nun melde ich mich mal wieder mit einem Kurzreise-Bericht.
Im Zuge der Neuordnung bei PolSca Baltic Ferries wurde ich hellhörig als es hieß, die SKANIA käme auf die neue Linie Danzig - Karlshamn.
Ich entschied mich für eine Wochenendreise nach Ystad und zurück.
Bitte sehr.
Siebzehn Jahre und rund zehn Monate war sie auf der Linie Swinemünde - Ystad im Dienst.
Zwischenzeitlich half sie auch zwischen Ystad und Rönne im Charterverkehr aus.
Näheres [https://www.faktaomfartyg.se/superfast_I_1995.htm].
Wenn ich mich recht erinnere, war ich erstmals 2011 mit ihr auf Reisen.
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~ ~ ~ Tag 1/3 ~ ~ ~ Nachtfahrt ~ ~ ~
Die Fahrt ging ab Berlin …

… über Bernau, …

… Angermünde, …

… und Stettin, wo …

… ich bis zum nächsten Anschluss noch Zeit hatte, um mir etwas alte Architektur anzusehen. Hier rumpelte eine Berliner Tatrabahn die Straße hinab.

Sicher und rechtzeitig wurde der Swinemünder Hafen auf der Wolliner Seite erreicht.

Wieder etwas historisch-wertvolles gefunden!
Zügig aber gründlich erfolgte die Pass- und Fahrscheinkontrolle, ehe man den bekannten Weg hinauf zur Fußgängerbrücke beschritt.

Es wurde wie all die Jahre zuvor angezeigt. Der Abendhimmel sollte Gutes verheißen.
~ ~ ~ Strecke: Swinoujscie – Ystad ~ ~ ~
~ ~ ~ über: direkt ~ ~ ~
~ ~ ~ Schiff: SKANIA (1995) ~ ~ ~

Schon war ich an Bord und bezog zuvor meine Innenkabine.

Gastflagge war gesetzt.


Der Abendhimmel der Pommerschen Bucht konnte sich sehen lassen. Es war ein Abend um die Sommersonnenwende.
Alles war gesehen – ab in die Koje, die Nacht sollte kurz werden.
~ ~ ~ Tag 2/3 ~ ~ ~ Tagesfahrt ~ ~ ~

Ich sollte jedoch nicht enttäuscht werden.


Das sind tatsächlich die besonders schönen Momente auf See.




So dann stand das Frühstück auf dem Plan. Dafür war sogar ein Fensterplatz frei.


Nahezu pünktlich glitt die SKANIA ins Hafenbecken hinein.








Zunächst lief ich rüber zum nördlichen Teil des Hafenbeckens. Es war uhrzeitbedingt totenstill.
Das kann auch sehr angenehm sein.

Zwischenzeitlich kam noch etwas Küstennebel auf.

Nicht zu sehen aber zu hören war …

… die EXPRESS 5 aus Rönne kommend.

Ich verbrachte noch eine Zeit am Seglerhafen.




Später folgte ein Spaziergang durch die Häuserschluchten des kleinen Städtchens, …

… bis es wieder Zeit war an Bord zu gehen.

Ohja, das ist doch was Schönes!



~ ~ ~ Strecke: Ystad – Swinoujscie ~ ~ ~
~ ~ ~ über: direkt ~ ~ ~
~ ~ ~ Schiff: SKANIA (1995) ~ ~ ~


Die jeweile Gastflagge wollte auch mal etwas abhängen.

Ich bezog diesmal eine Aussenkabine.

Etwas vorzeitig wurden die Leinen los geworfen.




Ja, das Wetterchen war tatsächlich fein.



Nanu? Na, wer kommt denn da? Na, wer kommt denn da?!

Ja, der von vielen gemochte Ostsee-Oldtimer POVL ANKER von Sassnitz kommend.

Tatsächlich, Rügen war in Sicht!

Ich zog mich zurück und konnte aus meiner Kammer noch schnell die POLONIA erwischen.
So legte man sich zu Ruhe. Der Tag begann früh und man braucht seinen Rückzugsort.
Im öffentlichen Bereich könnte ich nicht die ganze Reise aushalten.
Nach einer guten Mütze Schlaf (oder Schlafmütze?) vertrat ich mir auf dem Deck etwas die Füße.

Schwefel lag in der Luft.

Polen war also nicht mehr fern.


So liefen wir in Swinemünde ein.




Am Usedomer Ufer der Swine hätten wir dann die VARSOVIA in ihren neuen Farben.

Ja, es scheiden sich die Geister. So wirklich gefällt es mir vorallem von vorne betrachtet nicht.

Nee, auch nicht.


Der Rettungsring musste auch hier mit im Bild sein.

Wir als geneigte Freunde alter RoPaxe mögen in den nächsten Jahren mehr auf die beiden Oldtimer der TT-Line schauen.

Oh, siehe da: einer ihrer alten Heimathäfen war zu erkennen.

Guck an! Aus Stettin kam die STAR SHANGHAI (IMO: 9743588). Später ging sie nach Danzig, Ust-Luga und Gangavaram (Indien).


Die urige Anzeige machte was her!
In Hafennähe befand sich mein Hotel, wo ich auch den Rest des Tages blieb.
~ ~ ~ Tag 3/3 ~ ~ ~ Heimreise ~ ~ ~
Nach dem Frühstück wollte ich eigentlich rüber auf die Usedomer Seite doch es war einfach zu warm.
So entschied ich mich für die Rückreise – was sich als Vorteil heraus stellen sollte.

Ein kurzer Blick zur VARSOVIA durfte sein.

So ging es am Vormittag ab Swinemünde, …

… über Stettin, …

… Pasewalk (von wo ich nicht weiter kam, weil auf der Strecke nach Berlin ein Baum auf den Gleisen lag), …

… Neustrelitz nach Berlin.
Ein weiterer Bericht von meiner großen Ostsee-Sommer-Reise folgt vielleicht, wenn ich den Sinn dazu wieder sehe.
Vielleicht war das hier mein letzter Reisebericht.
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Viele Grüße,
Johannes
