Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
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sugo
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Hallo Chris,
das Problem mit der schwarz-weiß Malerei sehe ich genauso und bedauere es.
Ich finde es ermutigend, dass es Dir offenbar gelingt, Deine Argumente an den Mann/die Frau zu bringen.
Meine persönlichen Erfahrungen sind da leider anders, erst kommen immer neue hanbüchene Behauptungen und am Ende folgen Beleidigungen.
Inwieweit die einzelnen Entwicklungshilfeprojekte auch wirklich der Entwicklung dienen, und wer und was sich durch das Geld wirklich entwickelt, vermag ich nicht immer zu durchschauen.
Ich kenne sehr gute Projekte, insbesondere TARGET eV von Rüdiger Nehberg, die nachhaltig Veränderungen bewirken, aber natürlich keine kurzfristige Verbesserung der Gesamtsituation erreichen können, sondern ganz langfristig gedacht werden müssen.
Andererseits sind da Megaprojekte, wie z.B. die Neue Allianz für Ernährungssicherheit, eine Initiative der G7-Staaten, die zu den bereits genannten Problemen in der Landwirtschaft beiträgt, indem Kleinbauern ihre eigenen Pflanzen nicht mehr vermehren dürfen, sondern das Hybrid-Saatgut der Konzerne kaufen müssen.
Wen wundert es, dass die, die sich das nicht leisten können, überlegen, sich auf der anderen Seite des Mittelmeeres eine Existenz aufzubauen.
das Problem mit der schwarz-weiß Malerei sehe ich genauso und bedauere es.
Ich finde es ermutigend, dass es Dir offenbar gelingt, Deine Argumente an den Mann/die Frau zu bringen.
Meine persönlichen Erfahrungen sind da leider anders, erst kommen immer neue hanbüchene Behauptungen und am Ende folgen Beleidigungen.
Inwieweit die einzelnen Entwicklungshilfeprojekte auch wirklich der Entwicklung dienen, und wer und was sich durch das Geld wirklich entwickelt, vermag ich nicht immer zu durchschauen.
Ich kenne sehr gute Projekte, insbesondere TARGET eV von Rüdiger Nehberg, die nachhaltig Veränderungen bewirken, aber natürlich keine kurzfristige Verbesserung der Gesamtsituation erreichen können, sondern ganz langfristig gedacht werden müssen.
Andererseits sind da Megaprojekte, wie z.B. die Neue Allianz für Ernährungssicherheit, eine Initiative der G7-Staaten, die zu den bereits genannten Problemen in der Landwirtschaft beiträgt, indem Kleinbauern ihre eigenen Pflanzen nicht mehr vermehren dürfen, sondern das Hybrid-Saatgut der Konzerne kaufen müssen.
Wen wundert es, dass die, die sich das nicht leisten können, überlegen, sich auf der anderen Seite des Mittelmeeres eine Existenz aufzubauen.
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slowman
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Hallo sugo,
Du schreibst es ja richtig, die Lösungen müssen langfristig angesetzt werden und brauchen viel zeit.Während dieser Zeit müssen wir mit der Problematik irgendwie leben und es muss auch erst in den Köpfen der dortigen Menschen ankommen, dass eine Verbesserung der Situation Zeit benötigt und auch der Mithilfe der Menschen vor Ort bedarf. Ich glaube auch, dass die Menschen in Afrika schon oft von den "großen Nationen" enttäuscht wurden. Ich habe kürzlich eine Reportage gesehen bei der irgendwo dort in der Wüste ein Wassersystem aufgebaut werden sollte vor dem auch einheimische Fachleute warnten dass es nicht funktioniert. das Projekt scheiterte und die Menschen werden mit den Folgen von noch mehr weniger Wasser alleine gelassen weil sich von den initiierenden Staaten und Gruppierungen keiner mehr zuständig fühlt.
Die von Dir erwähnten G7-Staaten haben doch letztendlich nur irgendwelche wirtschaftlichen Interessen für ihre Industrie. Wenn der afrikanische Bauer das Saatgut nicht zahlen kann wird es u.U. irgendeine NGO im Rahmen von Hilfsprojekten kaufen und der Umsatz wurde getätigt. Vielleicht versteht auch irgendwann jemand dass man dort nicht den Boden mit unserer industriellen Methodik bewirtschaften kann sondern back to the roots gehen muss, eben das Vermehren eigener Pflanzen wie es weltweit wohl auch Millionen Hobbygärtner machen. Dummerweise hat aber die Industrie davon keinen Gewinn und genau dies ist das Hauptproblem welches der Lösung im Wege steht. Würde man abseits wirtschaftlicher Interessen den menschen dort wirklich helfen ein auskömmliches Leben zu ermöglichen, von Wohlstand möchte ich gar nicht reden, ergäbe sich dort langfristig ein Absatzmarkt auch für andere Produkte des Lebens. Dieser Weg ist aber lang und dauerte mit Sicherheit 30-50 Jahre. Da aber heute in den Industriekonzernen die Quartalszahlen regieren und nur kurzfristig gedacht wird ist dieser Zeitraum nach Sicht der Industrie natürlich zu lang.
Gruß
Chris
Du schreibst es ja richtig, die Lösungen müssen langfristig angesetzt werden und brauchen viel zeit.Während dieser Zeit müssen wir mit der Problematik irgendwie leben und es muss auch erst in den Köpfen der dortigen Menschen ankommen, dass eine Verbesserung der Situation Zeit benötigt und auch der Mithilfe der Menschen vor Ort bedarf. Ich glaube auch, dass die Menschen in Afrika schon oft von den "großen Nationen" enttäuscht wurden. Ich habe kürzlich eine Reportage gesehen bei der irgendwo dort in der Wüste ein Wassersystem aufgebaut werden sollte vor dem auch einheimische Fachleute warnten dass es nicht funktioniert. das Projekt scheiterte und die Menschen werden mit den Folgen von noch mehr weniger Wasser alleine gelassen weil sich von den initiierenden Staaten und Gruppierungen keiner mehr zuständig fühlt.
Die von Dir erwähnten G7-Staaten haben doch letztendlich nur irgendwelche wirtschaftlichen Interessen für ihre Industrie. Wenn der afrikanische Bauer das Saatgut nicht zahlen kann wird es u.U. irgendeine NGO im Rahmen von Hilfsprojekten kaufen und der Umsatz wurde getätigt. Vielleicht versteht auch irgendwann jemand dass man dort nicht den Boden mit unserer industriellen Methodik bewirtschaften kann sondern back to the roots gehen muss, eben das Vermehren eigener Pflanzen wie es weltweit wohl auch Millionen Hobbygärtner machen. Dummerweise hat aber die Industrie davon keinen Gewinn und genau dies ist das Hauptproblem welches der Lösung im Wege steht. Würde man abseits wirtschaftlicher Interessen den menschen dort wirklich helfen ein auskömmliches Leben zu ermöglichen, von Wohlstand möchte ich gar nicht reden, ergäbe sich dort langfristig ein Absatzmarkt auch für andere Produkte des Lebens. Dieser Weg ist aber lang und dauerte mit Sicherheit 30-50 Jahre. Da aber heute in den Industriekonzernen die Quartalszahlen regieren und nur kurzfristig gedacht wird ist dieser Zeitraum nach Sicht der Industrie natürlich zu lang.
Gruß
Chris
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Alexander
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Tut das nur Deutschland? Nein!Domingo1962 hat geschrieben: ↑Mi 11. Sep 2019, 14:51 Warum muss immer nur Deutschland Flüchtlinge aufnehmen.
Allein schon diese Behauptung, es wäre so, ist eine tiefbraune Lüge. Die meisten Flüchtlinge nehmen, wie das UNHCR immer wieder betont, die Nachbarländer der Krisenstaaten auf, im Falle Syrien bspw. die Türkei, Jordanien und der Libanon
Und auch in Europa gibt es außer Deutschland noch genügend andere Staaten, die die europäischen Werte im Ggensatz bspw. zu Ungarn noch hochhalten und ihren Beitrag leisten.
Alexander
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Alexander
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Luxuswampe hat geschrieben: ↑Sa 14. Sep 2019, 09:17 Snowman,
Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema hier nicht äußern. Deinen letzten Satz will ich aber nicht unkommentiert stehen lassen.
Du schreibst:
****
Ich glaube auch, dass bis dato sehr wenige bis gar keine Menschen wirkliche persönliche Nachteile durch die Migranten in unserem Land haben.
****
Ich weiß ja nicht ob du die letzten Jahre die Augen vor der Realität verschlossen hast, daher hier mal einige Links zu Ereignissen Wo die Betroffenen Dir wohl eher nicht zustimmen werden!
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sexuell ... ht_2015/16
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gruppen ... n_Freiburg
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Mia_V.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mordfal ... adenburger
Und ja, diese Liste könnte noch beliebig fortgesetzt werden! Ist nur halt nicht Thema in diesem Forum.
Ich stamme aus einer Kleinstadt, in der einer der von Dir genannten Fälle geschehen ist. Und ganz ehrlich, es kotzt mich an, wie verabscheuungswürdige Rassisten aus der Tat eines einzelnen Arschlochs (und um nichts anderes handelt es sich) versuchen, politisches Kapital zu schlagen. Es kotzt mich an, wie eine ermordete junge Frau, die ich sogar noch persönlich kannte, von Ausländerfeinden instrumentalisiert wird. Wie man Familie und Freunden des Opfers keine Chance gibt, ihre Trauer zu bewältigen, weil diese braunen Arschlöcher im Monatsryhtmus und tlw. noch häufiger über meine Heimatstadt herfallen und ihre braunen Aufmärsche durchziehen. Es kotzt mich an, wie sie Fotos der Ermordeten präsentieren, obwohl die Eltern das nicht wünschen. Es kotzt mich, daß die Eltern Drohbriefe erhielten, weil sie ja angeblich mitverantwortlich für den Tod ihrer Tochter wären, weil sie ihr ja erlaubt hatten, etwas mit "dem Ausländer" anzufangen.
Und es kotzt mich auch, daß Du hier jetzt genau damit auch in diesem Forum anfängst.
Ein Mörder ist in erster Linie ein Mörder, völlig unabhängig von seiner Herkunft.
Aleander
((@Admins: Sorry für die etwas derbe Ausdrucksweise, aber bei diesem Thema geht mir die Hutschnur hoch!)
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Alexander
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Sassnitzer hat geschrieben: ↑Mi 18. Sep 2019, 18:00 @ Admins, das Niveau sinkt ja inzwischen ins Unterirdische.
Ach? Ja, stimmt, wenn irgendwelche Ausländerfeinde den Tod von Mia, 15 Jahre, für ihre Hetze missbrauchen, dann ist das ein arg unterirdisches Niveau. Und das werde ich auch weiterhin anprangern!
Alexander
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slowman
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Hi Alexander,
dass darfst Du auch gerne weiter anprangern, aber bitte sachlich. Die ganze Theamtik wurde jetzt hier über mehrere Tage und Seiten doch weitestgehend sachlich und ohne große Emotionen diskutiert.Ich habe eigentlich damit gerechnet dass ein solches Thema von den Admins schnell geschlossen wird aber ich denke dass es aufgrund der Art, wie hier diskutiert wurde bis dato kein Grund dazu bestand.
Es ist verständlich dass einen ein Thema noch mehr berührt wenn man persönlich involviert war und ist, aber das darf kein Grund sein seinen Emotionen so freien lauf zu lassen. Du hättest es ja dem Ersteller des Postings auch via PN mitteilen können. Ich habe bei diesem Posting, welches ja eine Antwort auf einen Beitrag von mir war, gleich die Lunte und Ecke gerochen aus welcher das Feuer kam und eigentlich versucht argumentativ darauf einzugehen obwohl ich ähnliche Buchstabenfolgen wie deine in den Fingern auf der Tastatur hatte. Widerlegen konnte er meine und auch andere Argumentationen bis heute nicht. Ich habe mir einfach anbgewöhnt gewissem Klientel emotional zu begegnen weil es nicht zielführend ist. Lieber sachlich und mit Fakten, dies ist hilfreicher.
Gruß
Chris
dass darfst Du auch gerne weiter anprangern, aber bitte sachlich. Die ganze Theamtik wurde jetzt hier über mehrere Tage und Seiten doch weitestgehend sachlich und ohne große Emotionen diskutiert.Ich habe eigentlich damit gerechnet dass ein solches Thema von den Admins schnell geschlossen wird aber ich denke dass es aufgrund der Art, wie hier diskutiert wurde bis dato kein Grund dazu bestand.
Es ist verständlich dass einen ein Thema noch mehr berührt wenn man persönlich involviert war und ist, aber das darf kein Grund sein seinen Emotionen so freien lauf zu lassen. Du hättest es ja dem Ersteller des Postings auch via PN mitteilen können. Ich habe bei diesem Posting, welches ja eine Antwort auf einen Beitrag von mir war, gleich die Lunte und Ecke gerochen aus welcher das Feuer kam und eigentlich versucht argumentativ darauf einzugehen obwohl ich ähnliche Buchstabenfolgen wie deine in den Fingern auf der Tastatur hatte. Widerlegen konnte er meine und auch andere Argumentationen bis heute nicht. Ich habe mir einfach anbgewöhnt gewissem Klientel emotional zu begegnen weil es nicht zielführend ist. Lieber sachlich und mit Fakten, dies ist hilfreicher.
Gruß
Chris
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Alexander
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Wenn Du, so wie ich, über nun fast schon zwei Jahre mindestens einmal im Monat erleben müsstest, wie rechtsextremistische Gruppen durch Deine Heimatstadt marschieren, um den Tod einer jungen Frau, die Du selbst sogar kanntest, für ihre ausländerfeindliche Hetze zu missbrauchen, wenn sie dies entgegen des expliziten Wunschs der Eltern der Verstorbenen tun, wenn sie Mitbürger, die sich gegen sie stellen, angreifen, etc. - glaub mir, dann wäre auch bei Dir irgendwann der Punkt erreicht, an dem die Emotionen die Oberhand gewinnen.
Ihr könnt hier gerne versuchen, mit Menschen vom ganz rechten Rand sachlich zu diskutieren, aber glaub mir, wir bei uns im Ort haben in den letzten fast zwei Jahren gelernt, dass das vergebliche Liebesmüh' ist. Diese Klientel interessiert sich nicht für Fakten, nicht für Sachargumente, nicht für Diskussionen. Und glaub mir, wir haben bei uns im Ort alles versucht, um ins Gespräch zu kommen.
Insofern kann ich mich nur wiederholen: dieses Verhalten dieser Rechtsextremisten kotzt mich an.
Alexander
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Uwe T.
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Moin zusammen,
hier kann man nachlesen, worum es Alexander offensichtlich geht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Mia_V.
Grüße
Uwe
hier kann man nachlesen, worum es Alexander offensichtlich geht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Mia_V.
Grüße
Uwe
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Alexander
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Dieser Artikel stellt die braune Okkupation meiner Heimatstadt leider nicht einmal annähernd dar.
Diese braunen Aufmärsche vergiften das Klima in meiner Heimatstadt. Da erlaube ich mir tatsächlich mal, ein wenig emotional zu reagieren.
Alexander
Diese braunen Aufmärsche vergiften das Klima in meiner Heimatstadt. Da erlaube ich mir tatsächlich mal, ein wenig emotional zu reagieren.
Alexander
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Uwe T.
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Re: Drama im Mittelmeer - wie lange noch ???
Mir ging es auch nur darum, die aus deinen Sätzen klingende Entrüstung zumindestens ansatzweise nachvollziehbar zu machen.
Grüße
Uwe
Grüße
Uwe
