Kalle hat geschrieben: Fragenvariante 1:
Die Drehzahl wird auf ein Antriebspropeller mit feststehenden Propellern ( 4, 6 oder ? Propellerflügel ?) übertragen. Gehen wir von 6 feststehenden Propellern aus, Durchmesser der Schraube um 8 Meter.
Maschinenstart und langsam die Maschine auf Drehzahl hochfahren.
Befindet sich zwischen der Dieselmaschine und der Welle ein „Getriebe“, eine „Kupplung“?
Nein, starre Verbindung
Ja, geht nur mit Pressluft bei den grossen HubräumenKalle hat geschrieben: Wenn ja,
a) warum? Sinn und Zweck?
b) Wie hoch ist die Startdrehzahl (mir ist klar, sie beginnt bei NULL)?
c) Zu b) Unterstelle ich, sie liegt bei 15 Umdrehungen / Minute, dann muss doch ein sehr, sehr hohes Startdrehmoment aufgebracht werden. Reicht dazu nur Pressluft?
jaKalle hat geschrieben: d) Zu b) 10 oder selbst 15 Umdrehungen / pro Minute ergeben Vorschubskraft. Wann wird die Hauptmaschine gestartet? Wenn das Schiff noch am Kai festgemacht ist? (Ich würde das für sehr Abenteuerlich halten) Erst bei den Schleppermanöver mit Fahrt voraus?
e) Unterstellen wir, bei einem bestimmten Manöver muss mit der Schraube die Fahrt voraus, auf Fahrt zurück realisiert werden (Beispielsweise um die noch vorliegende leichte Vorwärtsfahrt abzubremsen / zu stoppen. Wird es zwingend notwendig, die Hauptmaschine zu stoppen und unter dem Modus Rückwärts, wieder anzuwerfen?
Je nach Maschine auch MinutenKalle hat geschrieben: f) Zu e) wie lange dauert es, bis sich die Hauptmaschine auf die neue Umkehrrichtung manöverrelevant eingestellt hat?
Meist bei Schiffen, welche viele Manöver fahren.Kalle hat geschrieben: Fragenvariante 2:
Ausgangsbasis wie unter 1: beschrieben, nur jetzt hat das Schiff keine feststehenden Propeller, sondern „Controllable Pitch Propeller“ oder Verstellpropeller, d.h. die Propellerblätter (4 Stück) sind drehbar an der Nabe befestigt.
Mit der Technik kann stufenlos die Propellersteigung verstellt werden (Fahrt vorwärts auf Fahrt rückwärts). Sicherlich bei der Schiffsgröße und der Maschinenleistung hydraulisch!
Ich kenne diese Antriebstechnik bei „kleineren“ Schiffen, beispielsweise Feeder, Passagierschiffe … Fähren!
Nein, soweit mir bekannt.Kalle hat geschrieben: a) Kommt diese Antriebtechnik auch bei großen Schiffen zum Einsatz? (Erinnern wir uns, es gibt ja heute nicht gerade kleine Passagierschiffe)
Evtl. bei Flugzeugträgern
Der Wirkungsgrad beim Festpropeller ist besser.Kalle hat geschrieben: b) Wenn nein, was spricht gegen diese Antriebsvariante? Hat sie doch manövertechnisch viele Vorteile!
Die grossen machen mehr Strecke, als Hafenmanöver > Verbrauch
Eher nein, da nur QuerstrahlKalle hat geschrieben: c) Wird diese Antriebstechnik (also Verstellpropeller) eventuell (oder gerade deshalb) durch leistungsstarke Bugstrahler, einschließlich Heckstrahler kompensiert?
Wäre besser aber viel zu aufwendig.Kalle hat geschrieben:
d) Müssten Bug- und Heckstrahler, der höheren Effizienz wegen, nicht statisch (90 Grad zur Schiffslängsachse), sondern um 360 Grad drehbar ausgelegt sein? (Quasi wie bei den Bugsierern). Nachteil: Sie brauchen noch tieferes Wasser in Häfen, Schleusen und Flüssen.
Auch bautechnisch.
Kommt auf den Hafen an.Kalle hat geschrieben: Abschließende Frage: Unterstelle ich, auch ein großes Containerschiff besitzt nicht nur Bug-, sondern auch Heckstrahler, entfallen mit der Technik sämtliche Schlepperaktivitäten bei den Anlege-, den Ablegemanövern? Einschließlich Drehmanöver in der Hafenmitte (also Schiffsausrichtung Seewärts)?
In den meisten Häfen wird Schlepper vorgeschrieben.
Robert


