Hier die Details zu den beiden Unglücksfällen des Wochenendes vor Dänemark:
Am 3.7. kam es um 13.30 Uhr im Öresund zu einer schweren Kollision. Der 96 Meter lange norwegische Tanker „Sundstraum”, 4796 tdw (IMO-Nr. 8920567) rammte den unter Malta-Flagge laufenden Frachter “Kapitan Lus”, 4345 tdw (IMO: 9077551) nahe Nordre Roese in der Drodgen-Passage in die Backbordseite. Dabei wurde der Laderaum 3 des Frachters des vom Rotterdam kommenden und nach Le Havre bestimmten Frachters aufgerissen. Das Schiff hatte neben Aluminiumbarren auch 182 Tonnen Uran in Laderaum 1 gestaut. Der von Hamburg nach Stettin unterwegs befindliche Tanker wiederum transportierte Methanol. Wahrscheinlich hat ein Fehler in der Ruderanlage der „Sundstraum“ die Kollision verursacht. Die auf Nordkurs laufende „Kapitan Lus“ führte keine die Kollision abwendende Manöver mehr aus, sondern gab fünfmal Typhonsignal und versuchte, die südwärts laufende „Sundstraum“ über Funk zu erreichen. Nach dem Zusammenstoß ging die „Sundstraum“ südöstlich von Nodre Røse vor Anker, und das Patroullienboot „Havfruen“ kam längsseits. Die „Kapitan Lus“ machte sich, nachdem sie bei Middelgrund stabilisiert wurde, unter Eskorte des Rettungsbootes „Airport Resque“ und des Gewässerschutzschiffes „Mette Miljø“ auf den Weg nach Kopenhagen, wo sie am Morgen des 4.7. eintraf und im Freihafen festmachte. Die „Sundstraum“ wurde am 5.7. freigegeben und durfte ihre Reise nach Stettin fortsetzen, wo sie am nächsten Morgen gegen neun Uhr eintraf. Nach dem Löschen der Ladung sollte sie in eine Werft gehen.
Am selben Tag gegen 21 Uhr lief der unter Barbados-Flagge registrierte Reefer „Kea“, 9801 BRZ (IMO-Nr.: 7922025), mit einer Ladung von 5000 Tonnen Ammoniumnitrat nördlich von Asnæs Rev auf Grund. Das Patroullienboot „Nymfen“ lief zum Havaristen, außerdem wurde das Gewässerschutzschiff „Miljø 103“ aus Korsör in Marsch gesetzt. Die 1982 erbaute, 146,5 Meter lange „Kea“ war auf dem Weg von St. Petersburg nach Peru und sollte in Kalundborg einen Besatzungswechsel vornehmen und versorgt werden. Sie hatte auch 900 Tonnen Öl in den Bunkertanks. Am 4.7. gegen 10 Uhr kam das Schiff wieder frei und ging in der Kirkebucht vor Anker. Die „Miljø 103“ wurde dort von der „Speditøren“ abgelöst, und die „Nymfen“ durch das Patroullienboot „Diana“. Am 5.7. wurde das Fahrverbot, das über den Havaristen verhängt worden war, aufgehoben.
Auf der dänischen Fähre „Tor Ficaria“, 30800 BRZ (IMO-Nr.: 9320568), ist am Mittag des 4.7. ein Feuer ausgebrochen. Die Fähre lag im Dock V der Motorenwerke Bremerhaven, wo das derzeit 200 Meter lange Schiff, das erst 2006 von der FSG abgeliefert wurde, momentan verlängert wird. Um 12.22 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Die Rauchschwaden waren weit über das Hafengebiet hinaus zu sehen. Während der erste Löschzug der Feuerwehr auf dem Gelände eintraf, zündete der Brand kurz durch, und es schlugen Flammen aus dem Schornstein. Werftmitarbeiter und Feuerwehrleute bekämpften den Brand, die Feuerwehr mit vier C-Rohren. Im Schornsteinkopf waren Kunststoffteile in Brand geraten. Nach den schnellen Löscharbeiten kontrollierten die Experten den Schornstein mit einer Wärmebildkamera. Damit sollte gewährleistet werden, dass eventuelle Glutnester im Schornstein nicht unentdeckt bleiben. Der Schaden blieb begrenzt.
Guten Morgen,
aus bislang noch unbekannten Gründen ist die Transpulp am Morgen des 07.07 vor Travemünde auf der Priwallseite
auf Grund gelaufen. Der Schlepper Axel ist vor Ort und hat eine Schleppverbindung hergestellt. Bis 07:40 war die
Hafeneinfahrt gesperrt, aber mittlerweile hat man das Heck soweit aus dem Weg gezogen das die anderen Schiffe
passieren können. Es wird wahrscheinlich versucht nach dem alle wartenden durch sind, Die Transpulp wieder
freizubekommen. http://www.travemuende.de/tourismus/webcam/index.html http://www.travemuende.de/tourismus/web ... rmole.html
Bis denn
Sebastian
es wird wohl bald einen neuen Versuch geben die TRANSPULP freizuschleppen: Es nähern sich der Unglücksstelle SCHARHÖRN, FAIRPLAY 26, BUGSIER 16 und FAIRPLAY 5.