Sicherung vor Piraten
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Jens.G
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Re: Sicherung vor Piraten
Schweden ist in dieser ganzen Diskussion wohl schon einen Schritt weiter: http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=4322470
Ist zwar nicht explizit erwähnt, wer die Tanker von Stena begleiten wird, klingt für mich aber schon nach privatwirtschaftlichen Sicherheitskräften...
Ist zwar nicht explizit erwähnt, wer die Tanker von Stena begleiten wird, klingt für mich aber schon nach privatwirtschaftlichen Sicherheitskräften...
Gruß Jens
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten
Es fällt auf, daß Du gerne mit Attributen wie "unqualifiziert" bei der Hand bist, wenn jemand Deine Sichtweise nicht teilt...M Sicherheit hat geschrieben: Ich finde es persönlich sehr schade, dass sich derart öffentlichkeitsnahe Personen dafür hergeben mit derart unqualifizierten Beiträgen den Wirtschaftszweig der Versicherungsgesellschaften einen Bärendienst zu erweisen. Gut und teuer versichert zu sein hat bei der Risikobeurteilung wohl ein sehr hohes Rating.
Leider ist es hier augenscheinlich so, dass Herr Berg seinerseits seine Motivation, bezüglich solcher Aussagen nicht verbirgt.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
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Fischländer
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Re: Sicherung vor Piraten
Moin,
einige deutliche Worte.
Das ist total krank und fördert meinen Hass gegen dieses Pack.
Das ist der Beweis, dass diese Piratenmenschen das Wort "Menschenwürde" nicht kennen.
Alle Seeleute, die in diesem Thread geschrieben haben, sind für einen Personenschutz an Bord, sprich für ein Sicherungsteam an Bord.
Genau!
Wütende und traurige Grüße
einige deutliche Worte.
Der ganze Artikel hier: http://www.verkehrsrundschau.de/toedlic ... 03210.htmlInzwischen hätten deutsche Fahnder die Crew vernommen, die Seeleute berichteten von massiver Folter, schrieb das Magazin. Manche mussten demzufolge bis zu 40 Minuten nackt in der Gefrierkammer des Schiffes ausharren, sie wurden geprügelt und mit Kabelbindern um die Genitalien gefoltert. Es gab Scheinhinrichtungen. Zudem zogen ihnen die Piraten Plastiktüten über den Kopf, bis die Seeleute kurz vor dem Ersticken standen, so ein Behördenbericht. (dpa)
Das ist total krank und fördert meinen Hass gegen dieses Pack.
Das ist der Beweis, dass diese Piratenmenschen das Wort "Menschenwürde" nicht kennen.
Alle Seeleute, die in diesem Thread geschrieben haben, sind für einen Personenschutz an Bord, sprich für ein Sicherungsteam an Bord.
So sehe ich das auch.Torben K. hat geschrieben:
Ist nur mal zu sagen, dass es momentan von Seiten der Piraten eh eskaliert - und die Betroffenen sind unbewaffnete Seeleute, die ihren Job machen. Reicht denn das nicht, scheinhinrichtungen, demütigungen, Angstzustände die wir uns nicht ausmalen köönen, wenn man sich in den Händen von Geisteskranken efindet, von denen man nicht weiß, was sie als nächstes tun.
Mit welchem Recht machen die Somalis das? Ich denke als Seefahrer habe ich das Recht, mich davor schützen zu lassen.
Bernd Przyb. hat geschrieben:
Ich bin unbedingt für härtere Maßnahmen, Bewaffnung und Sicherheitsdienste.
Wir haben in unserer Verwandschaft aktive Seeleute die berechtigte Ängste haben. Man schaut neidisch zu russischen Schiffen und ähnlichen Nationalitäten. Dort wissen die Piraten, es blüht aktiver Widerstand durch ausgebildete Crews. Diese Schiffe wurden schon früher in anderen Problemgebieten von Piraten gemieden.
Genau!
Wütende und traurige Grüße
Meine Fotos sind durch ein Copyright urheberrechtlich geschützt.
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten
So spricht einer, der scheinbar meint, er wäre der Einzige, der Ahnung hat. Sorry, diese Einstellung, die Du hier gegenüber Fachleuten (und Du kannst durchaus davon ausgehen, daß große Rückversicherer wie die Münchner Rück, die in ihrem täglichen Geschäft mit allen nur erdenkbaren Gefahren- und Bedrohungsszenarien zu tun haben, durchaus kompentente Fachleute haben) an den Tag legst, zeigt eine gewisse Arroganz. Patrick, Du bist sicher nicht der Einzige, der Ahnung hat - und insofern solltest Du anderen Fachleuten durchaus eine andere Meinung zugestehen, ohne diese gleich ins Lächerliche zu ziehen (wie Du es mit dem Satz "Das ist wohl die Expertenmeinung eines siebenjährigen Mädchens." tust).M Sicherheit hat geschrieben:Hallo Alexander,
während hier mit RPG`s und vollautomatischen Handfeuerwaffen Geiseln genommen und Lösegelder erpresst werden, Angst vor einer "Gewalteskalation durch Selbstschutzmaßnahmen" zu propagandieren ist unqualifzierte Stimmungsmache. Ja.
Wenn auf mich geschossen wird, schieße ich nicht zurück, weil ich vermeiden möchte, dass es dann irgendwie eskaliert? Das ist wohl die Expertenmeinung eines siebenjährigen Mädchens. Zumindest würde ich hier nicht weiter drüber nachdenken.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, daß der Fachmann der Münchner Rück seine Meinung etwas näher begründet hätte.
Ich habe es, glaub ich, schon mal erwähnt: Nicht jedes Problem der Welt lässt sich mit Schusswaffen lösen (oder, wie es ein guter Freund von mir, der in einer Spezialeinheit des US-Militärs dient, einmal scherzhaft gesagt hat: "Es gibt kein Problem auf der Welt, welches sich nicht mit 5 kg Plastiksprengstoff lösen lässt" - aber er meinte es, scheinbar im Gegensatz zu Dir, nicht ernst).
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
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Torben K.
Re: Sicherung vor Piraten
N'abend allerseits,
es ist nur zu befürchten, dass die Piraten mit Ihren Mutterschiffen auch sich dieser Maßnahme anpassen. Die operieren ja eh schon im Indischen Ozean. Also ist das dadurch nicht gelöst.
Maersk hat doch vor nicht all zu langer Zeit eine E-Klasse ums Kap der guten Hoffnung geschickt. Weiß jemand noch wieso?
Wentweder um den Burschen auszuweichen oder um Zeit zu schinden. KA
MfG
es ist nur zu befürchten, dass die Piraten mit Ihren Mutterschiffen auch sich dieser Maßnahme anpassen. Die operieren ja eh schon im Indischen Ozean. Also ist das dadurch nicht gelöst.
Maersk hat doch vor nicht all zu langer Zeit eine E-Klasse ums Kap der guten Hoffnung geschickt. Weiß jemand noch wieso?
Wentweder um den Burschen auszuweichen oder um Zeit zu schinden. KA
MfG
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KaiR
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- Registriert: Mi 18. Feb 2009, 12:11
Re: Sicherung vor Piraten
ist es nicht, sondern nur eine logische Konsequenz. Es wäre unrealistisch, nicht zu denken, dass sich die Piraten auch dieser Maßnahme anpassen. Was dann heißt noch mehr Bewaffnung, größere Waffen, von Anfang an scharf schießen. Dann geraten unbewaffnete Seeleute auf exponierten Brücken ins Kreuzfeuer. Den Schiffen tut es auch nicht gut. Und wenn der erste Chemikalientanker brennt und das Meer verseucht ist das Wehklagen groß.M Sicherheit hat geschrieben:während hier mit RPG`s und vollautomatischen Handfeuerwaffen Geiseln genommen und Lösegelder erpresst werden, Angst vor einer "Gewalteskalation durch Selbstschutzmaßnahmen" zu propagandieren ist unqualifzierte Stimmungsmache. Ja.
Außerdem widerspricht das Konzept dem sehr erfolgreichen Konzept des Panikraums. Das nützt nämlich nichts mehr wenn verwundete Sicherheitskräfte überall auf dem Schiff liegen. Und letztlich kann man dann irgendwann auf jedem Schiff weltweit Sicherheitskräfte spazieren fahren, denn ausweichen könnten die Piraten dann immer noch.
Grüße
Kai
Grüße,
Kai
Kai
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Jens.G
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- Registriert: Fr 11. Jan 2008, 12:08
Re: Sicherung vor Piraten
Ich habe mich jetzt mal recht mühsam durch große Teile dieses Threads gekämpft. Manches kam mir vor wie ein Deja Vú. Irgenwann in meiner Jugend bekam ich das Buch "Mit Breitseite und Enterbeil", geschrieben von Ulrich Komm, geschenkt. Das Buch erzählt in groben Zügen die Geschichte von Berend Karpfanger und der Hamburger Handelsschiffahrt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Auch die Jungs damals hatten massive Probleme mit Piraten. Und wisst Ihr was? Die Argumente - für und wider von Bewaffnung, Begleitung und staatlicher Einflußnahme - die ich heute hier lesen kann, die finden sich in dem Buch teilweise Wort für Wort und wörtlich wieder.
Anno dunnemals behalf man sich letztlich mit der Fahrt im Konvoi, begleitet von schwerst bewaffneten Begleitschiffen (Orlogschiffe). Einzelne Schiffer bildeten ihre Mannschaften besser aus, manche halfen sich mit Bewaffnung an Bord (klingt irgendwie vertraut, oder?). Irgendwann führten bi- und multilaterale Verträge (würde man heute sagen) zu einem Rückgang der Piraterie. Was um Himmels Willen ist heute so schwer daran, aus der Geschichte zu lernen?
Mein persönlicher Eindruck: vorerst bleibt alles wie es ist, irgendwann wird es möglicherweise einen ausreichend großen Kreuzfahrer erwischen - dann wird der Aufschrei von Boulevard und Politik (in dieser Reihenfolge) groß genug sein um sich vielleicht auf ein entsprechendes Handeln zu einigen. Aber vorher wird es wohl noch viele Deja Vu's geben.
Anno dunnemals behalf man sich letztlich mit der Fahrt im Konvoi, begleitet von schwerst bewaffneten Begleitschiffen (Orlogschiffe). Einzelne Schiffer bildeten ihre Mannschaften besser aus, manche halfen sich mit Bewaffnung an Bord (klingt irgendwie vertraut, oder?). Irgendwann führten bi- und multilaterale Verträge (würde man heute sagen) zu einem Rückgang der Piraterie. Was um Himmels Willen ist heute so schwer daran, aus der Geschichte zu lernen?
Mein persönlicher Eindruck: vorerst bleibt alles wie es ist, irgendwann wird es möglicherweise einen ausreichend großen Kreuzfahrer erwischen - dann wird der Aufschrei von Boulevard und Politik (in dieser Reihenfolge) groß genug sein um sich vielleicht auf ein entsprechendes Handeln zu einigen. Aber vorher wird es wohl noch viele Deja Vu's geben.
Gruß Jens
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Bernd Przyb.
Re: Sicherung vor Piraten
Auch wenn es nach Verfolgungswahn aussieht,aber manchmal denke ich: Wer verdient in unseren Breiten wohl noch mit, an diesen Piratenüberfällen? Bekommen sie Informationen aus denIndustrieländern? Hat man hier überhaupt ein ernsthaftes Interesse, die Piraterie gründlich zu bekämpfen?
Warum werden die Mutterschiffe nicht ohne Vorwarnung angegriffen und zerstört? Wenn ich höre, dies sei mit dem Völkerrecht nicht vereinbar fällt mit die Geschichte mit den Radio - Piraten - Sendeschiffen vor unseren Küsten in den 70ern ein. Die haben keinem Menschen etwas zu Leid getan aber die Regierungen von Deutschland, den Niederlanden und Großbritanien waren da ja eigentlich nicht zimperlich.
Also illegale Radiosender (Illegal auch ausserhalb der Hoheitsgewässer? War schon eigenartig.) müssen mit allen Mitteln bekämpft werden, während menschenverachtende, mordende High-Tec-Piraten unter Schutz stehen.
Die unausgesprochene Botschaft an Piraten und deren Nachwuchs: Wer sein Geld nicht mit Piraterie verdient ist dumm.
Ich glaube noch niemals in der Weltgeschichte der Seeräuberei konnten die Piraten mit so wenig Risiko ihre Beute machen.
Grüße
Bernd
Warum werden die Mutterschiffe nicht ohne Vorwarnung angegriffen und zerstört? Wenn ich höre, dies sei mit dem Völkerrecht nicht vereinbar fällt mit die Geschichte mit den Radio - Piraten - Sendeschiffen vor unseren Küsten in den 70ern ein. Die haben keinem Menschen etwas zu Leid getan aber die Regierungen von Deutschland, den Niederlanden und Großbritanien waren da ja eigentlich nicht zimperlich.
Also illegale Radiosender (Illegal auch ausserhalb der Hoheitsgewässer? War schon eigenartig.) müssen mit allen Mitteln bekämpft werden, während menschenverachtende, mordende High-Tec-Piraten unter Schutz stehen.
Die unausgesprochene Botschaft an Piraten und deren Nachwuchs: Wer sein Geld nicht mit Piraterie verdient ist dumm.
Ich glaube noch niemals in der Weltgeschichte der Seeräuberei konnten die Piraten mit so wenig Risiko ihre Beute machen.
Grüße
Bernd
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mooringman
- Mitglied
- Beiträge: 160
- Registriert: Di 26. Okt 2010, 18:04
Re: Sicherung vor Piraten
Laut NATO Karte sind die Positionen und Namen der Piraten Mutterschiffe bekannt.Wieso eigentlich wird gegen diese Schiffe nichts unternommen?Ein Sicherungsraum an Bord eines Schiffes bietet eben nicht die ultimative Sicherheit,wie es bei der "Beluga Nomination" eindeutig bewiesen wurde.Security Guards können auch nicht immer hilfreich sein.Eine Bewaffnung der Seeleute lehne ich ab.
In der jetzigen Situation helfen natürlich Sicherungsräume oder Security Guards noch in den meisten Fällen,sind aber eben nicht das "non plus ultra",man muß die Piratenmutterschiffe attackieren.Die Piraten lachen sich doch tot über die Handlungsweise der NATO und EU.Nicht nur die Kasse klingelt (bei wem alles?),es wird früher oder später einen richtigen Supergau ökölogisch wie ökonomisch geben.
In der jetzigen Situation helfen natürlich Sicherungsräume oder Security Guards noch in den meisten Fällen,sind aber eben nicht das "non plus ultra",man muß die Piratenmutterschiffe attackieren.Die Piraten lachen sich doch tot über die Handlungsweise der NATO und EU.Nicht nur die Kasse klingelt (bei wem alles?),es wird früher oder später einen richtigen Supergau ökölogisch wie ökonomisch geben.
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Hoss50
Re: Sicherung vor Piraten
ln-online/lokales
vom 12.02.2011 10:30
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Angst vor Piraten: Reederei aus Lübeck holt Wachleute an Bord
Lübeck - Oldendorff will die eigenen Seeleute besser vor Überfällen schützen. Auf den Schiffen werden Abwehrzäune installiert. Sprecher fordert energischeres Vorgehen der Marin
http://www.ln-online.de/regional/luebec ... hp/2930941
der vogtländer
vom 12.02.2011 10:30
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Angst vor Piraten: Reederei aus Lübeck holt Wachleute an Bord
Lübeck - Oldendorff will die eigenen Seeleute besser vor Überfällen schützen. Auf den Schiffen werden Abwehrzäune installiert. Sprecher fordert energischeres Vorgehen der Marin
http://www.ln-online.de/regional/luebec ... hp/2930941
der vogtländer
