Sicherung vor Piraten

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Henri
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Henri »

Das Tabu ist doch schon längst gebrochen. Guttenberg hat das in ähnlicher Form vor einiger Zeit nochmal Wiederholt und da hat keiner mehr wiedersprochen. Das insbesondere die Marine aus wirtschaftlichen Interessen eingesetzt wird liegt doch auf der Hand. Das ist eine der beiden Kernaufgaben. Aber in D wo Leute wie Alexander die Meinungsführerschaft haben darf sowas ja nicht laut gesagt werden. Stattdessen setzt man sich die Rosarote Brile auf und behauptet die Welt sei ein Ponyhof blablabla.
Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you.
Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Henri hat geschrieben:Aber in D wo Leute wie Alexander die Meinungsführerschaft haben darf sowas ja nicht laut gesagt werden. Stattdessen setzt man sich die Rosarote Brile auf und behauptet die Welt sei ein Ponyhof blablabla.
Ein beachtliches Niveau hast Du hier erreicht, Henri - endgültig weg von der Sache hin zu persönlichen Angriffen. Peinlicher geht's wohl nimmer...

Tja, nicht jedem ist die Fähigkeit gegeben, auch bei abweichender Meinung in einer Diskussion sachlich zu bleiben. So was nennt man wohl Rechthaberei. Daß man sich damit eigentlich für jede weitere Diskussion disqualifiziert, dürfte Dir hoffentlich klar sein.

Aber was soll man von jemandem, der auch staatlich sanktionierten Mord gutheißt und sich damit weit, weit von jeglichem rechtsstaatlichen Grundsatz entfernt, erwarten?
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
Henri
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Henri »

:lol:

Interessant was du so als persönlichen Angriff siehts. Aber danke das du meine Feststellung bestätigst, schnell den Leuten das Maul verbieten wenn sie nicht einer Meinung sind.

Während ich mit einer Lösung aufwarten kann, hockst du dich die ganze Zeit auf Moralstandpunkte und das wars. Keine Lösung, keine Maßnahmen. Leute zu verurteilen von einem hohen Ross ist immer einfach wenn man selber sicher in der warmen Stube hockt.

Es ist ja nicht so das ich deinen Standpunkt nicht nachvollziehen kann und deine Entrüstung wäre auch völlig gerechtfertig wenn ich hier fordern würde in D solche Maßnahmen anzuwenden. Aber man kann nicht mit den gleichen Gesetzen und Rechtsvorstellung, die dazu gemacht sind in Hamburg für Ruhe in Ordnung zu sorgen. In einem Land wie Somalia hoffen irgendetwas zu erreichen. Wenn es dort ein funktionierendes Justizsystem geben würde, dann wäre dein Einstellung schon richtig. Allerdings hätten wir dann diese Diskussion nicht da es dann keine Piraterie geben würde!
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Henri hat geschrieben: Während ich mit einer Lösung aufwarten kann, hockst du dich die ganze Zeit auf Moralstandpunkte und das wars. Keine Lösung, keine Maßnahmen. Leute zu verurteilen von einem hohen Ross ist immer einfach wenn man selber sicher in der warmen Stube hockt.
Diese Antwort zeigt eigentlich nur eins: Du liest meine Beiträge nicht richtig! Echt toll, diese Diskussionsfähigkeit, die Du da zeigst... :lol:
Henri hat geschrieben: Aber man kann nicht mit den gleichen Gesetzen und Rechtsvorstellung, die dazu gemacht sind in Hamburg für Ruhe in Ordnung zu sorgen. In einem Land wie Somalia hoffen irgendetwas zu erreichen. Wenn es dort ein funktionierendes Justizsystem geben würde, dann wäre dein Einstellung schon richtig.
Ach, und grundsätzliche Werte wie Moral, Menschenrechte, etc. sind für Dich etwas, was man beliebig anpassen kann? Nein, Henri, entweder man wendet solche Werte global an oder gar nicht - sonst sind wir nämlich bald in einer Zweiklassengesellschaft, in der sich irgendjemand anmaßen muß, die Leute in zwei Gruppen einzuteilen: solche, für die Grundrechte gelten - und solche, für die sie nicht gelten. Macht's da bei Dir "klick"? So was hatten wir schon mal...
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Henri
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Henri »

Alexander hat geschrieben: Und Frank hat ja nicht unrecht, wenn er auf die Umstände, die zur Piraterie am Horn von Afrika führen, benennt. Eine nachhaltige Lösung des Problems kann nun mal nur eine Bekämpfung der Ursachen sein (auch wenn ich leider keinen Weg sehe, wie man das erreichen kann).
Henri hat geschrieben:Während ich mit einer Lösung aufwarten kann, hockst du dich die ganze Zeit auf Moralstandpunkte und das wars. Keine Lösung, keine Maßnahmen. Leute zu verurteilen von einem hohen Ross ist immer einfach wenn man selber sicher in der warmen Stube hockt.
Alexander hat geschrieben: Diese Antwort zeigt eigentlich nur eins: Du liest meine Beiträge nicht richtig! Echt toll, diese Diskussionsfähigkeit, die Du da zeigst... :lol:
Doch deine Beiträge habe ich gelesen wie du siehst :D.
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Henri »

Alexander hat geschrieben:Ach, und grundsätzliche Werte wie Moral, Menschenrechte, etc. sind für Dich etwas, was man beliebig anpassen kann? Nein, Henri, entweder man wendet solche Werte global an oder gar nicht - sonst sind wir nämlich bald in einer Zweiklassengesellschaft, in der sich irgendjemand anmaßen muß, die Leute in zwei Gruppen einzuteilen: solche, für die Grundrechte gelten - und solche, für die sie nicht gelten. Macht's da bei Dir "klick"? So was hatten wir schon mal...
"Bald eine Zweiklassengesellschaft"

Also soweit ich weiß sind wir global schon längst min. eine Dreiklassengesellschaft. Und für den Großteil der Menschheit gelten die Menschrechte nicht weil sie in Ländern leben indenen es entweder kein Staatswesen gibt (z.B. Somalia) oder das Staatswesen die Menschrechte mit Füßen tritt. China etc.
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ArneKiel

Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von ArneKiel »

M Sicherheit hat geschrieben:Hallo zusammen,

das Um- oder Zurückflaggen ist hierbei die eine Sache.
Das Kernproblem wird hierbei sein, dass jeder Militäreinsatz ein entsprechendes Mandat benötigt. Ein Mandat beinhaltet dann Stärke, Auftrag und Einsatzgebiet. Für jede Überfahrt wird es mit absoluter Sicherheit kein Einzelmandat geben. Da darf man dann auch nach Rückflaggung gespannt sein.
Ein Militäreinsatz ist um einiges komplizierter als der Einsatz privater Sicherheitsdienste und damit weniger flexibel.
Ich möchte betonen, dass ich jede Bewegung in die richtige Richtung begrüße. Leider gehe ich nicht davon aus, dass diese Maßnahmen dauerhaften und weltweiten Schutz vor Piraten gewährleisten werde.

Gruß
Patrick
Sollte man zu einer Mandatserweiterung, was man für den 24.01. eigentlich ausschliessen kann, kommen - frage ich dann aber mit welcher Bundesmarine das Ganze dann ablaufen soll.
Die Zahl der Boardingsteams muss drastisch erhöht werden, damit einhergehend die Zahl der stationierten Schiffe (Fregatten, Korvetten) zuzüglich Versorger, Tanker etc.
Wie Herr von und zu das mit seinem Spartetat vereinbaren soll - weiß sicher auch niemand - am Ende steht dann die Patricksche Lösung...
Spreecaptain
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Spreecaptain »

Hallo,

zunächst wünsche ich allen im Forum ein erfolgreiches Neues Jahr mit vielen maritimen Erlebnissen.

Zu dem Thema dieses Threads vermisse ich persönlich noch einige Antworten auf die Fragen Peter Hartungs. Diese würden mich wirklich interessieren,
auch wenn ich vermute, dass sie eine Relativierung des Problems bedeuten. Der Hinweis des VDR, dass die Piraten professioneller werden und die zunehmende
Forderung nach geeigneten Sicherheitsmaßnahmen spricht zumindest für einen steigenden Leidensdruck unter deutschen Reedern. Unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten scheint Piraterie dagegen noch hinnehmbar zu sein. Andernfalls würde man doch sicher schon intensiver über andere Routen oder private Sicherheitsmaßnahmen
nachgedacht haben.

In einer Zeit, in der man aus dem Orbit heraus Portätfotografie betreiben kann, frage ich mich wie Spleißen auch, warum man sich nicht der Mutterschiffe bemächtigen kann ?
Warum versucht man nicht, an die Geldgeber heranzukommen, die nicht zwangsläufig in Somalia sitzen müssen? Woher beziehen die Piraten ihre Logistik, welche Netzwerke
unterhalten sie? Wie erkennen Piraten denn, welches Schiff ein lohnenswertes Ziel ist? Und wer (wenn es sie denn überhaupt kümmert) berät Piraten hinsichtlich der rechtlichen
Umgebung, in der sie sich bewegen? Piraterie ist organisiertes Verbrechen und Organisationen lassen sich ermitteln oder aufdecken und lahmlegen.

Und Arne, ich stimme Dir zu, wenn du die gegenwärtigen Fähigkeiten (nicht die Kompetenz oder den Willen!) der Deutschen Marine zur Pirateriesicherung anzweifelst. Ich bin überzeugt, dass unsere
Soldaten die Grenze der Überforderung (Mensch und Material) überschritten haben. Warum also kein Konvoisystem ? Wäre dies zu unwirtschaftlich ? Nicht zu organisieren ? Keine Partner ?

Nur ein paar Gedanken.

Jens
Henri
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Henri »

Spreecaptain hat geschrieben: In einer Zeit, in der man aus dem Orbit heraus Portätfotografie betreiben kann, frage ich mich wie Spleißen auch, warum man sich nicht der Mutterschiffe bemächtigen kann ?
Kann man, will man aber nicht. Das Problem hier ist nicht das können sondern das wollen (der Politiker).
Spreecaptain hat geschrieben:Und Arne, ich stimme Dir zu, wenn du die gegenwärtigen Fähigkeiten (nicht die Kompetenz oder den Willen!) der Deutschen Marine zur Pirateriesicherung anzweifelst. Ich bin überzeugt, dass unsere
Soldaten die Grenze der Überforderung (Mensch und Material) überschritten haben
Natürlich ist es von jeder Marine der Welt zuviel verlangt das ganze Seegebiet zu überwachen wenn sie sowieso keine Maßnahmen ergreifen können. In dem letztens hier erwähnten Artikel stand drin das sie die Piraten kurz vor der Küste abfangen, ihnen die Waffen abnehmen und wieder zurückschicken. Das ist doch ein schlechter Witz! Ein solches vorgehen würde doch noch nichtmal in D einen Verbrecher von seiner Tat abhalten. Wie will man damit irgendetwas erreichen. Haben die Piraten Erfolg und krallen sich ein Schiff haben die die Mio schon sicher. Und ob man ein paar von denen, bei der Aussicht auf so eine Fette Beute und der hohen Verfügbarkeit der Waffen dort, nun die Waffen abnimmt oder in Rio platzt ein Sack Kaffee.
Spreecaptain hat geschrieben:Warum also kein Konvoisystem ? Wäre dies zu unwirtschaftlich ? Nicht zu organisieren ? Keine Partner ?
Konvois gibt es, allerdings zu wenige, zu langsam und nur von Point A zu Point B also nur durch die gefährlichste Zone.
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Alexander
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Re: Sicherung vor Piraten

Beitrag von Alexander »

Henri hat geschrieben:
Also soweit ich weiß sind wir global schon längst min. eine Dreiklassengesellschaft. Und für den Großteil der Menschheit gelten die Menschrechte nicht weil sie in Ländern leben indenen es entweder kein Staatswesen gibt (z.B. Somalia) oder das Staatswesen die Menschrechte mit Füßen tritt. China etc.
Durchaus zutreffend, aber Staaten wie Deutschland u.a. kritisieren solche Staaten durchaus zurecht und immer wieder. Und jetzt kommst Du und meinst also, daß wir den hohen Standard, den wir hierzulande haben (und der vor allem aufgrund unserer Vergangenheit eigentlich unantastbar sein sollte), einfach so über Bord werfen, indem deutsche Polizisten oder Soldaten Menschenrechtsverstöße begehen sollen? Toll!
Meine Schiffsfotos bei Fotocommunity: http://home.fotocommunity.de/squarerigg ... 4&g=240434
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