Auflieger: Nach der Finanzmarkt- die Schifffahrtskrise!

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MariusC
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von MariusC »

Die ROSTOCK sollte eh nur in der Hochsaison zur Verstärkung eingesetzt werden. Hat also auch nicht viel mit der Finanzkriese zu tun.

Marius

Stephan Koller
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Stephan Koller »

Moin zusammen,

wir sind im September mit der "Prins Joachim" von Rostock nach Gedser gefahren und haben uns dort einige Stunden aufgehalten. Später wollten wir mit der "Rostock" zurück fahren, das war allerdings nicht möglich, da das Schiff selbst während der Saison keine Passagiere mitgenommen hat und nur als Frachtfähre eingesetzt wurde. Ich denke, das auch ohne Finanzkriese ab Oktober einfach das Frachtaufkommen weniger wird.

Grüße
Stephan Koller http://www.schiffsfotos.info

Ingo J.
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Ingo J. »

Es wird nicht nur das Frachtaufkommen weniger. Da in der Wintersaison weniger "Fußvolk, Camper sonstige Freizeitler" unterwegs sind, werden ja auch wieder Kapazitäten auf PRINS JOACHIM und KRONPRINS FREDERIK frei.

Gruß,

Ingo

Tim S.
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Tim S. »

Apenrade-Klaipeda eingestellt mangels Frachtaufkommen:
http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/12 ... rtid=11772

karsten
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von karsten »

Hallo,

so sah es gestern vor den Elbbrücken aus:

Bild

Gruß

Karsten

Seekater
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Seekater »

Peter Hartung hat geschrieben:Moin!

Ich denke, wir sollten die Tatsache, dass zunehmend Schiffe aus der Beschäftigung gehen und aufliegen, mehr Aufmerksamkeit schenken. Deshalb möchte ich diesen Thread hier eröffnen, unter dem wir Informationen und Meinungen zu diesem Thema sammeln könnten. .....
Moin Peter,

gute Beobachtung und interessante Ansätze zu Rückschlüssen. Überwerberten würde ich das allerdings auch nicht:
  • Die Steigerungsraten der Seehäfen waren in den letzten Jahren doch so exorbitant, daß ein Abfluß der Waren in's Hinterland gar nicht mehr gewährleistet ist und weitere Steigerungen nicht möglich sind. Ist da "ein bischen Langsamer" nicht sogar notwendig ?
  • Wohin sollen wir und mit der Steigerung des Warenflusses noch entwickeln ? Unsere Bevölkerung steigt nicht. Also ist kein Mehrbedarf. Soll ich also 10 Bananen kaufen und davon die Hälfte wegwerfen, nur damit sich die Wirtschaft weiter steigern kann ?? Soll ich mich über Kriminalität, Unglück oder sonstige Schäden womöglich freuen, weil mir die Versicherung einen Neukauf ermöglicht ?? Ist auch hier ein bischen "maßhalten" nicht sogar notwendig ?
  • Hat die Schiffahrt, durch die Steigerung der Tonnagemengen, nicht auch zwangsweise ein Margenproblem. Sprich je beförderter Tonne sinkt der Gewinnanteil automatisch mit ab, je größer die beförderte Tonnagemenge ist. Ist auch hier nicht etwas mehr Qualität statt Quantität notwendig ??
  • Je schneller Nachrichten durch den "Äther" tickern, desto unruhiger werde ich - oder meine gar reagieren zu müssen und eine Krise wird befürchtet. Wenn ich nichts von der Nachricht wüßte, würde auch nichts passieren. Ich wäre ruhiger und ausgeglichener (und könnte endlich mal ein Schiffahrtbuch lesen, was schon lange im Schrank steht). Wäre auch hier nicht etwas mehr "Gelassenheit" von nöten?
  • Werftem machen Bankrott, Banken verleihen kein Geld mehr. Sind die Banken dran schuld ? Oder die Werften ? Oder beide ? Ich meine immer beide, weil überall zu schnell reagiert wurde, zu viel gleichzeitig getan werden sollte (und deshalb zu viel Schrott gemacht wird und deshalb die Margen zu niedrig sind). Oder wie kann eine Werft/Reederei/Automobilhersteller o.ä. übersehen, daß 'ne Anzahlung für den einen Auftrag auch dafür zu verwenden ist und nicht zum Stopfen anderer Löcher. Und wie kann eine Bank so'nem Betrieb dafür auch noch Kredit geben? Wäre dann nicht etwas "langsamer" etwas mehr Qualität, etwas weniger Risiko nötig ??
Ich meine wir müssen alle Lernen, daß ein Jahr das gut war, auch noch nächstes Jahr gut ist. Ich will ja auch meine "Figur" halten und nicht dauernd zunehmen - oder ?

Meint
Seekater
Wenn schon Irren, dann lieber durch eine Tat, als durch eine Unterlassung

Jens.G
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Jens.G »

MariusC hat geschrieben:Die ROSTOCK sollte eh nur in der Hochsaison zur Verstärkung eingesetzt werden. Hat also auch nicht viel mit der Finanzkriese zu tun.

Marius
Wenn ich mich recht entsinne, sollte die "Rostock" außerhalb der Hochsaison nur als Frachtfähre fahren, in der Hochsaison dann auch den Passagierdienst unterstützen. So lasen sich zumindest die Scandlines-Veröffentlichungen zu Beginn des Charters...Bild

Im Moment liegt sie im Sassnitzer Stadthafen. Könnte es sein, das sie ab nächstem Wochenende die "Trelleborg" ersetzt, wenn diese dann in die Werft geht?


JJ
Gruß Jens

Mario
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Re: Auflieger: In der Finanz- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Mario »

Imho sollte die Rostock nur als Frachtschiff eingesetzt werden - aber ganzjährig.

Am 5. September 2008 teilte Scandlines mit
Eine derzeitig europaweite Konjunkturflaute, primär bedingt durch drastisch gestiegene Energiekosten und damit einhergehende rückläufige Nachfragen, macht es trotz der dynamischen Entwicklungen der Vorjahre notwendig, die Kapazität für den Herbst und Winter entsprechend anzupassen. Wir haben die wöchentlichen Abfahrten zwischen Rostock und Ventspils in Lettland von 6 auf 5 reduziert und werden ab Oktober 2008 bis April 2009 unsere täglichen Abfahrten zwischen Rostock und Gedser in Dänemark reduzieren, in dem wir das Fährschiff "Rostock" aus dem Dienst nehmen.
Quelle: http://www.scandlines.de/de/infocenter/ ... 008-18.htm

Arne J
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Re: Auflieger: In der Finanzmarkt- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Arne J »

N'Abend alle,
die stärksten Einbrüche im Frachtenmarkt haben die Capesize-Bulker zu verzeichnen. Hier sind zum Teil Defizite von bis zu 70% für Chartertonnage entstanden. Durch den Aufbau der Infrastruktur in den Schwellenländern China und Indien stiegen die Preise für einen 300.000 Tonner zuletzt bis auf 300.000 US$ pro Tag an. Relativ gut mit nur geringen Einbußen lassen sich momentan noch Handysize- und Handymaxbulker vermarkten. Langfristige Chartern sollen im Bulkgeschäft allerdings rückgängig sein. Aufgrund gestiegener Energiekosten werden allerdings in vielen Bereichen neue Preise zwischen den Parteien ausgehandelt. Der Feedermarkt hat bisher "nur" geringe Einbußen von ca. 10% zu verzeichnen und steht somit ziemlich stabil dar. Der Containermarkt ist weiterhin auf Expansionskurs. Experten rechnen ab Mitte 2009 wieder mit steigenden Frachtraten.

Gruß
Arne

Martin
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Re: Auflieger: In der Finanzmarkt- die Schifffahrtskrise?

Beitrag von Martin »

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