Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der MV Norröna

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Uwe Richter
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Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der MV Norröna

Beitrag von Uwe Richter » Mi 18. Nov 2015, 15:40

Taaaag liebes Forum. ;)

Nach einhundert Überarbeitungen sollte es soweit gut sein ...

Anbei einmal ein kleiner Bilderbogen unseres letzten "Fährurlaub" an Bord der wunderbaren M/S NORRÖNA nach Island.
Diese Reise auf der in Deutschland gebauten Spezialfähre stand schon seeehr lange auf unserer Todo-Liste.

Abfahrtshafen ist zur Zeit Hirtshals. Dort nutzt die Smyril Line das Terminal zusammen mit der Fjordline. Diese Tour wird vorbei gehen an den Shetland Inseln zu den Färöer Inseln, weiter nach Island in den schönen Seydisfjord mit dem fast gleichnamigen Örtchen. Dort hat man jeweils Dienstags und Mittwochs zwei volle Tage Liegezeit. Danach geht es die Strecke wieder zurück nach Dänemark.

Sehr beeindruckt hat uns im Vorfeld schon, dass nach der Bezahlung kein einfaches Ticket als PDF-Datei per Mail kommt. Mit der "antiquarischen" Briefpost kam zur Überraschung eine große Versandtasche mit "noch richtigen" Tickets und umfangreichen Informationen über die Reise und ihre Ziele.

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(sorry ... nur noch als Handyfoto verfügbar)

Nach fast 900 zähen Kilometern durch Deutschland & Dänemark kommen wir viel zu früh am Morgen im Fährhafen von Hirtshals an.

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Die Hafenmole dort kennt kein ISPS und pünktlich kommt das Objekt der Begierde in den Hafen auf - die MV NORRÖNA.
Diese Spezialfähre mit der Bau-Nr. 694 ist das letzte Schiff der Lübecker Flender Werft, die ihren Betrieb im Jahr 2002 nach Insolvenz einstellen musste.

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Unsere gebuchte Kabine für die nächsten acht Tage (Standart Zweibett außen) empfängt uns wohlriechend und top gereinigt. Sie ist groß, hat ein schönes sauberes Bad und etwas breitere Betten wie auf anderen Fähren. Es fehlt wirklich an nichts, es ist viel Platz ist in den Schränken, ein Kühlschrank ist vorhanden, die Kabine wird alle zwei Tage gereinigt, es gibt neue Handtüchern und die Betten werden frisch bezogen.

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Der Fernseher hat (leider?) nur verschiedene isländische und Färöer Programme ... und natürlich den "Bridgeview". Obacht! Ab Seydisfjördur gibt`s für die Rückreise neue Kabinenkarten. Da steht man dann schon mal ... wie wir ... erst einmal eine Ewigkeit ratlos vor der eigenen Kammer und vergleicht hundertfach die Nummer an der Tür mit der auf der Karte. :lol:

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Die Kabinengänge sind erstaunlich breit und überhaupt ist die Norröna nicht verbaut. Besonders die vielen Griffe und Handläufe an Bord werden wir in der Woche noch "wertschätzen". Das Schiff ist ab den Shetlands nur noch in Bewegung. Man(n) lernt alles mit festhalten zu machen ... ja ALLES :lol: !
Irgendwann legt man auch so oder so alles auf den Boden der Kabine um es nicht immer wieder auf zu heben. Auf weitere Innenaufnahmen verzichte ich - hierzu habe ich ein Picasa Album angelegt - wer diese sehen möchte.

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Dann geht es nach See und der nächste Tag ist dann auch gleich ein ganzer Seetag - gottlob sonnig und mit Ententeich.

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Zwei Tage später, nach den ersten schönen Stunden Aufenthalt in Torshavn auf den Färöer Inseln geht es am Nachmittag wieder traumhaft schön im Zickzack durch die Inselgruppe. Die Norröna hat außergewöhnlich große Freidecks und hoch oben einen super Panoramablick über den Bug. Nur bei Starkwind ist es dort echt grenzwärtig.

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Der Blick nach achtern ist teilweise noch schöner. Hinten unter dem Helideck lässt es sich auch bei Regen trocken & windgeschützt sitzen.
Auf den Färöer Inseln haben wir übrigens auf der Rückfahrt noch einmal einige Stunden Aufenthalt.

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Und das ist dann also das (gefühlte) Highlight der Reise - Island empfängt uns mit Sonne (?).
In diesem kleinen Hafen Seydisfjördur liegen wir jetzt zwei Tage? Aber gerne! Das Schiff dominiert dabei deutlich die Skyline der Stadt. ;)

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Zu empfehlen ist die Mitnahme des eigenen PKW. Man kommt mal aus dem Tal raus in das Landesinnere und es erweitert besonders auf Island damit gewaltig den Horizont. Das Städchen Seydisfjördur unten am Fjord ist mit seinen etwa 660 Einwohnern eher etwas "überschaubar". Ein kleiner Supermarkt ist zwar vorhanden, ein Hotel, ein Hostel, eine Jugendherberge und kleine Restaurants gibt es auch, aber das Leben spielt sich in der einzigsten Tankstelle ab. Dort gibt es MÄCHTIG Spaß mit den "Eingeborenen". Man versteht sie nur nicht - lacht aber zusammen. Aber auch sonst ist dort von der Zündkerze, über Bootslack, Zahnbürsten, Kopfschmerztabletten über den Hotdog bis zum Mittagstisch alles zu bekommen. Der Weg im Zickzack über die Wiese zum Bett im Schiff nach diversen isländischen Bieren ist dann nachts auch kein Problem. (Selbsttest!)

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An Schotterstraßen sollte man sich auf Island gewöhnen. Es macht sicherlich Spaß ... nur kommt man nicht "vorran" und der Wagen ist danach einheitlich schwarz/grau. Die aspahltierten Straßen, bis auf einige Passstraßen hören kurz hinter den Ortschaften schon auf.

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Das Wetter kann sich auf Island innerhalb von Minuten ändern. Wir haben alle Jahreszeiten an einem Vormittag erlebt. Ach ja ... Winterräder sind von Vorteil, vom freundlichen isländische Zöllner gibt's noch eine Vignette ins Auto geklebt und es kann los gehen.
Nur bitte Vorsicht vor den Pfützen. Diese sind RICHTIG tief und kosten zurück in Deutschland eine neue Spurstange und Querlenker. :(

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Die Berge um Seydisfjördur lassen sich gut erwandern und die lange Liegezeit dort ist dann eben ein Vorteil. Infomaterial, (Wander-)Karten und Empfehlungen liegen ausreichen im kleinen Terminal aus. In dieser Nacht durften wir sogar Polarlichter in ihrer unendlichen Schönheit bewundern.

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Eine zutrauliche Tierwelt hat es hier offensichtlich auch. Gottlob aber nicht so viele Schafe wie auf den Färöer Inseln.
Sogar Grindwale hatten wir einige vor der Norröna, direkt vor dem Bug. Was für ein Erlebnis !

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Wasser hat es hier ebenso zur Genüge. Es "geht" sich ständig weich wie auf einem Schwamm. Wanderschuhe und Regenkleidung sind wirklich von Nöten. Ein GPS-Empfänger macht Sinn !

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Wasserfälle gibt`s in allen Variationen, Größen und Farben. Man muss sie nur finden. :shock:

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Nach zwei schönen Tagen dann geht es abends bei sehr schlechtem Wetter zurück über den Nordatlantik in Richtung Färöer.
Diese Nacht war dann auch das blanke Grauen ... geschlafen hat wohl kaum einer an Bord.

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Am nächsten Tag liegen wir dann wieder in Torshavn. Als Autofahrer kann man(n) in den Häfen immer rein und raus fahren. Obacht ... dieses muss man unbedingt vorher bei der Crew anmelden. Ansonsten wird der Wagen im Hängedeck so gestaut, dass dann keine Ausfahrt mehr möglich ist.

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Die Straßen auf dieser Inselgruppe sind genau das Gegenteil zu Island. Die Förderung aus København ist überall zu erkennen. Tanken macht hier noch Spaß. Diesel liegt z.B. unter einem Euro umgerechnet. Die Färöer Inseln sind wirklich toll und laden zu günstigen Shoppingtouren in erstklassige Geschäfte in ihrer Hauptstadt ein.

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Wir haben "heimlich" das Landprogramm der Reederei übernommen und sind die Ausflüge auf eigene Faust mit dem PKW gefahren - nur in entgegengesetzter Richtung. Wir wollten nach einem Tipp die "Konfrontationen" mit den Ausflugsbussen auf den schmalen Passstraßen vermeiden. Hat leider nicht geklappt ... aber wozu haben denn Autos sonst Rückwärtsgänge. :(

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Für uns eine besondere Erfahrungen - das Geocaching auf den Färöer. Es hat uns an schöne abgelegene Orte gelockt! Nicht zu vergleichen mit unseren langweiligen "Drive In Caches" in deutschen Wäldern.

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Die vielen kleinen uralten Fischerdörfer sind beeindruckend malerisch. Besonders das Örtchen Gjógv und Kirkjubøur lohnen die vorher gelassenen Nerven über die teils schon eingeschneiten Bergpässe.

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Zurück an Bord geht es bei bestem Wetter wieder Richtung Shetlands und nach einem Seetag leider wieder gen Dänemark.

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Die Jacuzzis an Bord sind ab dem Nachmittag immer frisch gereinigt und laden mit wohliger Wärme gegen eine geringe Gebühr ein. Eine freundliche & bildhübsche Färinger Dame der Crew bringt dann auch dazu Cocktails aus der Skybar.

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Wieder bleibt viel Zeit bei einem perfekten Kaffee an Bord die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen . Die Restaurants der Norröna sind erstklassig .. besonders das Wikingerbuffett am Ende der Reise ist dringend zu empfehlen. Einfach mal alles probieren und die Schildchen erst hinterher lesen was es war (mit Hufen und hatte früher einen Sattel).

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Noch einmal früh am Morgen vor dem reichhaltigen Frühstück schnell ein Blick auf die Shetland Inseln. Die Norröna fährt hier auch ohne einen Kapt. Schettino dicht (und sicher) vorbei.

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Und dann am nächsten Vormittag sind wir leider wieder zurück in Hirtshals. Die Zeit war alles andere als langweilig - es war wunderschön! Diese Reise war mit Abstand das Beste an "Minnicruises", was wir jemals erleben durften. Und wir kommen wieder. Dann aber im richtigen Winter.

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Als Abschluss am Vorabend gab es für die "individual Vikingcruise Guests" noch einen Steinkrug der Smyril Line samt einem Färöer Bier und eine tolle Urkunde.

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(sorry ... auch wieder nur Handyfoto)

Die ganze Reise, das schöne Schiff, der Ablauf und die "Umsorgung" an Bord war wirklich erstklassig und kann uneingeschränkt weiter empfohlen werden. Besonders der Preis ist völlig okay wenn man es auf die Personen, die acht Tage an Bord, die große Kabine und die Mitnahme des PKW umrechnet. Ein klasse Frühstück ist sowieso inklusive und ebenso das obligatorische Wikingerbuffet. Ein Mahlzeitenpaket hatten wir nicht zugebucht weil wir mit dem Wagen oft unterwegs waren und "vor Ort" in unserer geliebten Tanke in Seydisfjördur gegessen (und getrunken) haben.

Einzigstes klitzekleines Manko ... oder eher ein Luxusproblem ... wenn der eigene PKW mit dabei ist verbringt man viel Zeit in den Vorstaureihen im Hafen und im Autodeck. Und besonders auch die Anreise von z.B. uns bis Hirthals sei nicht unterschätzt. 850 Kilometer können lang werden. Besonders Dänemark zieht sich nachts auf lerren Autobahnen wie ein Kaugummi. Da bleibt nur Tempomat auf 110 km/h, Radio an und ein guter Kaffee ...

Info`s & Buchungen auf der Webseite der Smyrilline: http://www.smyrilline.de
Weitere Fotos dieser Reise ... wer jetzt noch mag ... auf unserer Webseite: http://www.family-richter.de

Großes Dankeschön auch hier an meinen Sohn für die tolle Zeit bei unserer "Vater/Sohn Tour 2015".
Zuletzt geändert von Uwe Richter am Mi 5. Okt 2016, 11:12, insgesamt 34-mal geändert.
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Johannes7
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Johannes7 » Mi 18. Nov 2015, 16:48

Moin Uwe,

vielen Dank für diesen schönen Reisebericht. Sehr schön abwechslungsreich! Auch diese Landschaft hat durchaus ihren Reiz!
Solch eine Urkunde ist ja wirklich etwas feines.

Viele Grüße,
Johannes

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Re: Die Wikingerkreuzfahrt an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Torge » Mi 18. Nov 2015, 21:37

Moin Uwe,

auch aus Kiel ein dickes fettes Danke-Schön für diesen Reisebericht ....SUPER!!

Viele Grüße
Torge

KaiR
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt an Bord der M/S Norröna

Beitrag von KaiR » Do 19. Nov 2015, 11:08

Hallo,

konntet Ihr denn auf Island an Bord wohnen bleiben? Wie lang wäre man auf der Insel, wenn man eine Fähre auslässt und die nächste zurück nimmt?
Grüße,

Kai

Uwe Richter
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Uwe Richter » Do 19. Nov 2015, 17:41

KaiR hat geschrieben:(...) Wie lang wäre man auf der Insel, wenn man eine Fähre auslässt und die nächste zurück nimmt?
Du kannst natürlich auch an Bord bleiben, das Schiff praktisch als Hotel nutzen und 24h rein und raus. Sie ist dann nur gefühlt menschenleer und totenstill. Im kleinen Terminal ist nachts ein Wachdienst denn ohne Kabinenkarte kommt keiner raus oder rein.

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Deinen Wagen kannst du direkt am Schiff oder im Ort fast überall parken. Parkgebühren oder ISPS - Fehlanzeige. In Seydisfjördur hat es auch einige Möglichkeiten zum Übernachten falls Du das Schiff verpasst. :shock: Die nächste Fähre kommt dann genau in einer Woche wieder.

Grüße aus Iserlohn,
Uwe ;)

P.S Und unbedingt dem kleinen Trampelpfad über die Wiese zur Tanke (weißes flaches Gebäude an der Straße) folgen. Die ist einfach spitze !
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ship0770
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt an Bord der M/S Norröna

Beitrag von ship0770 » So 29. Nov 2015, 10:47

Uwe Richter hat geschrieben:
KaiR hat geschrieben:(...) Wie lang wäre man auf der Insel, wenn man eine Fähre auslässt und die nächste zurück nimmt?
Du kannst natürlich auch an Bord bleiben, das Schiff praktisch als Hotel nutzen und 24h rein und raus. Sie ist dann nur gefühlt menschenleer und totenstill. Im kleinen Terminal ist nachts ein Wachdienst denn ohne Kabinenkarte kommt keiner raus oder rein.
Das gilt nach Auskunft der Reederei nur bei Buchung der sog. „Wikingerkreuzfahrt“. Ansonsten muss ausgecheckt und wiedereingecheckt sowie eine örtliche Übernachtung auf der Insel selber organisiert werden.

toni montana
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der M/S Norröna

Beitrag von toni montana » Mi 2. Dez 2015, 14:33

Vielen Dank Uwe für diesen interessanten Photo-Bericht!

Über das Schiff habe ich schon ganz unterschiedliche Kritiken gelesen - nicht alle waren so gut wie Deine. Aber das ist wahrscheinlich auch wieder Geschmackssache.

War die eine Nacht wirklich so heftig? Ich habe mal gelesen, dass das Schiff sehr gut seegängig sein soll?
Schöne Grüße aus dem Münsterland!

Toni

Uwe Richter
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Uwe Richter » Do 3. Dez 2015, 09:54

toni montana hat geschrieben:(...)Über das Schiff habe ich schon ganz unterschiedliche Kritiken gelesen (...) Ich habe mal gelesen, dass das Schiff sehr gut seegängig sein soll?
Hey Toni.

Ich habe auch viele Berichte vorab über das Schiff gelesen und war wirklich auch gespannt, ob und wie so manches "im argen" lag. :?

Es kann aber auch sein das wir einfach (wie) immer ohne viele Erwartungen an Bord neuer Schiffe gehen. Uns jedenfalls sie wieder erwartend gut gefallen. Okay ... das Alter sieht man ihr an manchen Stellen schon an, aber der Gesamteindruck war nahezu perfekt. Vor allem haben wir noch nie ein so hochwertiges Frühstück an Bord bekommen und das sog. Wikingerbuffet am letzten Tsg der Cruise war einfach nur genial! Die Färinger Crew war locker, hilfsbereit und freundlich. Das Schiff war sauber und die Preise an Bord auch ganz okay.

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Ob sie seegängiger ist wie andere Schiffe? Mmmhhh ... wir sind keine Profis um das zu bewerten. Aber sie macht einen sehr sicheren Eindruck und irgendwie scheint sie trotz ihrer gedrungenen Bauform den Nordatlantik gut weg zu stecken auch wenn sie manchmal heftig stampftes und es richtig knallt wenn sie über den Bug in die See geht. Die besagte Nacht war wirklich nicht gut und selbst mein Sohn hatte Probleme sich im Bett zu halten, so sehr hat sie gekrängt und von einer auf die andere Seite über geholt. Angst dabei ? Nein ... nicht auf der Norröna. Dieses Schiff scheint auf dem Atlantik erst richtig zu leben.

Fazit: Das war unsere/meine Krönung aller Fährtouren bis dato ... und NEIN ich bekomme keine Provision für dieses Posting. :lol:
Mag ja auch sein dass wir einfach nur viel viel Glück im Ablauf gehabt haben. Empfehlen kann ich diese Wikingercruise aber uneingeschränkt.

Grüße,
Uwe
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Dirk
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Dirk » Fr 4. Dez 2015, 09:33

Vor allem haben wir noch nie ein so hochwertiges Frühstück an Bord bekommen
.... da hatten wir im Sommer einen anderen Eindruck .... bspw. das Pulverrührei war der Hit :shock:
Evtl.lag das aber auch daran das wir am Beginn der Hauptsaison bzw. zurück Mitte Juli gefahren sind.
Ansonsten war der Dampfer ok.... man merkt dem Schiff halt das alter und das Fahrtgebiet an.
Für uns war das Durchschnitt.
Einen Wehrmutstropfen haben wir mitgebracht.
Auf dem Frachtdeck (Tour Thorshavn - Seydisfjödur ) hat uns ein freundlicher Decksmitarbeiter eine dicke Delle in die Fahrertür gedrückt.
Der Ladeoffizier hat das alles Dokumentiert .... der verantwortliche Reederei Kapitän hat die Regulierung dann abgelehnt.
Die Geschäftsbedingungen sind so, dass wir in Dänemark klagen könnten und bei Erfolg die Kohle auf den Faröer Inseln eintreiben könnten.
Wir haben den Fehler gemacht, dass wir uns von der Mannschaft aus dem Schiff haben "treiben" lassen .... ein Fahrzeugkontrolle auf Schäden an Bord war ganz einfach bei der gigantischen Enge nicht machbar.
Bei Fahrzeugmitnahme kann ich nur Empfehlen das Auto noch an Bord genau auf Schäden zu untersuchen.
Uns hat der Spaß nach Rückkehr gute €1200,-- gekostet... eine Abrechnung über VK wäre sinnlos gewesen, die Hochstufung wäre wesentlich teurer gekommen.

Ansonsten eine nette Reise.

Gruß

Dirk

Uwe Richter
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Re: Die Wikingerkreuzfahrt nach Island an Bord der M/S Norröna

Beitrag von Uwe Richter » Fr 4. Dez 2015, 14:45

Dirk hat geschrieben:Uns hat der Spaß nach Rückkehr gute €1200,-- gekostet...
Das tut mir wirklich leid zu lesen !!! :(

Ich kann das enge Stauen der Fahrzeuge übrigens nur zum Teil bestätigen.
Spätestens ab Torshavn ist man(n) fast alleine im Autodeck und bei der Rückfahrt war es ähnlich.

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Ja, die Wagen stehen ab Hirtshals aber wirklich sehr dicht ... nur haben wir mit größerer Sorge die Fahrer der Fahrzeuge gesehen. Manch einer hat sich mit Taschen und Rucksäcken an den Wagen vorbei gequetscht, statt (wie gefordert) erst in die Wagen zu setzen wenn die Reihe frei wird um gelassen ein zu steigen. Außerdem wird drum gebeten NUR als Fahrer im Wagen zu verbleiben. Selbst mein Sohn ist normal als Fußpassagier an Bord gegangen. Natürlich rechtfertig das alles nicht eine Delle in der Tür durch die Deckscrew. Und Smyril hat die Haftung abgelehnt ... trotz Schaden durch den Mitarbeiter? Komisch ...

Ach ... übrigens ... Thema Rührei ... welche Reederei schlägt denn heute noch vor den Gästen frische Eier auf?
Trotzdem - ich habe schon auf deutschen Schiffen in der Ostsee WESENTLICH schlechter gegessen und auch DAS für viel mehr Geld.

Euch trotzdem weiterhin viel Spaß am Meer & dem Fähre fahren. Nicht den Spaß am Reisen verhageln lassen ... bitte !
Meiner Frau hat mal ein Stauer auf einer Fährüberfahrt nach Schweden im Cardeck mit der Faust auf die Kühlerhaube geschlagen weil sie nach seiner Meinung nicht gut genug geparkt hat. Er (und seine Gesundheit) hatte GROßES GlÜCK, dass mich meine Frau in dem Moment fest gehalten hat, wir Kinder im Auto hatten und später keine Beule zu sehen war. Dafür musste er sich kurz danach aber im Beisein seines Kapitän und dem 1. Offz in unserer Suite bei Ihr per Handschlag in aller Form entschuldigen. :evil:


Grüße, Uwe. ;)
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