Sicherung vor Piraten

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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben: diese Verantwortungshierarchie sehe ich genauso. Die ersten beiden haben sich als Luftnummer erwiesen.
Sehe ich anders: Sie müssen erst noch beweisen, ob sie eine Luftnummer sind, denn bisher konnten sie eigentlich noch gar nix, weder positiv noch negativ, beweisen, ganz einfach deshalb, weil ihnen die Politik letztlich noch keine Chance dazu gegeben hat (wenn man mal von der geplanten Aktion zur Befreiung der "Hansa Stavanger" absieht, die, so mein Kenntnisstand, aufgrund von Kompetenzgerangel zwischen BP und BW und auch innerhalb der BP zum Scheitern verurteilt war).

Klar ist, daß ein Votum der Politik nach wie vor fehlt. Zu hoffen ist, daß BP wie auch BW unabhängig davon sich Gedanken machen, was sie leísten können, damit sie dann, wenn die Politik in die Hufe kommt, schnell agieren können.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Hoss50

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Hoss50 »

Hallo

Während ihr kräftig schreibt ist schon wieder ein Schiff einer deutschen Reederei überfallen worden.
Es handle sich um den Frachter 'Beluga Nomination', der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fährt.
An Bord seien nach ukrainischen Angaben zwölf Seeleute aus Russland, der Ukraine, Polen und den Philippinen.
ein "Ausgeflaggter" geht uns als Deutsche ja nichts an. Er soll die Armee in Antigua und Barbuda beauftragen, sehe ich auch so.
Aber das Problem.damit endlich etwas unternommen wird, steht immer noch im Raum !!!

roland
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin

Südkorea will somalische Piraten vor Gericht stellen

Seoul - Südkorea will fünf Piraten aus Somalia den Prozess machen. Die Regierung wolle die Männer, die bei der Befreiung eines gekaperten Schiffs festgenommen wurden, vor Gericht stellen statt sie im Austausch für verschleppte Fischer freizulassen, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul am Dienstag.

Bei dem Einsatz am Freitag hatte eine südkoreanische Kommandoeinheit ein Handelsschiff und alle 21 Besatzungsmitglieder im Arabischen Meer befreit. Acht Piraten wurden getötet und fünf gefangen genommen. Im Oktober hatten somalische Piraten ein Schiff von Fischern mit 43 Seeleuten an Bord in ihre Gewalt gebracht. Die Crew, zu der auch zwei Südkoreaner gehören, befindet sich seitdem in der Gewalt der Entführer.

http://net-tribune.de/nt/node/35077/new ... ht-stellen
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Das Ergebnis des Anti-Piraten-Gipfels gestern in Berlin war ja wirklich abzusehen....Da wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Es scheitert eben immer wieder an bestehenden Gesetzen, die man nicht oder nur schwer ändern kann. Aber schließlich ist ja jeder Staat sein Souverän.

Auch wenn es heute wieder ein "deutsches" Schiff erwischt hat - Reederei Beluga in Bremen - das einzige, was an diesem Schiff deutsch ist, ist der Name und der Sitz der Reederei. Kein einziges Besatzungsmitglied ist ein Deutscher. Und da bildet Stolberg an seiner Academy Nachwuchs aus....Deutschen Nachwuchs.
Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts-und Marinegeschichte e.V. ; FB Handelsschifffahrt
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

M Sicherheit hat geschrieben: Nicht vergessen wir haben erst Januar. Wenn das seit 2008 Steuergelder dafür keine Luftnummer ist weis ich auch nicht.
Du warst Soldat, insofern weißt Du, daß die BW irgendeine Aktion zum Schutz der Schiffe vor Piratenüberfallen nicht starten kann, ohne daß vorher eine politische Entscheidung zu diesem Einsatz gefallen ist. Ähnlich würde ich es bei einem solchen Einsatz auch bei der Polizei sehen.

Insofern ist es zunächst mal keine Luftnummer der BW oder der Polizei, sondern der Politik.

Inwieweit die BW oder Polizei unabhängig von einem politischen Mandat Pläne für solche Einsätze erarbeitet hat, das weiß ich nicht. Evtl. weißt Du da mehr. Wenn sie dies nicht getan hätten, dann wäre das wirklich fragwürdig. Zumindest vorbereitet sollten BW und Polizei sein, falls die Politik sich irgendwann entscheidet, aktiv werden zu wollen.
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Hoss50 hat geschrieben:Hallo

Während ihr kräftig schreibt ist schon wieder ein Schiff einer deutschen Reederei überfallen worden.
Es handle sich um den Frachter 'Beluga Nomination', der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fährt.
An Bord seien nach ukrainischen Angaben zwölf Seeleute aus Russland, der Ukraine, Polen und den Philippinen.
Stellt sich nur die Frage, wann Niels Stolberg anfangen wird, nach Hilfe seitens der deutschen Behörden zu schreien...

Oder glaubt jemand ernsthaft, daß er sich an die Kriegsmarine von Antigua und Barbuda wenden wird?
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

Moin
Inwieweit die BW oder Polizei unabhängig von einem politischen Mandat Pläne für solche Einsätze erarbeitet hat, das weiß ich nicht. Evtl. weißt Du da mehr. Wenn sie dies nicht getan hätten, dann wäre das wirklich fragwürdig. Zumindest vorbereitet sollten BW und Polizei sein, falls die Politik sich irgendwann entscheidet, aktiv werden zu wollen.
Pläne dazu liegen sicher in der Schublade, nur ist dazu wieder mal kein Geld vorhanden

Zitat aus dem Weserkurier: Doch mehr als die Zusage, die Vorschläge der Reeder zu prüfen und daraus "Handlungsvorschläge zu entwickeln", mochte der FDP-Politiker Otto den Reedern gestern nicht geben. Denn die Bundesregierung hat verfassungsrechtliche wie finanzielle Bedenken gegen deren "verständlichen Wunsch", im Atalanta-Einsatzgebiet vier Anlaufpunkte festzulegen, an denen Schiffe mit Soldaten vor Anker liegen, die von Kapitänen besonders gefährdeter Schiffe dort abgeholt werden können.(...) Doch für einen Polizeieinsatz gibt es bislang noch kein schlüssiges Einsatzkonzept. Zudem, so Otto, fehlten die dafür nötigen finanziellen Mittel. http://www.weser-kurier.de/Artikel/Brem ... raten.html
Stellt sich nur die Frage, wann Niels Stolberg anfangen wird, nach Hilfe seitens der deutschen Behörden zu schreien...
Oder glaubt jemand ernsthaft, daß er sich an die Kriegsmarine von Antigua und Barbuda wenden wird?
Das wird er nicht können, er hat sich ja auch immer gegen private Sicherungskräfte ausgesprochen. Die Marine von Antigua hat nur 4 sehr kleine Schnellboote :D
frank0265
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von frank0265 »

Das wird aber nicht lange auf sich warten lassen, Alexander. Wenn ich die Frau Merkel wäre, würde ich Herrn Stolberg aber sagen, flagge erst deine Schiffe nach Deutschland zurück und Du kannst Hilfe von uns erwarten. Da werden schließlich unsere Steuergelder zum Fenster hinausgeworfen für die eigentliche Verantwortlichkeit des Flaggenstaates Antigua&Barbuda.


Das wievielte Schiff von Herrn Stolberg wurde da schon überfallen und wieviel davon liefen unter deutscher Flagge ?? *malsoanmerk*

BELUGA NOMINATION
ex BBC IRELAND
ex Beluga Nomination

Besatzung : PHI = 7, RUS =4, UKR = 1
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Hoss50

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Hoss50 »

Hallo

Mehrere Prüfaufträge wurden erteilt, , konkrete Beschlüsse gab es aber nicht. (Staatsgeheimnis)
Weiß man was für ein Brocken eines Tages uns vorgesetzt wird ????
Polizeigewerkschaft befürwortet Einsatz der GSG 9 gegen Piraten.
Alles andere ist Spekulation, warten wir ab ändern werden wir nichts auch wenn hier fast 100 Seiten geschrieben sind.

der hoss
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

ArneKiel hat geschrieben:Das wird er nicht können, er hat sich ja auch immer gegen private Sicherungskräfte ausgesprochen. Die Marine von Antigua hat nur 4 sehr kleine Schnellboote :D
ArneKiel hat geschrieben:Das wird er nicht können, er hat sich ja auch immer gegen private Sicherungskräfte ausgesprochen. Die Marine von Antigua hat nur 4 sehr kleine Schnellboote :D
Na ja, jammern wird er schon können, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist er ja ein Profi. ;)

Stellt sich nur die Frage, wer, wenn es hart auf hart kommt, seine Leute rauspaukt.

Ich seh die ganze Problematik so, daß ein veranwortungsbewußter Reeder Verantwortung für sein fahrendes Personal hat. Dazu gehört eben auch, daß er alles tut, um sie schnellstmöglich frei zu bekommen. Unter "alles tun" verstehe ich übrigens keine Hinhaltetaktik, wie sie wohl, wenn man den Medienberichten und der einschlägigen Literatur (ua. das Buch des Kapitäns) Glauben schenken darf, durch Frank Leohnhardt von Leonhardt & Blumberg im Fall der "Hansa Stavanger" angewendet wurde. Insofern würde ich von einem verantwortungsbewußten Reeder auch erwarten, daß er mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammenarbeitet, um ggf. eine Befreiungsaktion zu forcieren. Nur wird das ja aus den geschilderten Gründen nicht gehen, da die Behörden Antiguas dazu kaum in der Lage sind. Den deutschen Behörden wäre das sicher eher zuzutrauen, aber die dürfen ja aufgrund der Ausflaggung nicht...

Kurz gesagt: Vor dem Hintergrund der Piratenproblematik ist das Ausflaggen eigentlich gegenüber der Crew vedammt unverantwortlich. Aber klar, Geld regiert die Welt, d.h. der übliche Reeder nimmt diese Verantwortungslosigkeit gern in Kauf, wenn er dadurch sein Schiff billiger betreiben kann. Und wer zahlt die Zeche, wenn es hart auf hart kommt? Die Crew...

Wobei Stolberg ja in der Vergangenheit schon Lösegeld bezahlt hat, insofern könnte ich mir sogar vorstellen, daß Beluga-Schiffe auf der Wunschliste der Piraten ziemlich weit oben stehen. Zu übersehen sind sie ja nicht, "Beluga Shipping" steht ja groß und deutlich auf dem Rumpf.

(Genau da seh ich auch das Problem, wenn einzelne Reedereien Lösegeld zu zahlen anfangen; wenn der Pirat mal weiß, daß Reederei x gerne und schnell zahlt, wird er versuchen, deren Schiffe zu ergattern; das freut zwar vielleicht Reederei y, aber für die Crews von Reederei x ist das Scheiße.)
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
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