"ziehen" einer Schiffswelle

trockendock
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"ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von trockendock »

Erstmal Hallo an alle, ich bin neu hier und habe auch gleich eine erste Frage,
und zwar....
zur Vorgeschichte...Ich bin angehender Ingenieur und schreibe meine Diplomarbeit bei einer Schiffs Reparatur Werft, meine Thema ist die herausfindung mögl. technischer Hilfsmittel zum ziehen einer Schiffswelle.

Nun meine Frage, hat jemand von euch schonmal gesehen das eine Welle mit einem Hydraulischen Schlittensystem oder irgendwelchen ähnlichen technischen Hilfsmitteln gezogen wurde?
Bisher hab ich nur gesehen wie das quasi per Hand mit Kranen, Hubzügen etc. gemacht wird......

Wäre super wenn jemand von Euch da ein paar bemerkungen machen könnte..;-)

Lg
Globus
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Globus »

Hallo !

Wofür etwas erfinden oder entwickeln, was eigentlich überflüssig ist?

Wie oft wird diese Schaftwelle gezogen? Alle 10 Jahre zur Großen Klasse?

Sie ist das kürzeste Wellenstück auf einem Schiff und deshalb leicht zu
handhaben.

Gruß Globus
trockendock
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von trockendock »

Hallo,

naja also ganz so kann man das nicht abtun, grundsätzlich hast du recht, trotzdem birgt der momentane technische stand diverse schwierigkeiten bzw. Aufwendungen.
Der Prozess dauert lange und ist Personalintensiv was wiedrum teuer ist.

ich will nicht oberlehrerhaft wirken, aber da ich zur zeit rechtgut into it bin muss ich dich verbessern;

laut klassifikation ist es vorgesehen alle 5jahre dichtungen lagerung usw, sowie die welle im ausgebauten zustand zu begutachten.
Alle 2,5 jahre das ganze modifiziert, also eine begutachtung im ausgebauten zustand.

nichts desto trotz denke ich wäre es durchaus sinnvoll ein Handhabungssystem zu entwickeln, was den vorgang verkürzt bzw. vereinfacht, gerade im Reparaturbetrie wo mehr als 150 Dockungen die regel sind, trotzdem ist die notwendigkeit des beschriebenen nur 15-20 mal im jahr der fall.
Auf den Kosten/Nutzen Aspekt ist daher großen Wert zu legen.

Aber danke für deine Bermerkungen;-)
falls du sowas mal sehen solltest sag bescheid...

gruß td
Globus
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Globus »

naja also ganz so kann man das nicht abtun, grundsätzlich hast du recht, trotzdem birgt der momentane technische stand diverse schwierigkeiten bzw. Aufwendungen.
Der Prozess dauert lange und ist Personalintensiv was wiedrum teuer ist.

Du meinst das Ziehen der Welle zur Besichtigung?

laut klassifikation ist es vorgesehen alle 5jahre dichtungen lagerung usw, sowie die welle im ausgebauten zustand zu begutachten.

Diese Zeit wird in der Regelüberschritten mit Sondergenehmigung.
Alle 2,5 jahre das ganze modifiziert, also eine begutachtung im ausgebauten zustand.

In meinen 35 Jahren Seefahrt habe ich nur einmal eine Welle gezogen, wegen Lagerschadenss im Schaft. Was die GL-Regeln besagen, wird bei der Schaftwelle selten eingehalten. Es ist ja auch nicht der gesamte Schaft, der besichtigt wird, sondern nur die zwei bzw drei Lagerbunde. Und die werden mit Stichmass kontrolliert. Die HDW-Dichtungen werden ja mit eingebauter Welle gewechselt.nichts desto trotz denke ich wäre es durchaus sinnvoll ein Handhabungssystem zu entwickeln, was den vorgang verkürzt bzw. vereinfacht, gerade im Reparaturbetrie wo mehr als 150 Dockungen die regel sind, trotzdem ist die notwendigkeit des beschriebenen nur 15-20 mal im jahr der fall.
Auf den Kosten/Nutzen Aspekt ist daher großen Wert zu legen.

Wäre das eine so große Arbeitserleichterung, hätten die Werften längst so etwas eingebaut. Die Welle muß aber beim Ziehen, frei hängen und mit Festsetzen auf einem Schlitten, würde ddie Gefahr bestehen, dass sie verkantet und in den Lager festklemmt. Und diese damit beschädigt.

Ich hoffe, Dich nicht schon wieder brüskiert zu haben, wie ein Teil der geehrten Forumsteilnehmer behauptet.

Globus
Globus
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Globus »

Wäre so ein Werkzeug sinnvoll, würde es das längst geben.

Es müßte fest an Bord eingebaut sein, da kein Schiff wie das andere gebaut ist. Nicht mal Schwesterschiffe.

Kein Reeder wäre bereit, eine große Summe dafür zu bezahlen. Da er genau weiß, wenn überhaupt, dann brauchen wir es in 5 - 10 Jahren. Und ---- gehört mir das Schiff dann noch? Und ---- die/jede Werft hat so viel Übung im Ausbau, da brauch ich keine Investition für Extras.

Alles, was an Bord sein Muß, bestimmt die Klassifikation und die sieht da scheinbar auch keinen Sinn.
Und Besichtigungen der Stevenrohrlager können in einer Dockzeit zur Klasse ohne Hast durchgeführt werden.

Man hat ja nicht mal eine Vorrichtung zum Entfernen der nächsten Welle an Bord. Und die muß ja erstmal weg!

Globus
Peter Hartung
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Peter Hartung »

Guten Morgen!

Habe Euern "Wellenzieher"-Disput mit Interesse gelesen und "trockendock" so verstanden, dass ihm ein Thema für seine Diplom-Arbeit gegeben wurde bzw. er sich ein solches Thema für seine Diplom-Arbeit gesucht hat. Dabei soll es um Hilfsmittel zum Ziehen einer Antriebswelle gehen.

Unklar ist mir noch, ob "trockendock" hier eher ein vorgegebenes Thema bearbeiten soll oder ob er aus eigenem Antrieb motiviert ist, eine Lösung für diese Fragestellung aktiv zu suchen.

Ich kann nicht beurteilen, ob es für das Wellenziehen eine - wie oben beschrieben - technische Lösung gibt. Zum Beispiel eine, die stationär im Maschinenraum verbleibt, um ggf. zum Wellenziehen Verwendung zu finden. Ökonomisch würde eine solche Lösung den Baupreis erhöhen, hätte aber möglicherweise Vorteile bei der Instandhaltung, Reparatur oder Austausch der Welle. Sowohl von der Handhabung als auch vom Arbeitszeitaufwand her. Würde wohl auch eine entsprechende Qualifikation der Maschinen-Crew erfordern.

Ob eine solche Vorrichtung ggf. statt im Schiffskörper auf der Werft vorgehalten werden könnte, die dann im Fall des Falles von der Werft eingesetzt werden kann, sollte geprüft werden. Dann gäbe es möglicherweise ein ökonomisches Interesse der Werften, damit Schiffsreparaturen und Klasse-Arbeiten zügiger erledigen zu können. Die müssten das Ding dann allerdings auch qualifiziert "händeln" können.

Also ist für mich die Themenstellung nachvollziehbar und ich halte es auch für sinnvoll, dafür nach Lösungen zu suchen.

Klar ist, die Anforderungen der Klassifikationsgesellschaften geben den Rahmen vor. Aber wir wissen nicht, ob nicht gerade auch von dort nach der oben angesprochenen Lösung gesucht wird, da es ja eine enge Zusammenarbeit des GL mit den Hochschulen gibt.

Andererseits ist es doch im konkreten Schadensfall so, also wenn im Alltagsbetrieb des Schiffes ein Wellenziehen akut notwendig wird, dass die Maschinencrew und/oder die Werft praktisch in der Lage sein müsste, eine solche Hilfseinrichtung qualifiziert handhaben zu können. Oder ggf. ob die Werft eine solche Vorrichtung zur Verfügung hat bzw. damit umgehen kann. Da sind die Einwendungen aus der Praxis, so wie "Globus" hier formuliert hat, von großer Bedeutung. Diese sollte "trockendock" deshalb unbedingt in seinen Überlegungen für das Bearbeiten des Themas einbeziehen.

"Globus" weist zu Recht auf die Anforderungen der Klassifikationsgesellschaften hin. Ich habe dazu das nachfolgende PDF-Dokument des Germanischen Lloyds gefunden: http://www.gl-group.com/infoServices/ru ... glrp-d.pdf

Über die Links im Dokument bekommt man Zugriff auf Bauvorschriften und Richtlinien des GL. Vielleicht ist es hilfreich.

Darin gibt es einen Abschnitt über die Wellenanlage:

http://www.gl-group.com/infoServices/ru ... schn04.pdf

In Abschnitt 5.6.1 findet sich folgender Hinweis: "Wenn die Propellerwelle innerhalb des Stevenrohrs
in Öl läuft, besteht die Möglichkeit, die Intervalle zwischen dem Wellenziehen zu verlängern."

Meiner Meinung nach kann eine solche angedachte hydraulische Ziehvorrichtung, die stationär ins Schiff eingebaut wird, ökonomisch nur sinnvoll sein, wenn es sich hierbei um Standardbauten mit identischer technischer Ausstattung handelt, also quasi bei der Bestellung als "sinnvolles Zubehör" (gegen Preisaufschlag) mitgeliefert wird. Oder die Vorrichtung könnte sinnvoll sein für Werften, die regelmäßig Schiffe des selben Standardtyps warten und reparieren. Eine Ziehvorrichtung, die bei unterschiedlichen Wellentypen (Durchmesser, Länge, Gewicht, Antriebsanlage etc.) eingesetzt werden kann, erscheint mir eher unwahrscheinlich. Kann aber auch mit dieser Einschätzung daneben liegen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Hartung
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Globus
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Globus »

Hallo !

Ich werde mal versuchen, auf Deine Ausführungen der Reihe nach zu antworten, ohne "zitieren" zu benutzen.


Eine stationäre Vorrichtung gibt es nicht. Und stationär muß sie sein, da kaum ein Schiff jemals in seine Bauwerft zurückkommt. Also kann man mit Vorrichtungen, die in Korea liegen, nichts anfangen, wenn das Schiff in Kuweit ins Dock geht.
Viel wichtiger, als diese Vorrichtung, ist eine Lösung, die 2.Welle (Richtung Motor) aus dem Weg zu räumen, da diese Welle der Schaftwelle Platz machen muß.



Das ziehen der Schaftwelle geht sehr schnell. Vorher muß nur der Propeller runter und die 2. Welle weg. Ein Hydrauliksystem würde die Zeit nicht verkürzen.




Warum Lösungen suchen, die zeitmäßig nichts bringen. Solche hochentwickelten Werften wie B&V hätten, wäre es notwendig und machbar, längst das notwendige Werkzeug entwickelt.




Dann müßte der Fragesteller das wissen, wenn schon danach gesucht wird.




Ein Wellenziehen setzt immer ein Docken voraus. Und dort wird diese Arbeit von der Gang "Schaft und Schraube" durchgeführt. Das sind Leute, die das täglich machen und mit jedem Werkzeug klarkommen würden.



Ich würde die betreffenden Meister und Vorarbeiter auf der Werft fragen, ob so ein Werkzeug sinnvoll ist. Das sind die Leute, die es sich wünschen würden, wenn es möglich wäre.

Ein Hydraulikwerkzeug wäre ein riesen Ungetüm, im Vergleich zu einige Ketten- und Hubzügen. Außerdem stehen hinten, in dem engen Raum, die Fundamente der Wellenlager im Weg. Das müßte dann erstmal alles beseitigt werden.
Bei einer Hydraulikanlage hat man keinerlei Gefühl, ob die Welle kommt oder klemmt.



Gruß Globus
horkini

Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von horkini »

Moin,
guckst du hier:
http://www.forum-schiff.de/phpBB3/viewt ... 02160f6fd4
Wie meistens, war alles schon mal da uns ist auch gar nicht lange her!
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es zu meiner aktiven Zeit mal Bestrebungen (bei HDW?), ein Stevenrohr zu konstruieren, das komplett mit Schwanzwelle und allen Lagern, Dichtungen usw. mit einem Flansch in das Achterschiff eingebaut werden kann.
Man wollte Fehler meim Ein-und Ausbau der Schwanzwelle vermeiden, was bei unerfahrenen Werften immer wieder vorkommt.
Aus irgendwelchen, mir nicht bekannten Gründen, ist diese Denkrichtung wieder aufgegeben worden.
Man zieht die Schwanzwelle bis heute nur dann, wenn die Klasse es unter Androhung von Entziehung verlangt! :twisted:
Oder wenn der Ölverlust der inneren Vorlage zu groß und damit zu teuer für den Reeder wird............! :o
Grüße
horkini
trockendock
Beiträge: 4
Registriert: Do 4. Nov 2010, 11:17

Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von trockendock »

Moin Moin,


erstmal danke für euer Interesse, bin angenehm Überráscht über eure Beitrage, ich bin natürlich nicht brüskiert über die Kommentare sonder jederzeit Offen für Kritik, Verbeserungen oder andere Denkweisen "globus";-), wenn ich auch den Beitrag von "mkmillenium" im zusammenhang zu diesem Beitrag nicht ganz nachvollziehen kann.
Grundsätzlich hat er Recht, aber so ist das nunmal mit ner Diplomarbeit, für die Firma ist das immer eine günstige Arbeitskraft zum lösen von Problemen, ich für den Studenten gleichzeitig die Chance zu zeigen was er kann...

Naja weiter zum Thema, ich habe das Gefühl ich wurde etwas flasch verstanden, zunächst habe ich mir diese Thema aus einem Pool von Themen ausgesucht die mir zu verfügung standen, auch aus persönlichem interesse dieses Thema zu lösen. Also es ist mir nicht "aufgedrückt"worden;-)

So nun zum eigentlichen, also mein Thema beschäftigt sich mit der Analyse dieses Prozesses "Welle ziehen". Ich bin nicht gezwungen eine Handhabungsvorrichting zu entwickelnt, meine Aufgabe besteht erstmal hauptsächlich darin herauszufinden OB es möglich ist und wenn JA, Wie?

Grundsätzlich geht es dabei um das ziehen der Propellerwelle nach "außen", evtl. Vorrichtungen sollen im Dock verwendet werden und nicht stationär am oder im Schiff installiert sein. Mit einer Entwicklung eines Stevenrohrs, welches mit allen involvierten Komponenten eingebaut werden kann/soll, wie "horkini" sagte hat es auch nichts zu tun.

Bisher habe ich schon viel im Internet recherchiert, mit entsprechenden Leuten gesprochen und Lektüre gesucht, das einzigste was ich in zusammenhang mit diesem Thema fand war ein Bild von der LLoyd Werft:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... s%3Disch:1

Ansonsten habe ich nichts gefunden, daher meine Frage in diesem Forum.

Ein Handhabungssystem müsste so konstruiert sein, dass sich die Ausrichtung der Welle so präzise wie möglich einstellen lässt, ohne ständiges hin und her schwingen aufgrund des Handlings mit Kranen und Hubzügen. Des Weiteren ist es erstmal Offen ob die Vorrichtung das Ziehen an sich unterstützt oder nur die Last trägt, das bleibt noch genauer festzustellen.
Die evtl. Vorrichtung soll nur im DOCK benutzt werden und sich an verschiedene Konstruktionsweisen bezgl. der Wellensysteme sowie der Schiffe anpassen lassen (höhe, Flucht, etc.). wie das dann letztendlich passiert ob mir Hydraulik o. änlichem ist auch noch festzustellen.

Prinzipiell scheint bedarf für solche Systeme da zu sein, sonst hätte die Firma das nicht als Diplomarbeitsthema ausgeschrieben. Es hat sich nach meinen Infos nur halt noch keiner "genauer" mit diesem Problem befasst. Das ist jetzt meine Aufgabe. Am Ende soll dabei raus kommen: geht es JA oder NEIN und wenn JA wie? Wenn NEIN warum nicht?

Nochmal Grundsätzliches:

-Festpropeller --> Propeller ab
-Verstellpropeller--> Propeller bleibt dran
-ziehen der Welle nach aussen in das Dock
-evtl. Vorrichtung (bestehend aus mehreren Komponenten wegen dem Gewicht)
- nahezu universell einsetzbar

Natürlich sollen evtl. Vorrichtungen nicht für jede Welle eingesetzt werden, bei kleinen kurzen Wellen macht es keinen Sinn, genauso wie bei sehr großen Schweren (wobei die begebenheiten im Dock (Länge etc) nur ein Welleziehen bis ca. 20länge, was eh selten vorkommt und 50to max. gewicht zulassen) die Einsatzbandbreite soll auch festgestellt werden.

ich hoffe ich konnte das ganze jetzt etwas klarer erläutern, sollten trotzdem noch fragen dazu sein...bitte stellt sie gerne!
Ansonsten freue ich mich auf weitere Anmerkungen/Erfahrungen oder Vorschläge.

Danke
Globus
Mitglied
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Re: "ziehen" einer Schiffswelle

Beitrag von Globus »

Nur mal eine Frage :

Wie kriegst Du denn den Wellenflansch durch das Stevenrohr, wenn Du den Schaft ins Dock ausbauen willst? Also würde nach außen herausnehmen nur für Anlagen mit Spezialkupplung funktionieren.

Die Welle wiegt mehrere Tonnen. Was für ein Monstrum von Vorrichtung soll das werden, wenn die Welle ins Dock ausgebaut wird? Bei einer Höhe von bis zu 10 m. Dann müßte diese Vorrichtung ans Dock oder an das Heck des Schiffes angeschweißt werden. Sie darf sich bei der Arbeit keinen mm bewegen!

Wie willst Du die Vorrichtung so einrichten, dass die Welle dann fluchtend zum Motorflansch liegt?

Ich weiß, das sind die Fragen, die geklärt werden sollen. Ich sehe da aber keine großen Möglichkeiten. Vor allem deshalb nicht, weil man kein Standardgerät dafür konstruieren kann. Jedes Schiff müßte seine Vorrichtung mit sich rumschleppen. Und Außenbords am Heck Halterungen, die die eigentliche Vorrichtung aufnehmen können. Oder diese müßten dann, wenn erforderlich erstmal montiert werden.
Das Ruderblatt müßte dann auch erstmal weg!

Eine Möglichkeit wäre natürlich : In jedes Dock eine fahrbare Vorrichtung, die man unter das Stevenrohr schiebt. (Vorher Ruderblatt weg). Die Welle damit herauszieht und dann auf die lagerfreien Stellen legt. Das müßte alles verstellbar sein, da keine Welle wie die andere gebaut ist.
Einbau umgekehrt. Da aber die Welle komplett im Rohr verschwindet, müßten die tragenden Teile der Vorrichtung vor Eingang absenkbar sein.

Das ganze Werkzeug würde einige 100 000 Euro kosten. Kein Problem, wenn man pro Dock nur eines bräuchte.



Gruß Globus
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