"Wie kriegst Du denn den Wellenflansch durch das Stevenrohr, wenn Du den Schaft ins Dock ausbauen willst? Also würde nach außen herausnehmen nur für Anlagen mit Spezialkupplung funktionieren."
Gut das hätte ich vorher sagen sollen.
Zunächst gehe ich davon aus (u.a. auch als Vorgabe) nur Wellen nach aussen zu ziehen die mittels einer Druckölkupplung oder einer Schalenkupplung verbunden sind, bei einer Flanschkupplung geht das logischerweise nicht;-)
"Globus" dein letzter Absatz trifft genau auf meine Überlegungen zu, eine Vorrichtung die unter das Stevenrohr geschoben wird, womit dann das gewicht der welle abgefangen wird. Bzgl. der Belastung ist es schon möglich durch geschickte verteilung der Masse eine Vorrichtung zu bauen. Deine Anmerkungen sind genau die schwierigkeiten über die ich mir gedanken mache, die entstehenden Kosten spielen dabei auch eine große Rolle. Vorteilhaft wäre auch eine Aufteilung in mehrere Segmente um nicht an flexibilität einzubüßen. Es soll eine Vorrichtung für zwei Docks verwendet werden können!
eine evtl.vorrichtung zum ziehen oder nur zum abfangen, und zum lagern der welle im Dock , Möglichst verstellbar in X/y/Z Achse, wenn möglich auch unter verwendung von Gabelstaplern wie in dem Beitrag von Mkmillenium,
das gilt es herauszufinden. Natürlich ist es wichtig im Vorfeld Rahmenbedingungen festzulegen was meint, ab welcher Wellenlänge/durchmesser/ gewicht bis zu welcher Wellenlänge etc. soll die Vorrichtung angewendet werden.
Mit sicherheit wird es auch Schiffe geben die diese Rahmenbedingungen sprengen.
Ich bin ja jetzt schon ne Weile im Betrieb und habe schon mehrmals gesehen wie das welle ziehen von statten geht, bei allen wellen die gezogen wurden war die Wellenkupplung als Drucköl- oder Schalenkupplung ausgeführt.
Beim letzten mals war es so:
die Welle mit integrieter Verstellanlage (also Propeller blieb dran) war ca. 9m lang und 16to schwer, da ein Dockkran nicht ausreichte wurde die Welle über eine Traverse an beide Krane gehängt, was ein Ausrichten zusätzlich erschwert. Beim einführen in das Stevenrohr saß ich dann mit einem Kollegen innen vor dem Stevenrohr und habe das einführen navigiert. Dabei ist mir aufgefallen das :
1.) die welle bei jeder Bewegung stark Schwankt bzw Schwingt
2.) ein genaues Verfahren mit beiden Kranen synchron nicht möglich ist
3.) der Prozess in vielen kleinen Teilschritten erfolgt
4.) das Wellenende beim einführen ständig an die Stevenrohrwandung bzw. die Ölrohre schlägt
5.) ständiges nachjustieren notwendig ist ( die bewegungen waren dabei recht grob)
es ist natürlich nicht sinnvoll eine Vorrichtung zu entwickeln die so komplex ist das sie keiner bedienen kann und die die Kosten sprengt, ich verfolge da eher das minimalprinzip; mit gerinstmöglichem Aufwand die höchste wirkung bzw. einsetzbarkeit zu erreichen. Aber ich bin dankbar für die ganzen Anmerkungen, das hilft mir meine Fragestellung und Sichtweise nochmehr zu detailieren! also nur weiter so.
Vielleicht ist auch keine aufwändige Hydraulik nötig sondern nur eine Art gestell welches ermöglicht, Hubzuge einzuhängen und diese Verschieben zu können oder über eine art Spindel das ziehen zu Unterstützen.
Achja die für die Ausrichtung der Fluchtung wäre eine Art LAserpointer der fest installiert ist denkbar.
Weiter anmerkungen sind gerne erwünscht.
Sollte ich eine Lösung finden lasse ich euch natürlich auch daran teilhaben.
"ziehen" einer Schiffswelle
-
trockendock
- Beiträge: 4
- Registriert: Do 4. Nov 2010, 11:17
-
Globus
- Mitglied
- Beiträge: 416
- Registriert: So 29. Nov 2009, 09:18
Re: "ziehen" einer Schiffswelle
Wieviele Wellen haben keine Flanschkupplung?
In welcher Höhe die Welle im Dock hängt, ist Dir dann wohl auch klar.
Dafür ein fahrbares Gerüst zu konstruieren, welches dann, kopflastig durch die Welle, nicht umkippt, ist nur möglich, indem man die Gerüstkonstruktion sehr lang und sehr breit macht. Sie wird dann die halbe Dockbreite einnehmen.
Die Welle, auf dem Gerüst, in einer Halterung liegend ist eine schöne Idee. Aber --- willst Du den Dockboden, auf dem das Gerüst läuft, vorher erneuern durch eine dicke, völlig ebene Stahlplatte. Hast Du Dir mal einen Dockboden angesehen? Berg und Tal, wie es schlimmer nicht geht. Das sind teilweise Unterschiede von bis zu 5 - 10 cm.
Solche Werkzeuge sind sinnvoll in der Flugzeugwartung. Das immer gleiche Typenflugzeug steht auf einem exakt graden Boden und das Triebwerk wird mit immer der gleichen Vorrichtung demontiert und aufgefangen.
Da macht diese Vorrichtung Sinn.
Aber für Schiffe, die in ihrer gesamten Fahrtzeit vielleicht 1 x diese Welle ziehen lohnt sich dieser Aufwand nicht.
Wenn wir Klasse hatten, holte sich der GL-Mensch oder Werftmeister das Stichmaß aus meiner Kammer (schön im Holzkasten) und mass die Höhenlage der Welle. Das reichte während meiner gesaten Fahrtzeit (35 Jahre und mindesten 25 Dockzeiten).
Für die Leser, die nicht wissen, um welches Mass es sich handelt : Es sind um 2/10 mm. Also 1- Fünftel eines Millimeters. So viel Lose oder Luft hat die Welle im Lager. Sie liegt unten im Lager und hat nch oben 2/10 mm Luft.
Gruß Globus
In welcher Höhe die Welle im Dock hängt, ist Dir dann wohl auch klar.
Dafür ein fahrbares Gerüst zu konstruieren, welches dann, kopflastig durch die Welle, nicht umkippt, ist nur möglich, indem man die Gerüstkonstruktion sehr lang und sehr breit macht. Sie wird dann die halbe Dockbreite einnehmen.
Die Welle, auf dem Gerüst, in einer Halterung liegend ist eine schöne Idee. Aber --- willst Du den Dockboden, auf dem das Gerüst läuft, vorher erneuern durch eine dicke, völlig ebene Stahlplatte. Hast Du Dir mal einen Dockboden angesehen? Berg und Tal, wie es schlimmer nicht geht. Das sind teilweise Unterschiede von bis zu 5 - 10 cm.
Solche Werkzeuge sind sinnvoll in der Flugzeugwartung. Das immer gleiche Typenflugzeug steht auf einem exakt graden Boden und das Triebwerk wird mit immer der gleichen Vorrichtung demontiert und aufgefangen.
Da macht diese Vorrichtung Sinn.
Aber für Schiffe, die in ihrer gesamten Fahrtzeit vielleicht 1 x diese Welle ziehen lohnt sich dieser Aufwand nicht.
Wenn wir Klasse hatten, holte sich der GL-Mensch oder Werftmeister das Stichmaß aus meiner Kammer (schön im Holzkasten) und mass die Höhenlage der Welle. Das reichte während meiner gesaten Fahrtzeit (35 Jahre und mindesten 25 Dockzeiten).
Für die Leser, die nicht wissen, um welches Mass es sich handelt : Es sind um 2/10 mm. Also 1- Fünftel eines Millimeters. So viel Lose oder Luft hat die Welle im Lager. Sie liegt unten im Lager und hat nch oben 2/10 mm Luft.
Gruß Globus
