Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
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Piktor
- Beiträge: 4
- Registriert: Di 20. Apr 2010, 12:03
Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hallo liebe Forumsmitglieder
Weiß eventuell einer der Forumsmitglieder etwas über den Verbleib des Dampfers "Castorp" DKDN, (wahrscheinlich ex. Senator Possehl) der Lübeck-Linie.
Ich fuhr auf diesem Schiff von 1957 bis 1961unter den Kapitänen Pagel und Wolff.
Für eine Familiengeschichte würde ich gerne Informationen über das weitere Schicksal der "Castorp" haben.
Sollte ich auf dieser Forum-Seite falsch sein bitte ich um Informationen wo ich vielleicht fündig werden könnte.
Mit freundlichen Grßßen
Piktor+
Weiß eventuell einer der Forumsmitglieder etwas über den Verbleib des Dampfers "Castorp" DKDN, (wahrscheinlich ex. Senator Possehl) der Lübeck-Linie.
Ich fuhr auf diesem Schiff von 1957 bis 1961unter den Kapitänen Pagel und Wolff.
Für eine Familiengeschichte würde ich gerne Informationen über das weitere Schicksal der "Castorp" haben.
Sollte ich auf dieser Forum-Seite falsch sein bitte ich um Informationen wo ich vielleicht fündig werden könnte.
Mit freundlichen Grßßen
Piktor+
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Arno
- Beiträge: 3
- Registriert: Sa 12. Jan 2008, 11:09
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Moin Piktor
Wahrscheinlich ist es die
SENATOR POSSEHL. 8731 BRT-12661 tdw L 138,80.B 18,83.
Motor mit 5340 PSe von MAN Stapellauf 10.04.1956
Werft Flender,Lübeck . Am 26.11.1971 als ROSS SEA an Yick Fung Shipping&Enterprises Co.Ltd.
Hong Kong-Mogadiscio(Som).1976 an Ceram Shipping Inc,Panama.
09.05.1985 ab Hong Kong zum Abbruch an die VR China
mfg Arno
Wahrscheinlich ist es die
SENATOR POSSEHL. 8731 BRT-12661 tdw L 138,80.B 18,83.
Motor mit 5340 PSe von MAN Stapellauf 10.04.1956
Werft Flender,Lübeck . Am 26.11.1971 als ROSS SEA an Yick Fung Shipping&Enterprises Co.Ltd.
Hong Kong-Mogadiscio(Som).1976 an Ceram Shipping Inc,Panama.
09.05.1985 ab Hong Kong zum Abbruch an die VR China
mfg Arno
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Piktor
- Beiträge: 4
- Registriert: Di 20. Apr 2010, 12:03
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hallo Arno..
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Senator Possehl von der Du schreibst war ein anderes Lübeck-Linie Schiff.
Die "Castorp" war deutlich kleiner, so um die 2500 BRT.
Piktor+
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Senator Possehl von der Du schreibst war ein anderes Lübeck-Linie Schiff.
Die "Castorp" war deutlich kleiner, so um die 2500 BRT.
Piktor+
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Karsten Kunibert
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- Beiträge: 115
- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 17:22
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Moin moin,
der Dampfer Possehl -gebaut 1950 als Potsdam-Dampfer - hiess seit 1955 Castrop - 1.481 BRT 82,11m reg Länge
so sah er aus

Gruss
kkkk
der Dampfer Possehl -gebaut 1950 als Potsdam-Dampfer - hiess seit 1955 Castrop - 1.481 BRT 82,11m reg Länge
so sah er aus

Gruss
kkkk
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Arne J
- Mitglied
- Beiträge: 2352
- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 17:16
- Wohnort: Rendsburg / Brunsbüttel
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Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hallo Piktor+,
erstmal willkommen im Forum. Natürlich bist Du hier richtig und es kann Dir auch geholfen werden
.
Ich vermute, Du meinst den Dampfer CASTORP ex POSSEHL, gebaut 1950 bei Flender in Lübeck. Das Schiff lief am 12/04/50 in Lübeck-Siems als BauNr. 406 vom Stapel und wurde am 20/06 des selben Jahres als POSSEHL an die Lübeck-Linie übergeben. Der Frachter war mit 1481 BRT vermessen und trug bei den Abmaßen von 90,13*13,22m ca. 2850ts. Am 06/10/55 erfolgte die Umbenennung in CASTORP, da der Namenteil POSSEHL für den Frachtschiffsneubau SENATOR POSSEHL benötigt wurde. Am 25/10/65 erfolgte der Verkauf ins Ausland. CASTORP fand in Schweden eine neue Heimat und hieß fortan MONARK. Neuer Eigner war übrigens die Arnold de Champs AB in Stockholm. Am 04/08/71 befand sich das Schiff auf der Reise von Stockholm nach Aberdeen, als es mit einer Ladung Zellulose in Position 60°49'N/17°31'O strandete. Am 07/08/71 wurde MONARK geborgen und nach Stockholm gebracht. Hier wurden Kessel und Antriebsanlage ausgebaut, dass Schiff an P. Lindseth verkauft, in MONA umbenannt und weiter aufgelegt. Im Jahre 1972 erfolgte schließlich der Abbruch in Ystad.
Gruß
Arne
erstmal willkommen im Forum. Natürlich bist Du hier richtig und es kann Dir auch geholfen werden
Ich vermute, Du meinst den Dampfer CASTORP ex POSSEHL, gebaut 1950 bei Flender in Lübeck. Das Schiff lief am 12/04/50 in Lübeck-Siems als BauNr. 406 vom Stapel und wurde am 20/06 des selben Jahres als POSSEHL an die Lübeck-Linie übergeben. Der Frachter war mit 1481 BRT vermessen und trug bei den Abmaßen von 90,13*13,22m ca. 2850ts. Am 06/10/55 erfolgte die Umbenennung in CASTORP, da der Namenteil POSSEHL für den Frachtschiffsneubau SENATOR POSSEHL benötigt wurde. Am 25/10/65 erfolgte der Verkauf ins Ausland. CASTORP fand in Schweden eine neue Heimat und hieß fortan MONARK. Neuer Eigner war übrigens die Arnold de Champs AB in Stockholm. Am 04/08/71 befand sich das Schiff auf der Reise von Stockholm nach Aberdeen, als es mit einer Ladung Zellulose in Position 60°49'N/17°31'O strandete. Am 07/08/71 wurde MONARK geborgen und nach Stockholm gebracht. Hier wurden Kessel und Antriebsanlage ausgebaut, dass Schiff an P. Lindseth verkauft, in MONA umbenannt und weiter aufgelegt. Im Jahre 1972 erfolgte schließlich der Abbruch in Ystad.
Gruß
Arne
Zuletzt geändert von Arne J am Do 22. Apr 2010, 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Arne J
- Mitglied
- Beiträge: 2352
- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 17:16
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- Kontaktdaten:
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hier noch ein kleiner Nachtrag. Bilder des Schiffes findest Du hier:
http://www.faktaomfartyg.se/possehl_1950.htm
Gruß
Arne
http://www.faktaomfartyg.se/possehl_1950.htm
Gruß
Arne
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Piktor
- Beiträge: 4
- Registriert: Di 20. Apr 2010, 12:03
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hallo Arne..
Das ist ja phänomenal. Herzlichen Dank für die ausführliche Auskunft. Ich bin schwer beeindruckt.
Gruß Piktor+
Das ist ja phänomenal. Herzlichen Dank für die ausführliche Auskunft. Ich bin schwer beeindruckt.
Gruß Piktor+
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schwartautoffi
- Beiträge: 2
- Registriert: Di 26. Okt 2010, 19:26
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Hallo bin neu im Forum
Ich suche alles über die Senator Possehl die1956 gebaut wurde wer Kapitän war usw.
Ein Mann den ich betreue (Demenz) ist auf diesem Schiff gefahren.Wurde dann wegen Blindarm auf einen Flugzeugträger an Winden übergesetzt.
Hoffe jemand kann helfen.
Ich suche alles über die Senator Possehl die1956 gebaut wurde wer Kapitän war usw.
Ein Mann den ich betreue (Demenz) ist auf diesem Schiff gefahren.Wurde dann wegen Blindarm auf einen Flugzeugträger an Winden übergesetzt.
Hoffe jemand kann helfen.
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mooringman
- Mitglied
- Beiträge: 160
- Registriert: Di 26. Okt 2010, 18:04
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Sehr interessant!Soviel ich weiß,gehörte das Schiff noch zu den Schiffen ,die nach dem Potsdammer Abkommen gebaut werden durften und wurden auch "Potsdam Klasse" genannt.Ich kenne das Schiff aus Lübeck von meinen Kindheitstagen,wußte aber nichts über den Verbleib.Es gab später noch einen Autotransporter mit dem Namen "Castorp",fuhr auch für die Lübeck- Linie.Arne J hat geschrieben:Hallo Piktor+,
erstmal willkommen im Forum. Natürlich bist Du hier richtig und es kann Dir auch geholfen werden.
Ich vermute, Du meinst den Dampfer CASTORP ex POSSEHL, gebaut 1950 bei Flender in Lübeck. Das Schiff lief am 12/04/50 in Lübeck-Siems als BauNr. 406 vom Stapel und wurde am 20/06 des selben Jahres als POSSEHL an die Lübeck-Linie übergeben. Der Frachter war mit 1481 BRT vermessen und trug bei den Abmaßen von 90,13*13,22m ca. 2850ts. Am 06/10/55 erfolgte die Umbenennung in CASTORP, da der Namenteil POSSEHL für den Frachtschiffsneubau SENATOR POSSEHL benötigt wurde. Am 25/10/65 erfolgte der Verkauf ins Ausland. CASTORP fand in Schweden eine neue Heimat und hieß fortan MONARK. Neuer Eigner war übrigens die Arnold de Champs AB in Stockholm. Am 04/08/71 befand sich das Schiff auf der Reise von Stockholm nach Aberdeen, als es mit einer Ladung Zellulose in Position 60°49'N/17°31'O strandete. Am 07/08/71 wurde MONARK geborgen und nach Stockholm gebracht. Hier wurden Kessel und Antriebsanlage ausgebaut, dass Schiff an P. Lindseth verkauft, in MONA umbenannt und weiter aufgelegt. Im Jahre 1972 erfolgte schließlich der Abbruch in Ystad.
Gruß
Arne
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Peter Hartung
- Mitglied
- Beiträge: 2384
- Registriert: So 13. Jan 2008, 17:19
Re: Wer weiß was über Dampfschiff. Castorp
Moin!
Zu den "Potsdam-Schiffen" (am Beispiel des weitgehend mit der "CASTORP" identischen Potsdam-Dampfers "BROOK") von mir noch einige Ergänzungen:
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland der Schiffbau zunächst untersagt. Im sogenannten "Potsdamer Abkommen" im August 1945 wurde die vollständige Auflösung der deutschen Kriegs- und Handelsflotte von den Siegermächten beschlossen. Im August 1947 wurde das Abkommen gelockert. Es durften beschädigte und gesunkene Schiffe wieder repariert werden - die Werften bekamen wieder Arbeit und konnten wieder Neubauten auf Stapel legen, allerdings mit den Beschränkungen: nur mit Dampfmaschine, Geschwindigkeit höchstens 10 Kn, kleiner als 1.500 BRT. Als erstes Schiff war die "BROOK" der Hamburger Reederei H. M. Gehrckens Bestandteil des ersten Nachkriegs-Neubauprogramms, mit dem schließlich 49 Schiffe mit 79.791 BRT und einem Kostenaufwand von DM 88,6 Millionen fertig gestellt wurden. Insgesamt DM 66,9 Millionen wurden aus ERP-Mitteln ("Marshall-Plan") finanziert.

Bildnachweis: Sammlung Peter Hartung, Nidda
Die erste Neubaulizenz des Military Security Board bekam die Reederei H.M. Gehrckens für den Dampfer „Brook" (MSB/Ship 1) am 31. Mai 1949. H. M. G. gab dieses „Potsdam-Schiff" bei der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft in Auftrag. Am 26. November 1949 lief es vom Stapel, 21.1.1950 machte es seine Probefahrt. Das Schiff entsprach genau den Bestimmungen. Am Heck musste das Schiff den Stander C an Stelle der Nationalflagge und am Bug zusätzlich zum Schiffsnamen eine Registriernummer des alliierten Kontrollrates tragen.

Bildnachweis: Uwe Schöning
Es lief nur elf Knoten statt der erlaubten zwölf, es hatte nur 1.489 BRT statt der erlaubten 1.500, aber es war ein Meisterwerk in der Ausnutzung des gegebenen Rahmens. Bei 1.489 BRT bzw. 795 NRT hatte es eine Ladefähigkeit von 3.185 tdw, seine Masten waren so niedrig, daß es auch die Brücken des Manchesterkanals passieren konnte. Gebaut wurde der Frachtdampfer bei der Lübecker Maschinengesellschaft LMG unter der Baunummer 426. Das Schiff führte das Unterscheidungssignal DHFD. Die "Brook" war 81,60 m zwischen den Loten lang bei einer Länge über alles von 87,60 m. Sie hatte eine Breite von 13,20 m, eine Seitenhöhe bis Hauptdeck von 7,90 m, eine Seitenhöhe bis zum Zwischendeck von 5,45 m und einen Tiefgang auf Sommerfreibord von 5,43 m. Eine von der LMG gebaute Doppelverbunddampfmaschine (Christian & Meyer) mit 1250 PS bei 100 Umdrehungen pro Minute trieb das Schiff an. Nach der Umstellung von Kohle- auf Ölfeuerung verbrauchte die Dampfmaschine der "Brook" 10,5 bis 11 t Heizöl pro Tag. Die "Brook" kam ab 1950 im neu aufgenommenen Liniendienst nach Finnland und Schweden (einmal wöchentlich) zum Einsatz. Mittelmeerfahrten, seit 1949 wieder erlaubt, kamen dazu. Es war ein historischer Augenblick, als der Stander C, unter dem die deutschen Handelsschiffe seit 1946 zu fahren hatten, der deutschen Bundesflagge Platz machte. Am 23. Februar 1951, vierzehn Tage nach Verkündung, trat das Gesetz über das Flaggenrecht der Seeschiffe und der Flaggenführung der Binnenschiffe in Kraft.
mfg Peter Hartung
Zu den "Potsdam-Schiffen" (am Beispiel des weitgehend mit der "CASTORP" identischen Potsdam-Dampfers "BROOK") von mir noch einige Ergänzungen:
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland der Schiffbau zunächst untersagt. Im sogenannten "Potsdamer Abkommen" im August 1945 wurde die vollständige Auflösung der deutschen Kriegs- und Handelsflotte von den Siegermächten beschlossen. Im August 1947 wurde das Abkommen gelockert. Es durften beschädigte und gesunkene Schiffe wieder repariert werden - die Werften bekamen wieder Arbeit und konnten wieder Neubauten auf Stapel legen, allerdings mit den Beschränkungen: nur mit Dampfmaschine, Geschwindigkeit höchstens 10 Kn, kleiner als 1.500 BRT. Als erstes Schiff war die "BROOK" der Hamburger Reederei H. M. Gehrckens Bestandteil des ersten Nachkriegs-Neubauprogramms, mit dem schließlich 49 Schiffe mit 79.791 BRT und einem Kostenaufwand von DM 88,6 Millionen fertig gestellt wurden. Insgesamt DM 66,9 Millionen wurden aus ERP-Mitteln ("Marshall-Plan") finanziert.

Bildnachweis: Sammlung Peter Hartung, Nidda
Die erste Neubaulizenz des Military Security Board bekam die Reederei H.M. Gehrckens für den Dampfer „Brook" (MSB/Ship 1) am 31. Mai 1949. H. M. G. gab dieses „Potsdam-Schiff" bei der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft in Auftrag. Am 26. November 1949 lief es vom Stapel, 21.1.1950 machte es seine Probefahrt. Das Schiff entsprach genau den Bestimmungen. Am Heck musste das Schiff den Stander C an Stelle der Nationalflagge und am Bug zusätzlich zum Schiffsnamen eine Registriernummer des alliierten Kontrollrates tragen.

Bildnachweis: Uwe Schöning
Es lief nur elf Knoten statt der erlaubten zwölf, es hatte nur 1.489 BRT statt der erlaubten 1.500, aber es war ein Meisterwerk in der Ausnutzung des gegebenen Rahmens. Bei 1.489 BRT bzw. 795 NRT hatte es eine Ladefähigkeit von 3.185 tdw, seine Masten waren so niedrig, daß es auch die Brücken des Manchesterkanals passieren konnte. Gebaut wurde der Frachtdampfer bei der Lübecker Maschinengesellschaft LMG unter der Baunummer 426. Das Schiff führte das Unterscheidungssignal DHFD. Die "Brook" war 81,60 m zwischen den Loten lang bei einer Länge über alles von 87,60 m. Sie hatte eine Breite von 13,20 m, eine Seitenhöhe bis Hauptdeck von 7,90 m, eine Seitenhöhe bis zum Zwischendeck von 5,45 m und einen Tiefgang auf Sommerfreibord von 5,43 m. Eine von der LMG gebaute Doppelverbunddampfmaschine (Christian & Meyer) mit 1250 PS bei 100 Umdrehungen pro Minute trieb das Schiff an. Nach der Umstellung von Kohle- auf Ölfeuerung verbrauchte die Dampfmaschine der "Brook" 10,5 bis 11 t Heizöl pro Tag. Die "Brook" kam ab 1950 im neu aufgenommenen Liniendienst nach Finnland und Schweden (einmal wöchentlich) zum Einsatz. Mittelmeerfahrten, seit 1949 wieder erlaubt, kamen dazu. Es war ein historischer Augenblick, als der Stander C, unter dem die deutschen Handelsschiffe seit 1946 zu fahren hatten, der deutschen Bundesflagge Platz machte. Am 23. Februar 1951, vierzehn Tage nach Verkündung, trat das Gesetz über das Flaggenrecht der Seeschiffe und der Flaggenführung der Binnenschiffe in Kraft.
mfg Peter Hartung
Alle Fotos von Peter Hartung sind (falls nicht anders angegeben) unter einer
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