Moin alle,
zum Thema „norwegische“ 36L Bauten hatte ich im alten Forum schon mal berichtet. Leider ist der Bericht nicht mehr auffindbar. Ich versuche nochmal das Ganze zu rekonstruieren.
Der norwegische Reeder Hilmar Reksten war Stammkunde bei Seebeck und bestellte dort folgende Schiffe:
ARABONNE 09.70
ARAGRACE 11.70
TRAJAN 03.71
JUSTINIAN 10.71
ARAPRIDE 04.72
GORDIAN 06.72
ARALUCK 11.72

© unknown
Der Bau von zwei Schiffen des Typs 36L bei BMV (Bergens mek. Verksteder/ Aker-Group) war das Ergebnis einer Absprache zwischen Hilmar Reksten, Aker, Hambros Bank und dem norwegischen Finanzministerium aus dem Jahre 1975. Reksten hatte unter anderem eine Summe von 107 Millionen Kronen für den Bau von zwei 285.000 Tonnern eingeworben, die bei Aker gebaut werden sollten und nun storniert wurden. Um Aker, die schon ca. 90 Millionen norweg. Kronen erhalten hatten, nicht in Bedrängnis zu bringen wurde der Kontrakt in zwei 16000 Tonner des Typs 36L abgeändert. Ebenfalls sollte Reksten einen bei der Stordvaerft im Bau befindlichen Tanker
CYPRIAN übernehmen. Ursprünglich war für das erste Schiff vom Typ 36L der Name
APPIAN vorgesehen. Beide Schiffe kamen letztendlich unter den Namen
NEW SOUTH SEA/775 und
NEW EAST SEA/776 für eine Panama-Gesellschaft in Fahrt, da der Deal platzte. Man vermutet, dass es Ärger zwischen BMV und Reksten gegeben hat und der Aker-Konzern daraufhin die Schiffe an Yick Fung veräusserte. Der Chinese ließ beide Schiffe, die normal für eine Besatzungsstärke von 21 Mann ausgelegt waren, so umbauen, dass Platz für 40 Besatzungsmitglieder vorhanden war

. Beide Schiffe entstanden übrigens 1978, also zu einem Zeitpunkt, als Seebeck dieses Programm bereits abgeschlossen hatte. Zum gleichen Zeitpunkt baute auch die AG-Weser die 6 modifizierten 36L für die Kosmos Bulk Schiffahrt. Auch diese entstanden nur, weil sich ein Kontrakt über den Bau von 2 großen Tankern für die HAPAG-Lloyd zerschlug.
ALTAIR SS ex
NEW SOUTH SEA
Gruß
Arne