Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

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Johannes7
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Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Johannes7 »

Auch mal interessant.
Der Bericht ist zwar von Anfang August aber ich möchte ihn hier trotzdem mal zeigen.

http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/ ... id=2851111

Was haltet Ihr davon ?
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Jens.G
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Jens.G »

Eigentlich keine schlechte Idee. Allerdings würde das ja nur als Saisonbetrieb Sinn machen.
Wer soll das betreiben? Denn mal ernsthaft, um eine spürbare Entlastung für die B96 und B196 zu erreichen, bräuchte man schon ordentlich Kapazität bei dichtem Fahrplan.
Das war ja seinerzeit schon bei Stahlbrode-Glewitz das Problem, das bei richtig Verkehr die Fähre einen genauso großen Zeitverlust fabriziert hat, wie der Stau an der Rügendammbrücke.

Könnte doch ab 2012 Scandlines mit den beiden dann überflüssigen "Prins Joachim" und "Kronprins Frederik" zuschlagen... :mrgreen:
Gruß Jens
Wrixumer
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Wrixumer »

Ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht.

Nur wieso Gager? Baabe wäre günstiger gelegen. Wie tief sind denn die Bodden dort?
Wäre eine schöne neue Heimat für die UTHLANDE (1980), SCHLESWIG-HOLSTEIN (1988) und INSEL AMRUM (1970), die ja bei der W.D.R. ausgemustert wurden bzw. werden.

Gruß
Jens.G
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Jens.G »

Wrixumer hat geschrieben: Nur wieso Gager? Baabe wäre günstiger gelegen. Wie tief sind denn die Bodden dort?
Gruß
Die (der?) Having hat kurz vor der Baaber Bek (über die die Ruderfähre nach Moritzdorf übersetzt), ca. 2,5m, das Fahrwasser weiter draussen im Bodden bis über 7m. Danach kommt gleich anschließend ein Naturschutzgebiet (Zone 2). Na ja, und über die Zufahrt zum Bollwerk hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Da entlang den Entlastungsverkehr zu führen, dürfte ähnlichen Gesprächsbedarf hervorrufen, wie ein gewisser Bahnhof im Schwäbischen... :roll: Da erscheint mir Gager irgendwie vermittelbarer.
Gruß Jens
schwedenelch
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von schwedenelch »

hab ich irgend etwas nicht ganz verstanden oder hinkt der Vergleich mit sylt kräftigst? nach Sylt kommt man ja nur wenn man bezahlt, entweder den Autozug, oder eben die Fähre. der Weg nach Rügen ist (bislang) hingegen mautfrei, und ich frage mich da ernsthaft, wie da eine Fähre konkurrenzfähig sein soll. kostenlos kann man sowas ja wohl kaum anbieten ;) und ob die Zahl an Urlaubern und Inselbewohnern, die freiwillig geld für die Strecke ausgeben(die man , zugegebenermaßen mit stau, auch kostenfrei umfahren kann) groß genug ist, damit der Betrieb wirtschaftlich wird, waage ich dann doch mal zu bezweifeln. eine Chance hätte so etwas glaube ich nur, wenn auch die Rügenbrücke und somit die reine Tour mit dem Auto, Maut kosten würde.
Alexander
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Alexander »

schwedenelch hat geschrieben:hder Weg nach Rügen ist (bislang) hingegen mautfrei, und ich frage mich da ernsthaft, wie da eine Fähre konkurrenzfähig sein soll. kostenlos kann man sowas ja wohl kaum anbieten ;) und ob die Zahl an Urlaubern und Inselbewohnern, die freiwillig geld für die Strecke ausgeben(die man , zugegebenermaßen mit stau, auch kostenfrei umfahren kann) groß genug ist, damit der Betrieb wirtschaftlich wird, waage ich dann doch mal zu bezweifeln.
Grundsätzlich ein berechtigter Einwand - wobei ich mich allerdings Frage, wie Du einen Stauf auf der neuen Brücke über den Strelasund umfahren willst. Mir fällt da nur spontan ein Umweg über Dänemark ein: mit dem Auto nach Fehmarn, dann mit der Fähre von Puttgarden nach Rödby, weiter mit dem Auto hinüber nach Falster, dort mit der Fähre von Gedser nach Mukran. Dann lieber Stau, oder? :D

Alexander
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schwedenelch
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von schwedenelch »

ich schrieb ja, bei wahl der normalen Straßenstrecke hat man eben den Stau, dafür keine Kosten. mal abgesehen davon das da nun auch nicht täglich so ein großer Stau herscht, wie der, der der auslöser für diese fährideen war. eine Fähre trägt sich im gegenzug aber nur, wenn sie wirklich immer ausgelastet ist. Für Bewohner der Ecke, die da öfter(täglich) rumfahren müssen mag Stau mehrfach im Jahr nervig sein, für nen Urlauber spielts glaube ich nicht die bahnbrechendste Rolle ob er ne Stunde früher oder später im Feriendomizil ankommt. und die die das stört, von denen sind längst nicht alle bereit auch ordentlich geld auf den tisch zu legen um ein wenig rumzuschippern.... und für die wiederum größeren autoschlangen die Richtung fährhafen mukran wollen, lohnt ein umweg übers mönchgut wohl auch eher weniger, die werden also ohnehin weiter die Straßen Rügens "verstopfen". Die Zielgruppe für die eine solche Fähre wirklich interessant UND lohnens- bzw. Geldwert ist, ist so klein, das davon keine Reederei wirklich leben kann meien ich. ich lass mich aber gern eines besseren belehren, sollte so ne fähre doch mal gestartet werden. ;)
Jens.G
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Re: Mit der Fähre bis aufs Mönchgut ? (OZ vom 04.08.10)

Beitrag von Jens.G »

schwedenelch hat geschrieben: Die Zielgruppe für die eine solche Fähre wirklich interessant UND lohnens- bzw. Geldwert ist, ist so klein, das davon keine Reederei wirklich leben kann meien ich. ich lass mich aber gern eines besseren belehren, sollte so ne fähre doch mal gestartet werden. ;)
Ich weiß nicht recht, das ist so ein komisches Ding: bei der Geiz-ist-Geil-Mentalität glaube ich schon, das sich viele in den Stau stellen, ehe sie auch nur einen Euro für die Fähre bezahlen würden. Andererseits müsste so ein Fährbetrieb schon recht reichlich dimensioniert sein, um überhaupt eine Entlastung für die Straßen darstellen zu können - 40 Autos in der Stunde machen da gar keinen Sinn. Also würde so eine Fähre wahrscheinlich nur mit einem riesigen Marketingaufwand, entsprechender Lenkung der Verkehrsströme auf dem Festland und mit der ganz großen Kelle verteilten Subventionen funktionieren.

Mal ganz davon abgesehen, ist die Misere in der Hochsaison aber auch eine hausgemachte. Vor 1990 lag die Bettenanzahl in den Seebädern unter der heutigen, dafür reiste man zumeist mit der Bahn an und ab. Bettenzahl hoch, Bahn (fast) weg, Straßenkapazität noch die selbe wie früher - irgendwie auch selbst schuld...
Gruß Jens
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