Fahrterlaubnisscheine (hier "Zertifikate") sagen nicht viel bzw gar nichts über den Zustand eines Schiffes aus.
Hier nur zwei, von mir erlebte, Beispiele :
Bei einem 80 000 Tonner waren die Decksbleche teilweise durchgerottet (Hafen Antwerpen). Der Klassifkationsmensch ordnete die Reparatur an. Es wurden einfach Stahlbleche über die dünnen Decksbleche gelegt und verschweißt.
Vier Wochen später, in einem ehem. Ostblockland, mußten diese Bleche wieder herausgeschnitten werden.
Eine Reparatur von Decksblechen ist nur fachgerecht und sicher, wenn das zu schweissende Blech in das Loch gelegt wird und dann verschweißt.
Es muß also die dünne Stelle so weit vergrößert werden, bis die Originaldicke erreicht ist. Dann wird ein neues Blech eingepasst und darin verschweißt.
Der Klasse.mensch in Antwerpen war ein Westeuropäer. Der im Ostland ein Ostteuropäer.
Der nächste Witz, mit dem gleichen Schiff in New York :
Der Entöler, mit dem man Öl von Wasser trennt und das Wasser über Bord geben kann, ist seit Jahren defekt. Zur Besichtigung durch den Verteter des US-Coast- Guards wurde er elektr. eingeschaltet, so dass sämtliche Kontrollampen blitzten und blinkten. Der US-Coast-Guard war hell auf begeistert und erlaubte uns dann die Weiterfahrt. Ohne Betriebskontrolle.
Nur 50% der Genehmigungen sind wirklich glaubhaft und richtig. Kein Kontrolleur kann sich innerhalb von den paar Minuten, die er an Bord ist, in so eine komplizierte techn. Anlage reindenken.
Wichtig ist der "ZETTEL".
Globus
Probleme mit griechischen Fähr-Zertifikaten
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Globus
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KaiR
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- Registriert: Mi 18. Feb 2009, 12:11
Re: Probleme mit griechischen Fähr-Zertifikaten
Hallo,
danke für die vielen neuen Informationen. Spannend bleibt die Frage, wer denn nun als Schuldiger ausgemacht wird. Die Fälschungen kamen wohl aus dem Büro des griechischen Lizenznehmers der russischen Klassifizierungsgesellschaft, da Griechenland selber keine Klassifizierungsgesellschaft mehr besitzt. Bleibt die Frage, ob die Schiffseigner wußten, dass die Zertifikate unsauber waren? Und wußte es auch die russische Muttergesellschaft des Schiffsregisters?
Da werden die Staatsanwälte noch einige Arbeit haben.
Einstweilen denke ich, dass Touristen kaum betroffen sind. Die meisten Touristen auf den Inseln nehmen das Flugzeug. Autotouristen und Wohnmobile sind eher auf dem Pelopponnes unterwegs. Und die wenigen Rucksacktouristen, die die Fähren nehmen, können meist auf Ausweichrouten zurückgreifen. Teilweise verkehren auch Ersatzschiffe.
Grüße
Kai
danke für die vielen neuen Informationen. Spannend bleibt die Frage, wer denn nun als Schuldiger ausgemacht wird. Die Fälschungen kamen wohl aus dem Büro des griechischen Lizenznehmers der russischen Klassifizierungsgesellschaft, da Griechenland selber keine Klassifizierungsgesellschaft mehr besitzt. Bleibt die Frage, ob die Schiffseigner wußten, dass die Zertifikate unsauber waren? Und wußte es auch die russische Muttergesellschaft des Schiffsregisters?
Da werden die Staatsanwälte noch einige Arbeit haben.
Einstweilen denke ich, dass Touristen kaum betroffen sind. Die meisten Touristen auf den Inseln nehmen das Flugzeug. Autotouristen und Wohnmobile sind eher auf dem Pelopponnes unterwegs. Und die wenigen Rucksacktouristen, die die Fähren nehmen, können meist auf Ausweichrouten zurückgreifen. Teilweise verkehren auch Ersatzschiffe.
Grüße
Kai
Grüße,
Kai
Kai
