Trawler "Atlantic Peace" nicht mehr in deutscher Hand
Verfasst: So 20. Sep 2009, 10:30
Moin zusammen,
der Trawler "Atlantic Peace" der Ocean Food GmbH & CO. KG (Geschäftsführer: Kapitän Klaus Hartmann, Heimathafen Bremerhaven) galt ja bisher als letzter Hochseefischer, der sich tatsächlich noch in deutscher Hand befand (da die anderen deutschen Hochseefischer ja im Regelfall zu ausländischen Fischereikonzernen wie Samherji, Island, bzw. Parlevliet & Van den Plas, Niederlande gehören).
Mehr oder weniger zufällig bin ich nun gestern drauf gestoßen, daß auf der Website von Parlevliet & Van den Plas (http://www.parlevliet-vanderplas.nl/schiffe.php) die "Atlantic Peace" als zu diesem Konzern gehörend dargestellt wird. Hab dann mal ein wenig weiter gesucht und bin auf folgende Meldung gestoßen:
"Die "Atlantic Peace", der letzte deutsche Hochseetrawler, ist an die niederländische Fischreederei Parlevliet & van der Plas verkauft worden, schreibt die niederländische Fischereizeitung Visserij Nieuws. Schon vor Weihnachten wurde der 57 Meter lange Fabriktrawler "BX 786" an die zur Parlevliet-Gruppe gehörende Doggerbank abgegeben. Der bisherige Miteigentümer Kapitän Klaus Hartmann, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Ocean Food Beteiligungs GmbH, hat die Geschäftsführung an die Niederländer Dirk-Jan Parlevliet und Mark Parlevliet und den Rostocker Dr. Uwe Richter abgegeben. Die 1987 von der norwegischen Werft Sterkoder, Kristiansand, gebaute "Atlantic Peace" (3.300 PS, 23 Mann Besatzung) fischt vor allem auf Grundfischarten wie Kabeljau, Schellfisch und Rotbarsch. Bei guten Fangergebnissen können in drei Schichten täglich aus 60 t Rohware rund 20 t Filet geschnitten werden. Im Tiefkühlraum des Schiffs ist Platz für 600 t Filet, das international gehandelt wird."
(Quelle: http://www.fischmagazin.de/artikel-seriennummer-504.htm)
Hat irgendjemand hierzu weitere Infos? Wurde hier nur das Schiff verkauft, oder ging das komplette Unternehmen Ocean Food an P. & v.d.P.? Falls nur das Schiff verkauft wurde, gibt es bei Ocean Food Pläne, ein anderes Schiff zu erwerben bzw. zu chartern, um weiterzumachen? Oder geht hier endgültig die Ära der deutschen Hochseefischerei (sprich: mit Schiffen, die auch in deutschen Händen sind und nicht nur aus Quoten-Gründen unter deutscher Flagge für niederländische oder isländische Konzerne fischen - und die nicht, wenn es die Quoten erforderlich machen, die Flagge schneller als wir die Unterhosen wechseln) zu Ende?
Gruß aus dem Binnenland!
Alexander
der Trawler "Atlantic Peace" der Ocean Food GmbH & CO. KG (Geschäftsführer: Kapitän Klaus Hartmann, Heimathafen Bremerhaven) galt ja bisher als letzter Hochseefischer, der sich tatsächlich noch in deutscher Hand befand (da die anderen deutschen Hochseefischer ja im Regelfall zu ausländischen Fischereikonzernen wie Samherji, Island, bzw. Parlevliet & Van den Plas, Niederlande gehören).
Mehr oder weniger zufällig bin ich nun gestern drauf gestoßen, daß auf der Website von Parlevliet & Van den Plas (http://www.parlevliet-vanderplas.nl/schiffe.php) die "Atlantic Peace" als zu diesem Konzern gehörend dargestellt wird. Hab dann mal ein wenig weiter gesucht und bin auf folgende Meldung gestoßen:
"Die "Atlantic Peace", der letzte deutsche Hochseetrawler, ist an die niederländische Fischreederei Parlevliet & van der Plas verkauft worden, schreibt die niederländische Fischereizeitung Visserij Nieuws. Schon vor Weihnachten wurde der 57 Meter lange Fabriktrawler "BX 786" an die zur Parlevliet-Gruppe gehörende Doggerbank abgegeben. Der bisherige Miteigentümer Kapitän Klaus Hartmann, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Ocean Food Beteiligungs GmbH, hat die Geschäftsführung an die Niederländer Dirk-Jan Parlevliet und Mark Parlevliet und den Rostocker Dr. Uwe Richter abgegeben. Die 1987 von der norwegischen Werft Sterkoder, Kristiansand, gebaute "Atlantic Peace" (3.300 PS, 23 Mann Besatzung) fischt vor allem auf Grundfischarten wie Kabeljau, Schellfisch und Rotbarsch. Bei guten Fangergebnissen können in drei Schichten täglich aus 60 t Rohware rund 20 t Filet geschnitten werden. Im Tiefkühlraum des Schiffs ist Platz für 600 t Filet, das international gehandelt wird."
(Quelle: http://www.fischmagazin.de/artikel-seriennummer-504.htm)
Hat irgendjemand hierzu weitere Infos? Wurde hier nur das Schiff verkauft, oder ging das komplette Unternehmen Ocean Food an P. & v.d.P.? Falls nur das Schiff verkauft wurde, gibt es bei Ocean Food Pläne, ein anderes Schiff zu erwerben bzw. zu chartern, um weiterzumachen? Oder geht hier endgültig die Ära der deutschen Hochseefischerei (sprich: mit Schiffen, die auch in deutschen Händen sind und nicht nur aus Quoten-Gründen unter deutscher Flagge für niederländische oder isländische Konzerne fischen - und die nicht, wenn es die Quoten erforderlich machen, die Flagge schneller als wir die Unterhosen wechseln) zu Ende?
Gruß aus dem Binnenland!
Alexander