Das Recycling von Schiffen hatte bisher meist einen bitteren Beigeschmack.In Indien und Bangladesch, wo 80 % der Schiffe unter ökologisch und sozial problematischen Bedingungen zerlegt werden, kommt es oft Todesfällen, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung.Nach dem Willen von SPD und Grünen in Hamburg soll sich das lt. einem gemeinsamen Antrag für die Bürgerschaftssitzung diese Woche ändern. Dazu müssten aber zunächst Kapazitäten im Hafen auf- und regulatorische Hürden auf Bundesebene abgebaut sowie Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Für den maritimen Standort Hamburg böten erhebliche wirtschaftliche und ökologische Chancen. Die Türkei betreibt Abwracken in großem Maßstab, Kiel und Cuxhaven prüfen Standorten und Öko-Recycling-Verfahren, in Emden läuft das Verschrotten schon seit 2025. Der Baltic and International Maritime Council (Bimco) erwartet bis zu 16.000 Handelsschiffe zum Abwracken bis 2036. Deutschland könnte mit High-End-Recyclingkapazitäten eine strategische Lücke der Kreislaufwirtschaft schließen.
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