Frage zu Twistlock(s)
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KaiR
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Re: Frage zu Twistlock(s)
ich habe mal die Suchmaschine für Dich befragt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Twistlock
http://www.google.de/images?hl=de&rlz=1 ... CDoQsAQwAg]Bilder und Zeichnungen
Grüße
Kai
http://de.wikipedia.org/wiki/Twistlock
http://www.google.de/images?hl=de&rlz=1 ... CDoQsAQwAg]Bilder und Zeichnungen
Grüße
Kai
Grüße,
Kai
Kai
- MClassens
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Moin Uwe,
ein Hersteller bzw. Entwickler von Twistlocks ist SEC in Bremen.
Hier der Link zu deren Homepage: http://www.sec-bremen.de/products/03/03_1/03_1.php
Viele Grüße,
Malte
ein Hersteller bzw. Entwickler von Twistlocks ist SEC in Bremen.
Hier der Link zu deren Homepage: http://www.sec-bremen.de/products/03/03_1/03_1.php
Viele Grüße,
Malte
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Fischländer
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Hallo Uwe,
ein Hersteller ist MACGREGOR.
Hier sind die verschiedenen Twistlocks von dieser Firma gut dargestellt.
http://www.macgregor-group.com/?id=11681
Dann habe ich noch ein Bild aus einer Broschüre von MacGregor. An dem Bild kannst du genau erkennen wie ein CV-20 Twistlock funktioniert.
Die Twistlocks sind hohen Beanspruchungen ausgesetzt und werden mit der Zeit beschädigt.
An Bord werden bestimmte Typen von beschädigten Twistlocks wieder repariert (z.B. CV-20 auf dem Bild), da sie sehr einfach aufgebaut sind und die Ersatzteile mitgeführt werden.
Der CV-8 von MacGregor wird auf den Lukendeckeln eingesetzt. Das Prinzip ist sehr einfach, aber repariert werden sie nicht, da Beschädigungen meißt am Twistlockkörper selbst zur Unbrauchbarkeit führen.
CV-20, der Twistlock wird zwischen zwei Container (ISO-Ecken) eingesetzt.

Hier ein Bild vom Einsatzgebiet der CV-8. In dem Fall waren es CV-10.

freundliche Grüße
ein Hersteller ist MACGREGOR.
Hier sind die verschiedenen Twistlocks von dieser Firma gut dargestellt.
http://www.macgregor-group.com/?id=11681
Dann habe ich noch ein Bild aus einer Broschüre von MacGregor. An dem Bild kannst du genau erkennen wie ein CV-20 Twistlock funktioniert.
Die Twistlocks sind hohen Beanspruchungen ausgesetzt und werden mit der Zeit beschädigt.
An Bord werden bestimmte Typen von beschädigten Twistlocks wieder repariert (z.B. CV-20 auf dem Bild), da sie sehr einfach aufgebaut sind und die Ersatzteile mitgeführt werden.
Der CV-8 von MacGregor wird auf den Lukendeckeln eingesetzt. Das Prinzip ist sehr einfach, aber repariert werden sie nicht, da Beschädigungen meißt am Twistlockkörper selbst zur Unbrauchbarkeit führen.
CV-20, der Twistlock wird zwischen zwei Container (ISO-Ecken) eingesetzt.

Hier ein Bild vom Einsatzgebiet der CV-8. In dem Fall waren es CV-10.

freundliche Grüße
Meine Fotos sind durch ein Copyright urheberrechtlich geschützt.
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Fischländer
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Hallo Uwe, again
Um sie wieder zu entsichern muss man an einem der "Nippel" ziehen. In dem gezeigten Bild vom CV-20 ist das gut zu erkennen.
freundlichen Gruß
Das ist vom Twistlock abhängig. Die halbautomatischen Twistlocks (z.B. CV-20) können von unten eingesetzt werden. Sie rasten ein, da es sich um ein Federprinzip handelt.warum laufen in manchen Häfen die Arbeiter gesichert ÜBER die Container auf den Schiffen um die Twistlocks beim Beladen einzusetzen, wenn in anderen Häfen auf dem Kai diese von UNTEN in die hängenden Container eingesetzt werden? Dienstvorschriften oder Landestypisches ?
Um sie wieder zu entsichern muss man an einem der "Nippel" ziehen. In dem gezeigten Bild vom CV-20 ist das gut zu erkennen.
freundlichen Gruß
Zuletzt geändert von Fischländer am Mi 15. Dez 2010, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
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- MClassens
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Laut SEC-Annonce (regelmäßig im THB) sind mittlerweile fast 2 Mio. Full-Automatic-Twistlocks im Einsatz, d.h. es müssen schon etliche Schiffe damit fahren. Z.B. die fünf Kanarien-gelben (Feeder-) Schiffe meines Arbeitgebers.Uwe Richter hat geschrieben:Ja wirklich herzlichen dank Euch Beiden !
Auf der SEC Seite ist das ja alles besonders gut beschrieben. Mich wundert sogar wie genau die Ihre Produkte mit Maßen dort aufführen.
Sind die vollautomatischen Twistlocks eigentlich schon eingesetzt? Gesehen habe ich noch nie welche auf Schiffen. Meist immer nur zig hunderte "conventionel" in diesen "BIN RACKS".
Als letzte Frage - dann nerve ich auch nicht weiter - warum laufen in manchen Häfen die Arbeiter gesichert ÜBER die Container auf den Schiffen um die Twistlocks beim Beladen einzusetzen, wenn in anderen Häfen auf dem Kai diese von UNTEN in die hängenden Container eingesetzt werden? Dienstvorschriften oder Landestypisches ?
Grüße aus dem Sauerland !
Uwe
Ob die Twistlocks an Land oder an Bord eingesetzt werden, hat glaube ich eher was mit der Art der TLs zu tun als mit irgendwelchen Sitten und Bräuchen. Die konventionellen müssen an Bord gesetzt werden und nachdem die nächste Lage Container geladen ist verriegelt werden wogegen die (Semi-)automatischen an Land in die COntainer eingesetzt werden. Aber das ist nur meine Vermutung...
Grüße von der Trave,
Malte
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frank0265
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Re: Frage zu Twistlock(s)
also vom Einsatz der vollautomatischen Twistlocks habe ich auch schon Negatives zu hören bekommen. Die sollen sich in schwerem Wetter auch mal schnell von selbst öffnen. Gefahr droht - Containerstapel kann einstürzen oder auch katapultähnlich wegfliegen....!! Auf den Schiffen, wo ich das hörte, sollten ursprünglich die vollautomatischen Twistlocks zum Einsatz kommen - wurde aber nach einigen schlechten Erfahrungen wieder auf das alte System umgestellt (Normal-Twistlocks).
Das Containerschiffe auf den Weltmeeren pro Jahr über 10000 Kisten verlieren, ist ja auch bekannt..... Und das ist nur eine Dunkelziffer.
Das Containerschiffe auf den Weltmeeren pro Jahr über 10000 Kisten verlieren, ist ja auch bekannt..... Und das ist nur eine Dunkelziffer.
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
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Christian Costa
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Moin zusammen,
im allgemeinen Sprachgebrauch muss man ein wenig aufpassen. Oftmals werden die Halb-Automatischen Twistlocks als automatisch bezeichnet.
Dabei sind sie es eben nur zur Hälfte.
Man muss generell zwischen drei Typen Decks-Twistlocks unterscheiden:
a) manuelle Twistlocks
Dieverse Feeder wie zB die Lappland fahren diese. Sie müssen vorm Löschen aus dem Laschkorb geöffnet werden. Dann können die Container gelöscht werden, ehe der Lascharbeiter die Twistlocks alle einsammeln kann und die nächste Lage öffnen kann. Das dauert meist recht lang und ist daher auch nur bei kleineren Schiffen anzuteffen. Natürlich geht das Ganze beim Laden spiegelverkehrt von statten. Man muss vorher die Twistlocks manuell auslegen, ehe man die Container setzen kann. Wenn einer sich verhakt, muss der Decksmann wieder den Twistlock öffnen. Sofern alles passt, kann der Lascher wieder per Laschkorb alle schließen.
b) Semi-Automatische Twistlocks
Der meistverbreitete Typ. Es gibt sie je nach Hersteller mit einem oder mit 2 Bändern. Diese werden vorm Löschen per Laschstange gezogen. Je nach Höhe kann man dies bis zu drei Lagen von unten machen. Bei Laschgallerien natürlich noch höher. Die E-Klassen haben zB 3 hoch Laschgallerien. Also kann man von unten bis in die 6. Lage öffnen. Das spart Zeit. Höhere Lagen kann man ebenfalls nur per Laschkorb erreichen.
Entscheidender Vorteil ist allerdings, dass diese Twistlocks sich an Container hängen lassen. D.h. sie bleiben im Cornercasting und können an Land unter der Brücke rausgedreht werden.
Genauso werden sie beim Laden auch wieder unter der Brücke eingehängt und rasten beim Aufsetzen auf den unteren Container automatisch ein und sind somit fest.
c) Voll-automatische Twistlocks
Diese öffnen sich automatisch, wenn man senkrecht nach oben mit der Brücke zieht, benötigen also keinen Lascher mehr. Einrasten tun sie später wie der Halbautomat ebenfalls selbständig. Der Nachteil dieser Twistlocks ist neben dem Preis auch das Gewicht. Sie sind deutlich schwerer. Daher entscheidet sich mancher Reeder auch wenn sie im Hafen Zeit sparen gegen diese Twistlocks, denn die gesparte Zeit spart nicht so viel ein wie einige zusätzliche Container, die aufgrund der höheren Tragfähigkeit des Schiffes mit leichteren Twistlocks transportiert werden können.
Alle von mir beschriebenen Twistlocks sind nur für den Decksgebrauch. In einigen Schiffen benötigt man allerdings auch Twistlocks im Unterraum. Hier in aller Regel nur für 20er.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
im allgemeinen Sprachgebrauch muss man ein wenig aufpassen. Oftmals werden die Halb-Automatischen Twistlocks als automatisch bezeichnet.
Dabei sind sie es eben nur zur Hälfte.
Man muss generell zwischen drei Typen Decks-Twistlocks unterscheiden:
a) manuelle Twistlocks
Dieverse Feeder wie zB die Lappland fahren diese. Sie müssen vorm Löschen aus dem Laschkorb geöffnet werden. Dann können die Container gelöscht werden, ehe der Lascharbeiter die Twistlocks alle einsammeln kann und die nächste Lage öffnen kann. Das dauert meist recht lang und ist daher auch nur bei kleineren Schiffen anzuteffen. Natürlich geht das Ganze beim Laden spiegelverkehrt von statten. Man muss vorher die Twistlocks manuell auslegen, ehe man die Container setzen kann. Wenn einer sich verhakt, muss der Decksmann wieder den Twistlock öffnen. Sofern alles passt, kann der Lascher wieder per Laschkorb alle schließen.
b) Semi-Automatische Twistlocks
Der meistverbreitete Typ. Es gibt sie je nach Hersteller mit einem oder mit 2 Bändern. Diese werden vorm Löschen per Laschstange gezogen. Je nach Höhe kann man dies bis zu drei Lagen von unten machen. Bei Laschgallerien natürlich noch höher. Die E-Klassen haben zB 3 hoch Laschgallerien. Also kann man von unten bis in die 6. Lage öffnen. Das spart Zeit. Höhere Lagen kann man ebenfalls nur per Laschkorb erreichen.
Entscheidender Vorteil ist allerdings, dass diese Twistlocks sich an Container hängen lassen. D.h. sie bleiben im Cornercasting und können an Land unter der Brücke rausgedreht werden.
Genauso werden sie beim Laden auch wieder unter der Brücke eingehängt und rasten beim Aufsetzen auf den unteren Container automatisch ein und sind somit fest.
c) Voll-automatische Twistlocks
Diese öffnen sich automatisch, wenn man senkrecht nach oben mit der Brücke zieht, benötigen also keinen Lascher mehr. Einrasten tun sie später wie der Halbautomat ebenfalls selbständig. Der Nachteil dieser Twistlocks ist neben dem Preis auch das Gewicht. Sie sind deutlich schwerer. Daher entscheidet sich mancher Reeder auch wenn sie im Hafen Zeit sparen gegen diese Twistlocks, denn die gesparte Zeit spart nicht so viel ein wie einige zusätzliche Container, die aufgrund der höheren Tragfähigkeit des Schiffes mit leichteren Twistlocks transportiert werden können.
Alle von mir beschriebenen Twistlocks sind nur für den Decksgebrauch. In einigen Schiffen benötigt man allerdings auch Twistlocks im Unterraum. Hier in aller Regel nur für 20er.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
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Fischländer
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Re: Frage zu Twistlock(s)
Hallo Christian,
wow, super Beitrag
So gut hätte ich das nicht erklären können. Hatte selbst auch vollautomatische Twistlocks und semi-automatische verwechselt
schöne Grüße
wow, super Beitrag
So gut hätte ich das nicht erklären können. Hatte selbst auch vollautomatische Twistlocks und semi-automatische verwechselt
schöne Grüße
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frank0265
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Re: Frage zu Twistlock(s)
...auch mal vielen Dank an Christian. Das es da drei Arten von Twistlocks gibt, habe ich nicht gewusst. Das werde ich mir auf der nächsten Fahrt auch mal genauer anschauen...
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
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Wesernixe
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Re: Frage zu Twistlock(s)
und auf manchen Schiffen werden - oder wurden zumindest - 2 u sogar 3 unterschiedliche Typen gefahren - z.B. Gotland.
Da muss(te) Bord sehr aufpassen, dass die jeweils richtigen genommen werden.
Ich meine Außen und vorn die manuellen u mittig u in den Cellguides die Semiautomaten.
Zumindest als ich noch jung und hübsch war, gab es auch noch unterschiedliche manuelle Twistlocks - nämlich rechts oder links öffnend
Da muss(te) Bord sehr aufpassen, dass die jeweils richtigen genommen werden.
Ich meine Außen und vorn die manuellen u mittig u in den Cellguides die Semiautomaten.
Zumindest als ich noch jung und hübsch war, gab es auch noch unterschiedliche manuelle Twistlocks - nämlich rechts oder links öffnend
