Der letzte Stand in Sachen ' Capella' und ' Simone' - wann die „Capella“ abgewrackt wird, kann die Stadtverwaltung Eckernfördes nicht sagen. Da noch ein Gerichtsverfahren anhängig ist, kann der Auftrag zum Abwracken noch nicht erteilt werden. Dabei geht es um die Aufforderung zum Entfernen der „Capella“ aus dem Hafengebiet. Ob das Gericht die Eigentumsverhältnisse in diesem Zusammenhang noch einmal thematisiert, ist nicht bekannt.
Das Schiff müsste vor Ort zerlegt werden, da ein Transport aufgrund seines Zustands nicht möglich ist. Für das Bergen und Abwracken sind 95.000 Euro veranschlagt. Wer die Kosten trägt, ist offen.
Derweil wird in Schleswig die „Simone“ zerlegt. Ebenfalls 1944 gebaut, lag das Schiff 17 Jahre lang in Eckernförde. Sowohl die „Capella“ als auch die „Simone“ gehörten Claus Lutz, der auf Letzterer Hochsee-Angelfahrten und Seebestattungen angeboten hatte. Nach seinem Tod kaufte der Inhaber der Jachtschule Borby, Ernst Schliemann, das Schiff, um es als Schulungsraum zu nutzen, bekam aber in Eckernförde keine Liegegenehmigung.
2020 verlegte Schliemann die „Simone“ nach Schleswig, wo sie im Schleihafen am Wikingturm lag. Nach dem Tod Schliemanns wurde das Schiff verkauft
Mehrfach ging der Kutter auf Grund. Er hat nur noch Schrottwert. Im Gegensatz zur „Capella“ ist in diesem Fall der Eigner bekannt, der aber nach eigenen Aussagen kein Geld für das Abwracken hat. Mittlerweile hat die Stadt Schleswig die Arbeiten in Auftrag gegeben. Sie haben in der vergangenen Woche begonnen und sollen bis Ende dieser Woche andauern. Weil ein Abtransport auf dem Wasser aufgrund des schlechten Zustands nicht möglich ist, wird die „Simone“ direkt im Hafen mithilfe eines Schwimmkrans zerlegt.
Die endgültige Kostenhöhe kann die Stadt Schleswig bislang nicht verlässlich beziffern. Nach Angaben von Stadtsprecherin Manuela Brodersen könnten die ursprünglich geschätzten Kosten von rund 100.000 Euro überschritten werden. Grundsätzlich gilt im Rahmen der Gefahrenabwehr, dass der Eigner für die entstehenden Kosten verantwortlich ist. Diesen Weg wird die Stadt Schleswig auch verfolgen.
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