Historischer Unglücks-Thread

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Tim S.
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Re: Historischer Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Bild
Vor 30 Jahren - der Bulkcarrier ARGUS strandete vor Margate.
https://rnli.org/news-and-media/2026/fe ... -years-ago
Foto: RNLI
Tim S.
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Re: Unglücks-Thread

Beitrag von Tim S. »

Tim S. hat geschrieben: Do 20. Jun 2024, 11:40
Fritz hat geschrieben: Di 27. Dez 2022, 22:01
Tim S. hat geschrieben: Mo 26. Dez 2022, 21:26

Farmer klagen über rücksichtslose Wracktouristen:
https://www.thejournal.ie/mv-alta-ship- ... 4-Dec2022/
Ich bin im Frühsommer noch dort gewesen.
Runter getretene Zäume habe ich auch gesehen.

Bild

Gruß

Fritz
Aktuelle Videos der Alta:
https://www.youtube.com/watch?v=WX7p0Phut4U
https://www.youtube.com/watch?v=oMQReYv0FoI
https://www.corkindependent.com/2024/06 ... here-fast/
Die Alta sieben Jahre nach der Strandung:
https://m.youtube.com/watch?v=LFHcBJKze ... bWQMtoOyiw
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Manfred - Christian
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Re: Historischer Unglücks-Thread

Beitrag von Manfred - Christian »

Heute vor 55 Jahren sank der norwegische Tanker FERNCASTLE - IMO - 6703329 am 17. Februar 1971 nach einer Explosion und einem Brand an Bord etwa 350 Meilen westlich von Cadiz. Er war im Ballast auf einer Reise von Wilhelmshaven nach Nigeria. Um 07:35 Uhr während der Tankreinigung in Tank 3, geriet das Schiff in Brand, brach in zwei Teile und sank. Der Kapitän, einer der Überlebenden, berichtete, dass er von der Brücke aus die Explosion beobachtete, die das Schiff vom Tank Nr. 3 bis zum Tank Nr. 1 aufriss.
An Bord befanden sich 42 Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere, 7 Mann der Besatzung überlebten nicht.
Zu den Überlebenden, die alle vom spanischen Motorschiff Navipesa Dos aufgenommen wurden, gehörten 30 Männer, vier Frauen und ein zweijähriges Kind. Sie wurden alle in Lissabon an Land gebracht.

Daten zum Schiff : Deadweight : 91150 - Länge : 265.7 m - Breite : 39 m
Alle weiteren Daten und Foto zum Schiff siehe https://skipshistorie.net/Oslo/OSL317Fe ... CASTLE.htm

Ein weiteres Foto : https://www.shipsnostalgia.com/media/fe ... width=1920

Der Tanker war ein damals modernes neues Schiff, Baujahr 1967.
Aber früher waren Explosionen bei Tankern während der Reinigung von Ladetanks verhältnismäßig häufig. Dies lag daran, dass in den leeren Tanks zündfähige Gas-Luft-Gemische entstanden, die durch elektrostatische Aufladung beim Waschen. oder Funkenbildung gezündet wurden.
Die Situation hat sich durch strengere internationale Vorschriften heute deutlich verbessert.

Viele Grüße Manfred Christian
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Manfred - Christian
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Re: Historischer Unglücks-Thread

Beitrag von Manfred - Christian »

Tach auch.

Heute vor 39 Jahren: ein Unglück, an das ich mich erinnere. Das mexikanische Containerschiff TUXPAN – IMO 8100674 – auf der Reise von Bremen nach Houston, seit dem 24. Februar 1987 im Atlantik vermisst, letzte Positionsmeldung rund 1000 Seemeilen nordöstlich von Bermuda. Im betreffenden Gebiet herrschte ein Sturm mit Windstärke 11 sowie sehr hoher Seegang der Stärke 8. Das Schiff sank mit der gesamten 27-köpfigen Besatzung.

Foto vom Schiff: https://www.shipspotting.com/photos/210 ... tBy=newest

Das Schiff war ein Sietas Typ 114.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sietas_Typ_114

Der Sietas-Typ 114 galt damals als hochmoderner Schiffstyp der Sietas-Werft. Das Unglück soll aber zu sofortigen Anpassungen geführt haben.

Für alle Schiffe der Serie wurden die Stabilitätsrechnungen überprüft. Die erlaubte Menge an Decksladung bei Winterfahrten im Nordatlantik wurde deutlich reduziert.

Die US Coast Guard (USCG) kam im Fall des Untergangs der MV TUXPAN (IMO 8100674) zu dem Schluss, dass das Schiff höchstwahrscheinlich aufgrund eines Strukturbruchs während eines schweren Sturms im Nordatlantik gesunken ist. Es wurde lediglich ein treibender Frachtcontainer des Schiffes gefunden. Laut den Ladeplänen und den Untersuchungen der US Coast Guard befand sich der gefundene Container vor dem Unglück im Unterraum in der Schiffsmitte (midships).

Die Position war für die Rekonstruktion des Unglücks deshalb so entscheidend, weil ein Container aus diesem Bereich nach Einschätzung der Rettungskräfte nur dann hätte freiwerden können, wenn das Schiff in der schweren See tatsächlich auseinandergebrochen ist.

Da Bremen der letzte Hafen für das Schiff in Europa war, war dies hier in Bremen damals auch ein großes Thema gewesen.

Es gab keinen Notruf, der letzte Funkkontakt besagte lediglich, dass das Schiff bei schwerer See nur langsam vorankam.

Notfunkbaken für die Seeschifffahrt, bekannt als EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon), gab es zwar schon, waren aber noch nicht Pflicht.

Viele Grüße Manfred Christian
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