Carsten H. Petersen hat geschrieben:Moin Tham ,
sollte eigentlich nicht unsachlich gemeint sein . Sorry , falls mein Beitrag anders rübergekommen sein sollte . Aber dennoch -obwohl der neue Kommandant sicherlich die bestmögliche Wahl gewesen ist- scheint mir nicht allzu viel Rahseglererfahrung vorzuliegen . Aber wer weiß , vielleicht bin ich auch zu sehr Bedenkenträger .
Carsten
Hallo Carsten,
warum entschuldigst Du Dich jetzt für das, was Du geschrieben hast. Wenn das Deine Meinung ist, bleib doch dabei!
Auch ein Nicht-Rahsegler kann im Ernst behaupten, 6 Monate Fahrzeit (ca 12 Monate Bordzeit) reichen nicht aus, ein kompetenter Rahseglerkommandant zu sein.
Bei der Seefahrt, egal ob christlich oder Kriegsmarine, ist es in den letzten Jahren (Jahrzehnten) zu gravierender Verschlechterung der Ausbildung gekommen. Es wird nur noch Wert auf Theorie gelegt. Simulatoren über alles.
Bei der christlichen Seefahrt nennt man den nautischen Nachwuchs "Joystick-Offiziere". Sie machen jedem altgedienten Kapitän etwas vor, wenn es um die Brückenausstattung geht. Seemännische Erfahrung aber gleich null.
Merkwürdigerweise wird auch kein Wert mehr auf Berufserfahrung gelegt.
Wohl, weil der Nachwuchs fehlt.
Die Weitergabe von Erfahrungen muß immer von oben nach unten erfolgen. Nicht umgekehrt. Kapitän/Kommandant darf nicht von der Besatzung abhängig sein. Diese merkt sehr schnell, was los ist und der normale Befehlsweg kommt durcheinader. Die "GF" ist kein Vereins- oder Biersegler, sondern jeder will Karriere machen. Hier geht es um berufliche Planstellen, nicht um das Vergnügen, mal unter Aufsicht Kapitän spielen zu dürfen.
Der Kommandant der "GF" soll dort nicht ausgebildet werden, sondern ausbilden.
Jeder 1.Offz. macht sich Hoffnungen auf den Job als Kommandant. Man wartet nur auf seine Fehler.
Globus.
