Die Werften in der DDR

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Ricardo
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Re: Der 24-m-Holzkutter (Typ G)

Beitrag von Ricardo »

Bernd U hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 10:37
Holger hat geschrieben: Sa 18. Jun 2011, 14:50
Teil II


Der 24-m-Holzkutter (Typ G)

...weiter mit den restlichen Kuttern

SAS 232 FRITZ HECKERT; 21.07.51 (2); 23.03.67
SAS 233 SIEGFRIED RÄDEL; 14.07.51 (2); 17.11.66
SAS 234 JONNY SCHEER; 31.08.51 (2); 10.06.77; WAR 41, STR 172, verkauft 1977 BRD
SAS 235 ERNST SCHNELLER; 25.07.51 (2); 07.03.72
SAS 236 WALTER STÖCKER; 23.08.51 (2); 1955 Verlust durch Seeunfall
SAS 237 CONRAD BLENKLE; 18.08.51 (2); 12.01.73; 1973 Verkauf, Angelkutter TANJA, Heiligenhafen
SAS 238 HILDE COPPI; 08.07.51 (2); 06.11.69
SAS 239 ERWIN FISCHER; 11.09.51 (2); 13.11.72
...

Hello ,
I am ricardo from the Netherlands .
I am the owner of former kutter sas 239 .
If someone has some information or pictures I would be happy to receive.
Zuletzt geändert von Norbert Möller am Fr 2. Jan 2026, 15:54, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat eingekürzt. NM
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Himbeere
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Re: Der 24-m-Holzkutter (Typ G)

Beitrag von Himbeere »

Ricardo hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 15:39 Hello ,
I am ricardo from the Netherlands .
I am the owner of former kutter sas 239 .
If someone has some information or pictures I would be happy to receive.
Rostocker7 hat geschrieben: Di 14. Aug 2018, 11:10 die Motorsegelyacht Lina (von 1951 bis 1972 Fischkutter SAS 239 Erwin Fischer, Verkauf in die BRD in den 1970er, Umbau in einen Motorsegler in den 1980er) hat zwischen der polnischen Küste und Bornholm einen Wassereinbruch erlitten. Ein polnischer SAR-Hubschrauber hat die Crew von Bord geholt. Zur Sicherung des Motorsegelyacht wurde das dänische Rettungsschiff Leopold Rosenfeld aus Nexø entsandt.
https://www.seanews.com.tr/article/wate ... f-bornholm

https://www.vesseltracker.com/de/Ships/ ... 01198.html

Your ship was built 1951 at Boddenwerft Damgarten in Ribnitz-Damgarten.

Feel free to share some pictures of the vessel now.
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Himbeere
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Re: Der 24-m-Holzkutter (Typ G)

Beitrag von Himbeere »

Holger hat geschrieben: Sa 18. Jun 2011, 14:50 SAS 256 MICHAEL GLINK; 23.07.52 (3); 26.03.70; 1973 als "WIS 100" Gaststätte in HRO-Schutow, verfallen
[...]
SAS 264 ANNA SEGHERS; 27.03.52 (2); WIS 100 MICHAEL GLINKA, Tauchschule Düsseldorf
Welches Schiff sank da in Wismar?:
Hoss50 hat geschrieben: Mo 21. Feb 2011, 10:22 Guten Morgen
Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern Mo 21. Feb 2011, 08:57
Hoss50 hat geschrieben:Wismar - Das Bergungsteam konnte den im Dezember gesunkenen Kutter „Michael Glinka“ so weit aufrichten, dass die Masten jetzt wieder aus dem Wasser ragten. Allerdings befindet sich das Schiff noch immer in Schräglage

An der Werftseite des Wismarer Westhafens ragen dieMasten der gesunkenen „Michael Glinka“ bereits wieder aus dem Wasser

http://www.ostsee-zeitung.de/wismar/ind ... id=3047176

der vogtländer
Wieso trugen zwei 24 m Kutter den Namen MICHAEL GLINKA und hatten das Fischereikennzeichen WIS-100?
Wurde die Identität von SAS 256 nach dem Aufstellen in Rostock als Gaststätte auf SAS 264 ANNA SEGHERS übertragen? wenn ja, warum?
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Himbeere
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Re: Seitentrawler - Typ I

Beitrag von Himbeere »

Holger hat geschrieben: So 15. Mai 2011, 14:05
Seitentrawler - Typ I - Typ II - Typ III -

In den Jahren 1951/61 wurden auf den Werften der DDR (Bezirk Rostock) 25 Seitentrawler für den Fischfang Rostock gebaut.
[...]
> VEB Volkswerft Stralsund - 6 Schiffe vom Typ I und 4 Schiffe vom Typ II,
[...]
# ROS 201-210 kamen aus Stralsund,
[...]
Letztes Schiff: ROS-206 "WILHELM-PIECK-STADT-GUBEN" übergeben am 01.03.1954

Verwendungseigenwchaften:
Schleppnetzfischerei im autonomen Einsatz oder als Zubringertrawler für die Fang- und Verarbeitungsschiffe.
[...]
Hauptdaten
Länge über alles:.....................................57,62 m
Länge zwischen den Loten:.........................52,00 m
Breite auf Spanten:...................................9,00 m
Seitenhöhe:............................................4,83 m
Tiefgang:...............................................4,06 m
Deplacement:..........................................1090 t
Tragfähigkeit:..........................................339 t
Vermessung:....................................575 BRT/200 NRT
Antriebsleistung:................................677 kW/920 PS
Aktionsweite:...................................30 Tage/8500 sm
Dienstgeschwindigkeit:...............................11,5 kn
Fischraumvolumen:....................................460 m3
Wohneinrichtungen: Besatzung................26 Pers.+ 6 Pers.
Preis:...............................................ca. 2,2 Mill. M

Diese Trawler fingen in den ersten Jahren vor allem Rotbarsch. Ihre Fanggebiete waren Ostsee, Nordsee, isländische und grönländische Gewässer, Barentssee, Nordwest- und Nordostatlantik.
Vor dem Deckshaus stand die Zweitrommel Netzwinde mit 98 kN Zugkraft und 2800 m 28-mm-Kurrleine auf jeder Trommel. Der Fockmast trug einen 1,5-t.Steertbaum. An der Aufbautenlängswand war ein 1,5 t-Rollerbaum befestigt. Beide Fischräume wurden durch fünf Luken beschickt. Der Fang wurde entweder in Eis gelagert oder manuell geköpft, gesäubert, gesalzen und in Fässern konserviert. Im Deckshaus war eine Trankochanlage mit zwei 500-kg-Kesseln untergebracht. Auf der Heimreise konnten 284 t Nutzladung mitgeführt werden.
Die maximale Jahresfangleistung wurde 1966 mit 3136 t verzeichnet.
Die Hauptmaschine war ein 677-kW-Viertakt-Dieselmotor des Typs 8 SV 55 u vom VEB Görlitzer Maschinenbau, der über ein Untersetzungsgetriebe auf die Propellerwelle arbeitete. Das Bordnetz wurde von zwei 40-kW-Dieselgeneratoren versorgt, die Netzwinde von einem 220-kW-Aggregat.
"Vom Alex zum Eismeer - Doku (ganzer Film auf Deutsch) - DEFA "
https://www.youtube.com/watch?v=2IKyOT64njI

Doku über eine Fahrt der ROS 206 / GUBEN. Zum Anfang heißt sie noch nicht GUBEN, gegen Ende sieht man die Taufe. Mich interessiert der Bauname des Schiffes. Interessant sind die Aufnahmen, wenn das Schiff den Neuen Strom befährt - Seekanal noch nicht existent.
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Re: Seitentrawler - Typ I

Beitrag von fuhri1186 »

Himbeere hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 00:37

"Vom Alex zum Eismeer - Doku (ganzer Film auf Deutsch) - DEFA "
https://www.youtube.com/watch?v=2IKyOT64njI

Doku über eine Fahrt der ROS 206 / GUBEN. Zum Anfang heißt sie noch nicht GUBEN, gegen Ende sieht man die Taufe. Mich interessiert der Bauname des Schiffes. Interessant sind die Aufnahmen, wenn das Schiff den Neuen Strom befährt - Seekanal noch nicht existent.
Moin Himbeere,

auf Maritime IHS steht als Taufname WILHELM-PIECK-STADT GUBEN, IMO 5389645
Gemäß dem Eintrag fuhr sie bis 1997, auf Wikipedia steht allerdings, dass sie 1969 nach Hamburg verkauft wurde.
Wann sie also Abgewrackt wurde, konnte ich nicht in Erfahrung bringen...

https://de.wikipedia.org/wiki/Seitentra ... Stralsund)

Bild
Quelle: Maritime IHS, kostenpflichtige Anmeldung notwendig
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Re: Die Werften in der DDR

Beitrag von Norbert Möller »

Lt. Strobel/Ortlieb "Die Volkswerft" KOEHLER 1998 erhielten ROS 201 - ROS 206 bei der Übergabe keine Namen. Schiffsnamen erhielten die Schiffe 1954.
Da solche Angelegenheiten in der DDR meist propagandistisch begleitet wurden, könnte eine Verifizierung durch alte Ausgaben der Ostsee-Zeitung oder der Betriebszeitung Fischkombinat möglich sein.

Das Datum 1953-00 und der Taufname auf Maritime IHS dürften nicht stimmen, Übergabedatum war lt. obiger Quelle der 01.03.1954. Wilhelm Pieck ist 1960 gestorben. Guben wurde 1961 in Wilhelm-Pieck-Stadt Guben umbenannt.

Nachtrag: Auf der Webseite des Arbeitskreises Hochseefischerei e.V. befindet sich ein Link zu Betriebszeitungen des Fischkombinats (als pdf).
https://www.hochseefischer-rostock.de/g ... hkombinat/
https://www.hochseefischer-tid.de/tradi ... ungen2.php
Beide Quellen hatte ich bisher nicht auf dem Schirm ;-)

Am 30.07.1954 berichtete "Der Hochseefischer" in der Nr. 14 über die Taufe von ROS 205 BERLIN am 17. Juli 1954. Die Übergabe ROS 205 fand schon
am 01.12.1953 statt.
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Re: Die Werften in der DDR

Beitrag von Himbeere »

Ich vermute, dass die Schiffe beim Stapellauf Namen hatten. Ich weiß von Fällen, wo die Schiffe ganz ulkige Namen hatten und später dann umbenannt wurden. Oft war es wohl so, dass der Betrieb den Namen erst nach Übergabe wählte. Beim Stapellauf und bei der Überführung bedurfte es aber eines Namens und da gab es dann öfter ulkige Geschichten wie PARADIESVOGEL oder GIRAFFE.
Die Geschichte dieser Schiffe sind schon so schwer nachzuvollziehen und bei diesen Übergangsnamen wird es dann superschwierig. Ich muss das nicht wissen, finde es aber sehr interessant. In den Originalbaunterlagen findet man da sicher etwas, besonders in den Protokollen auf den Erprobungsfahrten. Da muss halt irgendein Name in das Protokoll. Und wenn man mit dem Ding schon wie im Video zu sehen auf große Reise geht, das kann ich mir schwerlich ohne Schiffsnamen vorstellen. Man könnte sich vielleicht noch vorstellen, dass das Fischereikennzeichen als Name verwendet wurde. Aber was steht in den Papieren zur Zuweisung des Kennzeiches? "Dem namentlich nicht benannten Schiff wird das Kennzeichen 1234 zugeteilt"?
Da bedurfte es ganz sicher eines Namens.
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Re: Die Werften in der DDR

Beitrag von Norbert Möller »

Im Video sieht man bei 15:11 min ROS 204 auf der Heimreise nach Rostock ohne einen Namen ... bei 18:33 min ebenso ROS 206. Die Reise war vom 15.04. - 05.05.1954 (19:21 min).
Als Name/Unterscheidungsmerkmal dient vermutlich erstmal nur das Fischereikennzeichen.
Der Arbeitskreis Hochseefischerei Rostock e.V. hat doch einen Archivar ;-)
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