Jade-Weser Port

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LarsWHV
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von LarsWHV »

Laut meiner Excel-Liste 420

Kaheiroe
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Kaheiroe »

Vielen Dank

Gruß Kaheiroe

Luxuswampe
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Luxuswampe »

Zukünftig werden es wohl noch etwas weniger. Maersk stellt seinen ME-1 Dienst ein.

Dieser Dienst verbindet aktuell noch Europa mit dem Nahen Osten und Indien/Pakistan. Zukünftig will Maersk das wohl alles über Colombo Routen. Ab Hamburg auf dem AE7 und ab BRV auf dem AE1. Ab Wilhelmshaven verbleibt keine Verbindung.

https://www.maersk.com/news/articles/20 ... =158875306

Arne
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Arne »

Die Umschlagsstatistik der Containerterminals des EUROKAI-Konzerns ist nachfolgend aufgeführt:

Standort Jan. - März 2020 (in TEU) Jan. - März 2019 (in TEU) Veränderung
Hamburg 476.996 542.083 -12,0 %
Bremerhaven 1.208.911 1.249.044 -3,2 %
Wilhelmshaven 105.797 204.789 -48,3 %


Quelle: Quartalsbericht Eurokai

Buttjer
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Buttjer »

Moin,

mit einer Videobotschaft hat sich die Geschäftsführung der Eurogate-Gruppe an die Belegschaft gewendet, weil man einen Sparkurs einschlagen muss.

Demnach beläuft sich der Verlust für das erste Halbjahr 2020 bedingt durch die Pandemie rund 23 Mio. EUR. Wirtschaftsberater von McKinsey haben Kennzahlen von verschiedenen Container-Terminals verglichen und kommen zu dem Schluß, dass die Anlagen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven nicht produktiv genug sind. Der Grad an Automatisierung wäre zu gering, was zu einem hohen Zeit- und Personalaufwand beim Umschlag führt.

Das Video wurde dem NDR zugespielt und auch das Regionalmagazin buten & binnen von radio bremen berichtete heute darüber. Inwieweit die Gespräche bezüglich einer Kooperation von HHLA und Eurogate vor diesem Hintergrund geführt wurden, wird leider nicht deutlich.

Man braucht aber eigentlich keine hochbezahlten Wirtschaftsberater, um zu erkennen, dass die Produktivität im Vergleich zu modernen Terminals im Ausland aufgrund des Faktors Mensch deutlich geringer ausfällt. Das ist den Verantwortlichen schon lange bekannt und vor der letzten Wahl auch ein Thema auf Wahlveranstaltungen gewesen. Die Angst vor der Digitalisierung des Hafens ist in der Belegschaft groß und Betriebsrat als auch Gesamthafenbetriebsverein wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Mit einer Automatisierung wäre ganz klar ein Stellenabbau verbunden.

Ich war einmal bei einem Vortrag eines Vertreters des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik, der die Planungen für ein neues Terminal in Südostasien vorstellte. Die Umschlagszahlen sollten deutlich über denen von Bremerhaven liegen und dabei kam man mit wesentlich weniger Fläche und Personal aus.

Viele Grüße
Ingo

Christian Costa
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Christian Costa »

Naja ganz so isses ja nun nicht.
NTB beispielsweise macht es seit Jahren in der APM Welt vor, was auch mit Straddle Ops möglich ist.
MfG & bis neulich
Christian

webmaster http://www.forum-schiff.de

Volker Landwehr
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Volker Landwehr »

Christian Costa hat geschrieben:
Sa 8. Aug 2020, 20:18
Naja ganz so isses ja nun nicht.
NTB beispielsweise macht es seit Jahren in der APM Welt vor, was auch mit Straddle Ops möglich ist.
Dann solltes es Eurogate als Partner im Joint Venture NTB ja auch können.

Abgesehen davon testet Eurogate ja Möglichkeiten einer Automatisierung zusammen mil Kalmar auf einer nicht genutzten Fläche des Jade-Weser-Port: https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-102.html

Ob man das dann auch auf die alten Terminals in Hamburg und Bremerhaven übertragen könnte, bleibt abzuwarten.
Gruß, Volker

wally2008
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von wally2008 »

Buttjer hat geschrieben:
Fr 7. Aug 2020, 23:36
Moin,

mit einer Videobotschaft hat sich die Geschäftsführung der Eurogate-Gruppe an die Belegschaft gewendet, weil man einen Sparkurs einschlagen muss.

Demnach beläuft sich der Verlust für das erste Halbjahr 2020 bedingt durch die Pandemie rund 23 Mio. EUR. Wirtschaftsberater von McKinsey haben Kennzahlen von verschiedenen Container-Terminals verglichen und kommen zu dem Schluß, dass die Anlagen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven nicht produktiv genug sind. Der Grad an Automatisierung wäre zu gering, was zu einem hohen Zeit- und Personalaufwand beim Umschlag führt.

Das Video wurde dem NDR zugespielt und auch das Regionalmagazin buten & binnen von radio bremen berichtete heute darüber. Inwieweit die Gespräche bezüglich einer Kooperation von HHLA und Eurogate vor diesem Hintergrund geführt wurden, wird leider nicht deutlich.

Man braucht aber eigentlich keine hochbezahlten Wirtschaftsberater, um zu erkennen, dass die Produktivität im Vergleich zu modernen Terminals im Ausland aufgrund des Faktors Mensch deutlich geringer ausfällt. Das ist den Verantwortlichen schon lange bekannt und vor der letzten Wahl auch ein Thema auf Wahlveranstaltungen gewesen. Die Angst vor der Digitalisierung des Hafens ist in der Belegschaft groß und Betriebsrat als auch Gesamthafenbetriebsverein wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Mit einer Automatisierung wäre ganz klar ein Stellenabbau verbunden.

Ich war einmal bei einem Vortrag eines Vertreters des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik, der die Planungen für ein neues Terminal in Südostasien vorstellte. Die Umschlagszahlen sollten deutlich über denen von Bremerhaven liegen und dabei kam man mit wesentlich weniger Fläche und Personal aus.

Viele Grüße
Ingo
Hallo zusammen,
dieses Video und speziell die Aussagen der EUROGATE-Manager haben bei mir doch großes Erstaunen hervorgerufen. Es hat eines langen Zeitraums von fünf Jahren bedurft, um festzustellen, daß in BRV / HH / WHV im Durchschnitt eine Gantry 20 Moves pro Stunde schafft (Ant oder Rdm im Schnitt 32). Und um u.a. diesen Fakt - um nicht zu sagen grottenschlechten Wert - festzustellen, bedarf es McKinsey....Das sind dann solche Momente, die bei Niederländern und Belgiern ein breites Grinsen auf‘s Gesicht zaubern. Mehr als bedauerlich für den Logistikstandort Deutschland.
Abendliche Grüße, Frank.

Kaheiroe
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Kaheiroe »

In Rotterdam im Prinses Amaliahaven auf beiden Seiten APM + RWG wird alles vollautomatisch umgeschlagen ca. 50 Moves die Stunde. Das System am CTA z.B.mit dem halbautomatischen Brücken und Absetzen jedes Containers auf der Laschplattform und das Setzen bzw. Abnehmen der Twistlocks mit der Hand kostet viel Zeit. Das ist aber lange bekannt !! Da braucht man kein Wirschaftsinstitut, das ist für jedermann zu sehen !

Gruß Kaheiroe

Volker Landwehr
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Re: Jade-Weser Port

Beitrag von Volker Landwehr »

Kaheiroe hat geschrieben:
So 9. Aug 2020, 22:45
In Rotterdam im Prinses Amaliahaven auf beiden Seiten APM + RWG wird alles vollautomatisch umgeschlagen ca. 50 Moves die Stunde. Das System am CTA z.B.mit dem halbautomatischen Brücken und Absetzen jedes Containers auf der Laschplattform und das Setzen bzw. Abnehmen der Twistlocks mit der Hand kostet viel Zeit. Das ist aber lange bekannt !! Da braucht man kein Wirschaftsinstitut, das ist für jedermann zu sehen !

Gruß Kaheiroe
Vollautomatisiert heisst derzeit nur, dass sich im Arbeitsbereich keine Menschen aufhalten. Der Hub herunter vom oder auf das Containerschiff erfolgt bei den beiden genannten Terminals immer noch manuell aber funkferngesteuert. Für diesen Schritt arbeitet die Automation immer noch nicht gut genug, um Schiffsbewegungen auszugleichen.

Wenn ich mir die APM STS-Krane ansehe, dann hebt der Kranfahrer den Container funkferngesteuert vom Schiff, setzt ihn auf eine Plattform ab. Vom dort übernimmt ein automatischer Kran das Übersetzen aufs Transportfahrzeug: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... terdam.JPG
Das scheint mir nicht anders als beim CTA seit 2002, nur dass der erste bzw. letzte Hub bei APM funkferngesteuert erfolgt.

Jeder dieserAPM Krane hat zwei Spreader und kann zwei 40' Container gleichzeitig heben.

Soweit ich gelesen habe, erreicht CTA mit den neuen STS-Kränen von 2002 bis zu 40-45 Moves pro Kran und Stunde.
Gruß, Volker

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