Unglücks-Thread

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Tim S.
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Feuer auf einstiger Kiel-Bagenkop-Fähre

Beitrag von Tim S. »

Am 10.1. brach auf der kanadischen Fähre „Apollo“, 4238 BRZ (IMO 700 6314), die von der Woodward Group zwischen St. Barbe und Blanc Sablon eingesetzt wird, ein Feuer aus. Es gelang der Crew, den Brand rasch zu löschen. Die Fähre war 1970 von J.L. Meyer in Papenburg erbaut worden. Das 1100 tdw verdrängende Schiff ist 108,07 Meter lang, 17,2 Meter breit und hat 4,6 Meter Tiefgang. Es ist für 1200 Passagiere und 2600 Pkw zugelassen. Es war am 19.12.1969 an die AB Slite abgeliefert und 1970 für die Viking Lines auf der Route Kapellskär - Mariehamn – Nådendal in Fahrt gegangen. Am 18.3. rettete sie drei Mann des Trawlers „Gala“, der im Packeis 10 Seemeilen nordöstlich von Flötjan im Packeis bei Ålandshav gesunken war, aus einem Gummiboot. Am 19.7.1973 übernahm sie die Passagiere der „Viking 1“, die auf Grund gelaufen war, und brachte sie nach Kapellskär. Es folgten der Liniendienst Stockholm - Mariehamn – Åbo bis 1975. 1976 ging sie an die Olau Line in Riba und wurde als “Olau Kent” zwischen Sheerness und Vlissingen eingesetzt. Beim Beladen in Sheerness brach am 19.12.1976 ein Feuer im Maschinenraum aus, das die Evakuierung der Passagiere nötig machte. Nach Reparatur in Vlissingen wurde sie weitere vier Jahre eingesetzt, bis sie dort 1980 in die Kette gelegt wurde. Für die Nordisk Færgefart, A/S, Faaborg, ging sie im März 1981 auf der Route Fåborg – Gelting als „Gelting Nord“ auf Fard. Mit neuer Maschine, die sie auf der Svendsborgs Varv erhielt, wurde sie 1982 für dieA/S Kattegat zwischen Hundested und Sandefjord eingesetzt. Einer Aufliegezeit nach Reederei-Pleite 1984 folge der Verkauf an die Nordisk Færgefart, A/S, Nassau, Bahamas nud der Einsatz als „Benodet“ in Charter der Brittany Ferries, Morlaix als „Benodet“ zwischen Plymouth und Roscoff. 1985 erfolgte eine Charter für die British Channel Island Ferries als “Corbiére“ zwischen Poole und Cherbourg. 1991 wurde sie für den Liniendienst Helsingfors-Tallin „Linda 1“ umgetauft und ins estnische Register überführt. In Helsingfors wurden am 4.11. 225000 Schmuggelzigaretten beschlagnahmt. Am 3.11.1992 lief sie in demselben Hafen auf Grund. 1994 begann eine Charter für Tallink. Nach dem Untergang der „Estonia“ wurde sie in Helsingfors wegen ebenfalls defekter Bugklappe gestoppt. 1995 wurde sie zur „Apollo“ der Reederei AB Eckerö, 1997 in Marihamn aufgelagt. 1998 folgte nach kurzem Zwischenspiel als Hotelschiff in Viborg eine Charter für die Nordisk Færgefart, A/S, Faaborg, die sie zwischen Bagenkop und Kiel einsetzte. Nach Ende der Butterfahrten wurde sie wieder in Marihamn aufgelegt, ehe am 26.1. der Verkauf an die Labrador Marine Inc. In St. John, Neufundland, erfolgte. Am 2.2.2000 verließ die Fähre Finnland mit Kurs nach Kanada.

Tim S.
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2 Tote auf Frachter in Dover - Ladung entwickelte Hitze

Beitrag von Tim S. »

Auf dem lettischen Frachter „Sava Lake“, der am 18.1. um 21.50 Uhr in Dover festmachte, wurden zwei Besatzungsmitglieder tot aufgefunden. Sie starben offenbar durch chemische Gase, die durch ein Leck ausgetreten waren. Die Feuerwehr untersuchte das Schiff und seine von Dänemark nach Portugal bestimmte Ladung in den Western Docks von Dover. Die fünfköpfige Restcrew hatte Dover Coastguard am 18.1. um 19.05 Uhr alarmiert, nachdem die beiden Toten entdeckt worden waren. Es handelte sich um Letten oder Russen. Die Polizei begann eine Untersuchung und war mit dem Marine Accident Investigation Branch einig, dass die Ladung keine Gefahr darstelle. Am 21.1. um 14.35 wurde im Rahmen einer Untersuchung durch die Küstenwache aber eine ungewöhnliche Hitzeentwicklung in der Ladung festgestellt. Wegen der Sorge, dass die Temperatur in der Eisenspäneladung sich zu einem Brand ausweiten könnte, wurde in Dover eine Kühlbarriere ums Schiff errichtet, damit das Metall auf seine normale Temperatur herunterzubringen. 30 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz. Mit einer Wärmebildkamera wurde die Entwicklung über die Nacht kontrolliert. Im Laufe des Tages sank die Temperatur, und nach einer gemeinsamen Inspektion mit der Küstenwache und Vertretern des Hafens wurde der Feuerwehreinsatz am 22.1. beendet. (T.S.)

Tim S.
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Omer N

Beitrag von Tim S. »

Dieser Text zur Omer N wurde auf folketidende.dk veröffentlicht. Ich verstehe ihn so, dass das Wetter Probleme bereitet und die Bergungsfrist verlängert wurde:
Dårligt vejr har nu i flere måneder forhindret Dansk Bjergning og Bugsering i at fjerne vraget af coasteren Omer N, der ligger ved Rødsand efter at være kæntret i Femern Bælt den 28. oktober sidste år. Flere omkomne menes stadig at befinde sig i vraget.

Myndighederne har for fjerde gang måtte forlænge fristen for at fjerne vraget af Omer N. Arbejdet på bjærgningsstedet har ligget stille siden kort før jul, og det er endnu ikke lykkedes at fjerne nogle af de store dele af skroget. Det skriver folketidende.dk

Skibet er blevet kategoriseret som vrag og lovgivningsmæssigt kunne det derfor sprænges væk, hvis det var til stor gene for skibstrafikken.

"Det kommer dog ikke på tale i Omer Ns tilfælde", siger Michael Skov fra Farvandsvæsenet. Sprængning bruges kun hvis vraget er til stor gene for den øvrige trafik og bestemt ikke når der formodes stadig at være omkomne i skibet.

"Der har længe været utroligt dårlig vejr i området, og bjærgningsselskabet har derfor anmodet om at få forlænget fristen. Den er nu fastsat til 31. januar midnat", siger Michael Skov, som tilføjer at hvis vejret bliver ved at være for dårligt til bjærgning, kan fristen yderligere forlænges.

Over Maritime Danmark tilføjer Michael Skov, at Farvandsvæsenet gerne ser, at vraget bliver fjernet så hurtigt som muligt, og at de omkomne bliver bjærget. Men så længe det er vejret der forhindrer bjærgningsoperationen, er der ikke andet at gøre end at afvente bedre vejr.

Problemet er, at der skal være flere sammenhængende dage med godt vejr - et såkaldt 'vindue', hvor bjærgningsmandskabet dels kan nå at få deres grej på plads, og dels gennemføre den resterende del af arbejdet med at løfte vragdelene over på en pram. Folkene bag bjærgningen vurderer selv, at der er fem-seks dages arbejde tilbage.

Vielleicht versteht ja jemand noch mehr.

Nochmal Dänemark - im dänischen Schiffsforum shipsforum.dk finden sich ohne weitere URL Fotos der "Stena Scandinavica" und der havarierten "Stena Danica" gemeinsam im Dock in Göteborg. Letztere soll nun am 6.2. wieder in Fahrt gehen.

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Der unter der Flagge der niederländischen Antillen registrierte Frachter "South Michelle", 2856 BRZ, (IMO Nr: 7429267) lief am Nachmittag des 22.1. von Assens kommend im Nakskov Fjord bei Enehøje auf Grund. Das 99 Meter lange und 13 Meter breite Schiff hatte vorher technische Probleme gemeldet. Das Gewässerschutzschiff "Marie Miljø" lief nch Nakskov. Schlepper wurden gerufen, den Havaristen wieder flott zu machen. Dann soll er in Nakskov durch Taucher untersucht werden. Bereits am 7.12.2007 war der Frachter vor Assens gestrandet. Danach war der russische Kapitän, der zum Zeitpunkt des Unglücks betrunken gewesen war, von der Reederei entlassen worden.
Foto: http://www.folketidende.dk/apps/pbcs.dl ... llenyheder
Das Schiff in Assens:
http://www.fyens.dk/article/921115:Erhv ... eid=921115
Gestrandet im Dezember vor Assens:
http://jp.dk/indland/article1197079.ece
http://www.tv2fyn.dk/article/148896:Ass ... grund-igen

Tim S.
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Binnenschiff rammte "Wilhelm Kaisen"-Brücke

Beitrag von Tim S. »

Das Binnenschiff "Berkemar S" kollidierte nach einer Mitteilung der örtlichen Polizei am 23.1. gegen 18 Uhr mit der Zugangsbrücke zum Seenotkreuzer "Wilhelm Kaisen" auf der Weser. Das knapp 80 Meter lange Schiff lief zum Unfallzeitpunkt weseraufwärts von Oldenburg kommend in Richtung Mittelweser, als es kurz vor dem Ponton der Zugangsbrücke zum Anleger einer ehemaligen Werft in Höhe Weserkilometer 21,0 Westseite bei Blumenthal vom Kurs abkam und mit der dort befindlichen Zugangsbrücke kollidierte. Die Brücke sowie die daran befestigten Versorgungsleitungen für den am Ponton liegenden Seenotkreuzer "Wilhelm Kaisen" wirden zerstört. Am Binnenschiff entstand nur geringer Sachschaden. Die Schadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen mindestens 10000 Euro betragen. Die Inspektion Wasserschutz- und Verkehrspolizei hat Ermittlungen gegen den Schiffsführer eingeleitet.

Tim S.
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Manövrierunfähiges Bäderschiff von DGzRS eingeschleppt

Beitrag von Tim S. »

Das manövrierunfähige Fahrgastschiff "Alte Fähre" ist am 23.1. auf dem Bodden zwischen Rügen und Hiddensee von dem Seenotrettungsboot "Nausikaa" in den Hafen geschleppt worden. Das mit 14 Personen besetzte Schiff "Alte Fähre" meldete am Abend einen Maschinenausfall. Das in Vitte, Hiddensee, stationierte Seenotrettungsboot eilte zum havarierten Schiff aufgebrochen und schleppte es in den Hafen von Schaprode, Rügen, ab. Der Einsatz war zwei Stunden nach dem Maschinenausfall beendet.

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Das Kreuzfahrtschiff "Pacific Star" geriet am 20.1. in den Sturm Funo, der Fensterscheiben eindrückte, Mobiliar beschädigte und fünf Passagiere verletzte. Davor war das Schiff bereits wegen einer Vergewaltigung an Bord am Neujahrstag in den Schlagzeilen. Eine Augenzeugin berichtete von Chaos an Bord, nachdem das Schiff seine achttägige Fahrt nach Vanuatu mit einem Tag Verspätung am 22.1. in Auckland beendet hatte. Das Schiff fuhr in der Nacht zum 20. in den Zyklon hinein. Passagiere legten ihre Schwimmwesten an, nachdem Wasser in ihre Kabinen eingebrochen war. Alles in der Bar sei zersprungen, die Kombüseneinrichtung zerstört. Das Schiff habe immer stärker zu rollen begonnen. Die Kühlschränke rissen sich aus ihren Halterungen in den Kabinen. Am schlimmsten sei es gewesen, als das Schiff sich überlegte, als es wendete. P&O sagte, die Passagiere seien zuvor gewarnt worden. Die Wellen seien sieben Meter hoch gewesen, nachdem den größten Teil der Fahrt gutes Wetter geherrscht habe. Der Zyklon habe eine unerwartete Drehung gemacht. Deswegen musste auch der Kurs geändert werden. Die Passagiere seien gewarnt worden, sich entsprechend zu verhalten und exponierte Decks zu meiden. Um 22.50 Uhr habe es eine Durchsage gegeben, dass die Passagiere sich in ihre Kabinen begeben oder sitzen bleiben sollten. Das starke Rollen sei durch Kreuzseen verursacht worden.
Im Juli 2007 war die "Pacific Star" ebenfalls auf einer Reise von Auckland nach Vanuatu in einen schweren Sturm geraten, sodass Passagiere hinterher von einem Höllentrip sprachen. (T.S.)

Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Containerfrachter "North Express" (IMO No. 9141053), 5549 BRZ, verlor nach einem Bericht auf http://www.cuxportal.de am 18.1. auf der Elbe auf Höhe der Tonnen 16/18 ein Propellerblatt. Das 118 Meter lange Schiff musste auf Höhe Neuwerk notankern. Das in St. Johns beheimatete Schiff wurde durch die Schlepper "Taucher Otto Wulf 3" und "Taucher Otto Wulf 8" dann an die Neue Seebäderbrücke gebracht und später an den Lübbertkai verholt, wo bessere Arbeitsbedingungen für Taucher herrschten. Am 21.1. wurde der Havarist zur Reparatur von Bugsier-Schleppern Richtung Bremerhaven abgeschleppt. Die „North Express“ wird bereedert von der Condra Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Ingrid" und steht unter dem Management der Kapitän Manfred Draxl Schiffahrts GmbH & Co. KG.

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Schmitty
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Mecklenburg-Vorpommern rammt Kai

Beitrag von Schmitty »

Die Scandlines-Fähre Mecklenburg-Vorpommern rammt ihren Kai in Trelleborg.

http://sydsvenskan.se/skane/article296574.ece
Gruß
Christian

Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Das war denn ja binnen gut 3 Wochen der 2. Crash der Fähre in Trelleborg, am 3.1. hatte sie ja bereits einmal Pech dort.
Hier noch ein deutscher Link zu der Nachricht:
http://www.net-tribune.de/article/270108-40.php

Tim S.
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Transpaper knickte Leuchtpahl auf Trave

Beitrag von Tim S. »

Der 191 Meter lange schwedische RoRo-Frachter "Transpaper, IMO 9334959, rammte am 26.01.2008 um 0.24 Uhr auf der Trave den Leuchtpfahl 16 auf Höhe Stülper-Huk. Die Fähre passierte den Leuchtpfahl auslaufend vom Vorwerker Hafen. Der Lotse informierte die Verkehrszentrale Travemünde, dass der Leuchtpfahl berührt wurde, schief stehe und erloschen sei. Das Gewässerschutzschiff „Scharhörn“ war um acht Uhr vor Ort und fand den Pfahl komplett abgeknickt. Eine Einzelgefahrentonne wurde um 11.00 Uhr mit dem Arbeitschiff „Pirol“ gebracht und auf die "Scharhörn" übergeben. Diese sollte sie, sobald der Wind es zuließ, auslegen. Am 28.1. sollen Taucher den Pfahl bergen. (T.S.)

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