Garsvik hat geschrieben:Beluga bereedert aktuell etwa 20 Schiffe, stand in Meldungen. Bei gut 50 Schiffen haben die Fonds etc. schnell noch die Verträge gekündigt, damit sie nicht - durch das Insolvenzverfahren behindert - möglicherweise zeitweilig gar nichts zu transportieren haben.
- So ich das richtig verstanden habe, steht ihnen damit lediglich die Bezahlung bis zum Kündigungszeitpunkt zu.
- Aber das Geld wenigstens teilweise zu erhalten - das wird dauern.
Bleibt abzuwarten, ob und wenn ja zu welchen Konditionen sie die Schiffe anderweitig einsetzen können.
Dazu aber mal was anderes: Neulich wurde hier doch eine Beispielrechnung über angeglich viel zu hohe Charterraten, die Beluga zu zahlen bereit war, gepostet. Unabhängig von der Frage, warum Beluga sich scheinbar auf deutlich über Marktniveau liegende Raten eingelassen hat (ein Teil davon liese sich evtl. als eine Art "Risikoprämie" begründen), stellt sich die andere Frage, warum sich die Fondsanbieter darauf eingelassen.
Sicher, Geld regiert die Welt - und wenn jemand bereit ist, mehr als marktüblich zu bezahlen, wäre man im ersten Moment ja blöd, wenn man sich nicht darauf einlassen würde. Aber: hätte den Leuten bei den Fondsanbietern nicht irgendwann mal auffallen müssen, daß hier was nicht stimmen kann? Die kennen i.d.R. ja auch den Markt für ihre Schiffe und wissen in etwa, welche Charterraten üblich sind. Oder war man hier blind vor Gier?
Wäre ich als Privatperson an einem der betreffenden Fonds beteiligt und würde ggf. Verluste erleiden, wäre DAS die allererste Frage, die ich dem Fondsanbieter stellen würde...
Alexander