Infos zu 17 m Kuttern

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Himbeere
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

Marcus-S hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 21:13 Ich weiß es selbst nicht genau.
Aber wenn sie im Warnowgebiet geblieben ist, was ich eher vermuten würde, dann würde ich bei Tamsen Maritim GmbH Schiffswerft am Ostufer der Warnow mal vorbei schauen ;) Viele Möglichkeiten gibt es im Revier nicht.
Bevor ich die Werften abklappern konnte, tauchte sie nun wieder auf, inklusive neuem Anstrich:
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Infos zu meinem Schiff
SAS 133 / WOG 90 / KAR 31 / STORKOW
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Himbeere
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

SAS 133 / WOG 90 / KAR 31 / STORKOW
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Die STORKOW wurde 1949 in Greifswald auf der Werft Richard Buchholz erbaut und wie alle 17 m Kutter über das Fiko Sassnitz in Dienst gestellt, die STORKOW als SAS 133.
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1959 wurde das Schiff dann nach Karlshagen verlegt, Rechtsträger war die Fischereifahrzeug- und Gerätestation (FGS) Wolgast, daher erhielt sie das Fischereikennzeichen WOG 90.
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1972 wurde das Schiff dann auf die Fischereiproduktionsgenossenschaft (FPG) in Karlshagen übertragen
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und war ab dann als KAR 31 unterwegs.
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Nach der Wiedervereinigung wurde die FPG Inselfisch Karlshagen dann in die FG Inselfisch e.G. umgewandelt. 1992 wurde sie an den ersten Privateigentümer, in Mölschow, verkauft. 1994 erfolgte der Verkauf nach Rostock.
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Im Jahr 2000 erwarben dann zwei Personen mit der Ostsee Angel-Touristik-GbR das Schiff und führten rund 20 Jahre Angelfahrten ab Rostock durch.
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Der Liegeplatz war zu dieser Zeit meist in Rostock Schmarl.
Etwa 2018 lief die Klasse des Schiffes ab / wurde nicht erneuert. 2022 wurde das Schiff dann verkauft. Die STORKOW lag seitdem im Stadthafen und wurde größtenteils sich selbst überlassen.
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Das Gras fing an zu wachsen und ohne Instandhaltung würde der Kutter früher oder später sinken.
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Ich konnte diesen Zustand nicht ertragen und übernahm das Schiff. Es liegt derzeit im Rostocker Stadthafen, vor der sogenannten Hafencity, auf Höhe der ehemaligen Neptun-Werft.
Ich habe keine wirtschaftlichen Interessen an dem Schiff, der Erhalt steht für mich im Vordergrund. Der 17 m Kutter ist der am meisten gebaute und am längsten genutzte Schiffstyp der mecklenburg-vorpommerschen Küstenfischerei und eine der größten deutschen Schiffsserien. Ich dachte, dass ich noch einige Zeit hätte, um Unterstützung für den Kutter zu sammeln, Spenden sammeln, einen Verein gründen usw.
Der Kutter hat seit einiger Zeit ein Leck, was aber nicht zu lokalisieren war, da das komplette Vorschiff unter Deck mit Kojen und Verkleidungen aus Sperrholz verkleidet war. Diese baute ich nun zurück, fand das Leck und versuchte, es zu schließen. Leider ist die Planke an dieser Stelle morsch und ist kurz davor, sich aufzulösen. Viel Zeit, um ihn an Land zur Überholung zu bringen, bleibt nicht mehr.
Ich brauche dringend Hilfe bei der Sache und nehme Hinweise, Ratschläge und Ideen gern entgegen.
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fuhri1186
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von fuhri1186 »

Himbeere hat geschrieben: Mo 8. Dez 2025, 17:16 Ich konnte diesen Zustand nicht ertragen und übernahm das Schiff. Es liegt derzeit im Rostocker Stadthafen, vor der sogenannten Hafencity, auf Höhe der ehemaligen Neptun-Werft.
Ich habe keine wirtschaftlichen Interessen an dem Schiff, der Erhalt steht für mich im Vordergrund. Der 17 m Kutter ist der am meisten gebaute und am längsten genutzte Schiffstyp der mecklenburg-vorpommerschen Küstenfischerei und eine der größten deutschen Schiffsserien. Ich dachte, dass ich noch einige Zeit hätte, um Unterstützung für den Kutter zu sammeln, Spenden sammeln, einen Verein gründen usw.
Der Kutter hat seit einiger Zeit ein Leck, was aber nicht zu lokalisieren war, da das komplette Vorschiff unter Deck mit Kojen und Verkleidungen aus Sperrholz verkleidet war. Diese baute ich nun zurück, fand das Leck und versuchte, es zu schließen. Leider ist die Planke an dieser Stelle morsch und ist kurz davor, sich aufzulösen. Viel Zeit, um ihn an Land zur Überholung zu bringen, bleibt nicht mehr.
Ich brauche dringend Hilfe bei der Sache und nehme Hinweise, Ratschläge und Ideen gern entgegen.
Hi Himbeere,

eine tolle Idee, den Kutter vor dem "Untergang" zu retten!

Vielleicht solltest Du Deinen Abschlusstext in Deinem Post nach oben verlegen, damit gleich von Anfang an Dein Anliegen ersichtlich wird und man nicht den Eindruck bekommt, Du würdest ausschließlich Informationen zu dem Fahrzeug zeigen wollen.

Nur ein Rat, damit die Sichtbarkeit des Anliegens gleich klar wird ;)

Grüße und einen angenehmen Tag,

Toni
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Himbeere
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

danke für deine Nachricht
Es geht in diesem Thema ja um Informationen zu den 17 m Kuttern und nicht um "Himbeere versucht, die STORKOW zu retten", daher stellte ich die Informationen zum Schiff in den Vordergrund. Wenn an einem solchen Thema Interesse bestünde, könnte ich dort auch mehr Infos liefern.

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Die STORKOW ist als einziger 17 m Kutter auf den Titelbild eines Tidingsbringers zu sehen, auf Jahrgang 8 2003/2004. Auch in einem Heftchen von der Heimatstube Karlshagen ist der Kutter drin.
Ich probiere mit meinen Kräften, was ich kann, aber allein wird mir das nicht gelingen, wie ich nun feststellte.
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

Himbeere hat geschrieben: Do 13. Nov 2025, 17:16 Bis vor kurzem lag auch noch
SAS-128 / WOG-81 / KAR-22 / MEISSEN ein Stück weiter und nun ist das Schiff weg.
Himbeere hat geschrieben: So 7. Dez 2025, 15:04 Bevor ich die Werften abklappern konnte, tauchte sie nun wieder auf, inklusive neuem Anstrich:
Das Wasser der Ostsee wird jetzt im Winter so schön klar, man kann zum Beispiel von der Warnemünder Bahnhofsbrücke bis zum Grund schauen, im Sommer undenkbar.

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Nun kann man auch gut festhalten, dass die MEISSEN keine Schraube mehr hat und aus eigener Kraft nicht wieder zurück gekommen sein kann. Leider verpasste ich diesen Schleppvorgang.
Himbeere hat geschrieben: Do 13. Nov 2025, 17:16 SAS-182 / WOG-94 / KAR-32 / OSCHATZ / Nordlicht
am Alten Strom in Rostock Warnemünde
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Auch OSCHATZ / Nordlicht hat keine Schraube mehr.
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Himbeere
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

Ich sichtete schon hunderte Fotos von 17 m Kuttern und bekam bei Schiffen im Originalzustand nie einen Anker zu sehen.

In der Bauvorschrift zum 17 m Kutter vom 1.3.1949 der Volkswerft Stralsund findet sich zum Anker:
"Das Ankergeschirr besteht aus:
2 Admiralitätsanker von je 120 kg Gewicht
1 Hilfsanker von 50 kg Gewicht
2 Vorlaufkette, 20 mm Glied Ø, Länge 20 m*
2 Draht, Länge 100 m Ø 16 mm als Ankerkette*
*(dahinter geschrieben als Anmerkung:) im Prinzip aber 2 Ketten je 19 mm Ø - 70 mm lg.
1 Stahltrosse, 11 mm Ø und 50 m Länge für den Hilfsanker
1 Vertauungs(?)trosse, Hanf, 70 mm Umfang, Länge 20 m
1 Stahlschlepptrosse, 12 mm Ø, Länge 90 m
2 Kettenstopper
1 Ankerwinde (Handbetrieb)
1 losnehmbarer Davit am Bug
Der Ankerkettendraht wird mit Sliphaken in der Vorpiek am Schiffskörper befestigt. Die Ankerwinde erhält 2 Kettennußscheiben, Kupplungen, Bremse, Spittkörper(?), Vorlegewelle mit Handkurbeln und Rückschlagsicherung. 2 Ankerklüsen sind im Schanzkleid angeordnet."

Es gibt einige wenige Fotos von 17 m Kuttern mit Ankerklüsen, aber das ist die Ausnahme. Die Mehrzahl der Kutter hat ein Schanzkleid ohne Klüsen. Daher ist mir die Führung der Ankerkette ein Rätsel. Auch einen der Ankerdavits würde ich mir gern mal anschauen.

Die obigen Infos stammen ja aus der Bauvorschrift von 1949 und die Schiffe wurden mehrmals modernisiert. In späteren Beschreibungen fand ich, dass der Anker dann mit der Kurrleinenwinde bedient wurde. Vielleicht wurde die Ankerkette dann dort geführt, wo auch die Kurrleine lief. Wo die genau verlief, weiß ich aber auch nicht, einfach über das Schanzkleid? Kann das solche Belastungen aufnehmen?
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Tim S.
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Tim S. »

Himbeere hat geschrieben: Mo 8. Dez 2025, 17:16 SAS 133 / WOG 90 / KAR 31 / STORKOW
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Die STORKOW wurde 1949 in Greifswald auf der Werft Richard Buchholz erbaut und wie alle 17 m Kutter über das Fiko Sassnitz in Dienst gestellt, die STORKOW als SAS 133.
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1959 wurde das Schiff dann nach Karlshagen verlegt, Rechtsträger war die Fischereifahrzeug- und Gerätestation (FGS) Wolgast, daher erhielt sie das Fischereikennzeichen WOG 90.
...
Ich konnte diesen Zustand nicht ertragen und übernahm das Schiff. Es liegt derzeit im Rostocker Stadthafen, vor der sogenannten Hafencity, auf Höhe der ehemaligen Neptun-Werft.
Ich habe keine wirtschaftlichen Interessen an dem Schiff, der Erhalt steht für mich im Vordergrund. Der 17 m Kutter ist der am meisten gebaute und am längsten genutzte Schiffstyp der mecklenburg-vorpommerschen Küstenfischerei und eine der größten deutschen Schiffsserien. Ich dachte, dass ich noch einige Zeit hätte, um Unterstützung für den Kutter zu sammeln, Spenden sammeln, einen Verein gründen usw.
Der Kutter hat seit einiger Zeit ein Leck, was aber nicht zu lokalisieren war, da das komplette Vorschiff unter Deck mit Kojen und Verkleidungen aus Sperrholz verkleidet war. Diese baute ich nun zurück, fand das Leck und versuchte, es zu schließen. Leider ist die Planke an dieser Stelle morsch und ist kurz davor, sich aufzulösen. Viel Zeit, um ihn an Land zur Überholung zu bringen, bleibt nicht mehr.
Ich brauche dringend Hilfe bei der Sache und nehme Hinweise, Ratschläge und Ideen gern entgegen.
Bericht dazu:
https://der-warnemuender.de/dwmnewslese ... 10587.html
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

Himbeere hat geschrieben: Mi 12. Nov 2025, 12:13
Himbeere hat geschrieben: Sa 1. Nov 2025, 15:28 https://www.deutschefotothek.de/documen ... og_0670926
"Gerd Danigel: Usedom. Fischkutter und Bojen an Land, 1986"
Ich bin auf der Suche nach diesem.
Ich fand heraus, dass der Kutter in Karlshagen stand. In Karlshagen fand ich ein Bild des Kutters am gleichen Ort mit noch lesbarem Kennzeichen, das Bild kann ich hier nicht veröffentlichen. Das Kennzeichen lautet KAR-13. In einem ebenfalls in Karlshagen gefundenem Dokument, welches ich hier ebenfalls nicht veröffentlichen kann, steht zu diesem Kennzeichen der Name Buna. Zu Buna findet man in den bekannten Datenbanken WAR 55 / UEK 70. Der Kutter wurde zwischenzeitlich verschrottet.
Auf Seiten 14 bis 17 in dem Buch Kutterstunde von Alexander Jenak
https://www.steffen-verlag.de/buch/kutterstunde/
findet man weitere Infos zu BUNA.
1984 wurde BUNA im maritimen Lehrgarten in Karlshagen aufgestellt.
Den Namen BUNA trug der Kutter übrigens, weil sein Bauauftrag an die Volkswerft Stralsund von den Chemischen Werken Buna in Schkopau kam. Ich vermute, dass die Beschäftigten des Werkes darüber mit Fisch versorgt werden sollten. Es finden sich weitere Fotos und Informationen zum Schiff im Buch. Nach 1990 wurde BUNA vor Ort abgewrackt.
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

Himbeere hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 11:22 was man bei einem Spaziergang in Peenemünde so alles findet
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https://maps.app.goo.gl/6rZgpHCSgYnJzca1A?g_st=ipc
eventuell SAS 162 / UEK 69 / WAREN
Das im vorherigen Beitrag genannte Buch bestätigt auf Seite 105, dass es sich um die WAREN handelt.
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Re: Infos zu 17 m Kuttern

Beitrag von Himbeere »

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SAS 133 / STORKOW, in Rostock Schmarl, etwa 2000 bis 2015 aufgenommen
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STORKOW, wohl auslaufend Rostock Neuer Strom, gleicher Zeitraum
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Ich möchte die Maschine der STORKOW vorstellen. 2000 wurde der SKL ausgebaut und ein Volvo Penta TMD102A eingebaut. Es handelt sich um einen Dieselmotor mit sechs Zylindern, 9,6 L Hubraum und Turboaufladung. Angegeben ist dieser in den Schiffspapieren mit 147 kW, mit wohl genau der gleichen Leistung wie der SKL. Ich vermute, dass er entweder auf 147 kW eingestellt wurde und/oder er eigentlich mehr leistet, um eine Anpassung der Schiffspapiere zu vermeiden. Der Motor muss mal gereinigt und gewartet werden, leider wurden Motor und Schiff ja jahrelang sich selbst überlassen. Aber der Motor läuft.
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Mit der modernen Maschine werden solche Unterlagen obsolet. Der Volvo Penta wird elektrisch per Anlasser gestartet, der SKL wurde per Durckluft angelassen.

Die STORKOW muss zum Jahresende von ihrem jetzigen Liegeplatz weg und ich weiß noch nicht, wohin mit ihr. Ich gehe das aber in Ruhe an, kommt Zeit kommt Rat.

Ich grüße Weihnachtskekse essend von Bord,
die Himbeere.
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