"P r e s s e i n f o r m a t i o n
Keine öffentliche Förderung für den Fortbestand der Elbefähre
Die Landkreise Dithmarschen, Cuxhaven sowie die beiden Städte Brunsbüttel und Cuxhaven sehen derzeit keine Möglichkeit für eine Unterstützung von öffentlicher Seite. Somit gibt es keine guten Nachrichten um die Bemühungen für einen Erhalt der Fährlinie Cuxhaven – Brunsbüttel .
Bereits seit dem Sommer diesen Jahres ist die Elb-Link Fährgesellschaft als Interimslösung auf der Suche nach adäquaten Fährschiffen und Investoren für eine langfristige Fortführung der Fährlinie. Da die geforderten Charterraten für die bisher genutzten Fährschiffe wirtschaftlich nicht darstellbar sind wurde bereits seit dem Frühsommer nach passenden Alternativen gesucht. Auch gab es Gespräche mit möglichen Investoren. Leider stehen hierzu bis heute noch keine greifbaren Ergebnisse zur Verfügung. Hierin begründen die Kommunen auch Ihre Entscheidung für eine Absage auf öffentliche Förderung. Nach dem unangekündigten Aus der Fährlinie am 9. Oktober auf Veranlassung der Schiffseigner wurde auch weiterhin mit Hochdruck an einer möglichen Fortsetzung gearbeitet „Wir haben in diesem Sommer bewiesen, dass es machbar ist. Die Auslastungszahlen konnten gegenüber den Vorjahren deutlich gesteigert werden, um so bedauerlicher ist die Bewertung der öffentlichen Hand. Leidtragend sind neben den Beschäftigten vor allem die beiden Tourismusregionen auf beiden Seiten der Elbe, so der Geschäftsführer. Eine Fortsetzung mit dem Vorgängerschiff sieht man nur schwer darstellbar. Zum einen befindet sich die geforderte Charterrate deutlich über dem derzeitigen Marktwert der Schiffe, zum anderen kann niemand genau abschätzen, wer hinter der Betreibergesellschaft wirklich die Fäden zieht. Unter diesen Voraussetzungen ist es schwierig, positive Ergebnisse zu erzielen, so die Geschäftsführung. Die Geschäftsleitung wird im Laufe der Woche entscheiden, ob es weitere Möglichkeiten gibt, oder aber die Gesellschaft aufgelöst werden muss. Die Fährroute wurde erst im Mai im Rahmen eines „Management buy out“ als Interimslösung von der insolventen Vorgängergesellschaft übernommen. Im Rahmen der Übernahme gab es nennenswerte Einschnitte und Verbesserungen, um die Rentabilität zu steigern. Neben verstärktem Marketing, neuem kundenfreundlichen Buchungssystem und kürzerer Fahrtzeit setzte die Elb-Link Fährgesellschaft auf eine Ein-Schiff-Strategie. Damit reduzierte sich zwar die Anzahl der Abfahrten, die Auslastung konnte jedoch erheblich gesteigert werden. So wurden von Ende Mai bis Ende September zum Beispiel rund 10.000 Fahrzeuge mehr transportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum mit 2 Schiffen. Ob man in den kommenden Jahren auf diese so wichtige Verkehrsanbindung verzichten kann, muss nun die Politik entscheiden. Die Fahrgastzahlen haben einen deutlichen Bedarf aufgezeigt. Seit der Wiedereröffnung Ende Mai haben rund 180.000 Fahrgäste, 58.000 Pkw und rund 7.000 Frachteinheiten die Elbefähre in Anspruch genommen."
Da muss schon ein Wunder geschehen um die Linie wieder in Fahrt zu bringen!
Christian
