Sicherung vor Piraten

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Torben K.

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Torben K. »

Geheimnisträger sind wir nicht.
Aha, hätte ich mir anders vorstellen können.

Aber die von mir erwähnten zusätzlichen Folgen dieses Vorgehens dieser Verbrechter werden unter den Tisch geschwiegen. Obwohl Sie für mich sehr schwer wiegen, weil so das Leben, trotz warmen Ofens und allem zur Hölle wird. Daran scheitern dann ganze Existenzen, da hängt doch ein Rattenschwanz dran. Mir tuts halt leid für die Leute, das sie als Frustbewältigung für diese Wahnsinnigen herhalten müssen.

Mal sehen, du hast ja gesagt, dass die Korridor Lösung noch aktuell ist. vllt ist das ein Ansatz, der das Problem etwas lindert.
Torben K.

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Torben K. »

Da hast du dir was vorgenommen, die Passage wird täglich von 100erten von Schiffen passiert, Passagezeit je nach Geschwindigkeit, hm schätze 1-2 Wochen mit dem Indischen Ozean. (korrigiere mich einer, wenn ich falsch liege)
Das erfordert Manpower und äußerste Konzentration. Und Nervenstärke. Der Job wird knallhart.

Das erfordert auch die Zusammenarbeit völlig unterschiedlicher Kulturen und Mentalitäten, auch was die Definition von Sicherheit und welche Mittel man nutzt, um sie aufrechtzuerhalten, angeht.
Da müsste - meiner meinung nach - schon Unterstützung von der Politik kommen, um so etwas zu koordinieren. Aber der Schutz von Seeleuten und - hier sekundär, anderswo vielleicht primär - Wirtschaftsgütern sollte solch eine Anstrengung wert sein.
Gibt es eigentlich - ähnlich wie bei zB Handwerkern - eine Innung, einen Verband der Sicherheitsdienstleister. Wie steht der zu der Sache?
Torben K.

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Torben K. »

Hallo Patrick,

Das ist natürlich nicht gut. Normalerweise sollte die doch die Interessen der Branche vertreten.
Hab aber heraus gehört dass du und deine Unternehmung nicht die einzigen der Branche sind, die in diese Richtung schauen. Und da seid evtl. gefragt, gegen die unkenntnis der Innung etwas zu tun. Ihr müsst denen ein detailiertes, gut ausgearbeitetes und lückenloses Konzept vorlegen, welches die Innung überzeugt. Wie das aussieht, wisst ihr ja am besten. Und auf Basis eines solchen Konzeptes könnte die Innung euch bei eurem Anliegen unterstützen.
Außerdem noch mehr Vorfälle dieser Art wie mit der Beluga Nomination, wo es lt. Spiegel sogar Tote gegeben hat (
-> http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... ml#ref=rss), könnten euch Wasser in die Mühlen.

MfG Torben
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Da ich wie bereits geschrieben eine christliche Erziehung genossen habe, ist mir das auch nicht egal, wenn Menschen vergewaltigt oder gar getötet werden. Für mich gilt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und ich das für mein persönliches Leben zur Grundmaxime mache. Aber das bedeutet jetzt nicht, dass ich die Piraterie für Gut heiße.

Und das, was auf der BELUGA NOMINATION passiert ist,schockiert mich auch sehr. Ich finde jetzt erst recht, dass man nochmals über Waffen an Bord nachdenken sollte. - Unbedingt - .
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
Bernd Przyb.

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Bernd Przyb. »

Auch ich erlaube mir mal, meinen "Senf" dazu zu heben:

Ich bin unbedingt für härtere Maßnahmen, Bewaffnung und Sicherheitsdienste.
Wir haben in unserer Verwandschaft aktive Seeleute die berechtigte Ängste haben. Man schaut neidisch zu russischen Schiffen und ähnlichen Nationalitäten. Dort wissen die Piraten, es blüht aktiver Widerstand durch ausgebildete Crews. Diese Schiffe wurden schon früher in anderen Problemgebieten von Piraten gemieden.

Machen wir uns doch nichts vor: Unsere westliche "humane Gefühlsduselei" wird von solchen schwerstkriminellen Kreisen zu Recht als Schwäche empfunden. Resultat: Die Piraterie hat sich als recht risikolose Einnahmequelle etabliert. Da die Piraten vom Westen auch noch gut "entlohnt" werden, haben sie mittlerweile viel mehr Geld, Macht und technische Ausrüstung, als die Staatsorgane in ihren verarmten Heimatländern. Sie beschaffen dann vielen Armen bezahlte "Jobs" und genießen mancherorts eine Art Robin Hood Status.
Ein interessanter Beitrag des schweizer Fernsehens vor einigen Wochen zeigte es deutlich: somalische Regierungssprecher und Clansprecher von angeblich nicht an Piraterie beteiligten Clans machten den westlichen Ländern Vorwürfe wegen der Zahlungen. Die Piraten sind durch diese Gelder erheblich mächtiger als solche Staaten.

Und unsere "Hochkultur" hat keine anderen Sorgen als: "Werden die gefangenen Piraten auch gut behandelt?" Da berichten die Medien von durch Langeweile unglücklichen somalischen Gefangenen in Deutschland, von deren Hungerstreik und ob das niederländische Militär vielleicht ehrverletzend mit ihnen umgegangen sein kann. - HALLO - :o , wo sind wir eigentlich???

Eine dermaßen inkonsequente und lasche Kultur wird sich eines Tages selbst zerstören und würde ich nicht mitten in dieser leben würde ich sogar sagen es wäre nicht schade um sie.

Abschließend möchte ich noch mal sehr deutlich machen, ich wünsche mir keine rechten Spinner oder ähnliche Extremisten an der Macht aber genau diese Gefahr sehe ich wenn unsere seriösen Parteien nicht auch mal die Zähne zeigen und das Gefühl vermitteln man sei mehr für die Täter da als für die Opfer.

Grüße

Bernd
Horstl
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Horstl »

frank0265 hat geschrieben:Da ich wie bereits geschrieben eine christliche Erziehung genossen habe, ist mir das auch nicht egal, wenn Menschen vergewaltigt oder gar getötet werden. Für mich gilt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und ich das für mein persönliches Leben zur Grundmaxime mache. Aber das bedeutet jetzt nicht, dass ich die Piraterie für Gut heiße.

Und das, was auf der BELUGA NOMINATION passiert ist,schockiert mich auch sehr. Ich finde jetzt erst recht, dass man nochmals über Waffen an Bord nachdenken sollte. - Unbedingt - .
Ist schon komisch... andernorts nannte man solche Leute "Wendehälse" :mrgreen:
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Horstl hat geschrieben:
frank0265 hat geschrieben:Da ich wie bereits geschrieben eine christliche Erziehung genossen habe, ist mir das auch nicht egal, wenn Menschen vergewaltigt oder gar getötet werden. Für mich gilt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und ich das für mein persönliches Leben zur Grundmaxime mache. Aber das bedeutet jetzt nicht, dass ich die Piraterie für Gut heiße.

Und das, was auf der BELUGA NOMINATION passiert ist,schockiert mich auch sehr. Ich finde jetzt erst recht, dass man nochmals über Waffen an Bord nachdenken sollte. - Unbedingt - .
Ist schon komisch... andernorts nannte man solche Leute "Wendehälse" :mrgreen:

Hmm, ich habe mich da vllt ein wenig unverständlich ausgedrückt. Meinte damit, dass man das doch sehr mit Vorsicht geniessen sollte, Waffen an Bord zu haben. Piraten scheuen vor nix zurück. Wenn die sehen, dass es an Bord Waffen gibt, sehen die vllt auch "Rot". Und auf beiden Seiten dürfte es wohl Opfer geben.

Also weiterhin keine Bewaffnung von zivilen Handelsschiffen.
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frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Seitens der Politik hätte man sich da wirklich schon viel früher mit dem Thema Piraterie ernsthafter auseinandersetzen müssen. Leider ist das ausgeblieben. Und jetzt stecken alle Beteiligten tief drin in der Misere. Ein Entrinnen wird immer schwieriger. Jahrelang hat man zu den Problemen an Land und zur See geschwiegen. Das war der Kardinalfehler.

Das Thema Piraten ist nicht das einzige, mit dem sich Seeleute auseinandersetzen müssen. Schonmal was von "Mentalhygienischer Situation der Seeleute" gehört ? Vllt starte ich mal dazu einen eigenen Thread.
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Auch Focus online befasst sich mit der Piraten-Problematik und befragt hierzu einen sog. "Piraten-Experten" der Münchner Rück. seine Meinung zu privaten Sicherheitskräften an Bord.

Davon raten wir ab. Die Gefahr einer Eskalation ist groß. Die Piraten sind oft mit Panzerfäusten und Granatwerfern bewaffnet. Ein Kampf etwa auf einem Öltanker kann katastrophale Folgen haben.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Torben K.

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Torben K. »

Ist nur mal zu sagen, dass es momentan von Seiten der Piraten eh eskaliert - und die Betroffenen sind unbewaffnete Seeleute, die ihren Job machen. Reicht denn das nicht, scheinhinrichtungen, demütigungen, Angstzustände die wir uns nicht ausmalen köönen, wenn man sich in den Händen von Geisteskranken efindet, von denen man nicht weiß, was sie als nächstes tun.

Mit welchem Recht machen die Somalis das? Ich denke als Seefahrer habe ich das Recht, mich davor schützen zu lassen.

Die Marineverbände sind außerstande, für außendreich Schutz zu sorgen. Ich will die damit nicht kritisieren, aber die Marine hat die Prämisse, Piraten festzusetzen und das Problem allgemein zu kämpfen. Die Sicherheitsdienste schützen Mann und Maus an Bord.
ICh fänd als Seemann die Präsenz von Security an Bord wesentlich beruhigender als uU 1000km entfernte Kriegschiffe.
Noch mal in dem Fall nichts gegen die Grauen, die können auch nicht überall sein, nicht in einem so großflächigen Zielgebiet.
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