Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

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ferriesworldwide
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FinFerries Fährverbindung Hailuoto endgültig eingestellt

Beitrag von ferriesworldwide »

Nach rund 106 Jahren endet am heutigen Montag, den 29.06.2026 eine weitere, geschichtsträchtige Fährverbindung. Die FinFerries-Fährverbindung von Oulu zur Insel Hailuoto im Finnischen Meerbusen wurde heute dauerhaft eingestellt. Die Insel ist ab sofort über eine neu eröffnete, feste Straßenverbindung (eine Brücke) direkt vom Festland aus erreichbar. Die letzten Fährabfahrten von den Anlegestellen Riuttu und Huikku erfolgten am 29. Juni 2026 um 11:30 Uhr. Die neue Brückenverbindung zwischen Oulunsalo und Hailuoto wurde unmittelbar nach den letzten Fährfahrten für den Verkehr freigegeben. 
Zuletzt waren auf dieser Verbindung die beiden Fähren "Merisilta" und "Meriluoto" im Einsatz. Die Schiffe verbleiben vorerst bis zum Ende der Brutzeit der Seeschwalben am Anleger, die weitere Verwendung ist noch unbekannt!


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Die Fähre  "Merisilta"  (IMO 8702903, MMSI 230981050, Rufzeichen OG6628) wurde 1988 bei der Rauma-Repola Oy in Uusikaupunki gebaut. Sie ist 63,2 Meter lang, 12,3 Meter breit, hat einen Tiefgang von 3,60 Meter und eine Durchfahrthöhe von 4,80 Meter. Das Autodeck ist 60,5 x 10,2 Meter groß und bietet ca. 55 PKW Platz. Das Schiff hat eine Verdrängung von 1.022 Tonnen und kann 290 Tonnen zuladen.
Foto: Estormiz, CC0, via Wikimedia Commons (frei lizensiert)




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Die Fähre "Meriluoto"  (IMO 8685739, MMSI 230108490, Rufzeichen OI9738) wurde 1998 auf der Werft Uudenkaupungin Työvene Oy gebaut. Sie ist 53,5 Meter lang, 12,3 Meter breit und eine maximalen Tiefgang von 4,20 Meter. Die Tragfähigkeit beträgt 150 Tonnen, die Transportkapazität 45 PKW. Die Durchfahrthöhe für LKW liegt bei 4,80 Meter.
Foto: Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons (frei lizensiert)
Basel Express
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Basel Express »

Hallo

Am 22. Juni gab es wohl eine kleine Havarie in Finkenwerder:

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Fritzcola machte schlapp und musste von Aldi abgeschleppt werden. Polizei und auch ein Lotsenversetzer waren zur Hilfe vor Ort. Danach gab es bis Betriebsschluss "Chaos" auf den ganzen Fährlinien. Feuerwehr wurde auch groß aufgeboten, wurde aber zum Glück nicht gebraucht.

Gruss
Philipp
Fahrt auf der CMA CGM Alexander von Humboldt: http://sea-trial.de.tl/
https://www.youtube.com/user/Haigerlocher/videos

Vorsicht, ich bin Landratte!
Frank-B
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Frank-B »

Moin,
die ehemalige Hans Albers als Hangover am 13.07.2026 vor Terneuzen.

IMO: 6818681
Name: Hangover
Ex-Namen: Hans Albers, Stad Terneuzen, Amisia
gemeldet in: Ridderkerk
Nationalität: NL
Europanummer: 02324175
MMSI: 244866392
Länge: 30,34 m
Breite: 6,30 m
Tiefgang: 1,16
Passagiere: 180
Maschinenleistung: 2x 315 PS
Maschinen-Hersteller: 2x DAF -WS 6 Zyl.
Geschwindigkeit: 12,7 kn
Baujahr: 1968
Bauwerft: Scheel & Jöhnk, Hamburg
Bau-Nr.: 453
Verlauf: 1976 bei Buschmann um 6,00 m, auf 36,34 m verlängert

Bild bei Shipspotting:
https://www.shipspotting.com/photos/3993179

Viele Grüße von Frank

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Hans Rosenkranz
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von Hans Rosenkranz »

Am 24. Juni 2026 konnte ich in Antwerpen die neue Scheldefähre SCHELDESTROOM, Bel (*2026, Baltic Workboats, Nasva/Est) IMO 9978884, ablichten:

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Mit Gruß aus der Pfalz
Hans Rosenkranz

http://www.rosenkranz-shipphotos.de
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ferriesworldwide
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Der alte Fährprahm am Zollenspieker Fährhaus

Beitrag von ferriesworldwide »

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Seit 1998 liegt am Zollenspieker Fährhaus ein alter, hölzerner Fährprahm auf, auf dessen Deck mittlerweile kleine Büsche wachsen. Dieser Fährprahm wurde 1944, mitten im Zweiten Weltkrieg, auf der  Renck-Werft (G. Renck jun. KG) in Harburg gebaut und auf der Verbindung Zollenspieker Fährhaus - Hoopte in Dienst gestellt. Die Baunummer ist nicht mehr feststellbar. Der Prahm wurde 1944 vollständig aus Holz gebaut. Aufgrund des akuten Stahlmangels im Jahr 1944 war Stahl für zivile oder halbzivile Bauten streng rationiert. Die Renck-Werft nutzte daher ihre traditionelle Expertise im Holzschiffbau. Als nach dem Krieg zunehmend schwerere Fahrzeuge die Fähre nutzten und an den Seitenwänden das Holz zu verrotten anfing, wurde der Prahm in den Nachkriegsjahren mehrfach umgebaut. In den frühen 1950iger Jahren wurden die anfälligen Klappenhalterungen gegen solide Klappenhalterungen aus Industriestahl ersetzt. In den 1960er-Jahren wurden die hölzernen Bordwände mit Stahlplatten verkleidet und im oberen Bereich komplett durch eine Stahlstruktur ersetzt.
Der Prahm besaß keine eigene Antriebsanlage. Die Fortbewegung erfolgte im Koppelverband: Er wurde seitlich an ein kleines motorisiertes Fährboot (üblicherweise eine Motorbarkasse) vertäut, das als "Schieber" oder "Schlepper" fungierte. Als Schlepper dokumentiert sind die Barkassen "Flora II", "St. Pauli", "Flora" und "Tanja".

Der Prahm ist 30,0 Meter lang, 5 Meter breit und hat einen extrem flachen Tiefgang. Die Tragfähigkeit betrug 23 Tonnen, die Transportkapazität 8-10 PKW. Der Prahm war bei Indienststellung für 150 Passagiere zugelassen, später nur noch für 78 Personen. Heute liegt dieses faszinierende Objekt der Zeitgeschichte in Zollenspieker auf und dient nur noch als Anlege-Ponton.




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Der alte Fährprahm von 1944, die Doppelendfähre "Spieker Möwe" und das Fahrgastschiff "Käpt´n Kuddl" am Zollenspieker Fährhaus
sebastian z.
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Re: Kleine Fahrgastschiffe und Fähren

Beitrag von sebastian z. »

Guten Morgen,
laut Betreiberwebsite Baujahr 1986 und damit dieses Jahr stolze 40 Jahre alt ist die
Nadine Quandt der Wakenitzschifffahrt Quandt. Hier zu sehen am Donnerstag den 16.07.2026
auf dem weg vom Anleger Falkendamm Richtung Moltkebrücke in Lübeck.

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ferriesworldwide
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Die Fähre Siebeneichen am Elbe-Lübeck-Kanal

Beitrag von ferriesworldwide »

Im Jahr 1900 wurde der Elbe-Lübeck-Kanal (der bis 1936 Elbe-Trave-Kanal hieß) von Kaiser Wilhelm eröffnet. Seine Blütezeit erlebte der Kanal unmittelbar vor dem II. Weltkrieg und in den frühen Nachkriegsjahren. Damals lagen die Binnenschiffe und Schleppkähne in 5er-Päckchen im Lübecker Klughafen. Heute ist er eine sterbende Bundeswasserstraße, da er nur für Binnenschiffe bis 80 Meter Länge befahrbar ist. Gar nicht so selten ist die Fähre Siebeneichen das einzige größere Schiff zwischen Lübeck und Lauenburg. Die Fähre Siebeneichen pendelt seit der Eröffnung rund 17 Kanalkilometer südlich von Mölln und rund 16 Kanalkilometer nördlich der Lauenburger Palmschleuse über den Kanal. Sie war immer die einzige Fähre über den ELK, sieht man von der früheren Personenfähre über den Lübecker Klughafen ab.
Heute dient die Fähre ausschließlich touristischen Zwecken. Der Fährbetrieb läuft in der Saison vom 1. April bis 3. Oktober an Wochenenden und Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr. Die Fährstrecke beträgt 75 Meter. Die Benutzung ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.


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Die heutige Fähre Siebeneichen “SF-74” (ENI 04808120) wurde 1960 unter der Baunummer auf der Staatswerft in Rendsburg-Saatsee gebaut und dient seitdem an der Fährstelle Siebeneichen über den Elbe-Lübeck-Kanal. Die Abkürzung “SF” steht für “Seilzugfähre”. Sie hat eine Länge über Klappen von 17,48 Meter, der Rumpf ist 11 Meter lang , die Breite beträgt 5,6 Meter und der Tiefgang 0,60 Meter. Die Kapazität beträgt 2,5 Tonnen und 20 Personen, die Verdrängung (Eigengewicht) beläuft sich auf 7,084 Tonnen. Sie ist noch immer mit dem Faryman-Hilfsdiesel aus dem Jahr 1960 mit 7 kW Leistung ausgestattet. Allerdings stand der Verein vor der großen Herausforderung, dass die Beschaffung von originalen Ersatzteilen für diese über 60 Jahre alte Technik zunehmend schwieriger wurde. Um den Fährbetrieb langfristig zu sichern, konnten die Fährleute bei einem Schiffsreparatur-Betrieb in den Niederlanden einen baugleichen, voll funktionsfähigen Farymann R 10 Ersatzmotor ausfindig machen. Damit ist sichergestellt, dass die Fähre Siebeneichen auch bei künftigen technischen Problemen mit ihrer originalen, denkmalgeschützten Antriebsart weiter betrieben werden kann.


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