November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

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BV1
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November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von BV1 »

Hallo alle miteinander,

vom 2. bis 4. November war es wieder einmal so weit, und ich durfte mit der Color Fantasy auf Herbstreise gehen - etwas, was mir im letzten Jahr aus den uns allen bekannten Gründen verwehrt geblieben war. Und auch jetzt schwang bis zuletzt stets ein klein wenig Unsicherheit mit, ob denn auch tatsächlich alles so kommen würde wie erhofft. Umso größer ist die Freude darüber, dass dies letztlich der Fall war! Und sehr gern seid auch ihr wieder herzlich eingeladen, die Fahrt virtuell mitzuerleben!

Es ist kurz vor sechs Uhr am Abend zuvor, als die Deutsche Bahn mich in den Kieler Hauptbahnhof entlässt - von der nicht ganz reibungslosen Anreise ein wenig müde, fröstelnd und, da mein Mittagessen schon geraume Zeit her ist, mit dem Verlangen nach einer hoffentlich baldigen Mahlzeit. Doch wie schnell ist all das vergessen, als ich das Bahnhofsgebäude verlasse und nach nur wenigen Schritten den ersten Blick auf die nächtlich erleuchtete Stena Scandinavica erhasche, den erhofften Hauptprogrammpunkt dieses Abends! Nach dem Einchecken im InterCity-Hotel gleich neben dem Bahnhof muss mein Abendessen daher zunächst noch warten. Denn zuallererst heißt es nun: Nichts wie los zur Stena-Line-Fähre, deren Ablegemanöver ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen möchte!

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In mir prickelt es nur so vor lauter Vorfreude, während ich am Schiff emporschaue, welches ganz im Glanz dieser für mich so besonderen nächtlichen Atmosphäre erstrahlt und mir einen Vorgeschmack darauf vermittelt, wie es morgen um diese Zeit wohl auf der Fantasy sein wird. Denn so viel steht fest: Was diese zauberhafte Nachtstimmung angeht, werde ich auf dieser Reise jahreszeitlich bedingt wohl kaum zu kurz kommen! :)
Nachdem schließlich auch für mein leibliches Wohl gesorgt ist (hierfür probiere ich erstmals das italienische Restaurant Vapiano direkt am Hafen aus und nehme mir vor, dort in Zukunft häufiger einzukehren), schlendere ich noch ein wenig durch den Hafen, bevor ich mich nach einem rundum gelungenen Reiseauftakt schlussendlich in mein Hotelzimmer zurückziehe.

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Der nächste Morgen empfängt mich mit Sonnenschein, dem einige Wolkenschleier teils einen etwas milchigen Schimmer verleihen, angenehm milden Temperaturen und nur mäßigem Wind, als ich um kurz nach neun Uhr das Hotel verlasse und gerade beobachten kann, wie sich die Stena Germanica langsam ihrem Liegeplatz nähert. Bei meinem Weg über die Hochstraße - das Color-Line-Terminal als willkommene Abkürzung zum Norwegenkai wird, so jedenfalls meine bisherigen Erfahrungen zu Corona-Zeiten, wahrscheinlich erst ab elf Uhr zugänglich sein - halte ich immer wieder erwartungsvoll Ausschau, bin für einen ersten Blick auf die Fantasy aber eindeutig zu früh dran. Auch als ich wenig später am Kai ankomme, ist sie noch außer Sichtweite, und irgendwie fühlt es sich merkwürdig an, an ihrem verwaisten Liegeplatz zu stehen, der ohne Schiff so völlig anders wirkt.

Doch dauert es gar nicht lange, bis mein Warten belohnt wird und die Fantasy endlich auf der Bildfläche erscheint. Auch die Wärterin des Parkplatzes, der für all jene Mini-Kreuzfahrtgäste bestimmt ist, die mit dem Auto anreisen, ist da gerade eingetroffen. Meine Begeisterung bleibt ihr nicht verborgen, und mit den Worten "Ich mache Ihnen schon mal auf" schließt sie eigens für mich schon jetzt das Tor zum Parkplatz auf. Hocherfreut über diese nette Geste, lasse ich mich selbstredend nicht lange bitten, sondern mache mich sofort auf zum wasserseitigen Ende des Platzes, wo ich nun einen Logenplatz habe, um zu beobachten, wie die Fantasy ihr Drehmanöver absolviert. Trotz meiner zahlreichen Color-Line-Reisen ist es für mich das erste Mal, dass ich den Wechsel der Fähre in den Rückwärtsgang aus dieser Perspektive erlebe! Wenn ich es nicht besser wüsste, wäre ich beinahe versucht zu glauben, die Fantasy würde diese Vorstellung allein für mich geben, damit ich sie einmal ausgiebig von allen Seiten bewundern (und fotografieren) kann. :D Und als wäre es nicht auch so schon schön genug, vollendet ein dreifaches Hornsignal die Choreographie! :)

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Die Fantasy hat den Kai noch nicht ganz erreicht, als ihr ein Bunkerschiff schon dicht auf den Fersen ist, um nach ihrem Festmachen sogleich längsseits zu gehen. Da heute Dienstag ist, habe ich damit bereits gerechnet.

Als ich mich um elf Uhr zum Einchecken ins Terminal begebe und meine ausgedruckten QR-Codes schon vorzeigebereit in der Hand halte, werde ich zu meinem Erstaunen, aber auch zu meinem Unverständnis darauf hingewiesen, dass man diese nicht sehen wolle, sondern lediglich die Buchungsbestätigung brauche. Nun gut, auch damit kann ich dienen und ich beschließe einfach zu hoffen, dass die fehlende Kontrolle weder für Color Line noch für uns Passagiere unangenehme Folgen nach sich zieht.
Die Check-in-Automaten sind gerade besetzt, weshalb ich beschließe, zunächst meinen Koffer in einem Gepäckraum zu deponieren, der an den Bereich mit den Check-in-Schaltern angrenzt - und hinter einem der Schalter sogleich ein mir bekanntes und nun strahlendes Gesicht erblicke. Denn die Dame hinter dem Tresen hat mich ebenfalls wiedererkannt, und kurz, aber herzlich kommen wir miteinander ins Gespräch, bei dem sie mich auch gleich eincheckt. Wie sie, die einst in der VIP-Lounge des Terminals gearbeitet hat, mich wissen lässt, werde es die Lounge wohl leider auch nach Corona nicht mehr geben. Ungewiss sei auch die Zukunft des Bistros, mit dessen Mitarbeitern ich, sofern der Andrang es zuließ, ebenfalls immer wieder gern einmal geplaudert habe.

Ein erster Blick auf meine Bordkarte verrät mir, dass mir einmal mehr der Luxus zuteil wird, allein eine Vierbettkabine bewohnen zu dürfen, die sich diesmal auf Deck acht befindet.

Im Gegensatz zu meiner vorigen Reise wird die Einschiffung wie zu Vor-Corona-Zeiten wieder für alle gemeinsam um Viertel nach eins stattfinden. Mir bleibt also noch genügend Zeit, um mich draußen auf ein Neues ganz dem Blick auf die Fantasy hinzugeben. Schon seit ihrer Ankunft ist sie an die Landstromversorgung angeschlossen und scheint ihren Strom, dem weitgehenden Verstummen der Schiffsgeräusche nach zu urteilen, auch tatsächlich die gesamte Zeit über von dort zu beziehen.

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Dann ist es so weit, und der Zutritt zur Gangway wird freigegeben - für mich ungebrochen ein Moment der Aufregung, in dem ich mir wie so oft schon wünsche, dass doch alle ein klein wenig schneller unterwegs wären ... :D Wie ich es nicht anders erwartet habe, sind jegliche Abstandsgebote bei der Mehrheit meiner Mitreisenden spätestens jetzt vergessen, und ich bin froh, dass immerhin noch jeder eine Maske trägt, was sich an Bord, wo die Maskenpflicht für Passagiere inzwischen vollständig aufgehoben wurde, wohl aber gleich ändern wird.

An Bord nehme ich wie üblich zuallererst meine Kabine in Augenschein, die sich an Steuerbord in etwa über den hinteren Rettungsinseln befindet und deren Bad ich diesmal wieder wie gewohnt in einem tadellosen Zustand vorfinde (was ich auch nicht anders erwartet habe). Wie schon auf meinen vorherigen beiden Reisen suche ich ein Bitte-nicht-stören-Schild zwar vergebens, bekomme dies aber auf Nachfrage an der Rezeption.

Zu meinem großen Vergnügen stechen wir mit einem langen Gruß aus dem Typhon in See, dabei begleitet von Sonnenschein und nach wie vor verhältnismäßig warmen Temperaturen, woran sich über den Tag hinweg auch nicht viel ändern wird. Was also sollte mich davon abhalten, den ersten Reisetag wieder ganz meinen Vorlieben entsprechend größtenteils an Deck zu verbringen! :)
Von dort aus kann ich in der Kieler Förde beobachten, wie eines der kleinen Fahrgastschiffe von Steuerbord auf uns zukommt, das Heck der Fantasy umrundet und gleich darauf an Backbord wieder auftaucht. Welch ein herrlicher Anblick sich den Passagieren dort bieten muss! Dennoch ist es wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich unter keinen Umständen mit ihnen tauschen möchte! :D

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War im Sommer noch ein Teil der Außenbereiche auf Deck sieben den Lkw-Fahrern vorbehalten, so ist das gesamte Deck beidseits nun wieder uneingeschränkt begehbar, was ebenso auch für die oberen Decks gilt. Zu meiner Freude werden mir auf dieser Fahrt zudem auch zeitlich begrenzte Deckssperrungen, wie sie für Wartungsarbeiten immer wieder einmal vorkommen, gänzlich erspart bleiben (wobei ich dafür natürlich Verständnis habe und mich trotz der manchmal unliebsamen Einschränkungen stets darüber freue zu sehen, wie die Fantasy gepflegt und in dem guten Zustand gehalten wird, in dem ich sie kenne). Nichtsdestotrotz finden sich dennoch Anzeichen dafür, dass die Instandhaltung des Schiffs auch in der kalten Jahreszeit nicht völlig zum Erliegen kommt, so dass auf Deck dreizehn diesmal einige der Picknicktische fehlen.

Für meine Hauptmahlzeit an diesem Tag sorgt einmal mehr meine Lieblingsverköstigungseinrichtung an Bord, die Sports & Burger Bar, wo im Gegensatz zu meiner Sommerreise nun nicht nur sämtliche Tische, sondern auch wieder alle Barhocker genutzt werden dürfen. Die Plexiglasscheiben zwischen den Tischen sind dagegen nach wie vor vorhanden und dürften von mir aus auch gern dauerhaft bleiben, da ich sie als optisch unauffällig empfinde und sie die Sitzplätze nicht nur im Hinblick auf den Infektionsschutz angenehm voneinander abschirmen. Auch der Desinfektionsmittelspender am Eingang ist geblieben, was für die übrigen Bordeinrichtungen ebenfalls gilt.
Bis auf das Abstandsgebot und die Maskenpflicht für die Besatzung im Kontakt mit Passagieren wurden auch in den sonstigen Innenbereichen sämtliche Corona-bedingte Beschränkungen mittlerweile aufgehoben. Zwar scheint mir das Schiff saisonbedingt nur eher schwach ausgelastet zu sein, dennoch ist mir nicht so recht wohl bei der Sache, weshalb ich es vorziehe, im Schiffsinneren und dort insbesondere in den Fahrstühlen auch weiterhin eine Maske zu tragen. Schaden kann es jedenfalls nicht.

Wie schon des Öfteren, so darf ich mir auch auf dieser Fahrt im Promenade Café (gegen Geld) heißes Wasser für meine Thermoskanne abzapfen, um bei einem Tee auf Deck sieben die Abendstimmung zu genießen. Im goldenen Licht eines feurigen Sonnenuntergangs und begleitet vom beständigen Wummern ihrer Maschinen gleitet die Fantasy sanft dahin. Wunschlos glücklich schaue ich ihr dabei zu. Es ist einfach nur unglaublich schön.

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Langsam, aber sicher hält die Nacht Einzug, und mit ihr diese für mich so unvergleichliche Atmosphäre, der ich mich auch diesmal nicht erwehren kann. Nein, dem frühen Einsetzen der Dunkelheit zum Trotz werde ich wohl auch auf dieser Reise nicht allzu früh in mein Bett finden, zumal es - entsprechende Kleidung einmal vorausgesetzt - noch bis in die Nacht hinein recht mild bleiben wird.

Auch die Storebeltbrücke passieren wir bereits im Dunkeln. Als es so weit ist, hupt über uns ein Auto und lässt mich daran zurückdenken, wie ich einen solchen Gruß an die Fantasy zu dieser Jahreszeit schon einmal erlebt habe.

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Wenngleich ich für die Lichterkette, die die Color-Line-Fähren zur Weihnachtszeit schmückt und einmal über das gesamte Schiff gespannt wird, noch zu früh unterwegs bin, wurde die Promenade bereits hübsch auf die baldigen Festlichkeiten vorbereitet.

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Die Begegnung mit der Magic gegen halb zwölf Uhr verfolge ich von der Observation Lounge aus, auf deren Besuch ich auch diesmal nicht verzichten möchte und einmal mehr meine Freude daran habe, wie dort oben und so weit vorn im Schiff auch dessen kleinste Regungen stets so wunderbar zu spüren sind und im Zusammenspiel mit stimmungsvoller Live-Musik eine Atmosphäre erzeugen, wie es sie wohl nur in einer Bar auf einem Schiff geben kann. Da ist es mir nur recht, dass nun, nachdem die See bislang mehr oder weniger spiegelglatt war, allmählich ein ganz klein wenig mehr Bewegung ins Schiff kommt. ;)

Es zieht mich wieder an Deck. Unbeirrt scheint die Fantasy, umgeben vom magischen Glanz der Schiffsbeleuchtung, durch eine schwarze Unendlichkeit zu schweben. Wie glücklich und dankbar bin ich, dies nach der langen Zwangspause in diesem Jahr nun sogar bereits zum zweiten Mal wieder erleben zu dürfen!

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Nach einem wundervollen ersten Reisetag suche ich gegen drei Uhr meine Kabine auf, wo ich von der Fantasy schließlich sanft in den Schlaf gewiegt werde.

Wie ich es bereits kenne, ertönt am nächsten Morgen noch während meines Frühstücks auf der Kabine eine Reihe an Durchsagen, die die Ausschiffung regeln. Diese läuft nach wie vor nach Decks gestaffelt ab, wobei nun jedoch immer zwei Decks gemeinsam abgefertigt werden. Ebenfalls in Übereinstimmung mit meinen beiden vorherigen Fahrten ergeht dabei um halb zehn die allgemeine Aufforderung, sich auf die Kabine zu begeben, die erst wieder verlassen werden darf, wenn das jeweilige Deck für die Ausschiffung aufgerufen wird.

Scheint bei lockerer Bewölkung zu Beginn noch die Sonne, wird die Wolkendecke im Lauf des Vormittags hingegen immer undurchdringlicher. Wenig überraschend liegen die Temperaturen deutlich unter denen des Vortages, wenngleich uns Minusgrade aber erspart bleiben. Alles in allem habe ich es also mit Bedingungen zu tun, denen meine Reisegarderobe - ich wusste ja, worauf ich mich einlassen würde ;) - durchaus gewachsen ist, zumal es auch heute durchweg trocken bleiben wird.
Als ich erstmals an diesem Vormittag die oberen Decks betrete, stelle ich verwundert fest, dass die Fantasy nicht etwa still und leise auf das neuerliche Kommando zum Aufbruch wartet, sondern ihr unverkennbares Maschinenwummern in unverminderter Intensität auch jetzt von sich hören lässt. Ein prüfender Blick über die Reling von Deck sieben bestätigt meine Vermutung: Anders als sonst und aus mir unbekannten Gründen ist das Schiff heute nicht an die Landstromversorgung angeschlossen, sondern erzeugt seinen Strom selbst.

Während ich um kurz vor ein Uhr gerade auf die Öffnung meines Lieblingsrestaurants warte, fällt mir erstmals auf, dass auf den öffentlichen Monitoren ein Sicherheitsvideo läuft, welches detailliert darüber aufklärt, was zu tun ist, sollte tatsächlich einmal der Generalalarm ausgelöst werden müssen. Später wird auf diese Neuerung auch in einer Borddurchsage hingewiesen werden, die zugleich ebenfalls über alles im Notfall Wichtige informiert. Ich halte die jetzigen Sicherheitshinweise für deutlich sinnvoller als den bloßen Verweis auf einen Informationsfilm auf dem Kabinenfernseher, wie ich ihn noch aus früheren Durchsagen kenne.
Noch immer bin ich auf das Video konzentriert, als mir aus der Richtung der nun geöffneten Sports & Burger Bar plötzlich ein fröhliches Hallo entgegenschallt, da man mich ganz offenbar wiedererkannt hat. :) Und auch ich freue mich und weiß solche Begegnungen mit Mitgliedern der Besatzung immer wieder aufs Neue sehr zu schätzen, vermitteln sie mir doch in einer ganz besonderen Weise das Gefühl, ein gern gesehener Gast zu sein.

Bereits um zehn Minuten vor zwei heißt es Leinen los und auf zu Teil zwei meiner Herbstfahrt mit meinem Lieblingsschiff! Gerade noch rechtzeitig bin ich zurück an Deck, um mir das dreifache Hornsignal nicht entgehen zu lassen, mit dem zu meiner Freude auch unser heutiger Reisebeginn verkündet wird. Was macht es da schon, dass es nach wie vor grau und diesig ist und sich während des Großteils unserer Fjordpassage daran auch nichts ändern wird.

Die Wendigkeit, mit der die Fantasy einmal aufs Neue ihren Weg durch die Schärenlandschaft meistert, bestaune ich heute ausnahmsweise einmal nicht allein, sondern gemeinsam mit einem anderen Mitglied dieses Forums, das ich an dieser Stelle ganz herzlich grüßen möchte. Unsere kurzweiligen Unterhaltungen - von Schiffsfan zu Schiffsfan - waren mir ein Vergnügen! :)

Schon mitten am Nachmittag dringen durch einige Lücken in der Wolkendecke rötliche Lichtschimmer zu uns hindurch. Später dann klart es über dem Horizont immer mehr auf, so dass uns auch an diesem Abend ein Sonnenuntergang beschert wird, der dem gestrigen wahrhaft in nichts nachsteht.

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Das Zusammenspiel der großartigen Lichtstimmung mit dem langsamen Erwachen meiner nächtlichen Zauberwelt, untermalt von der unnachahmlichen Mischung aus Wind- und Schiffsgeräuschen, zieht mich einmal mehr in seinen Bann. Es ist einfach nur herrlich.

Der Abend geht in die Nacht über, und erneut wird mein Bett noch eine ganze Weile auf mich warten müssen ...

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... bis ich mir zu guter Letzt dann aber doch noch etwas Schlaf gönne, bevor ich am darauffolgenden Morgen bei trübem und verregnetem Wetter von Bord gehe. War das wieder eine wunderbare Reise, die mich einmal mehr um unzählige wertvolle Momente und Erinnerungen bereichert hat!

Und während ich einen beträchtlichen Teil der Wartezeit auf meinen Zug draußen am Kai verbringe, wird mir dort sogar noch ein weiteres nicht ganz alltägliches Erlebnis zuteil: Die Ankündigung einer Sicherheitsübung für die Besatzung hallt über das Schiff, gefolgt vom durchdringenden Generalalarm und dem Herunterlassen der Rettungsboote bis auf Deckshöhe. Nach einem weiteren Alarmsignal werden diese schließlich wieder emporgehievt, womit zumindest der für mich von außen sichtbare Teil er Übung sein Ende findet. Wie gut, die Fantasy und all die Menschen an Bord bei diesem Alarm in Sicherheit zu wissen! Möge der Ernstfall niemals eintreten!

Mach es gut und bis bald, liebe Fantasy! Und bis dahin pass auf dich auf und hab immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! :)
Zuletzt geändert von BV1 am Sa 27. Nov 2021, 00:15, insgesamt 1-mal geändert.
Tim S.
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von Tim S. »

Vielen Dank für den großartigen Bericht. Da möchte man sofort selbst losfahren. Muss ich auch mal wieder. Aber sag mal, du bist in Oslo gar nicht ausgestiegen?
Johannes7
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von Johannes7 »

Moin BV1,

ich danke auch für Deinen Bericht. Die Aufnahmen sind ja wieder exzellent geworden.
Man könnte meinen, wann wäre mit an Bord gewesen, wenn man den Text dazu liest.
Besonders bei den Nachtaufnahmen gefällt mir, dass z.B. die Lampen nicht überstrahlt sind. Wirkt alles sehr authentisch.
Ich sehe, dass ich offenbar nicht der einzige bin, der mal über der Reling hängt :mrgreen:. Also wenn es um bildliche Perspektiven geht.

Mit Colorline war ich bis jetzt noch nie unterwegs. Na das kommt vielleicht noch. Irgendwann ...

Einen guten Tag wünsche ich auch :)!
Johannes
Zuletzt geändert von Johannes7 am Do 25. Nov 2021, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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shipfriend
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von shipfriend »

Hallo BV1,

vielen Dank auch von mir für den schön bebilderten Bericht. Die Freude über die gesamte Minicruise mit der Fantasy und die Bekenntnis zum Schiff kann ich absolut nachvollziehen. Das geht mir mit der Gabriella von Viking Line ja ganz genauso.
2011 waren wir mal mit der baugleichen Color Magic unterwegs, Fantasy fehlt mir noch. Kommt noch.
Gruß Max
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KaiR
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von KaiR »

Hallo BV1,

eine schöne Reise und ein schöner Bericht. Die Fotos sind wirklich der Hammer. Welche Ausrüstung benutzt Du, um diese Tiefenschärfe auch bei den Nachtaufnahmen hinzubekommen?
Grüße,

Kai
toni montana
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von toni montana »

Hallo Sarah,

mal wieder - wie immer - herrliche Bilder und eine tolle Kommentierung der schönen Fahrt!

Wie kann man nur mit so wenig Schlaf klarkommen?? Im Gegensatz zur Magic hat ja die Fantasy diesen Windschutz durch Scheiben auf den oberen Decks nicht - das dürfte dann doch gerade bei den Temperaturen nicht gerade angenehm gewesen sein, oder? Weil der Wind geht ja völlig ungebremst durch. Kann mich noch an meine erste Tour mit der Fantasy erinnern - da haben meine Frau und ich uns einen Becher Bier hinten auf dem Deck gekauft und dann erst mal windgeschützt neben der Bar die ersten Schlücke genommen. Als ich dann weiter aufs Außendeck gegangen bin, kam der Fahrtwind von vorne dermaßen unerwartet stark entgegen, dass mein Bierbecher vom Wind teilweise leergefegt wurde! ;)

Von daher hat das bei der Magic auch teilweise Vorteile - auch wenn es für's Fotografieren natürlich nicht der Bringer ist.

Nochmals vielen Dank für die Mühe!
Schöne Grüße aus dem Münsterland!

Toni
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shipfriend
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von shipfriend »

toni montana hat geschrieben: Do 25. Nov 2021, 16:27 Wie kann man nur mit so wenig Schlaf klarkommen??
Das kann auch ich recht leicht beantworten: Auf den Fährüberfahrten bin ich so energiegeladen und voller Enthusiasmus, dass ich nichts verpassen möchte und deswegen auch weniger schlafe. :D
Auf der Viking Cinderella bin ich gegen 07:00 schon an Deck herumgerannt, auf Gabriella auch. ;)
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Johannes7
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von Johannes7 »

toni montana hat geschrieben: Do 25. Nov 2021, 16:27[...]
Wie kann man nur mit so wenig Schlaf klarkommen??
[...]
Ich kann da shipfriend etwas beipflichten. Liegt natürlich bei jedem selbst.
Als ich vor Jahren auf der Stena Flavia einen Sonnenaufgang nicht verpassen wollte, stellte ich mir einen Wecker.
Sowas lohnt sich wirklich.
Die Aussendecks waren leer, man konnte es wirklich schön auf sich wirken lassen und bis zum Frühstück konnte man sich nochmal in die Koje legen.

Gut, bei Winterfahrten mit Ankunft vor Sonnenaufgang sehe ich das dann doch etwas nüchterner.

Grüße. Johannes
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Flensburger2011
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von Flensburger2011 »

Hallo BV1,

vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht mit der Fantasy. Ihr Reisebericht ist klasse und natürlich erst die Fotos.
Danke für die vielen Fotos der Fantasy, und erst die stimmungsvollen Nachtaufnahmen, ich kann sie immer wieder anschauen.

Viele Grüße aus Flensburg

Rainer

PS: Habe Ihnen noch eine PM geschrieben
Zuletzt geändert von Flensburger2011 am Fr 26. Nov 2021, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.
ktmb
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Re: November 2021: Herbstreise mit der Color Fantasy

Beitrag von ktmb »

Seien wir mal ehrlich. A bisserl Landgang gehört doch schon dazu. Kurzer Besuch bei Munch im Museum und das eine oder andere Stück von Røros oder Figgjo ... ;)

Vielen Dank für den Reisebericht und die hervorragenden Aufnahmen!
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