzeichen DASZ / Y5RZ)
- 1957-1973 als "Ruden" Einsatz als Seenotrettungsboot am Standort Insel Ruden
- 1973 Verkauf an DSR, Umbenennung in "Wal"
4. MS "Langenwerder", Baujahr 1990
- 1996 Eigner Dutch Underwater Constructors (DUC), Urk, Niederlande, Schiffsname "Aquanaut"
- 2002 neuer Eigner Duw-, Sleep en Bergingsbedrijf H.J.P. Foekema, Urk, Niederlande
Gruss
Ingolf
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Paapa
Die Geschichte der DSR
Hallo DSR-Freunde
Habe einige Zahlen und Fakten recherchiert, die es ermöglichen hier wieder etwas Leben in den Thread zu bringen
Die Geschichte einer aus dem "Nichts" entstehenden Reederei
Nach dem zweiten Weltkrieg waren an der Küste der damaligen sowjetischen Besatzungszone nur wenig an brauchbaren Schiffen vorhanden.
Zwei Fahrzeuge der Dampfer "Johann Ahrens" (1250 twd)- IMO 5602051 ex "Grete Cords" und der Seeleichter "Fortschritt" waren noch in einem gebrauchbaren Zustand, deren Baujahre aber so am Anfang des Jahrhunderts lagen. Von daher kein guter Anfang für die Hafenstädte Rostock und Wismar.
Über in der Hafenstadt Stralsund noch vorhandenen Fahrzeuge ist leider nichts bekannt.
Im Hafen von Saßnitz hätte man mit einem Neustart einer Reederei für die sowjetische Besatzungszone beginnen können, denn bei der "Saßnitzer Dampfschiffahrts GmbH waren noch einige intakte Schiffe vorhanden. Mit dem Dampfer "Mars" begann man dort die ersten Küstenfahrten um Rügen. Diese Reederei besaß auch noch einige nicht einsatzfähige Schiffe. Die "Saßnitz" war nur noch Schrott. "Binz" und Schlei" waren in Kiel gelegen. Die "Sellin" ein kleines Passagierschiff lag in Hamburg fest. Weitere der Schiffe waren in ausländischen oder westdeutschen Häfen und wurden nicht an die Ostzone ausgeliefert. Sogar der Versuch westdeutsche Schiffe zu kaufen oder zu chartern wurden damals verhindert und boykottiert.
Damit scheiterte 1947 der Versuch im Osten Deutschland mit eine Schiffahrt zu beginnen.
der Dampfer "Johann Ahrens" befand sich seit 1944 in Wismar im Hafen. Um einer Demontage durch die Bevölkerung zu entgehen schleppte man sie 1950 in die "Staatswerft Stralsund". Die am 07.10. 1949 gebildete Regierung der DDR setzte alles in Bewegung ihn zum ersten Handelsschiff der DDR zu wieder aufzubauen. Am 01. November 1950 stach es unter Führung von Kapitän Baykirch zum ersten mal in See.

Reeder war die am 01.10.1949 gegründete Deutsche Schiffahrts- und Umschlagsbetriebszentrale (DSU) die sich eigentlich mit Binnenschiffahrt befasste.
In der Geschichte der Handelsschiffahrt der DDR gab es zwei wichtige historische Daten.
* Es war der 13. Oktober 1950 als die mit neuem Namen "Vorwärts" in Dienst gestellt wurde.
* Am 01.07.1952 wurde die Deutsche Seereederei Rostock gegründet. Mit dem Dampfer "Vorwärts" und dem Seeleichter "Fortschritt" begann der symbolische Anfang der DSR, die erste Etappe zu einer der größten Staatsflotten auf der Welt.
Im Frühjahr 1954 kam, nennen wir es mal "das Aus" für die Handelsschiffahrt. Der Dampfer "Vorwärts" war nicht mehr zu reparieren und der Seeleichter "Fortschritt wurde an den Bergungsbetrieb übergeben. Bis zum Herbst 1954 gab es für über ein halbes Jahr....eine Reederei ohne Schiffe.
Bis bald
paapa
Habe einige Zahlen und Fakten recherchiert, die es ermöglichen hier wieder etwas Leben in den Thread zu bringen
Die Geschichte einer aus dem "Nichts" entstehenden Reederei
Nach dem zweiten Weltkrieg waren an der Küste der damaligen sowjetischen Besatzungszone nur wenig an brauchbaren Schiffen vorhanden.
Zwei Fahrzeuge der Dampfer "Johann Ahrens" (1250 twd)- IMO 5602051 ex "Grete Cords" und der Seeleichter "Fortschritt" waren noch in einem gebrauchbaren Zustand, deren Baujahre aber so am Anfang des Jahrhunderts lagen. Von daher kein guter Anfang für die Hafenstädte Rostock und Wismar.
Über in der Hafenstadt Stralsund noch vorhandenen Fahrzeuge ist leider nichts bekannt.
Im Hafen von Saßnitz hätte man mit einem Neustart einer Reederei für die sowjetische Besatzungszone beginnen können, denn bei der "Saßnitzer Dampfschiffahrts GmbH waren noch einige intakte Schiffe vorhanden. Mit dem Dampfer "Mars" begann man dort die ersten Küstenfahrten um Rügen. Diese Reederei besaß auch noch einige nicht einsatzfähige Schiffe. Die "Saßnitz" war nur noch Schrott. "Binz" und Schlei" waren in Kiel gelegen. Die "Sellin" ein kleines Passagierschiff lag in Hamburg fest. Weitere der Schiffe waren in ausländischen oder westdeutschen Häfen und wurden nicht an die Ostzone ausgeliefert. Sogar der Versuch westdeutsche Schiffe zu kaufen oder zu chartern wurden damals verhindert und boykottiert.
Damit scheiterte 1947 der Versuch im Osten Deutschland mit eine Schiffahrt zu beginnen.
der Dampfer "Johann Ahrens" befand sich seit 1944 in Wismar im Hafen. Um einer Demontage durch die Bevölkerung zu entgehen schleppte man sie 1950 in die "Staatswerft Stralsund". Die am 07.10. 1949 gebildete Regierung der DDR setzte alles in Bewegung ihn zum ersten Handelsschiff der DDR zu wieder aufzubauen. Am 01. November 1950 stach es unter Führung von Kapitän Baykirch zum ersten mal in See.

Reeder war die am 01.10.1949 gegründete Deutsche Schiffahrts- und Umschlagsbetriebszentrale (DSU) die sich eigentlich mit Binnenschiffahrt befasste.
In der Geschichte der Handelsschiffahrt der DDR gab es zwei wichtige historische Daten.
* Es war der 13. Oktober 1950 als die mit neuem Namen "Vorwärts" in Dienst gestellt wurde.
* Am 01.07.1952 wurde die Deutsche Seereederei Rostock gegründet. Mit dem Dampfer "Vorwärts" und dem Seeleichter "Fortschritt" begann der symbolische Anfang der DSR, die erste Etappe zu einer der größten Staatsflotten auf der Welt.
Im Frühjahr 1954 kam, nennen wir es mal "das Aus" für die Handelsschiffahrt. Der Dampfer "Vorwärts" war nicht mehr zu reparieren und der Seeleichter "Fortschritt wurde an den Bergungsbetrieb übergeben. Bis zum Herbst 1954 gab es für über ein halbes Jahr....eine Reederei ohne Schiffe.
Bis bald
paapa
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Paapa
Die Geschichte der DSR
Weiter mit den Aufbau einer volkseigenen Staatsreederei
ein Kolomna-Typ im Bau.....
ein fertiggestellter Kolomna-TypMit der Indienstsellung der beiden Dampfer "ROSTOCK" und "WISMAR" (Frachtschiffstyp "Kolomna" - Typ 201 - VEB Schiffswerft „Neptun“, Rostock) und dem Motorschiff "STRALSUND" (Typschiff - Mathias-Thesen-Werft in Wismar.) wurde im Herbst 1953 die eigentliche Schiffahrt begonnen.
copyr veb deutfracht...
copyr. unbek...
copyr. unbek
die Stralsund im Bau
Ab Mitte 1955 kamen die ersten 500-Kümos des Frachtschiffstyp" Wolgast" zur Indienststellung. Eingesetzt wurden die Schiffe vorwiegend in der kleinen Küstenfahrt im Nord- und Ostseebereich und später kam noch der Raum Mittelmeer dazu. Die erste, auch Kümo 500/I genannte, Serie umfasste sechs Einheiten, die auf der Peenewerft entstanden. Danach baute die Schiffsreparaturwerft Laubegast ein einzelnes, sowohl in den Grunddaten als auch von der Art des Deckshauses etwas abweichendes Schiff. Die restlichen elf, auch Kümo 500/II genannten, Exemplare stellten einen weiterentwickelten Entwurf der Elbewerft Boizenburg dar.
1957 kamen die ersten drei Schiffe (Frieden - Völkerfreundschaft - Freundschaft) des legendären Typ IV dazu. Hergestellt wurde die Serie von 1957 bis 1961 in 15 Einheiten. Es war die erste Baureihe von 10.000 Tonnen-großer Seeschiffe auf der VEB Warnowwerft, Warnemünde.Man spricht von dem ersten Entwicklungsabschnitt.in der Geschichte der Reederei.
1957 gab es den ersten Totalverlust eines DSR-Schiffes
Das MS STRALSUND befand sich am 08.02.1957 auf der Reise von Wismar nach Middlesborough (England). Die Ladung bestand in beiden Räumen aus losem Chlorkalium. In der Nacht vom 07. zum 08.02.1957 herrschte im Seegebiet (Nordsee) Wind der Stärke 9 Bft und schwere See. Das Schiff fuhr in voller Fahrt mit Kurs 280° gegen an und übernahm im Vorschiffsbereich schwere Brecher. Am Tag des 08.02.1957 flaute der Wind auf Stärke 6 ab, die See beruhigte sich etwas, als ein paar Minuten nach 16.00 Uhr das Schiff plötzlich um 25° nach Backbord krängte und in dieser Lage verblieb. Die Kontrolle des Laderaums I ergab, das der Laderaum voll Wasser lief und das Wasser bereits bis etwa 2 m Unterkante Hauptdeck. Da die Schlagseite beständig zunahm, wurde um 16.40 Uhr Bootsalarm ausgelöst und das Schiff evakuiert. Der britische Trawler OLVINA nahm alle Besatzungsmitglieder auf. Um 20.10 Uhr sank die STRALSUND auf der Position 54°27'N / 00°16'E über den Vorsteven.
Die Havariekommission erhob gegen den Kapitän und dem I. Nautischen Offizier schwere Vorwürfe, weil sie
- mit der Schüttgutladung bei den schlechten Wetterverhältnissen in voller Fahrt gegen die See liefen,
- sich nach Entdecken des Wassereinbruchs im Laderaum I nicht persönlich die Lage kontrollierten,
- kein Lecksegel auf der Backbordseite in Höhe Laderaum I zum Abdichten eines dort vermuteten Lecks ausbrachten,
- das Schiff übereilt verlassen hatte.
Der Kapitän war an der Verhandlung nicht persönlich anwesend, sondern ließ sich von einem Rechtsanwalt vertreten. Die eigentliche Ursache für den Wassereinbruch konnte nie ermittelt werden. aus deutfracht-seereederei.de
Die Schiffe fuhren zur damaligen Zeit fast ausschließlich für den eigenen Außenhandel.
1957 wurde ein weiteres Schiff in die Flotte des DSR in Dienst gestellt, dazu aber Später.
ingo
-
Paapa
Die Geschichte der DSR
Als weiterer Neubau wurde die " Thälmann-Pionier " Typ 201 . Serie "Andizhan" am 15. März 1957 an die DSR abgeliefert.
Nach umfangreichen Umbauarbeiten im Jahr 1958 bis zum 12 November 1970 überwiegend im Mittelmeerdienst eingesetzt
copyr. unbek
Als Weiterentwicklung der Serie "Kolomna" wurden 1957 die beiden letzten dampfgetriebenen Schiffsneubauten der DDR, "Thälmann-Pionier" und Christo Botev hergestellt. Bei grundsätzlich gleicher Auslegung drei Metern mehr Länge aber kleinerer Vermessung erhielten diese beiden Schiffe erheblich moderner und großzügiger gestaltete Aufbauten. Die Antriebsanlagen der beiden Schiffe waren mit einer Ölfeuerung ausgestattet und erreichten eine Leistung von 2024 kW. Durch den Wegfall der Kohlebunker waren die Laderäume mit 5938 m³ Schüttgutvolumen und 5655 m³ Stückgutraum etwas größer geraten. Die Umschlageinrichtungen bestanden aus acht herkömmlichen Ladebäumen ohne Schwergutgeschirr.
Mitte 1957 hatte die DSR einen Flottenbestand von 19 Schiffen mit einer Tragfähigkeit von 21000 tdw. Mit der Indienststellung von MS "Frieden" am 23.Juni 1957 begann eine rasante Entwicklung der Reederei. Es bildete sich ein Reedereibetrieb mit universellen Charakter heraus der seine Aktivitäten auf allen Weltmeeren ausdehnte. Das nicht nur in quantitativer sondern auch in qualitativer Hinsicht.
Hier mal eine Tabelle die den rasanten Anstieg belegt
Jahr......Schiffe......Ladefähigkeit.....Gütermenge........Mitarbeiter
31.12.....................in tdw.............in Tonnen.......................
1957.......21.............41073..............369917................736
1958.......31............128591..............592251..............1083
1960.......49............251281.............1375319..............2246
1962.......62............482400.............2744992..............3650
1964......111............701627.............5693900..............5670
Ingo
Nach umfangreichen Umbauarbeiten im Jahr 1958 bis zum 12 November 1970 überwiegend im Mittelmeerdienst eingesetzt
copyr. unbekAls Weiterentwicklung der Serie "Kolomna" wurden 1957 die beiden letzten dampfgetriebenen Schiffsneubauten der DDR, "Thälmann-Pionier" und Christo Botev hergestellt. Bei grundsätzlich gleicher Auslegung drei Metern mehr Länge aber kleinerer Vermessung erhielten diese beiden Schiffe erheblich moderner und großzügiger gestaltete Aufbauten. Die Antriebsanlagen der beiden Schiffe waren mit einer Ölfeuerung ausgestattet und erreichten eine Leistung von 2024 kW. Durch den Wegfall der Kohlebunker waren die Laderäume mit 5938 m³ Schüttgutvolumen und 5655 m³ Stückgutraum etwas größer geraten. Die Umschlageinrichtungen bestanden aus acht herkömmlichen Ladebäumen ohne Schwergutgeschirr.
Mitte 1957 hatte die DSR einen Flottenbestand von 19 Schiffen mit einer Tragfähigkeit von 21000 tdw. Mit der Indienststellung von MS "Frieden" am 23.Juni 1957 begann eine rasante Entwicklung der Reederei. Es bildete sich ein Reedereibetrieb mit universellen Charakter heraus der seine Aktivitäten auf allen Weltmeeren ausdehnte. Das nicht nur in quantitativer sondern auch in qualitativer Hinsicht.
Hier mal eine Tabelle die den rasanten Anstieg belegt
Jahr......Schiffe......Ladefähigkeit.....Gütermenge........Mitarbeiter
31.12.....................in tdw.............in Tonnen.......................
1957.......21.............41073..............369917................736
1958.......31............128591..............592251..............1083
1960.......49............251281.............1375319..............2246
1962.......62............482400.............2744992..............3650
1964......111............701627.............5693900..............5670
Ingo
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Paapa
Re: DSR -Geschichte
Noch ein kleiner Hinweis von mir zum Thema "Geschichte der DSR"
Diese Beiträge stammen nicht aus meiner Feder. werden aus dem Vogtland mir per e-mail geschickt, ich bearbeite sie dann fürs Forum.
Gruß Paapa
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Paapa
Die Geschichte der DSR
Ende der 50er Jahre war es für die junge Reederei wichtig Internationale Kontakte auf zubauen um den Einsatz der Schiffe zu organisieren. was sich aber als sehr Schwierig darstellte. Zur damaligen Zeit war der kalte Krieg zwischen den Großmächten im Anfangsstadium. Schiffahrtsagenturen, Stauereinen und andere Dienstleistungsbetriebe die aus geschäftlichen Gründen an einer Zusammenarbeit mit der "Staatsreederei" interessiert waren, liefen Gefahr andere Geschäfte zu verlieren.
Betriebsdirektor wurde zu dieser Zeit ab Januar 1956 der Genosse Wilhelm Knapp. Aus dem Gefängnis Brandenburg -Göhrden entlassen. leitete er nach dem Krieg den Neuaufbau der "Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und war in leitender Funktion im Außenhandel tätig bevor er diese neue Aufgabe übernahm.
Anfang 1956 war die finnische Reederei >> Finska AngfatygsAktiebolaget << (FAA) inj Helsinki bereit mit der DSR eine gemeinsamen Liniendienst zwischen den Häfen der DDR und Südfinnlands zu eröffnen. Im NOK war es die Firma Zerssen die als Agentur und Schiffsausstatter auftraten un die DSR unterstützten.
Der Besitzer dieser Firma war gleichzeitig Reeder mit sehr großen internationalen Einfluss - auch in Westdeutschland, dieses trug dazu bei das es später eine gute Zusammenarbeit zwischen westdeutschen Reedereien und der BIMCO mit der DSR kam.Gute Kontakte baute die neue Reederei zu der Hamburger Stauerfirma W. Uhlig auf.
Das Engagement im innerdeutschen Handel wurde damals in Hamburger Schiffahrts- und Hafenkreisen belächelt, was sich aber bald ändern sollte.
Paapa
Betriebsdirektor wurde zu dieser Zeit ab Januar 1956 der Genosse Wilhelm Knapp. Aus dem Gefängnis Brandenburg -Göhrden entlassen. leitete er nach dem Krieg den Neuaufbau der "Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und war in leitender Funktion im Außenhandel tätig bevor er diese neue Aufgabe übernahm.
Anfang 1956 war die finnische Reederei >> Finska AngfatygsAktiebolaget << (FAA) inj Helsinki bereit mit der DSR eine gemeinsamen Liniendienst zwischen den Häfen der DDR und Südfinnlands zu eröffnen. Im NOK war es die Firma Zerssen die als Agentur und Schiffsausstatter auftraten un die DSR unterstützten.
Der Besitzer dieser Firma war gleichzeitig Reeder mit sehr großen internationalen Einfluss - auch in Westdeutschland, dieses trug dazu bei das es später eine gute Zusammenarbeit zwischen westdeutschen Reedereien und der BIMCO mit der DSR kam.Gute Kontakte baute die neue Reederei zu der Hamburger Stauerfirma W. Uhlig auf.
Das Engagement im innerdeutschen Handel wurde damals in Hamburger Schiffahrts- und Hafenkreisen belächelt, was sich aber bald ändern sollte.
Paapa
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Paapa
Die Geschichte der DSR
Der letzte Beitrag endete mit dem Satz
>>>Doch das änderte sich bald<<<
Und genau so geschah es:
In den Niederlanden wurde die DSR durch die Schiffsagentur "Spliethoff" /Rotterdam, in Belgien von der Firma "Sogemar" /Antwerpen, in England durch die Firma "Cory Brothers" /London vertreten. Diese Firmen verfügten über ein weltweites Agenturnetz.welches für die Entwicklung der jungen DSR eine wichtige Rolle spielte.
Zu dieser Zeit befasste sich die Reederei noch mit der ganzen "Schiffsversorgung" noch selber, sie versorgte alles was auf ihren Schiffen benötigt wurde an Ausrüstung, Ersatzteilen, Inventar und Uniformen. ES wurde dadurch eine große kapazitätsbedingte Lagerung benötigt. Sie war auch dazu genötigt einen eigenen Werkstattbereich aufzubauen, der später bis zu 500 Beschäftigten in diesem Bereich anwuchs.
Die Verkehrsabteilung beschäftigte sich mit der Tonnage der Schiffe als Dispatcher , in ausländischen Häfen auch für die Beschaffung von Ladung und auch in DDR-Häfen als Schiffsmakler tätig.
Viel Kraft und Aufwand wurde für die Beaufsichtigung ihrer Schiffsneubauten benötigt. Es fehlte aber an erfahrenen Kapitänen und Ingenieuren im Schiffsbereich auch fehlte es an Reedereikaufleuten und an Fachleuten im Finanzsektor. Der Schwanz der DSR (Verwaltung) wurde immer größer und brauchte neue Unterkünfte.
Zu diesem Zeitpunkt wurde immer noch von einem Staatssekretär aus dem Verkehrsministerium in Berlin die DSR verwaltet und geleitet. Stark wurde auf operative Fragen aus der Abteilung Seeverkehr Einfluss genommen.
Diese Jahre waren für die "DSR" gekennzeichnet durch lernen, suchen und improvisieren um die schnell wachsende Reederei unter schwierigen inneren und äußeren Gegebenheiten als ein modernes Schiffahrtsunternehmen zu gestalten.
paapa
>>>Doch das änderte sich bald<<<
Und genau so geschah es:
In den Niederlanden wurde die DSR durch die Schiffsagentur "Spliethoff" /Rotterdam, in Belgien von der Firma "Sogemar" /Antwerpen, in England durch die Firma "Cory Brothers" /London vertreten. Diese Firmen verfügten über ein weltweites Agenturnetz.welches für die Entwicklung der jungen DSR eine wichtige Rolle spielte.
Zu dieser Zeit befasste sich die Reederei noch mit der ganzen "Schiffsversorgung" noch selber, sie versorgte alles was auf ihren Schiffen benötigt wurde an Ausrüstung, Ersatzteilen, Inventar und Uniformen. ES wurde dadurch eine große kapazitätsbedingte Lagerung benötigt. Sie war auch dazu genötigt einen eigenen Werkstattbereich aufzubauen, der später bis zu 500 Beschäftigten in diesem Bereich anwuchs.
Die Verkehrsabteilung beschäftigte sich mit der Tonnage der Schiffe als Dispatcher , in ausländischen Häfen auch für die Beschaffung von Ladung und auch in DDR-Häfen als Schiffsmakler tätig.
Viel Kraft und Aufwand wurde für die Beaufsichtigung ihrer Schiffsneubauten benötigt. Es fehlte aber an erfahrenen Kapitänen und Ingenieuren im Schiffsbereich auch fehlte es an Reedereikaufleuten und an Fachleuten im Finanzsektor. Der Schwanz der DSR (Verwaltung) wurde immer größer und brauchte neue Unterkünfte.
Zu diesem Zeitpunkt wurde immer noch von einem Staatssekretär aus dem Verkehrsministerium in Berlin die DSR verwaltet und geleitet. Stark wurde auf operative Fragen aus der Abteilung Seeverkehr Einfluss genommen.
Diese Jahre waren für die "DSR" gekennzeichnet durch lernen, suchen und improvisieren um die schnell wachsende Reederei unter schwierigen inneren und äußeren Gegebenheiten als ein modernes Schiffahrtsunternehmen zu gestalten.
paapa
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Paapa
Die Geschichte der DSR
Finnland war der erste Partner im Liniendienst der DSR
Habe bei "Seeleute-Rostock eV" eine sehr interessante PDF von Wolfgang Jacob gefunden, die ich an das Forum weitergeben möchte.
Der von mir etwas zu kurze Bericht wird hier viel ausführlicher geschrieben (auch der Einsatz von Schiffen)
Der erste und zugleich älteste Dienst wurde ab 1. Januar 1956 im Ostseeraum mit der finnischen Reederei „Suomen
Köyoylaiva/Osakeyktiö“/Finska Angfartygs Aktiebolaget (FAA), Helsinki, als Gemeinschaftsliniendienst betrieben.
http://www.seeleute-rostock.de/content/ ... rriers.pdf
Ingo
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Lattenheini
DSR -Geschichte
Titel der Broschüre
20Jahre im Dienste der Volkswirtschaft
1952-1972
Schiffsliste per 31. 12. 1972
Passagierschiff ...................Baujahr...BRT........tdw.....Passagiere
MS "Völk'erfreundschaft" ...........1948...12442.................549
Lehrschiffe
MS "J. G. Fichte"....................1950.....9331.....11942......8
MS "G. Büchner".....................1951....11060......9274
MS "Freiligrath".....................1953......7312......7308.....38
Frachtschiffe Typ IV
MS "Freundschaft"..................1957......9647.....13000.....12
MS "Berlin"..........................1958......9642......13000....12
MS "Erfurt"..........................1959......9659.....13000.....12
MS "Leipzig"........................1959.......9644.....13000.....12
MS "MS "Halle".....................1959.......9632.....13000.....12
MS "Schwerin"......................1959.......9632.....13000.....12
MS "Karl-Marx-Stadt"..............1960.......9632.....13000.....12
MS "Gera"...........................1960......9632.....13000.....12
MS "Halberstadt"...................1961......9632.....13000.....12
Küstenmotorschiffe - Kümo 840 (25 Schiffe)
MS "Nordstern".....................1959......617.........840.......1
MS "Arcturus".......................1960......617.........840.......1
MS "Denebola"......................1960......617.........840.......1
MS "Gemma"........................1960......617.........840.......1
MS "Wega"..........................1960.......617........840.......1
MS "Atair"...........................1960.......617........840.......2
MS "Deneb"..........................1960......617.........840.......1
MS "Markab".........................1960......617.........840......1
MS "Sirrah"..........................1960.......617........840......1
MS "Aldebaran".....................1961.......617.........840......1
MS "Capella".........................1961.......617........840......1
MS "Malchin".........................1961......617........840.......1
MS "Poel".............................1961......617........840......-1
MS "Putbus"..........................1961......617........840.......2
MS "Insel Riems"....................1961.......617........840......1
MS "Rerik"...........................1961.......617........840......1
MS "Stavenhagen"..................1961.......617........840.......2
MS "Ueckermünde".................1962.......617........840.......2
MS "Vitte"...........................1963.......617........840.......2
MS "Vi1m"...........................1963.......617........840.......1
MS "Waren".........................1963.......617........840.......1
MS "Zinnowitz".....................1963.......617........840........1
Lattenheini
Zuletzt geändert von Lattenheini am So 8. Jan 2012, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Lattenheini
DSR -Geschichte
Fortsetzung
Titel der Broschüre
20Jahre im Dienste der Volkswirtschaft
1952-1972
Schiffsliste per 31. 12. 1972
Küstenmotorschiffe (Alttonnage Holland)
......................................Baujahr...BRT........tdw.....Passagiere
MS "Krakow".........................1957......1175......1611
MS "Malchow"........................1957......1176......1611
Küstenmotorschiffe "Vogelklasse" ( 8 Schiffe )
MS "Albatros"........................1961......1769......2734
MS "Bussard"........................1962......1824......2775
MS "Condor".........................1962......1824......2775
MS "Falke"...........................1962......1824......2775
MS "Flamingo".......................1963......1824......2775
MS "Kormoran"......................1963......1824......2775
MS "Pinguin"........................1965......1824------2775
MS "Seeadler".......................1965......1824......2775
MS .Dornbusch" 1958 1 137 1 470Holländer-Kümo
MS "Barth"............................1965......499......1092
MS "Wolgast".........................1965......499......1092
Kümo 615 (10 Schiffe)
MS "Sellin"............................1965......298.......615
MS "Stubnitz".........................1966......299.......615
MS "Granitz"..........................1966......299.......615
MS "Thießow".........................1966......299.......615
MS "Glowe"............................1966......299.......615
MS "Sagard"...........................1966......299.......615
MS "Baabe"............................1966......299.......615
MS "Altefähr"..........................1966......299.......615
MS "Lietzow"..........................1966.......299......615
MS "Ralswiek".........................1966.......299......615
Containerschiffe - Kümo - "Typ Boltenhagen" (15 Schiffe)
MS "Boltenhagen"....................1970.......299.......780
MS "Trinwillershagen"................1970.......299.......780
MS "Dierhagen".......................1970.......299.......780
MS "Nienhagen".......................1971.......299.......780
MS "Hagenow".........................1971......299.......718
MS "Neubukow"........................1971......299.......718
MS "Marlow"............................1971......299.......718
MS "Miltzow"...........................1971......299.......718
MS "Satow".............................1971......299.......718
MS "Semlow"...........................1971.......299......718
MS "Rakow"............................1972.......299......718
MS "Zurow".............................1972.......299......718
MS "Züssow"...........................1972.......299......718
MS "Torgelow".........................1972.......299......718
MS "Mirow"............................1972........299......718
Containerschiffe - Kümo - "Typ Warin" (5 Schiffe)
MS "Warin"............................1972.......494......1111
MS "Bansin"...........................1972.......494......1111
MS "Tessin"............................1972.......494......1111
MS "Kröpelin ".........................1972.......494......1111
MS "Rechlin"...........................1972.......494......1111
Lattenheini
Titel der Broschüre
20Jahre im Dienste der Volkswirtschaft
1952-1972
Schiffsliste per 31. 12. 1972
Küstenmotorschiffe (Alttonnage Holland)
......................................Baujahr...BRT........tdw.....Passagiere
MS "Krakow".........................1957......1175......1611
MS "Malchow"........................1957......1176......1611
Küstenmotorschiffe "Vogelklasse" ( 8 Schiffe )
MS "Albatros"........................1961......1769......2734
MS "Bussard"........................1962......1824......2775
MS "Condor".........................1962......1824......2775
MS "Falke"...........................1962......1824......2775
MS "Flamingo".......................1963......1824......2775
MS "Kormoran"......................1963......1824......2775
MS "Pinguin"........................1965......1824------2775
MS "Seeadler".......................1965......1824......2775
MS .Dornbusch" 1958 1 137 1 470Holländer-Kümo
MS "Barth"............................1965......499......1092
MS "Wolgast".........................1965......499......1092
Kümo 615 (10 Schiffe)
MS "Sellin"............................1965......298.......615
MS "Stubnitz".........................1966......299.......615
MS "Granitz"..........................1966......299.......615
MS "Thießow".........................1966......299.......615
MS "Glowe"............................1966......299.......615
MS "Sagard"...........................1966......299.......615
MS "Baabe"............................1966......299.......615
MS "Altefähr"..........................1966......299.......615
MS "Lietzow"..........................1966.......299......615
MS "Ralswiek".........................1966.......299......615
Containerschiffe - Kümo - "Typ Boltenhagen" (15 Schiffe)
MS "Boltenhagen"....................1970.......299.......780
MS "Trinwillershagen"................1970.......299.......780
MS "Dierhagen".......................1970.......299.......780
MS "Nienhagen".......................1971.......299.......780
MS "Hagenow".........................1971......299.......718
MS "Neubukow"........................1971......299.......718
MS "Marlow"............................1971......299.......718
MS "Miltzow"...........................1971......299.......718
MS "Satow".............................1971......299.......718
MS "Semlow"...........................1971.......299......718
MS "Rakow"............................1972.......299......718
MS "Zurow".............................1972.......299......718
MS "Züssow"...........................1972.......299......718
MS "Torgelow".........................1972.......299......718
MS "Mirow"............................1972........299......718
Containerschiffe - Kümo - "Typ Warin" (5 Schiffe)
MS "Warin"............................1972.......494......1111
MS "Bansin"...........................1972.......494......1111
MS "Tessin"............................1972.......494......1111
MS "Kröpelin ".........................1972.......494......1111
MS "Rechlin"...........................1972.......494......1111
Lattenheini
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