Unglücks-Thread

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Fritz
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Fritz »

Hier noch ein kleines Vdeo zu der Alta



https://www.nytimes.com/2020/02/18/worl ... ennis.html


Fritz

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Das französische Tankmotorschiff PAMPERO wurde bei der Schleusung auf der Rhone in Sablons durch starken Sog durchs Schleusentor getrieben und schwer beschädigt:
https://www.ledauphine.com/faits-divers ... n-dommagee

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Hier noch mal Bilder der holländischen Küstenwache von der OOCL RAUMA, IMO:9462794, die am 11.2. im Sturm Sabine sieben Container vor Holland verlor - aktuell liegt sie immer noch in Rotterdam:
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Zuschauer
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Zuschauer »

Na das ist ja mal schaukelig, was die RAUMA da treibt... :shock:

Geisterschiff ALTA in Cork angespült:
Wie kann sowas eigendlich passieren? Die Mannschaft verläßt das Schiff, ok.
Aber warum überläßt man dann das Schiff sich selbst, ohne es bei Gelegenheit einzusammeln?

KaiR
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von KaiR »

wahrscheinlich ist die Bergung teurer als der Wert des Schiffes. Über eine Ladung ist ja nichts bekannt. Details bitte von den Eigentümern erfragen, die sich aber sicher hinter irgendeiner offshore-Gesellschaft verbergen.
Grüße,

Kai

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Zuschauer hat geschrieben:
Mi 19. Feb 2020, 16:42
Na das ist ja mal schaukelig, was die RAUMA da treibt... :shock:

Geisterschiff ALTA in Cork angespült:
Wie kann sowas eigendlich passieren? Die Mannschaft verläßt das Schiff, ok.
Aber warum überläßt man dann das Schiff sich selbst, ohne es bei Gelegenheit einzusammeln?
Wer sollte es einsammeln? Kein greifbarer Eigner oder Versicherung, kein Bergelohn - und auch kein nennenswerter Schrottwert.

Volker Landwehr
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Volker Landwehr »

Die MV ALTA trieb mit Maschinenschaden im Atlantik und die Vorräte gingen zur Neige. Die US Coast Guard hat daraufhin Vorräte abgeworfen. Angeblich wartete die ALTA auf einen Schlepper. Da die ALTA sich im prognostizierten Weg des Hurrikane Leslie befand, entschloss sich die USCG die Besatzung vom treibenden Schiff zu holen: https://twitter.com/VesselFinder/status ... 05/photo/1

Verhandlungen der USCG mit dem Eigner wegen eines Schleppers verliefen im Sande. Und in der Mitte des Ozeans hat die USCG keine rechtlichen Befugnisse. https://www.euronews.com/2020/02/18/gho ... rew-aboard

Ich gebe Kai recht, dem Eigner war vermutlich der Schleppereinsatz für ein 1976 gebautes, unbeladenes Schiff schlicht zu teuer.
Gruß, Volker

GMDSS
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von GMDSS »

Bzgl. "Alta"

Wieso so ein Geisterschiff aber nicht verfolgt wird (das sollte in heutiger Zeit ja relativ leicht möglich sein) und spätestens im Falle einer möglichen Strandung verschleppt wird, das verstehe ich nicht.
Spätestens wenn es in die Hoheitsgewässer eintritt hätte man doch etwas unternehemn müssen!
Jetzt liegt es da und und die Bergung kostet wesentlich mehr als wenn man es vorher abgeschleppt hätte!

Es ist ja auch anzunehmen das vom Eigner kein Geld für die Bergung fliessen wird, von den möglichen Umweltschäden völlig abgesehen!

Volker Landwehr
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Volker Landwehr »

GMDSS hat geschrieben:
Mi 19. Feb 2020, 21:22
Bzgl. "Alta"

Wieso so ein Geisterschiff aber nicht verfolgt wird (das sollte in heutiger Zeit ja relativ leicht möglich sein) und spätestens im Falle einer möglichen Strandung verschleppt wird, das verstehe ich nicht.
Spätestens wenn es in die Hoheitsgewässer eintritt hätte man doch etwas unternehemn müssen!
Jetzt liegt es da und und die Bergung kostet wesentlich mehr als wenn man es vorher abgeschleppt hätte!

Es ist ja auch anzunehmen das vom Eigner kein Geld für die Bergung fliessen wird, von den möglichen Umweltschäden völlig abgesehen!
Wie soll die Verfolgung funktionieren? Entsprechend ausgerüstete Satelliten können zwar das AIS-Signal empfangen, aber dazu hätte die ALTA senden müssen. Mit einem Maschinen-Blackout versagen da irgendwann alle Möglichkeiten. Bleiben nur Satellitenfotos, nur ist da niemand außer dem Eigner verantwortlich und der hatte ja anscheinend kein Interesse.

ABC14news hatte eine Karte mit den bekannten Positionen bei der Aufgabe und einer Sichtung durch ein Schiff der Royal Navy: https://abc14news.com/wp-content/upload ... 137613.jpg
Danach steht zu vermuten, dass die ALTA erstmals in Irland in ein Hoheitsgewässer geraten ist. Und selbst wenn man sie vor der Küste bemerkt hätte, wer hätte sie auf den Haken nehmen sollen? Das UK hat nur noch ein oder zwei ETVs im Norden. Und Hafenschlepper wären im Sturm Dennis (120km/h, bei uns Sabine) nicht meine Wahl gewesen, ein unbeladenes Geisterschiff vor einer Strandung zu bewahren.

Ein Team war an Bord und hat nach Angaben englischer Medien nur wenig Diesel gefunden. Aber das weiß man erst hinterher.
Gruß, Volker

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DanielR
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von DanielR »

Volker Landwehr hat geschrieben:
Mi 19. Feb 2020, 23:24
ABC14news hatte eine Karte mit den bekannten Positionen bei der Aufgabe und einer Sichtung durch ein Schiff der Royal Navy: https://abc14news.com/wp-content/upload ... 137613.jpg
Moin!

Ich verstehe die Karte noch nicht. (Ursprünglicher Weg: Griechenland nach Haiti.)
- Position beim Verlassen 10/2018, klar.
(- Laut https://www.theguardian.com/world/2020/ ... orm-dennis wurde die ALTA dann Guyana (nördliches Südamerika) geschleppt.)
- Sichtung durch die HMS PROTECTOR 9/2019, klar.
Aber wieso beginnt die gestrichelte Linie vor Westafrika und führt dann erst nach Irland?


Oft zu Lesen auf verschieden Seiten:
Among those taking an interest is Ballycotton RNLI Lifeboat Operations manager John Tattan, who said: "This is one in a million."

"It has come all the way up from the African coast, west of the Spanish coast, west of the English coast and up to the Irish coast.

Wo gab es eine dazu passende Sichtung?

Gruß, Daniel

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