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Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: So 27. Nov 2016, 12:44
von Zuschauer
Moin,
wie in den Medien seit diesem Wochenende verbreitet wird, steht die Hamburg Süd wohl vor dem Verkauf.
Hamburg Süd vor dem Verkauf
Mal sehen, wer da sich die Filesstücke unter den Nagel reisst...
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 12:14
von JanMartin
Da hoffe ich, daß die Kartellbehörden - irgendeine wird sich weltweit vielleicht finden - dem heute vorangekündigten Verkauf an eine gewisse Reederei noch einen Riegel vorschieben, oder die Sache doch noch irgendeine gänzlich andere Entwicklung nimmt ...
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 12:28
von Stephan Giesen
Diverse Medien melden, dass Maersk Hamburg Süd kaufen wird.
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 12:30
von mirkman
JanMartin hat geschrieben:Da hoffe ich, daß die Kartellbehörden - irgendeine wird sich weltweit vielleicht finden - dem heute vorangekündigten Verkauf an eine gewisse Reederei noch einen Riegel vorschieben, oder die Sache doch noch irgendeine gänzlich andere Entwicklung nimmt ...
Welche weltweiten Kartellbehörden müssen denn da zustimmen? Kenn mich da nicht so aus, aber kann sich doch nur um Deutschland/Dänemark/EU handeln, oder?
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 16:02
von bonito
Der Verkauf macht mich traurig und wütend. Vor 2 Jahren hätten man die deutsche Lösung mit Hapag-Lloyd haben können mit dem weitestgehenden erhalt der Arbeitsplätze in Hamburg und einer Stärkung des Standortes. Aber nein, die tolle Familie Oetker konnte sich ja damals nicht einigen. Und jetzt geht das Unternehmen an den Marktführer. Als ob Maersk nicht groß genug ist. Die Kartellbehörden werden da sicherlich noch ganz schon was zu tun haben, ich glaube nicht, dass die Mitbewerber sich diese Markmacht im Südamerika-Verkehr ohne weiteres bieten lassen.
Für die Mitarbeiter und deren Familien tut mir das unendlich leid solch eine Sache auch noch kurz vor Weihnachten unter den Tannenbaum gelegt zu kriegen (siehe P&O, Safmarine, Sealand)
Gruß
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 16:34
von rhombex
Ich denke mal das dies ...
...Branchenkenner rechnen damit,......dass nun die aufmüpfigen jungen Oetkers mit dem Geld aus dem Verkauf von Hamburg Süd ausgezahlt werden .....und der seit Jahren schwelende Familienkonflikt so endlich befriedet werden könnte....
... der Hauptgrund des Verkaufs sein wird.
Gruß
rh.
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 16:48
von bonito
Da sage mir noch einer, dass Firmeneigentümer verantwortungsvoll handeln oder Weitblick haben

Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 20:29
von Eilbek
Schade, ich fand die roten Schiffe immer sehr fotogen.
In Gedanken bin ich bei den Mitarbeitern.

Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Do 1. Dez 2016, 21:49
von Alexander
bonito hat geschrieben:Da sage mir noch einer, dass Firmeneigentümer verantwortungsvoll handeln oder Weitblick haben

So hart es klingen mag: vielleicht ist diese Entscheidung unter Beachtung der speziellen Verhältnisse tatsächlich von Weitblick geprägt.
Daß sich die weltweite Containerfahrt in einer Krise befindet, dürfte unbestitten sein. Daß derzeit ein Ende dieser Krise nicht in Sicht ist, wohl ebenso. Sind wir uns so weit einig?
Wenn man sich dann noch die Besitzverhältnisse von Hamburg-Süd anschaut, dann merkt man, daß dahinter eben nicht irgendwelche anonymen Aktionäre stecken, sondern einige wenige Personen aus der Familie Oetker. Und die haben (aus ihrer Sicht vielleicht gar nicht mal zu Unrecht) Angst, daß dort auf Dauer Geld (also konkret "ihr eigenes Geld) verbrannt wird. Würdest Du, wenn Du irgendwo größere Summen investiert hättest, nicht auch versuchen, ein solches Risiko irgendwie auszuschalten?
Alexander
Re: Hamburg Süd das nächste Opfer?
Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 08:32
von Henri
Für wen es jetzt ungemütlich wird ist Hapag-Lloyd und andere. Der Verkauf von HSDG ist auch eine Folge eines nicht besonders fähigen Managements das nicht in Lage war die Reederei so aufzustellen das sie alleine Konkurrenzfähig war. Jetzt allerdings unter dem Dach von Maersk können sich die Leute an der Alster (und andere) aber warm anziehen... Da mag man im nachhinein noch sagen das es HSDG noch gut erwischt hat.
Davon unabhängig ist das für den deutschen Schiffahrtsstandort natürlich ein Schlag. Aber nichts im Vergleich mit den Schlägen die dem Standort durch unfähige Banker, Reeder und nachwuchsabsaugende Lotsen versetzt werden.