Einige von euch hatten den Bericht gesehen - und auch sehr kritisch beurteilt, durch vorhandenes (berufliches) Hintergrundwissen.
Man sollte aber nicht vergessen, dass der Bericht für die Allgemeinheit gemacht ist, von welcher viele Leute noch nicht mal ein Schiff betreten habe, geschweige denn mal von Nahem gesehen zu haben.
Dass nicht immer die korrekten Ausdrücke für dieses oder jenes auf Arte verwendet wurden, finde ich daher nicht nachteilig. Man hat die Ausdrücke benutzt, welche auch jedem in Ostbayern geläufig sind, um sich ein Bild zu machen.
Man hätte natürlich eine ereignislose Überfahrt zeigen können, in allen drei Reportagen "Emma Maersk", "Becrux" und heute "QM2" - aber es wäre zum Ansehen nicht so interessant gewesen. Ist doch auch nicht schlecht, man hat sich Mühe gegeben, den Reportern und uns etwas zu bieten
Dass man sehen konnte, was es zu Essen gab, fand ich auch nicht schlecht, und nix gegen Köche die selber ihre beste Kundschaft sind, die verstehen meist was von ihrem Geschäft. Man hat schön gezeigt, dass man sauber herumläuft - auch wenn ich annehme, dass die weissen T-shirts an Bord sicher nie lange weiss bleoben - es etwas gutes zu Essen gibt, man in Komfort lebt trotz des sehr anspruchsvollen Jobs.
Ich muss nun daran denken, welche Vorstellungen von einem Frachtschiff etliche Leute haben, so schon mitbekommen: Mini-Kammern mit 4-8 Mann drinnen, schlimmste hygienische Zustände und fürchterliches Essen und wenig davon. Auf das Thema Reisen mit dem Frachtschiff angesprochen habe ich nicht nur einmal gehört "was, mit so einem schmuddeligen ollen Frachter" ?
Vielleicht half diese Sendung einigen Leuten, ihre Meinung über diese Schiffe zu revidieren
