Unglücks-Thread

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Tim S.
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Kollision in Brake

Beitrag von Tim S. »

Weiß denn zufällig jemand, welche Schiffe an dem Unfall in Brake beteiligt waren??
Merci
Tim
Ein Foto der Little Jane übrigens hier:
http://www.maritimedanmark.dk/?Id=2612
Dieter
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Dieter »

Moin Tim,

da hab ich doch glatt die Schiffsnamen vergessen zu schreiben, es handelte sich um den Tanker "KOESTERBERG" IMO 9184677 sowie den Frachter "WINDLAND" IMO 7431715
Viele Grüße von der Elbe

Dieter

Ueber 11000 Schiffsvideos: https://www.youtube.com/user/DiFooII
18.08.2025 QUEEN MARY 2 - Elbe / Müggendorf Glameier Stack: https://youtu.be/IBQ2pGcKJ_M
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Danke, Dieter - hier haben wir noch eine interessante Meldung der WSP:
Die Hamburger Wasserschutzpolizei hat in der Nacht zum 22.9. den Kapitän des Frachters "Fairland", 1672 BRZ, aus dem Verkehr gezogen. Dem Mann wird vorgeworfen, den Schiffsverkehr gefährdet zu haben, sodass es beinahe zu einer Schiffskollision gekommen war. Gegen 1.35 Uhr erhielt das Wasserschutzpolizeikommissariat 1 von der Hamburg Port Authority (HPA) darüber Kenntnis, dass es auf der Unterelbe beinahe zu einer Schiffskollision gekommen war. Die "Fairland" fuhr elbabwärts auf der falschen Fahrwasserseite und war trotz mehrerer Abspracheversuche eines Lotsender elbaufwärts fahrenden "Cap Azul" vor den Steven gelaufen sein. Die Besatzung des Unterelbestreifenbootes "Elbe 20" übernahm die weiteren Ermittlungen. Um 01.50 Uhr gelang es den Beamten der "Elbe 20", die 70, 36 Meter lange, unter der Flagge Dominicas registrierte "Fairland" aus Portsmouth in Höhe Wedel zu borden. Ein bei dem Kapitän des Schiffes durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 2,44 Promille. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet. Das Schiff wurde daraufhin zur Twielenfleeth-Reede beordert. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Kapitän zunächst in das Untersuchungsgefängnis gebracht. An der liberianischen "Cap Azul", 18334 BRZ, entstand kein Schaden. Das 165 Meter lange Schiff hatte Gefahrgut unterschiedlichster Art geladen. So befanden sich Methanol, Azetone sowie weitere Erdöldestillate in Containern an Bord. Das Schiff fuhr mit einem Lotsen. Die "Fairland" war von der Lotsenannahmepflicht befreit.
Jürgen
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Jürgen »

Hallo Tim,

folgendes habe ich in der online Version vom Stern gefunden:
Ein Lotse hat im Öresund zwischen Dänemark und Schweden eine Katastrophe verhindert: Ein Schiff drohte in zu flache Gewässer zu geraten, weil die komplette Besatzung schlief. Geistesgegenwärtig griff der Lotse ein. Und stellte zu seinem Entsetzen auch noch fest, dass der Kapitän betrunken war.

Das beherzte Eingreifen eines schwedischen Lotsen hat ein Schiffsunglück auf dem Öresund verhindert. Wie die Zeitung "Helsingborg Dagblad" berichtete, sah der Lotse Anders Jannesson in der Nacht von einem Boot aus eher zufällig, dass der 60 Meter lange Frachter "Little Jane" aus den Niederlanden direkt Kurs auf viel zu flache Gewässerteile im stark befahrenen Öresund zwischen Dänemark und Schweden nahm.

Als von dem Schiff weder auf Funksprüche noch auf Lichtsignale reagiert wurde, machte der Lotse mit seinem Boot an dem Frachter fest und kletterte auf das Schiff. Auf der Kommandobrücke schlief der Kapitän fest und erwachte auch nicht, als Jannesson die Fahrt drosselte und den Kurs änderte. Auch der Rest der Besatzung schlief.

Als der Kapitän dann doch erwachte, habe er einen "ziemlich betrunkenen Eindruck" gemacht, berichtete der Lotse. Die herbeigerufene Wasserschutzpolizei nahm den Mann zur einer Blutprobe mit. Der Frachter musste bis auf weiteres vor Anker gehen. Nach Angaben des schwedischen Lotsen wäre die "Little Jane" nach weiteren zehn steuerlosen Minuten auf Grund gelaufen.
Gruß,
Jürgen
Lieber den Anker verlieren als das ganze Schiff
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Moin Jürgen,
ja, dazu gibts auch auf Schwedisch diesen Diskussionsthread mit Presselinks:
http://www.landgangen.se/forum/index.ph ... 959.0.html
Little Jane:
1988 erbaut, 851 BRZ IMO-Nr. IMO 8714748, Eigner: Maritiem Technisch Bureau Foppen

Der russische Kapitän der Fairland wurde inzwischen aus Haft entlassen gegen eine Sicherheitsleistung von mehreren tausend Euro. Das Schiff hat nun allerdings einen neuen Skipper..
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Weiß im Forum wer, wo die Kösterberg in Bremerhaven zur Reparatur ist, und wie lange?
Peter Hartung
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Re: Kollision "UNDINE"/"ALDEBARAN"

Beitrag von Peter Hartung »

Peter Hartung hat geschrieben:Moin!

Laut NDR 90,3 ist bei der Kollision "UNDINE"/"ALDEBARAN" weit mehr Dieselkraftstoff in die Elbe gelaufen, als bisher gemeldet. Nicht 120 Tonnen, wie zuletzt verbreitet, gingen in die Elbe, sondern offenbar doch 300 Tonnen. Eine aktuelle Zusammenfassung bringt der Sender auf seiner Internet-Seite:

http://www.ndr903.de/schiffshavarie104.html

Dieselkraftstoff ist und bleibt gesundheitsschädlich und umweltgefährlich, wobei die Additive, die hochgiftig sind, das Problem darstellen. Wer glaubt, es würde sich alles in Luft auflösen, irrt, obwohl man die Selbstreinigungskraft der Elbe nicht unterschätzen sollte. Trotzdem: Mittlerweile belästigt der Dieselgestank Anlieger am Zollkanal und Nikolaifleet.

mfg Peter Hartung
Moin!

Jetzt hat sich zum Thema Neubau von Doppelhüllen-Binnentanker im allgemeinen und zu der Kollision "UNDINE"-"ALDEBARAN" im Sommer auf der Elbe bei Geesthacht Heiner Dettmer, Chef der Dettmer-Tank, zu Wort gemeldet. Dettmer fordert staatliche Förderung für Doppelhüllen-Binnentanker.

Mehr dazu hier: http://www.gefahrgut-online.de/sixcms/d ... ?id=752031

mfg Peter Hartung
Alle Fotos von Peter Hartung sind (falls nicht anders angegeben) unter einer
Creative Commons-Genehmigung lizenziert. Siehe hier: Foto-Lizenz: CC-BY-NC-ND
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Der unter Antigua/Barbuda-Flagge laufende, 77 Meter lange Frachter "Uttum" (IMO No. 9015450), lief von Göta kommend auf dem Weg nach Vinga vor Göteborg bei Levenbrottelsam 24.9. gegen 15 Uhr auf Grund. Die Küstenwache schickte ihre Boote "KBV 051", "KBV 303" und "KBV 484", auch der Schlepper "Svitzer Mercur" stieß hinzu, Taucher untersuchten den Rumpf. Der Kapitän wurde auf Drogen getestet. Am 25.9. gelang der „Svitzer Marcur“ um 9.21 Uhr die Bergung. Danach steuerte der Havarist mit eigener Kraft eine Werft in Göteborg an.
Das Schiff war 1993 als „Saar Antwerp“ bei der Rosslauer Schiffswerft für die Reederei Bockstiegel in Emden erbaut worden. Im Frühjahr 2002 wurde es an die Marner Reederei Erwin Strahlmann abgegeben.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Am 13.9. kollidierte der unter der Flagge der Marshall-Islands registrierte Frachter „Rickmers Seoul“, 23119 BRZ (IMO-Nr. 924 4556), im Hurrikan Ike mit dem Schlepper „San Patricio“. Dieser versuchte gemeinsam mit der „San Carmen“ und „San Leandro“, den 193 Meter langen Frachter inmitten der tosenden Wellen einzufangen. Das Schiff hatte sich bei über 100 Meilen Windgeschwindigkeit losgerissen und war erst mit einigen Bargen kollidiert ehe er dann gegen die Sidney Sherman Bridge zu trieben drohte. Es gelang den Schleppern schließlich, den Frachter gegen einige Bargen zu drücken und dort „festzunageln“, bis der Sturm nachließ.
Bereits im Dezember 2000 hatte ein anderes Schiff der Hamburger Rickmers-Reederei, die “Rickmers Tianjin”, 23239 BRZ (IMO-Nr. 7729215), die Sidney Sherman Bridge in Mitleidenschaft gezogen, als ein nicht niedergelegter Deckskran die Fahrbahn durchlöcherte.
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

In den Mittagsstunden des 25.9. brach auf der "Oasis of the Seas", dem ersten von zwei 225000 BRZ großen Luxuslinern für Royal Caribbean International (RCI), bei der Aker Yards Finland ein Feuer aus. Die 1500 Arbeiter an Bord wurden evakuiert, nachdem Isolationsmaterial auf Deck 9 durch Schweißarbeiten in Brand geraten war. Die Werftfeuerwehr war in der Lage, das Feuer zu löschen, bevor es allzu großen Schaden anrichtete. Es kam aber zu einer starken Verqualmung des Schiffes von Deck 9 an aufwärts.
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