
Am 8.4. gegen 21 Uhr meldete die sechsköpfige Crew des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters „RDJ Waalstroom“, 1921 gt (IMO: 9248370), auf dem Weg von Dünkirchen nach Bilbao einen Brand im Maschinenraum im Ärmelkanal. Der Maschienenraum wurde mit Kohlendioxid geflutet und abgedichtet. Da sich das Schiff zu diesem Zeitpunkt in der britischen SAR-Zone, koordinierte das MRCC in Falmouth die Evakuierung eines verletzten Besatzungsmitglieds per Hubschrauber, etwa 40 Seemeilen südlich von Salcombe in Devon. Die Seenotrettungsstation der RNLI in Salcombe entsandte ein Seenotrettungsboot, das während der Rettungsaktion in Bereitschaft blieb. Ein SAR--Hubschrauber der Küstenwache setzte einen Sanitäter ab, der die Erstversorgung übernahm. Der verletzte Seemann wurde per Winde an Bord des Hubschraubers gezogen und in ein Krankenhaus in Portsmouth geflogen.
Das durch den Brand manövrierunfähig gewordene Schiff trieb gegen ein Uhr des 9.4. in das französische SAR-Gebiet. Das CROSS Jobourg übernahm die Hilfsaktion für das Schiff. Es setzte den in Lanvéoc stationierten französischen Marinehubschrauber H160 Belligou ein, der einErkundungsteam aus Brest an Bord absetzte. Der in Cherbourg stationierte Notschlepper „Abeille Liberté“ nahm mit einem Einsatzteam der Marinefeuerwehr Cherbourg (SISM) Kurs auf den Havaristen. Nachdem die Lage an Bord unter Kontrolle war, wurde das Schiff von der „Abeille Liberté“ in Schlepp genommen und in den Hafen von Cherbourg gezogen.
(Eigener Bericht; Fotos: RNLI, Premar Manche)