mal eine positive Meldung zum Umgang mit Bildern:
Dieser Tage erhielt ich eine Anfrage einer Firma aus Deutschland welche elektronisches Equipement
für Seeschiffe herstellt, zur Verwendung des Bildes eines Schiffes, zu welchem sie auch Bauteile geliefert haben.
Ich gab dazu mein Einverständnis, wünschte aber statt eines Honorars eine entsprechende Spende an die DGzRs.
Etwas später kam die Antwort, ob ich auch mit einer Sachspende einverstanden wäre, da diese Firma unter anderm
auch die DGzRS mit Ersatzteilen beliefert.
Über soviel Engagement des Verantwortlichen Mitarbeiters dieser Firma kann ich nur sagen: Hut ab.
Und da ich solches Engagement dieser Firma sehr schätze, sei hier auch der Namen genannt, es ist
Seematz aus Winsen / Luhe, welche im Bereich Scheinwerfer tätig ist.
Da hast Du aber einmal eine einsichtige Firma gefunden !
Die meisten privaten Fotosauger oder Firmen denken nicht an die rechtlichen Folgen von Fotodiebstahl im Netz.
Hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Holländer der eine eigene HP aufmachen wollte und ich fragte Ihn wieviele Fotos er
habe
Antwort
"Tausende aber von mir sind nur rund fünfzig Stück die anderen sind aus dem Internet"
Als ich Ihm die rechtlichen Folgen und den hier in einem anderen Beitrag beschriebenen Fall erläuterte sagte er mir dass er nicht mehr wüsste woher er überhaupt all die Fotos gezogen hätte und wie er somit den Eigentümer ermitteln solle um zu fragen
Wenn ich ein Foto aus dem Netz kopiere dann ablegen unter : Name des Schiffes--- HP der Veröffentlichung ----Name des Fotografen
Beispiel Norwegian Sky Nr xxxx , Forum-schiff.de , copyright Hans Jörg Mende
ich hatte gerade wieder den Fall, dass ein Verlag für ein Buch ein Bild brauchte - in diesem Fall ein Titel. Der Verlag verdient damit Geld - sozusagen auch mit meiner Arbeit, und - wenns nicht aufgefallen wäre - für lau. Ich sehe dass jetzt so. Egal, ob hobbymäßig oder beruflich, warum soll ich jemanden, der mir auch nichts schenkt, einfach so gestatten, sich auf meine Kosten zu bereichern? Ich habe noch nie ein Buch vom Verlag geschenkt bekommen, mußte auch immer dafür zahlen...
Früher gab es die Berufsfotografen, deren Gattung mehr und mehr, unter anderem auch durch solche Geschäftsgebaren, ausstirbt. Es werden quasi Arbeitsplätze vernichtet.
Und im Zeichen der Microstock-Agenturen hat es heute wirklich niemand mehr nötig, Bilder zu klauen.
In diesem Fall wurde der Verlag von der BA, wo ich das Bild eingestellt hatte, angemahnt. Die haben dann nachlizensiert, sich entschuldigt, mit ein Belegexemplar geschickt und meinen Anteil von 50% (etwas über 500 EUR) anstandslos überwiesen. Also glaube ich denen mal, dass es sich um einen Mitarbeiterversehen handelte ...
Das die geschäftliche Seite.
Wenn jemand nun privat Bilder braucht, ist das für mich auch kein Thema, solange es non-commercial bleibt. Ich helfe da gerne aus und Roland (Hossi) weiß das auch.
Klaut aber einer zu geschäftsmäßigen Zwecken, und ich bekomme das mit, wirds für den teuer. Und ich fackel auch nicht lange. Wird auf mein Anschreiben und der Bitte auf Unterlassung/Honorierung nicht reagiert, lasse das von einem Rechtsanwalt erledigen.
Abschließend noch ein Wort zum Meister Isegrim. Was der macht, ist Abzocke pur. Bei ihm ist in vielen Dingen noch nicht einmal geklärt, ob er überhaupt die Verwertungsrechte hat. Und das ist an sich schon frech, da jemanden sofort abzumahnen, sofort mit der Panzerfaust loszuschlagen. Der aber nur aufgekauft.
Beispiel: du kennst Schiffsfotograf x bist mit ihm befreundet. X stirbt, die Hinterbliebenen fallen auf den Abzocker rein, der den Bestand an Schiffsfotos billig aufkauft. Da du aber x kennst, hast du evtl das eine oder andere Foto von x auf deiner Website - vlt schon seit Jahren - mit der Erlaubnis von x. Nun kommt Isegrim, mahnt dich ab und will so nochmal abkassieren. Behauptet, er hätte die Nutzungsrechte. Und das muß erst einmal gerichtlich geklärt werden ...
Gruß vonne Waterkant
"Wir fuhren den ältesten Eimer - der Deutfracht/Seerederei
und glücklich wie wir war sonst keiner -bei der Deutfracht/Seereederei"
(Zitat: unbekannt)
Man darf nicht übersehen, dass dieses Geschäft hierzulande inzwischen ein lukratives Geschäft für Anwälte geworden ist. Isegrims Erfolgsrezept basiert ist in erster Linie auf einem guten Advokaten.